Rotwild R.EXC – Infos und Preise
Die Innovationen
✅ avinox M2S-Integration mit extrem einfach entnehmbarem Akku
✅ 864 Wh Akku mit hoher Energiedichte dank leichter Carbon-Hülle
✅ Modulares Geometrie- & Fahrwerkskonzept
| Einsatzbereich | All-Mountain, Enduro |
|---|---|
| Federweg | 170 mm/145-160 mm |
| Laufradgröße | 29ʺ, Mullet 29″-27,5″ |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Motor | Avinox |
| Akkukapazität | 864 Wh |
| Gewicht (o. Pedale) | 23,2 kg |
| max. Systemgewicht | 130,0 kg |
| Rahmengrößen | M, L, XL |
| Website | rotwild.com |
| Preisspanne | 10.990 Euro – 14.990 Euro |
R.EXC – das gibts schon eine Weile. Rotwild modernisiert synchron mit dem Launch des Avinox M2S-Motorsystems sein Race-Enduro mit 170/160 mm Federweg und variablem Laufradkonzept. Dabei geht es aber nicht nur um den Austausch des Motorsystems, der Rahmen wurde grundsätzlich überarbeitet und im Konzept nachgeschärft. Basis für die Änderungen soll viel Feedback vom Rotwild Rennteam rund um Kelan Grant gewesen sein, das infolge von Rotwilds Ingenieursteam aufgearbeitet wurde.
- Rahmenmaterial Carbon
- Motor Avinox M2S mit Touch-Display
- Akkukapazität 864 Wh
- Federweg 170 mm (vorn) / 160 mm (hinten)
- Laufradgröße 29″, Mullet-Wheels (29″ vorne, 27,5″ hinten)
- Besonderheiten Austauschbare Ausfallenden, Winkel- & Reach-Adjust-Steuersatz, entnehmbarer Akku, Federwegs- & Progressionsanpassung
- Gewicht ab 23,2 kg (Herstellerangabe, Ultra-Modell)
- Max. Systemgewicht* 130 kg (Herstellerangabe)
- Farben schwarz-rot
- Rahmengrößen M / L / XL
- Verfügbar April 2026
- www.rotwild.com
Rotwild R.EXC Preis (UVP)
- Rotwild R.EXC ULTRA 14.990 €
- Rotwild R.EXC PRO 10.990 €
Das maximale Systemgewicht begrenzt für ein Fahrrad, E-Bike oder E-MTB, wie schwer Fahrerinnen und Fahrer inklusive Kleidung, Ausrüstung, Gepäck und Bike (!) laut Hersteller sein dürfen. Dieser Wert ist – gerade bei E-Bikes – oft niedriger als Verbraucher glauben und kann so für Verdruss sorgen. Wir gehen auf diese wichtige Kenngröße in unseren E-MTB Tests und Neuvorstellungen ein und fragen bei Herstellern nach, falls diese Angabe fehlt.
Wie diese Angabe ermittelt wird, wer sicherstellt, dass da niemand mogelt und was eine ASTM-Klasse ist, erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Artikel:
Maximales Systemgewicht am E-Bike
Optisch gleicht das Bike dem R.EX mit Avinox M1-Motor, technisch unterscheiden sich die Bikes doch recht deutlich. Während das R.EX metaphorisch in eine recht starre Form gegossen ist, ist das neue R.EXC wesentlich flexibler. Mit 170 mm Federweg vorne hat man lediglich an der Gabel eine konstante – der Hinterrad-Federweg lässt sich über verschiedene Montagepositionen der Umlenkwippe sowohl in Progression, als auch Federweg anpassen. Die 160 mm Basis ist gleichzeitig die progressivste, fällt jedoch mit lediglich 16 % Progression nicht extrem aus. Alternativ kann das Bike mit 155 mm / 14 % oder 145 mm / 12 % gefahren werden, ohne dass der Dämpferhub dafür verändert werden muss. Leider sind Progressions- und Federwegs-Justage jedoch nicht unabhängig voneinander, die knapperen Federwege werden entsprechend große Volumenspacer erfordern.
Bleiben wir noch beim Hinterbau: Optisch markant ist das Elevated Box Design in Kombination mit einem „Mid-High-Pivot“ – also der stark angehobene Hinterbau mit einem unüblich weit nach vorn verlagerten Hauptdrehpunkt. Rein technisch sollen sich durch den weit nach vorn verlagerten Drehpunkt High-Pivot-Charaktermerkmale mit vernünftigen Anti-Squat- und Anti-Rise-Werten vereinen lassen, außerdem lässt das Design eine recht gute Auslegung der torsionalen Hinterbausteifigkeit zu. Klingt theoretisch, konnte uns am Trail jedoch bisher immer überzeugen.
Variabel ist auch das Laufradsetup am Race-Bike. Ab Werk kommt das R.EXC in Größe M und L mit Mullet-Konfiguration, in XL mit 29″-Vorder- und Hinterrad. Realisiert wird das über verschiedene Ausfallenden, die sowohl die Laufradgrößen-Anpassung als auch eine Geometrie-Veränderung ermöglichen. Neben dem Hinterbau kann aber auch am Steuersatz einiges verstellt werden: Rotwild verwendet einen Steuersatz, der wahlweise den Lenkwinkel oder auch den Reach verstellen kann.
An Bord ist natürlich auch die vollintegrierte Eightpins-Dropperpost, die bis zu 225 mm Hub mitbringt, leider aber auch die Sitzrohrlänge sehr lang ausfallen lässt. Preislich positioniert sich Rotwild gewohnt im Premium-Segment. Kein Bike unter der fünfstelligen Marke, los geht es mit dem Pro-Modell um 10.990 €, getoppt nur vom 14.990 € teuren Ultra-Modell. Mit dieser Premium-Positionierung ist der Wettbewerb zum Markstart des neuen Avinox-Antriebs oberhalb der 10.000-€-Marke stark, wir sind gespannt, ob Rotwild zeitnah eine preislich attraktivere Variante nachschiebt.
Geometrie
Beim genaueren Blick auf die Geometrietabelle des Rotwild R.EXC fällt auf, wie ähnlich das Bike seinem kleinen Bruder R.EX 900 im Basissetting ist: Die Hauptrahmen fallen sehr ähnlich aus, zumindest was die Steh- und Sitzposition angeht: Reach und Stack sind insgesamt ähnlich, der Sitzwinkel ist mit 78° identisch, lediglich das Steuerrohr des XL-Modells ist um 5 mm gewachsen. Das Bike liegt damit in einem insgesamt modernen Bereich.
Unterschiede zum R.EX-Modell gibt es natürlich auch – sowohl im Basissetup, als auch in der Individualisierung durch verschiedene Verstellmöglichkeiten. Los geht’s am Steuersatz. Rotwild setzt auf das Acros-Kabeltourismus-Modell mit 56/66er Lagerschalen, die eine Reach- oder Winkelverstellung zulassen. Rund um die Nullposition lässt sich der Reach dann effektiv um ± 5mm verstellen. Alternativ kann der Lenkwinkel um 0,5° verändert werden.
Mit 63,6° ist der Lenkwinkel zwar nur dezent flacher als am R.EX 900, um dem härteren Einsatzbereich gerecht zu werden, großer Optimierungsbedarf besteht hier also nicht zwingend. Damit wird die Reach-Adjust-Option umso interessanter.
Signifikante Änderungen gibt es dafür am Hinterbau: Drei Ausfallenden ermöglichen hier die Verstellung: 27,5″ kurz, 27,5″ lang oder 29″ ergeben Kettenstrebenlängen von 436 mm, 448 mm und 460 mm, die in dieser Reihenfolge auch an M, L und XL verbaut sind. Je nach Gusto kann hier auch getauscht werden.
Die Eightpins-Sattelstütze ist gleichermaßen Restriktion wie Chance – in den kleinen Rahmengrößen könnte man theoretisch sehr viel Hub fahren – bis zu 225 mm sind möglich. Da das Sitzrohr jedoch eher lang ausfällt, ist fraglich ob man diese Chance jedoch auch auskosten kann. Am XL-Rad bekommt man leider keine längere Stütze nachgerüstet, gerade wo mehr und mehr Stützen auch über den 225 mm liegen ist das etwas schade.
| Rahmengröße | M | L | XL |
|---|---|---|---|
| Laufradgröße | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | 29″ |
| Reach | 460 mm | 485 mm | 510 mm |
| Stack | 640 mm | 644 mm | 653 mm |
| STR | 1,39 | 1,33 | 1,28 |
| Lenkwinkel | 63,6° | 63,6° | 63,6° |
| Sitzwinkel, effektiv | 78° | 78° | 78° |
| Oberrohr | 596 mm | 622 mm | 649 mm |
| Steuerrohr | 110 mm | 115 mm | 125 mm |
| Sitzrohr | 445 mm | 475 mm | 511 mm |
| Überstandshöhe | 743 mm | 741 mm | 740 mm |
| Kettenstreben | 436 mm | 448 mm | 460 mm |
| Radstand | 1.248 mm | 1.287 mm | 1.328 mm |
| Tretlagerabsenkung | 15,5 mm | 15,5 mm | 30,5 mm |
| Tretlagerhöhe | 345 mm | 345 mm | 345 mm |
| Gabel-Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
| Federweg (hinten) | 160 mm | 160 mm | 160 mm |
| Federweg (vorn) | 170 mm | 170 mm | 170 mm |
Ausstattung
Zwei Ausstattungsvarianten bietet Rotwild zum Marktstart an – während die Ultra-Version um 14.990 mit Fox-Factory-Fahrwerk und mehr aus dem Vollen schöpft, bekommt man am Pro-Modell für 10.990 € eine, gemessen am Preis, deutlich magere Ausstattung:
Hier verbaut Rotwild ein RockShox-Fahrwerk aus der Select+-Baureihe, kombiniert mit SRAM-Maven-Bronze-Bremsen und GX-AXS-Transmission-Antrieb. Luxus in Form von Carbon darf man nur am hauseigenen Lenker erwarten. Die Crankbrothers-Laufräder sind aus Alu, aufgezogen sind Schwalbes-Tacky-Chan-Reifen.
Auch wenn es extrem hochpreisig ist, passt die Ausstattung des Ultra-Modells besser: Hier setzt Rotwild auf die Fox-Podium-Gabel und den DHX-Live-Valve-Neo-Dämpfer. Angetrieben wird das Bike nebst Avinox M2S von einem XTR-Di2-Antrieb, bei Crankbrothers-Laufrädern, e*thirteen-Kurbel und Lenker setzt man auf Carbon. Wie am Pro-Modell kommen hier auch Tacky-Chan-Reifen zum Einsatz.
| Modell | ROTWILD R.EXC Pro | ROTWILD R.EXC Ultra |
|---|---|---|
| Rahmen | Poly Dynamic Carbon | Poly Dynamic Carbon |
| Gabel | ROCK SHOX Zeb Select+ 170 mm / Charger 3.1 / RC2 | FOX Podium Factory Kashima 170 mm / Grip X2 / HSC/LSC / HSR/LSR |
| Dämpfer | ROCK SHOX Vivid Select+ 205 x 60 mm | FOX DHX Neo Live 205 x 60 mm / Firm Mode Adjust / LSC / SLS Spring |
| Schalthebel | SRAM AXS Pod | SHIMANO XTR Di2 9250 |
| Schaltwerk | SRAM GX Eagle Transmission AXS | SHIMANO XTR Di2 9260 SGS |
| Kassette | SRAM GX Eagle XS 1270 10-52 T. / 12-Speed | SHIMANO CS 9200 10-51 T. / 12-Speed |
| Kurbel | e*thirteen Plus 160 mm (M) / 165 mm (L/XL) | e*thirteen Race Carbon 160 mm (M) / 165 mm (L/XL) |
| Bremse | SRAM Maven Bronze; SRAM HS2 / 200 mm; SRAM Maven Bronze; SRAM HS2 / 200 mm | SHIMANO XTR 9220 Fin Pad; SHIMANO RT-MT905 Ice / 203 mm; SHIMANO XTR 9220 Fin Pad; SHIMANO RT-MT905 Ice / 203 mm |
| Laufräder | CRANKBROTHERS Synthesis Enduro 31.5 mm Width / 110-15 mm / 6-Bolt; CRANKBROTHERS Synthesis Enduro 29.5 mm Width / 148-12 mm / 6-Bolt | CRANKBROTHERS Synthesis Enduro Carbon 31.5 mm Width / 110-20 mm / 6-Bolt; CRANKBROTHERS Synthesis Enduro Carbon 29.5 mm Width / 148-12 mm / 6-Bolt |
| Reifen | SCHWALBE Tacky Chan Evo Super Trail / Ultra Soft / TLE / 29x2.4; SCHWALBE Tacky Chan Evo Super Trail / Soft / TLE 27.5x2.4 (M/L) / 29x2.4 (XL) | SCHWALBE Tacky Chan Evo Super Trail / Ultra Soft / TLE / 29x2.4; SCHWALBE Tacky Chan Evo Super Trail / Soft / TLE 27.5x2.4 (M/L) / 29x2.4 (XL) |
| Sattel | ERGON SM Enduro Comp | ERGON SM Enduro Comp |
| Sattelstütze | 8PINS NGS2.0 up to 225 mm (XL) | 8PINS NGS2.0 up to 225 mm (XL) |
| Lenker | ROTWILD B220 Carbon 15 mm Rise / 780 mm Width | ROTWILD B220 Carbon 15 mm Rise / 780 mm Width |
| Vorbau | ROTWILD S120 35 mm Length | ROTWILD S120 35 mm Length |
| Motor | AVINOX M2S | AVINOX M2S |
| Display | AVINOX 2" OLED | AVINOX 2" OLED |
| Akkukapazität | 864 Wh | 864 Wh |
| Max. Drehmoment | 150 Nm | 150 Nm |
| Gewicht | ||
| Preis (UVP) | 10.990 EUR | 14.990 EUR |
Motor & Akku
An Bord ist der neue Avinox M2S. Mit bis zu 800 % Unterstützung liefert der Motor brachiale Power, die in dieser Gewichtsklasse aktuell niemand erreicht: Satte 130 Nm und 1300 W sind es im Turbo, bis zu 150 Nm und 1500 W im Boost-Modus.
Genau richtig ist dafür der größe Rotwild 864 Wh Akku – leider kommt er aber mit einer Restriktion: Der Ladestrom ist auf 7A gedeckelt, das Bike kommt damit nicht an die Schnellladefunktion des Avinox-Ladegeräts heran. Dafür lässt sich der Akku jedoch in Sekundenschnelle austauschen – umso praktischer!
An Bord ist natürlich das OLED-Touch-Display, sowie die Lenker-Remote zur Steuerung des Systems.
- Motor Avinox M2S
- Akku Avinox
- Akkukapazität 864 Wh
- Nenndauerleistung 250 Watt
- Spitzenleistung 1500 W
- Max. Drehmoment 150 Nm
- Display Avinox Touch
Hier findest du alle Infos und den Test vom neuen Avinox M2S-Motor:
Meinung @eMTB-News.de
Innovation ist kein Zufall – so startet Rotwild in die Pressemitteilung zum neuen R.EXC – für mich untermauert das neue R.EXC das stärker als der kleine Bruder R.EX, denn das Bike ist für mich konsequenter gedacht. Das bedeutet: Weniger Kompromisse bei der Geometrie, je nach Rahmen- / Fahrergröße, plus die Möglichkeit das Bike individuell auf den persönlichen Einsatz abzustimmen. Rotwild bleibt sich ansonsten bei der Eightpins-Integration und dem eignenen entnehmbaren Akku treu. Bei dem sehr hohen Preis ab 11.000 € darf man nur leider mit einem nicht rechnen: einem Leichtgewicht.
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8 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumRotwild hat jeden Menge Kunden (inklusive mir) mit dem Brose Smag, den zugehörigen BMZ-Akkus und diversen weiteren Qualitätsproblemen verloren. Ich habe Zweifel, dass die sich je zurück gewinnen lassen. Ich jedenfalls nicht.
Aber wer weiß, vielleicht schaffen sie es ja doch. Preislich orientieren sie sich jedenfalls schon wieder am HighEnd-Anspruch. Ich habe Zweifel, dass das hier gezeigte Bike ein Absatzrenner wird. Wir werden sehen.
Was mich generell bei Rotwild am meisten stört: Vom Ultra red ich gar nicht, das ist preislich komplett abgehoben.
Aber wenn man sich das Pro anschaut um immerhin 11000 piepen, dann ist da immer noch die Maven Bronze mit den gestanzten Hebeln mit Gleitlager und nicht zumindest die Silver mit gefrästen, kugelgelagerten Hebeln verbaut. Ebenso Select + und nicht Ultimate Fahrwerk.
Und ein Laufradsatz, der in Summe keine 500 Euro kostet.
Nicht falsch verstehen, die Komponenten sind jetzt nicht grundsätzlich schlecht, aber wenn ich Premium Preis verlange muss ich auch Premium parts verbauen, oder zumindest oberes Mittelfeld.
Aber egal, der Markt wird's regeln. Da wird's schnell satte Rabatte geben müssen wenn sie was verkaufen wollen.
Absoluter Schwachsinn der Preis. So gut kann kein Bike sein und ist in ein paar Jahren genauso wenig wert wie ein "normales E-Bike"!!!
Spannend wird sein, wo es dann tatsächlich landet im Handel. Wenn man sich die Verkaufspreise der Rotwild Bikes bei bike-discount so ansieht, werden sogar mit "neu" gekennzeichnete Bikes einfach mal um 38% des UVP verkauft
Interessante Strategie.
Was sich nicht verkauft wird an Discounter weiter gereicht, macht einen schlechten Eindruck, wenn der Hersteller selber solche Preisnachlässe auf seiner Page gewährt.
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