Video: 120 Nm für Bosch CX – Infos & Test
Bosch Power-Upgrade 2.0 – Infos und Details
Die Innovationen
✅ maximales Drehmoment 120 Nm
✅ 600 % Unterstützung (bis 15 km/h)
✅ einstellbarer Extended Boost (Overrun)
✅ Drivetrain-Tensioner
✅ Kopplung mit Garmin-Geräten
✅ 12A-Schnellladegerät mit GaN-Technologie
Nachdem Bosch im Sommer 2025 bereits ein umfangreiches Software-Update mit mehr Leistung und Drehmoment veröffentlichte, legt man jetzt noch einmal nach und spendiert der Kundschaft das Power-Upgrade 2.0, das nun bis zu 120 Nm freigibt und mit bis zu 600 % unterstützt – letzteres allerdings nur bis 15 km/h. Gleichzeitig wird der Extended Boost deutlich flexibler und individuell anpassbar: Künftig ist dieses mächtige Feature in allen Fahrmodi verfügbar – nicht mehr nur in Race, eMTB und eMTB+, zudem lässt sich die Dauer des Extended Boost jetzt individuell einstellen und er lässt sich – bei Bedarf – auch deaktivieren. Natürlich weiterhin im Rahmen der gesetzlichen 2-Meter-Regel, aber mit deutlich mehr Einfluss für die Fahrerinnen und Fahrer. Ob kurz, etwas länger, maximal lang oder komplett deaktiviert – wie der Extended Boost eingreift, lässt sich jetzt je nach Vorliebe und Fahrsituation gezielt anpassen. Das Power-Upgrade 2.0 wird ab dem 4. Mai 2026 direkt über die eBike Flow-App verfügbar sein.
Aus meiner Sicht hätte es die Anhebung auf 120 Nm nicht zwingend gebraucht, diese Forderung kam aus dem momentanen Marktumfeld. Dank der feinfühligen Sensorik, unseres Extended Boost und der Art und Weise, wie der Motor generell am Pedal klebt, braucht es aus meiner Sicht nicht mehr Drehmoment. Die Tendenz nach immer mehr Leistung und Drehmoment halte ich wirklich aus voller Überzeugung und nicht wegen meiner Nähe zu Bosch für bedenklich.
Neben mehr maximalem Drehmoment, unterstützt der CX-Motor nach dem Update mit bis zu 600 %. In der Vergangenheit lag dieser Wert bei 400 %. Die Angabe „bis zu 600 % Unterstützung“ bedeutet, dass der Motor die eigene Pedalkraft um ein Vielfaches verstärkt. Im Extremfall liefert er jetzt bis zum Sechsfachen der Tretleistung zusätzlich. Tritt man beispielsweise mit 100 Watt, kann der Motor bis zu 600 Watt beisteuern – dies allerdings nur bei einer Geschwindigkeit von maximal 15 km/h. Wofür ist das hilfreich? Nun, Bosch hat hier eher schwerere Systeme, wie beispielsweise Cargo-Bikes, im Blick. Bikes, die viel wiegen, aber trotzdem schnell und kraftvoll beschleunigt werden sollen.
Wichtig dabei: Dieser Wert ist ein Maximalwert und wird vor allem in den höchsten Unterstützungsstufen erreicht. Wie viel Leistung tatsächlich anliegt, hängt unter anderem vom gewählten Modus, der Trittfrequenz und dem Gelände ab. In der Praxis sorgt das vor allem bergauf für spürbar mehr Power und ein deutlich dynamischeres Fahrgefühl.
Neben mehr Power und einem fein justierbaren Extended Boost kommt mit dem Software-Update ein weiteres Feature auf das E-Bike: Drivetrain-Tensioner. Grob gesagt, sorgt dieses Tool dafür, dass die Kette leicht „vorgespannt“ wird, um zum einen den Leerweg der Kurbel zu vermeiden und zum anderen den Verschleiß zu minimieren, weil plötzliches, hartes Zerren am Antriebsstrang die Kette und Kassette ganz schön belastet. Schließlich ist dieses Feature ein weiterer Baustein für noch mehr Kontrolle und Sensibilität des Motors. Aktiviert wird der Drivetrain-Tensioner über eine leichte Rückwärtsbewegung der Kurbel, wie es eigentlich automatisch passiert, wenn man zum Sprint ansetzt oder aus Kurven heraus beschleunigt. Der hintere Fuß geht dabei immer leicht nach unten, und genau dieser kleine Impuls reicht, um das Feature zu aktivieren, denn jetzt dreht der Motor leicht an, um die Kette vorzuspannen.
Wer fürs Training, die Routenaufzeichnung oder die Navigation einen externen Fahrradcomputer einsetzt, darf sich freuen, denn Bosch öffnet hierfür eine Schnittstelle. Zukünftig können alle Hersteller, die das passende Gegenstück entwickeln, mit dem Bosch E-Bike-System kommunizieren. Im ersten Step wird Garmin als Kooperationspartner die passende Schnittstelle haben, damit einige ausgewählte Radcomputer-Modelle des Branchenprimus mit dem E-Bike kommunizieren und diverse Live-Fahrdaten wie Fahrerleistung, Trittfrequenz oder Akkustand direkt im Display anzeigen können.
Last but not least gewährt Bosch eBike Systems auch einen Blick in die Zukunft und kündigt ein 12A-Schnellladegerät mit GaN-Technologie an. Das Ladegerät ist etwas kleiner, als der aktuelle 4A-Charger und bringt nur unwesentlich mehr Gewicht auf die Waage.
Bosch eBike Flow App
Durch die Verbindung von E-Bike und App bist du intelligenter unterwegs. Diese Kombination erweitert dein E-Bike-Erlebnis um zahlreiche digitale Funktionen. Egal, ob du navigierst oder Routen mit komoot planst, ob du Reichweitenhinweise benötigst, dein E-Bike im Blick haben willst, die Unterstützungs-Modi anpassen oder wichtige Trainingsdaten im Blick behalten möchtest – mit der Bosch eBike Flow App hast du alles rund um dein E-Bike mit Smart System und deine Touren im Blick.
Mit dieser App hast du die Kontrolle über sämtliche Funktionen des intelligenten Systems, das die Bedieneinheit, das Display, den Akku und die Antriebseinheit miteinander verbindet. Sie ermöglicht es dir, dein E-Bike genau nach deinen Vorstellungen anzupassen, zu erweitern und stets auf dem neuesten Stand zu halten: Du kannst ganz einfach neue Features und Services herunterladen und über Bluetooth installieren. Auf diese Weise wird der Fahrspaß kontinuierlich gesteigert.
Wichtig: Um ein Software-Update durchführen zu können, muss das Bike in der App registriert sein. Nur so erscheint der Button „eBike-Update“ in den Einstellungen des Bikes.
Download Bosch eBike Flow Smartphone-App
Die Bosch eBike Flow App lässt sich kostenlos im entsprechenden App-Store downloaden
Bosch Power-Upgrade 2.0 im Test
Ich konnte das Update bereits im Vorfeld an einem Orbea Wild testen. Apropos testen: Auch du hast die Möglichkeit, das Update vor dem 4. Mai auf dem Bikefestival Freiburg oder dem Bike Festival in Riva beispielsweise bei Orbea am Stand zu testen.
Stark! Ich hätte nicht gedacht, dass Bosch mit einem Software-Update derart nachlegen und das System noch einmal spürbar besser machen kann. Jetzt hängt der Motor und damit das komplette Bike noch mehr am Pedal, als vorher und supportet spürbar kraftvoller. Gerade in technischen Uphill-Passagen kann man sich jetzt noch mehr auf die Motorleistung verlassen.
Zudem finde ich den einstellbaren Extended Boost und den Drivetrain-Tensioner als eine absolute Bereicherung, denn diese Features machen das E-MTB einfach wieder etwas besser.
Wieder serviert Bosch für seinen CX-Motor ein Power-Upgrade. Schon beim Vorgängermodell gab es eins von 75 auf 85 Nm und auch beim aktuellen Modell, dem CX Gen5, gab es bereits ein Update, bei dem das Drehmoment von 85 auf 100 Nm und die Leistung von 600 auf 750 Watt angehoben wurden. Kritiker könnten jetzt fragen, warum Bosch das immer so scheibchenweise herausbringt und wieso der Motor nicht direkt mit dem Maximum an Leistung auf den Markt kommt. Zugegeben, auch mich verwirrt diese Taktik etwas, aber Bosch wird sich dabei schon etwas denken. Ob das Update gekommen wäre, wenn der jüngst erschienene avinox M2S leistungstechnisch nicht so extrem vorgelegt hätte? Ich wage es zu bezweifeln.
Aber zurück zum Motor mit 120 Nm maximalem Drehmoment, individualisierbarem Extended Boost und Drivetrain-Tensioner. Dass der CX kraftvoll unterstützt und sehr sensibel auf Pedalinput reagiert, ist nichts Neues. Dies wird mit dem Power-Upgrade 2.0 aber noch einmal spürbar verbessert. Jetzt, könnte man sagen, klebt der Motor direkt an der Schuhsohle, so sensibel und direkt reagiert er auf jedes Quäntchen Input, das vom Fuß übers Pedal und die Kurbel eingeleitet wird. Ein Tritt aufs Pedal, schon reagiert der Motor unverzüglich und quittiert mit spürbar direktem Support. Das Mehr an Drehmoment ist gerade bei niedriger Trittfrequenz ein Vorteil, denn damit lässt sich auch in steileren, technischen Sektionen ruhig und konzentriert pedalieren, ohne dass die Motorunterstützung abbricht. Damit der Motor mit 120 Nm Drehmoment einen nicht überfordert, wird das maximale Drehmoment dynamisch und nur bei Bedarf freigegeben. Viel Druck aufs Pedal bedeutet viel bis maximales Drehmoment, wenig Druck heißt auch weniger Drehmoment. Damit bleibt die Unterstützung homogen, kraftvoll und überfordert nicht.
Dynamik runter = Traktion rauf
Ein Tipp von mir: Dreh mal die Dynamik runter. Ich weiß, man will immer gern das Maximum und denkt „Viel hilft viel“, aber hier ist es eben so, dass weniger mehr ist und gerade im Uphill auf losem Untergrund einen klar spürbaren Vorteil darstellt. Ich habe die Dynamik im Turbo-Modus auf –2 geschoben, Ergebnis: Mehr Grip im Uphill auf losem Untergrund oder über rutschigen Wurzeln. Zudem ist der Support kultivierter und das Bike deutlich ruhiger und nicht so zappelig. Ein „Einfangen“ mit leicht gezogener Hinterradbremse wird mit diesem Setup überflüssig und Uphills in technischem Gelände gelingen auf Anhieb besser. Zum Vergleich mal auf +5 geschoben, wird das E-Bike sehr unruhig und zappelig. Es verliert schnell die Traktion, weil das Hinterrad durchdreht. Hier muss die Bremse dauerhaft leicht gezogen sein, damit man das Hinterrad kontrollieren und bei Traktionsverlust einfangen kann.
Extended Boost – einstellbar und in jedem Modus
Alle kennen es: Man fährt irgendwo hoch, vor einem Steinbrocken, Wurzeln, Stufen – alles etwas unübersichtlich und zu eng, um flüssig zu pedalieren. Ein kurzer Kick mit dem Pedal, schon hilft der Extended Boost dabei, flüssig über Hindernisse wie Steinstufen oder Absätze zu rollen. Das System liefert dabei einen kurzen, nachschiebenden Impuls von bis zu zwei Metern – ein Feature, das ich nicht mehr missen möchte und in meinen Augen das moderne E-Mountainbiking nachhaltig verändert und weiterentwickelt hat.
Kritikpunkte in der Vergangenheit: Nicht in jedem Modus verfügbar und die Dauer konnte nicht eingestellt werden. Ab Sommer 2026 ändert sich dies, denn ab diesem Zeitpunkt wird man die Dauer in jedem Modus über einen Schieberegler in der App einstellen können. Ich konnte dieses Feature bereits testen und muss sagen, dass ich es absolut gelungen finde. Im Turbo und eMTB+ auf maximale Länge, in Tour+ mittlere Länge und im Eco-Modus deaktiviert, so nutze ich den Extended Boost.
Drivetrain-Tensioner für direktere Kontrolle
Für eine direktere Kraftübertragung führt Bosch eBike Systems bei der Performance Line CX und CX-R den sogenannten Drivetrain-Tensioner ein. Durch eine Anpassung der Software wird das Spiel im Antrieb verringert. Der Leerweg am Pedal fällt deutlich kürzer aus, und die Kraft wird ohne spürbare Verzögerung auf das Hinterrad übertragen.
„Spürt man das auf dem Trail?“ – lautete meine erste Frage, als mir Stefan Schlie von diesem Feature erzählte. Seine kurze und klare Antwort: „Aber sicher!“ Und genau so ist es. Gerade beim Beschleunigen aus Kurven heraus, wo die Kurbel gern mal einen Leerweg von einer Achtel Umdrehung hat, ist der Motor mit leicht vorgespanntem Antrieb einfach noch präziser, reagiert spürbar direkter und unmittelbarer auf den Pedalinput und macht das E-Bike kontrollierbarer. Gleichzeitig arbeitet der Freilauf leiser und der Antrieb wird geschont. Denn, wenn die Kette nicht immer abrupt und mit voller Leistung an der Kassette und am Freilauf rupft, dann verringert sich der Verschleiß und die Lebensdauer wird erhöht. Schade, dass es dieses Feature zu Beginn nur in den Fahrmodi eMTB+ und Race geben wird.
Aktiviert wird der Drivetrain-Tensioner übrigens durch eine kurze Rückwärtsbewegung der Kurbel. Keine Angst, man muss jetzt nicht vor dem Antritt immer erst aktiv nach hinten kurbeln, nein, das geht tatsächlich so intuitiv und feinfühlig, dass es ausreicht, wenn der hintere Fuß leicht heruntergedrückt wird, eine Bewegung, die man automatisch macht, kurz bevor man richtig in die Pedale tritt.
Trick-Check – spaßiges Tool
„Drei Meter zwanzig!“ – „Ah, drei Meter fünfzig.“ – so klingt es, wenn man gerade direkt hintereinander über eine Wurzel oder einen Kicker gesprungen ist und der neue Trick-Check es einem direkt im Display mit einem gut hörbaren „Ping-Ping“ anzeigt.
Neben dem Power-Upgrade konnte ich jetzt auch das neue Feature „Trick-Check“, welches mit einem Update im April auf die Bikes kam, ausprobieren. Hier wird im Display angezeigt, wie weit man eben gesprungen oder wie weit man auf dem Hinterrad gefahren ist. Kein Feature, auf das die Welt jetzt sehnsüchtig gewartet hat, aber ein spaßiges Tool, um sich auszuprobieren, neue Dinge zu machen und damit auf dem Bike noch besser zu werden. Gerade, wenn ich mit Kumpels unterwegs bin, rufen wir uns jubelnd zu, wie weit man gerade gesprungen ist, und checken spielerisch, wer weiter kam. Kleiner Wunsch an das Entwicklungsteam von Bosch: Bitte packt die Übersicht direkt in einen Screen auf dem Kiox-Display, damit man das auch ohne Smartphone checken kann. Ich meine, im holprigen Gelände fehlt einem meistens die Zeit, um auf dem Display auf kleine Zahlen zu schauen.
Meinung @eMTB-News.de
So kraftvoll war ein Bosch CX noch nie. Mit dem Power-Upgrade verbessert Bosch den beliebten CX-Motor aus der Performance Line. Mit 120 Nm maximalem Drehmoment, einstellbarem Extended Boost und Drivetrain-Tensioner „klebt“ der Motor jetzt quasi direkt an der Schuhsohle und quittiert jeden Input vom Pedal direkt und berechenbar mit Vortrieb und Support.
Mit diesem Power-Upgrade unterstreicht der Bosch CX einmal mehr seine herausragende Position im Segment der Mittelmotoren.
Wie findest du es, dass Bosch das maximale Drehmoment auf 120 Nm anhebt?
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384 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumWie du schon schreibt "Mitte 2026". Das kommt ernst noch....
Jetzt also 120 Nm maximales Drehmoment bei nur 600W?
Anders gesagt, das Motordrehmoment nimmt in höchster Unterstützungsstufe schon ab einer Kadenz von 47 Umdrehungen pro Minute ab?
Wie schön - damit ermöglicht Bosch nun endlich das fahrende Sofa...
Lediglich bei meinem Not-Modi, dem EMTB+, zugleich auch der stärkste, hab ich die 120nM aktiviert.

Alle anderen wie Tour+, Auto, und Sport arbeiten mit dem 85nM Einstellungen.
Und ja ich komme den Berg gut rauf
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