Steckbrief: Forbidden Druid CorE 1 – Test 2026
| Einsatzbereich | All-Mountain |
|---|---|
| Federweg | 160 mm/150 mm |
| Laufradgröße | Mullet 29″-27,5″ |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Motor | DJI |
| Akkukapazität | 800 Wh |
| Gewicht (o. Pedale) | 22,7 kg |
| Rahmengrößen | S1, S2, S3, S4 (im Test: S3) |
| Website | forbiddenbike.com |
| Preisspanne | 8.999 Euro - 11.899 Euro |
Forbidden Bikes zu Hause auf Vancouver Island, im bekannten Bikeparadies Kanada, ist bekannt für seine ganz eigene Interpretation von High-Pivot-Bikes. Das moderne und ausgefallene Design und eine Geometrieauslegung, die sich abseits des klassischen Bike-Mainstreams bewegt, haben einen nicht unerheblichen Anteil am gelungenen Branding der noch recht jungen Marke. Das Druid CorE stellt die abfahrtslastigere Variante der elektrischen Druid-Familie aus Cumberland dar. Mehr Federweg (160/150 mm), mehr Akku (800 Wh), mehr Reserven – dabei nur rund 1,5 kg schwerer als sein Lite-Geschwisterchen (hier geht’s zum Forbidden Druid Lite im Test).
Forbidden setzt auch beim Druid CorE konsequent auf den High-Pivot-Ansatz, dessen virtueller Drehpunkt deutlich über dem Tretlager liegt. Durch diese Position wandert die Hinterradachse beim Einfedern nach hinten, wodurch das Rad Hindernisse leichter ausweicht und diese „wegschluckt“, um das Tempo in ruppigen Sektionen besser zu halten.
Auch im Detail setzt Forbidden auf individuelle Lösungen. Um ein Klappern der ohne Tube-in-Tube verlegten Leitungen im Rahmen zu verhindern, werden geschraubte Cable-Ports genutzt. So können die Leitungen auf Spannung gebracht werden, was eine Geräuschbildung effizient verhindern soll. Ebenfalls erwähnenswert: Der mit lebenslanger Garantie versehene Druid-CorE-Rahmen ermöglicht es, auch klassische, nicht elektrifizierte Schaltwerke zu verbauen. Zudem setzt der Stahl-Idler (obere Umlenkrolle) nun auf zwei Solid-Lube-Enduro-Bearings, die auf ein mit Schmierstoff angereichertes Polymer setzen und auf Fett im Inneren der Lager verzichten.
Der in Kanada obligatorische Shuttle Guard schützt das Unterrohr beim Verladen und Transport auf dem Pickup oder Bikerag. Am edlen Carbonrahmen finden sich zudem Montagepunkte für eine Trinkflasche und einen Tool-Mount an der Unterseite des Oberrohrs. Der großflächige Motorbashguard soll den dji-Antrieb vor Einschlägen schützen. Zudem lässt sich ab Größe S3 eine hubstarke 210-mm-Dropper vollständig versenken.
Das getestete Modell, ein Druid CorE 1, stellt das Topmodell der Serie dar und kostet stolze 11.899 € (UVP). Angetrieben wird es vom DJI Avinox M1-Motor, der mit bis zu 120 Nm Drehmoment und 1.000 W Maximalleistung in Sachen Leistung den aktuellen Klassenprimus darstellt. Das Bike rollt im Mullet-Setup und kann in vier Rahmengrößen (S1–S4) erworben werden. Getestet haben wir die Rahmengröße S3 in unserem Vergleichstest.
Video: Forbidden Druid CorE 1 im Test
Motor & Akku
Forbidden verbaut im CorE den DJI Avinox M1, einen der derzeit leistungsstärksten und gleichzeitig leichtesten Full-Power-Motoren. Der Motor ist bekannt dafür, äußerst sensibel anzusprechen, fein dosierbar zu sein und beeindruckende Power zu liefern – besonders im technischen Uphill eine Macht. Im Lieferumfang befindet sich ein Avinox Standardladegerät mit 168-W und 4 Ampere. Wer schneller wieder auf dem Trail sein will, der muss sich ein Schnellladegerät mit 12 Ampere Ladestrom für rund 250 € zulegen.
- Motor DJI Avinox
- Akkukapazität 800 Wh
- Maximalleistung 1000 Watt
- Max. Drehmoment 105 Nm
- Display integriertes 2″-OLED-Touchdisplay
Hier findest du mehr Informationen zu aktuellen E-Bike-Motoren.
Geometrie
Das Geometriekonzept des Druid CorE folgt dem Ziel, unabhängig von der Rahmengröße ein vergleichbares Fahrgefühl zu erzeugen. Das will Forbidden durch proportional mitwachsende Kettenstreben erreichen, die je nach Rahmengröße zwischen 427 und 471 mm lang sind – statisch wohlgemerkt. In der getesteten Größe S3 kombiniert das Bike einen eher kompakten Reach-Wert von 467 mm mit einem auffallend hohen Stack von 662 mm. Das ergibt eine aufrechte und integrierte Position im Bike. Diese Reach-Stack-Kombination ist kein Zufall und wurde bewusst so gewählt, um eine abfahrtsorientierte Position einzunehmen. Vor allem auf steilen und technischen Trails sollte die integrierte Position viel Vertrauen vermitteln können. Die nur 150 mm kurzen Kurbelarme geben dazu einen noch zentraleren Stand, was dabei helfen soll, das Bike einfacher zu manövrieren. Der Lenkwinkel fällt mit 64 Grad modern-flach aus, während der Sitzwinkel mit 76,8 Grad eine angenehme Kletterposition anstrebt. Insgesamt entsteht eine Geometrie, die sich ganz bewusst vom Einheitsbrei absetzt.
Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!
Erhältliche Rahmengrößen S1 / S2 / S3 / S4
| Rahmengröße | S1 | S2 | S3 | S4 |
|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 |
| Reach | 430 mm | 447 mm | 467 mm | 487 mm |
| Stack | 628 mm | 649 mm | 662 mm | 676 mm |
| STR | 1,46 | 1,45 | 1,42 | 1,39 |
| Lenkwinkel | 64° | 64° | 64° | 64° |
| Sitzwinkel, effektiv | 76,8° | 76,8° | 76,8° | 76,8° |
| Sitzwinkel, real | 70,8° | 72,7° | 74,5° | 76° |
| Oberrohr (horiz.) | 578 mm | 599 mm | 622 mm | 646 mm |
| Steuerrohr | 100 mm | 123 mm | 138 mm | 153 mm |
| Sitzrohr | 400 mm | 420 mm | 440 mm | 470 mm |
| Überstandshöhe | 745 mm | 745 mm | 745 mm | 745 mm |
| Kettenstreben | 427 mm | 442 mm | 456 mm | 471 mm |
| Radstand | 1.194 mm | 1.235 mm | 1.276 mm | 1.317 mm |
| Tretlagerabsenkung | -25 mm | -25 mm | -25 mm | -25 mm |
| Tretlagerhöhe | 335,8 mm | 335,8 mm | 335,8 mm | 335,8 mm |
| Einbauhöhe Gabel | 576 mm | 576 mm | 576 mm | 576 mm |
| Gabel-Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
Ausstattung
Das Forbidden Druid CorE ist in drei Ausstattungen erhältlich, das günstigste Modell (Druid CorE 3) startet bei einem UVP von 8.999 €. In diesem Vergleichstest wurde das Topmodell (Druid CorE 1) von uns getestet, welches 11.899 € (UVP) kostet und beim Fahrwerk auf die Ultimate-Serie aus dem Hause RockShox setzt. An der Front arbeitet eine Zeb Ultimate mit 160 mm Federweg. Am Heck übernimmt ein Vivid Ultimate den 150-mm-Federweg und sorgt für ein sensibles Ansprechverhalten. Verzögert wird mit SRAM Maven Ultimate-Bremsen samt 200-mm-Scheiben. Ebenfalls aus dem Hause SRAM stammt die elektronische Eagle-AXS-Transmission – mechanische Schaltungen lassen sich dank entsprechender Rahmenführung dennoch problemlos nachrüsten.
Für ausreichend Bewegungsfreiheit sorgt die OneUp-Variostütze mit großzügigen 210 mm Hub (Größe S3), ergänzt von einem robusten OneUp-Alulenker. Zu erwähnen sind zudem die verbauten 150-mm-Kurbeln von Praxis, welche neben Bodenfreiheit auch einen kompakten Stand im Bike anstreben. Beim Laufradsatz setzt Forbidden auf die bewährten Crankbrothers Synthesis-Carbonräder im Mullet-Setup. Kombiniert mit einem Maxxis High Roller II in MaxxGrip/EXO+ an der Front und einem Minion DHR II in MaxxTerra/Doubledown am Heck ergibt sich eine solide Pneu-Partie. Das getestete Druid CorE 1 kostet 11.899 Euro (UVP) und bringt eigens ermittelte 22,7 kg auf die Waage.
- Federgabel RockShox ZEB Ultimate (160 mm)
- Dämpfer RockShox Vivid Air Ultimate (150 mm)
- Schaltung SRAM X0 Eagle Transmission
- Bremsen SRAM Maven Ultimate
- Laufräder Crankbrothers Synthesis E11 – Carbon
- Reifen
- Vorderrad – Maxxis High Roller II, MaxxGrip, EXO+
- Hinterrad – Maxxis Minion DHR II, MaxxTerra, DoubleDown
- Cockpit OneUp Aluminium (800 mm) / OneUp (40 mm)
- Motor DJI Avinox
- Akkukapazität 800 Wh
- Display integriertes 2″-OLED-Touchdisplay
- Gewicht 22,7 kg (Größe L, gewogen von eMTB-News)
- Preis (UVP) 11.899 € | Bikemarkt: Forbidden Druid CorE kaufen
- www.forbiddenbike.com
Forbidden Druid CorE 1 – Test auf dem Trail
Uphill
Das Druid CorE zeigt sich antriebsneutral und traktionsstark, dazu mit komfortabler und integrierter Position – der DJI-Motor erledigt den Rest dank fettem Punch.
Bevor wir uns auf das kanadische High-Pivot-Ross schwingen, wird natürlich das obligatorische Fahrwerkssetup gemacht. Wer sich bereits etwas mit Forbidden Bikes auseinandergesetzt hat, wird wissen, Standards gelten hier nicht. Möchte man der Herstellerempfehlung Folgeleisten, so stellt man zwischen 33 und 35 % Negativfederweg am Heck ein. In diesem Bereich will Forbidden auch das ideale Maß an Anti-Squat ermittelt haben. Wir können schon an dieser Stelle bestätigen, dass sich das Druid CorE – genau wie die Testcrew – im genannten SAG-Bereich am wohlsten fühlt. Aber nun genug der Theorie.
Zuerst steht die Frage im Raum, wie sich das Druid CorE bergauf schlägt. Hier überrascht es mit einer sehr aufrechten und integrierten Position, welche im ersten Moment etwas ungewohnt wirkt, uns aber effizient und mit viel Traktion versehen den Uphill erklimmen lässt. Trotz der aktiven High-Pivot-Hinterbaukinematik bleibt der Hinterbau weitgehend antriebsneutral, die langen Kettenstreben halten die Front auch in steileren Segmenten am Boden. Auf unebenen, schnellen Uphill-Segmenten, auf denen man dem DJI-Motor auch mal die Sporen gibt, bügelt das CorE förmlich nach oben, hier lässt sich schon erahnen, was der Hinterbau in der Abfahrt zu bieten hat. Der DJI Avinox-Motor trägt seinen Teil bei, denn er schiebt feinfühlig und bei Bedarf mit enormer Kraft nach oben. Auch steile und technische Kletterpassagen lassen wir mit dem Druid entspannt hinter uns. Kontakt zwischen Pedal und Boden findet dank der kurzen Kurbeln praktisch nie statt. Die Umlenkrolle oberhalb des Kettenblattes kann, wenn verschmutzt, eine zusätzliche Geräuschquelle darstellen, was mal mehr, mal weniger ausgeprägt in Erscheinung treten kann.
Downhill, Abfahrt, Trail
High-Pivot? High-Trust! Das Druid CorE bleibt ruhig, wenn’s schnell und wild wird. Es hält die Linie, selbst, wenn du es nicht tust – Traktion und Kontrolle agieren hier auf einem eigenen Level.
Nachdem uns das DJI-Aggregat den Berg hinaufbefördert hat, geht es jetzt endlich bergab. Bereits nach den ersten Metern vermittelt das Druid CorE ein ausgeprägt sattes und sicheres Fahrgefühl. Die durchdachte Geometrieauslegung lässt einen tief im Bike stehen, was vor allem auf steilen und technischen Segmenten beeindruckend viel Vertrauen schafft. Der Hinterbau arbeitet sehr smooth und feinfühlig, bietet in Anliegern, bei harten Landungen oder während schnellen Richtungswechseln ordentlich Gegenhalt, um das erarbeitete Momentum zu halten. Für unseren Tester Chris ist eine gewisse Disbalance zwischen Gabel und Dämpfer-Setup nötig (vorn etwas straffer), um das Potenzial des Bikes auszuloten.
Auch wenn das Druid nicht das poppigste oder spielerischste Bike im Test ist, wirkt es keineswegs leblos oder träge. Hier könnte auch der kompaktere Stand im Bike eine Rolle spielen, der durch die kurzen 150-mm-Kurbeln erreicht wird. Die damit erzielte Position verbessert die Manövrierfähigkeit des High-Pivot-Boliden – an die Spritzigkeit der agilsten Kontrahenten im Vergleichstest kommt das Druid CorE dennoch nicht ganz heran.
Punkten kann es erwartungsgemäß auch in ruppigen Passagen, wenn man über kleine bis mittlere Steinfelder hämmert. Im Vergleich zu den anderen Bikes im Testfeld, werden die Schläge durch den ausgesprochen feinfühlig arbeitenden Hinterbau spürbar mehr entschärft. Die rückwärtsgerichtete Raderhebungskurve legt rund 18 mm horizontalen Weg zurück und sorgt dafür, dass sich das Hinterrad weniger aufhängt, wodurch das Bike Geschwindigkeit besser konserviert als ein Großteil klassischer Viergelenker. Auf dem Datenblatt könnten zudem 10 oder 15 mm mehr Federweg stehen, wir würden es nicht anzweifeln.
Das Traktionslevel des Forbidden stellt wohl die Speerspitze in diesem Test dar. Der Grip am Vorderrad spielt in seiner eigenen Liga, auch wenn der dafür erforderliche Druck auf der Front Manuals und Wheelies zu einer Herausforderung machen kann, vor allem auf den ersten Runden. Offcamber-Abschnitten und High-Lines nimmt das Druid CorE den Schrecken. Denn selbst wenn man die Linie schlecht erwischt oder sich falsch positioniert, sucht sich das Bike förmlich den Weg, auch durch ruppige oder hakelige Sektionen. Der Preis für diese Performance wird in Form von etwas mehr Kraftaufwand beglichen. Die sich längenden Kettenstreben und der relativ steife Hauptrahmen fordern einen aktiven und aggressiven Fahrstil, damit die High-Pivot-Gleichung aufgeht.
Darüber hinaus muss das Fahrwerkssetup passen, denn an dieser Stelle entscheidet sich, ob das Forbidden seinem Ruf gerecht wird. Ist dieses Setup jedoch einmal gefunden, zeigt das Druid CorE ein sehr balanciertes, kontrolliertes und vertrauenserweckendes Fahrverhalten, das besonders fortgeschrittenen E-MTB-Fans zugutekommt. Für uns hat sich das Forbidden Druid CorE damit das Siegel Kauftipp verdient, denn es sticht heraus aus der Masse an aktuellen E-MTBs und überzeugt mit erstklassigen Fahreigenschaften und einem gewissen Charme, ohne dabei ein gefälliger Allrounder zu sein.
Das ist uns aufgefallen
- Setup-First Wer die Vorteile des High-Pivot-Gefährts aus Cumberland erfahren möchte, muss sich etwas mehr Zeit nehmen, um das optimale Setup zu finden.
- Confidence Booster Hat man seine Position im Forbidden gefunden, verabreicht das Druid CorE eine satte Portion Selbstvertrauen. Kein Trail scheint zu schnell, steil oder technisch. Der Vorderradgrip spielt in seiner eigenen Liga!
- High-Pivot-Witchcraft Stein- und Wurzelfeldern: Ja, bitte! Das Druid CorE kann vollmundig als absolutes Ballergeschoss bezeichnet werden, welches der High-Pivot-Propaganda definitiv gerecht wird.
- Kein Gewohnheitstier Zwar individuell verschieden, aber ein wenig Eingewöhnungszeit fordert das Geometriekonzept aus Cumberland wohl jedem ab.
- Idler, ick hör dir trapsen Eine zusätzliche Umlenkrolle gehört nun mal dazu bei HP-Konzept. Wer sich dafür entscheidet, muss beim Druid CorE mit den (verkraftbaren) akustischen Konsequenzen leben.
- Klebrig-gut und stabil Leider muss dieser Punkt wohl auch noch 2026 explizit erwähnt werden. Vernünftige Reifen machen einen immensen Unterschied und Forbidden geht hier den richtigen Weg, DD-Karkasse hinten, MaxxGrip-Compound vorn. Danke!
Fazit – Forbidden Druid CorE 1
Ein Bike für Könner und die, die es werden wollen: Es liefert viel Traktion, Stabilität und Kontrolle, belohnt dabei einen aktiven Fahrstil, und die, die bereit sind, etwas mehr Zeit ins Setup und in die Eingewöhnung zu investieren. Es ist nicht das verspielteste – dafür eines der potentesten Bikes im Test. Die integrierte Position im Bike, kombiniert mit einem Vorderradgrip, der seinesgleichen sucht, machen das Druid CorE zu einem Confidence Booster auf zwei Rädern. Für uns hat sich das Forbidden Druid CorE damit das Siegel Kauftipp verdient, denn es sticht heraus aus der Masse an aktuellen eMTBs und überzeugt mit erstklassigen Fahreigenschaften und einem Charme, der einem gefälligen Allrounder-Bike vorbehalten bleibt.
Forbidden Druid CorE 1 – Pro / Contra
Stärken
- Confidence Booster
- Laufruhig, wenn es ruppig oder schnell wird
- Traktionslevel – „Super Witchcraft“
- Hochwertig in Optik und Haptik
Schwächen
- Benötigt etwas Eingewöhnungszeit
- Idler-Geräusche können stören
Wie gefällt dir das Forbidden Druid CorE 1? Hast du vielleicht schon selbst Erfahrungen mit diesem Modell gesammelt? Wenn ja, poste sie doch in die Kommentare und lass die Community daran teilhaben.
Testablauf
Auf unseren Testrunden bewegen wir die Bikes in ihrem natürlichen Habitat, sprich: Wir fahren Trails, Trails, Trails! Unsere Testrunden haben alles, was ein E-Bike braucht:
- enge Uphill-Trails mit dicken Wurzeln, Steinen und losem Waldboden
- flache Trails mit kleinen Gegenanstiegen
- kurvige, flowige Downhills
- lange Schotterpisten bergauf und bergab
Jedes E-Bike wurde mehrfach auf dieser Runde gefahren und im Anschluss sorgfältig beurteilt.
Hier haben wir das Forbidden Druid CorE 1 getestet
- Deidesheim, Pfalz, Deutschland: Auf den Trails des RV Edelweiss gibt es allerhand Herausforderungen für moderne E-Mountainbikes. Von offenen, wurzeligen Kurven, bis hin zu Anliegern, in denen es die Hautfalten gen Boden zieht. Hohen G-Kräfte gibt es aber auch bei den zahlreichen technischen Sektionen mit Felsplatten, Fingerspitzengefühl ist auf den ruppigen Streckenabschnitten gefragt: Kurz gesagt – perfekte Bedingungen, um ein E-Mountainbike bergauf und bergab auf Herz und Nieren zu testen.
- Bamberg, Bad Kreuznach, Nordeifel, Deutschland: Um unsere Testeindrücke bei Wackelkandidaten oder Unstimmigkeiten zu verifizieren, wurden die Bikes zum Teil noch auf den Hometrails bewegt – von kurvigen, wurzeldurchsetzten Trails, über steile, technische Sektionen bis hin zu knackigen Kletterpassagen. Unsere Hometrails sind fabelhaftes Testgelände und eine gute Referenz.
I ride everything: E-Enduro, E-Trailbikes, hardtails, downhill, road – I enjoy it all, whether it’s E-assisted or not. I’ll admit that I do quite like having a motor on the uphills though. There’s lots to love about flowing trails; natural or built. The only thing I hate – switchbacks. I am 1.83 m tall and ride in 99% of cases frame size L - my sweet spot is between 470 and 480 mm Reach.
- Fahrstil / Riding style
- Verspielt und flowig / Flowing and playful
- Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
- E-Enduro, E-Trailbike, aber auch XCO, DH und Road / E-Enduro, E-Trailbike but also XCO, DH and road
- Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
- Straff und schnell – ich möchte wissen, was unter mir passiert / Firm and reactive – I like feedback from the trail
- Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
- Langer Reach, kurzer Vorbau, breiter Lenker / Long reach, short stem, wide bars
Chris loves riding everything with knobby tires, both uphill and downhill. Be it dirt jumps, natural single tracks or man made trails – he enjoys it all, as long as it's fast, steep, rough, with a lot of airtime, or a combination of all these.
- Fahrstil / Riding style
- flüssig, verspielt / Flowing and playful
- Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
- Enduro/ Enduro
- Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
- ausgeglichen zwischen Front und Heck, eher auf der sportlich-straffen Seite/ balanced front and rear suspension, a bit sportier than average
- Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
- Ausgewogene Radlastverteilung, eher flacher Lenkwinkel, Sitzwinkel nicht zu steil/ balanced wheel distribution, slack headangle, seattube angle not too steep
Arne started mountain biking in 2010. He prefers to ride enduro, downhill or trail bikes on rough trails. When the opportunity arises, he also likes to jump on an e-bike or go for a spin on his road bike.
- Fahrstil / Riding style
- sauber, hohes Grundtempo / Flowing and playful
- Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
- Enduro/ Enduro
- Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
- vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung / front firmer than rear, fast rebound, not too much damping
- Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
- Reach um die 480 mm, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel/ Reach around 480 mm, chainstays not too short, slack head angle
- Fahrstil / Riding style
- verspielt, strammes Grundtempo, lieber eine Kurve mehr als Straightline / playful, fast basic speed, rather one curve more than straightline.
- Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride.
- Enduro, Trail, Jumps und auch gern mal Downhill / Enduro, Trail, Jumps and sometimes Downhill.
- Vorlieben beim Fahrwerk / Suspension preferences.
- etwas straffer, viel Zugstufe, so wenig Dämpfung wie nötig, ausreichend Pop / A little firmer, lots of rebound damping, as little high and low-speed damping as necessary, adequate pop.
- Vorlieben bei der Geometrie / Geometry preferences.
- nicht zu viel Reach, mittellange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel / not too much reach, medium-length chainstays, slack head angle.
Unterstützt wurde dieser Vergleichstest durch Produktplatzierungen von Unleazhed. Wir bekamen für jedes E-Bike im Test einen M02-Frontfender, den wir nur zu gerne montierten, denn gerade im Herbst und Winter können die großflächigen, stylischen Schutzbleche punkten und verhindern diverse Dreckspritzer am Bike, auf der Kleidung oder im Gesicht.
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41 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumAlso es fühlt sich definitiv nicht sperrig an, aber nicht so spielerisch wie ein Pivot AM. Obwohl es für mich rechnerisch ein S2 gewesen wäre, fühlte das S3 sich besser an.
Für mich aber, wie bisher alle DJI Räder, etwas zu kopflastig durch den langen Akku. Das ist aber
hauptsächlich mein persönliches Thema.
Man muss mit dem Forbidden ein paar Tage fahren. Ist ein wenig anders zu fahren. Bin am 3 Tage gefahren am WE. Hat mir immer mehr gefallen. Und der Motor ist gar nicht so schlimm ohne Strom zu treten. Ist halt Gewohnheit. Am besten sind knifflige Stufen usw. Mit dem Teil fährt einfach rauf. Liegt aber sicher am Motor. Da wo mein Heckler mit dem EP801 Probleme hat. Ist das mit dem Avinox ein Kinderspiel. Und nicht wegen der Leistung. Die habe ich sowieso runter geschraubt.
Bergab kann man richtig laufen lassen. 😀.
Obwohl da das Heckler auch super ist.
Am Fahrwerk gibt's nix zu klagen.
Am Rahmen knarzt nix.
Ich musste im Neuzustand oben am Dämpfer je 0,1mm Ausgleichsscheiben li und re rein. Die Dämpferlager oben sind bei mir zur Wippe verspannt gewesen. Das Bike hat immer im Stand leicht geknarzt. Jetzt einwandfrei Ruhe. Hat mich Wahnsinnig gemacht 🤣 bis ich da drauf gekommen bin.
Ich hab meine Notizen nicht mehr gefunden, kann dir aber kurz beschreiben was ich gemacht habe und was ich gefühlt habe:
Ich fahre mein Fahrwerk recht symmetrisch, damit mir in Kurven, wo ich zentral im Rad stehe nicht das Heck oder die Gabel wegtaucht. Ich will da recht synchron in den Federweg gehen, um die Gripbalance schön steuern zu können.
Am Druid hab ich das Fahrwerk so abgestimmt: 33 % Sag im Heck – Gabeldruck gematched, um synchron einzufedern. Das erfordert bei so viel Sag natürlich potentiell nen Volumenspacer in der Gabel. Normalerweise fahre ich die ZEB etwas straffer und nutze den Federweg dennoch komplett.
So also in den Trail gestartet und vor allem in Kurven sehr unwohl gefühlt. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich den Schwerpunkt nicht zentral gehalten bekomme.
Was passiert – das Rad längt sich beim einfedern hinten natürlich ein gutes Stück. Das erhöht den Druck aufs Vorderrad und sorgt dynamisch für ein tieferes abtauchen der Gabel.
Ergo: ich habe die Gabel wieder härter abgestimmt. Damit wird das Fahrwerk asymmetrisch, solange man das Rad nur "pilotiert" und nicht aktiv von oben Druck ins Fahrwerk gibt, um es quasi dynamisch in die Symmetrie zu zwingen.
Hinterbau hab ich mit einigem Testen letztlich auch so eingestellt und das passt hervorragend.
Den Tipp mit der Federgabel probiere ich gerne mal so, auch wenn ich aktuell sehr zufrieden mit dem Setup bin.
Vermutlich fahre ich aber auch nicht in Deiner Liga 🙂. Probieren schadet aber sicher nicht, könnte ja noch geiler werden 😁.
Auch hier nochmal ein persönliches Lob an Dich, Deine Tests sind wirklich super und ich freue mich, dass ihr mittlerweile auch tiefer in euren Tests einsteigt, was Technik, Abstimmung, verschiedene Anwendunsgebiete und Fahrkönnen eingeht.
Danke sehr 🙏
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