Specialized Levo 4 R – Infos und Preise
| Einsatzbereich | Cross-Country, Trail, All-Mountain |
|---|---|
| Federweg | 140 mm/130 mm |
| Laufradgröße | 29ʺ |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Motor | Specialized |
| Akkukapazität | 600-1120 Wh |
| Gewicht (o. Pedale) | 21,1 kg |
| max. Systemgewicht | 150,0 kg |
| Rahmengrößen | S1, S2, S3, S4, S5, S6 (im Test: S4) |
| Website | www.specialized.com |
| Preisspanne | 7.999 Euro - 13.999 Euro |
Die amerikanische Bikebrand Specialized bringt eine neue Version des bekannten Levo heraus. Leichterer Rahmen – Specialized gibt hier minus 530 g gegenüber dem normalen, aktuellen Turbo Levo an –, reduzierter Federweg, 29-Zoll-Set-up, kraftvoller Motor und eine racige Geometrie – et voilá, fertig ist das Levo R, bei dem der Buchstabe R nicht etwa für Rico, sondern für Rally steht. Was Specialized damit meint, liegt auf der Hand: Das neue Levo R soll agiler, schneller und direkter als das langhubige Levo 4 sein. Das, soviel kann ich vorwegnehmen, trifft zu 100 Prozent zu, denn auf dem Trail fährt sich das straffere Fahrwerks-Setup direkter und passt perfekt zu einem Trailbike, mit dem man schnell und spaßig über die Trails heizen will. Mit 21,2 kg (Rahmengröße S4 (L) ist das Levo R relativ leicht für ein Full-Power-E-Bike mit 800er-Akku.
Preislich startet das Levo R bei 7.999 €. Das Topmodell S-Works, welches wir getestet haben, ist für 13.999 € (UVP) zu haben.
Video: Specialized S-Works Levo 4 R im Test
Motor & Akku
Specialized setzt auch im Levo R auf den hauseigenen 3.1-Motor, den es in der Version „Specialized“ oder „S-Works“ gibt. Der Hauptunterschied beider Motorvarianten liegt im Drehmoment und in der Leistung. Die Specialized-Variante glänzt, nach einem Leistungsupgrade durch ein Softwareupdate im Februar 2026 – mit 105 Nm maximalem Drehmoment und 810 Watt Spitzenleistung, während die S-Works-Version 111 Nm und 850 Watt schafft. Zudem kommen die S-Works-Modelle mit einem Fast-Charger, der es ermöglicht, in ca. einer Stunde den 800er-Akku von 0 auf 80 % aufzuladen. Im Hinblick auf Bauform, Konstruktion, Display, Remote-Einheit, Akku oder Range Extender unterscheiden sich die beiden Motorsysteme nicht.
- Motor Specialized 3.1 oder S-Works (je nach Modell)
- Akkukapazität 600–840 Wh (zzgl. optionalem Range Extender mit 280 Wh Kapazität)
- Maximalleistung 810 bzw. 850 Watt
- Max. Drehmoment 105 bzw. 111 Nm
- Display MasterMind T3 TCU
Geometrie
Specialized bietet das Levo R natürlich in den bekannten sechs Rahmengrößen (S1 bis S6) an, was übersetzt XS bis XXL bedeutet. Neben der Abkehr von Mullet hin zu Full-Twentynine wird der Lenkwinkel mit 65° etwas steiler. Der Reach beträgt 475 mm und der Stack misst 630 mm (Rahmengröße S4/L). Die Kettenstrebenlänge, die übrigens bei jeder Rahmengröße identisch lang ist und nicht mitwächst, beträgt 447 mm und kann mittels Flip-Chip kurz und lang gefahren werden. Ebenso lässt sich der Lenkwinkel durch mitgelieferte Steuersatzschalen um ± 1° variieren. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Geometrie des kurzhubigen Levo 4 R im Hauptrahmen etwas kürzer als das langhubigere Levo 4 ausfällt (hier findest du den Vergleich), aber generell fast genauso viele individuelle Einstellmöglichkeiten und ein gutes Balancing bietet.
Wichtiger Fakt: Die kleinste Rahmengröße S1 rollt auf Mullet-Laufrädern, also vorne 29″ und hinten 27,5″.
Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!
Erhältliche Rahmengrößen S1 / S2 / S3 / S4 (getestet) / S5 / S6
| Rahmengröße | S1 (XS) | S2 (S) | S3 (M) | S4 (L) | S5 (XL) | S6 (XXL) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | 29″ | 29″ | 29″ | 29″ | 29″ | 29″ |
| Reach | 400 mm | 420 mm | 450 mm | 475 mm | 500 mm | 525 mm |
| Stack | 602 mm | 607 mm | 616 mm | 630 mm | 644 mm | 657 mm |
| STR | 1,51 | 1,45 | 1,37 | 1,33 | 1,29 | 1,25 |
| Lenkwinkel | 64,8° | 65° | 65° | 65° | 65° | 65° |
| Sitzwinkel, real | 77° | 77° | 77° | 77° | 77° | 77° |
| Oberrohr (horiz.) | 539 mm | 560 mm | 592 mm | 620 mm | 649 mm | 677 mm |
| Steuerrohr | 95 mm | 100 mm | 110 mm | 125 mm | 140 mm | 155 mm |
| Sitzrohr | 375 mm | 385 mm | 405 mm | 425 mm | 445 mm | 465 mm |
| Überstandshöhe | 761 mm | 763 mm | 773 mm | 783 mm | 793 mm | 803 mm |
| Kettenstreben | 447 mm | 447 mm | 447 mm | 447 mm | 447 mm | 447 mm |
| Radstand | 1.160 mm | 1.181 mm | 1.215 mm | 1.246 mm | 1.277 mm | 1.309 mm |
| Tretlagerabsenkung | 36 mm | 36 mm | 36 mm | 36 mm | 36 mm | 36 mm |
| Tretlagerhöhe | 339 mm | 339 mm | 339 mm | 339 mm | 339 mm | 339 mm |
| Einbauhöhe Gabel | 550 mm | 550 mm | 550 mm | 550 mm | 550 mm | 550 mm |
| Gabel-Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
| Federweg (hinten) | 140 mm | 140 mm | 140 mm | 140 mm | 140 mm | 140 mm |
| Federweg (vorn) | 140 mm | 140 mm | 140 mm | 140 mm | 140 mm | 140 mm |
Ausstattung
Specialized bietet das Levo R in drei verschiedenen Varianten und in jeweils zwei Farben an. Los geht es mit Comp für 7.999 €, gefolgt von Expert für 9.999 € bis hin zum S-Works, das für 13.999 € zu haben ist. Eine Pro-Version gibt es vom Levo R aktuell nicht.
Den Einstieg in die R-Plattform bildet das Levo R Comp. Mit der Fox 36 SL Performance-Federgabel an der Front und dem Fox Float Performance GENIE-Dämpfer am Heck bietet es ein ausgewogenes, trailtaugliches Fahrwerk. Der Specialized 3.1 Motor liefert mit 105 Nm und 810 Watt kräftigen Vortrieb, während der 840-Wh-Akku auch lange Tage im Sattel ermöglicht. Die elektronische SRAM S-1000 Eagle AXS Transmission und SRAM Motive Bronze Bremsen runden das Paket zu einem robusten, modernen E-Trailbike ab.
Das Levo R Expert richtet sich an ambitionierte Trail- und All-Mountain-Fahrer, die Wert auf feinere Performance legen. Fox 36 SL Performance Elite-Federgabel und Float Performance Elite GENIE-Dämpfer bieten spürbar mehr Sensibilität und Reserven im Gelände. Geschaltet wird mit der SRAM GX Eagle AXS Transmission, gebremst mit SRAM Motive Bronze. Der bewährte Specialized 3.1 Motor mit 105 Nm und 810 Watt sorgt in Kombination mit dem 840-Wh-Akku für souveräne Uphillperformance und ausdauernde Touren, während die Roval Traverse SL II Carbon-Laufräder dem Bike zusätzliche Präzision verleihen.
Topmodell ist und bleibt natürlich das S-Works Levo R (hier im Test). Es spielt im Hinblick auf Ausstattung, Motor und Schnellladegerät klar in der High-End-Liga. Das Fox Factory Fahrwerk mit 36 SL Factory Gabel und Float Factory GENIE-Dämpfer liefert maximale Kontrolle und Feinfühligkeit. Der exklusive S-Works 3.1 Motor setzt mit 111 Nm Drehmoment und 850 Watt Spitzenleistung neue Maßstäbe und macht das Bike spürbar explosiver. Kombiniert mit der SRAM XX Eagle AXS Transmission, SRAM Motive Ultimate Bremsen, Roval Traverse SL II Carbon-Laufrädern und dem 840-Wh-Akku ist dieses Modell kompromisslos auf Performance ausgelegt. Unser Testrad kam in Rahmengröße S4 (L) auf 21,2 kg.
Specialized Levo R – Preis (UVP)
- Specialized Levo R S-Works 13.999 €
- Specialized Levo R Expert 9.999 €
- Specialized Levo R Comp 7.999 €
| Modell | Specialized Levo 4 R Comp | Specialized Levo 4 R Expert | S-Works Levo 4 R |
| Rahmen | FACT 11m Carbonrahmen / 130 mm Federweg | FACT 11m Carbonrahmen / 130 mm Federweg | FACT 11m Carbonrahmen / 130 mm Federweg |
| Gabel | FOX 36 SL Performance | FOX 36 SL Performance Elite | FOX 36 SL Factory |
| Dämpfer | FOX FLOAT Performance GENIE | FOX FLOAT Performance Elite GENIE | FOX FLOAT Factory GENIE |
| Schaltung | SRAM S-1000 Eagle AXS Transmission | SRAM GX Eagle AXS Transmission | SRAM XX Eagle AXS Transmission |
| Kurbel | SRAM Eagle 70 | SRAM GX Alloy | SRAM XX Carbon |
| Bremse | SRAM Motive Bronze | SRAM Motive Bronze | SRAM Motive Ultimate |
| Laufräder | Specialized | Roval Traverse SL II Carbon | Roval Traverse SL II Carbon |
| Reifen | |||
| Vorderreifen | Specialized Purgatory, GRID Casing, T9 Compound, 29x2.4 | Specialized Purgatory, GRID Casing, T9 Compound, 29x2.4 | Specialized Purgatory, GRID Casing, T9 Compound, 29x2.4 |
| Hinterreifen | Specialized Purgatory, Grid Trail Casing, T7 Compound, 29x2.4 (S1 27.5x2.4) | Specialized Purgatory, Grid Trail Casing, T7 Compound, 29x2.4 (S1 27.5x2.4) | Specialized Purgatory, Grid Trail Casing, T7 Compound, 29x2.4 (S1 27.5x2.4) |
| Sattel | Body Geometry Power Comp | Body Geometry Power Comp | Specialized S-Works Power Mirror |
| Sattelstütze | X-Fusion Manic | X-Fusion Manic | RockShox Reverb AXS, |
| Lenker | Specialized Alloy | Specialized Alloy | Roval Control SL RISE Integrated cockpit |
| Vorbau | Alloy Trail Stem | Alloy Trail Stem | Roval Control SL RISE Integrated cockpit |
| Motor | Specialized 3.1 | Specialized 3.1 | Specialized S-Works 3.1 |
| Display | Mastermind TCU | Mastermind TCU | Mastermind TCU |
| Akkukapazität | 840 | 840 | 840 |
| Max. Drehmoment | 105 Nm | 105 Nm | 111 Nm |
| Gewicht * | 22,3 kg | 21,7 kg | 21,1 kg |
| Preis (UVP) | 7.999 € | 9.999 € | 13.999 € |
| * Herstellerangabe | |||
Specialized Levo R – erster Test auf dem Trail
Okay, das Levo R hat weniger Federweg, aber ist es damit weniger performant? Nein, überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Für mich stellt das Levo R mit Full-Twentynine, kraftvollem Motor, etwas strafferem Fahrwerk und dem deutlich lebhafteren, agileren Charakter das bessere Levo dar. Vielleicht ist es sogar das beste Levo ever …
Vor der offiziellen Markteinführung gab uns Specialized die Chance, das neue Levo R zu testen. Hierfür lud man ausgewählte Medien nach Albenga in Spanien ein, um das neue Bike zu präsentieren, dort bei Sonnenschein feinste Trails im Umland zu surfen und herauszufinden, ob 140/130 mm Federweg ausreichend sind. Eins vorneweg: Ja, der Federweg hat vollkommen ausgereicht.
Bei der Vorstellung neuer Bikes und Produkte macht es das Team von Specialized eigentlich immer so: Erst macht man eine gemeinsame Ausfahrt mit dem neuen Produkt und danach gibt es eine Präsentation, die alle Details beleuchtet und über sämtliche Neuerungen aufklärt. So natürlich auch im Fall des neuen Levo 4 R. Hier bekam jeder ein Bike in seiner Rahmengröße und mit den eigenen Pedalen bestückt, um es ohne Vorwissen über die Trails zu scheuchen. Klar, optisch kennt man das Levo 4, aber in Full-Twentynine ist es direkt anders und dann noch das Cockpit aus Carbon und das Fahrwerk, das sich straffer und kurzhubiger anfühlt … alles Dinge, die schon auf den ersten Metern spürbar anders sind.
Wir fuhren also direkt einige Trails hinauf und andere wieder hinunter. Technisch nicht sehr anspruchsvoll, eher flowig und moderat. Hier punktet das Levo R mit sehr präzisem Handling und sorgt durch den kraftvollen Motor für ordentlich Vorschub und Speed. Etwas ruppigere Sektionen, mit höheren Stufen und Absätzen, ließen sich auf Anhieb gut fahren, und hätte man mich zu diesem Zeitpunkt danach gefragt, wie viel Federweg das Levo R hat, hätte ich gesagt: „Also mindestens 140 am Heck.“
Aber Fehlanzeige, denn, wie sich später in der Produktpräsentation herausstellte, kommt das Levo R mit 140 mm Federweg an der Front und 130 mm am Heck. Krass! Aber natürlich völlig ausreichend, wenn es darum geht, im Segment der Trailbikes die größtenteils auf moderaten, vielleicht sogar geshapten Trails unterwegs sind. Hier punktet unser Testbike (S-Works Levo 4 R) mit einem direkten Fahrwerk, bestückt mit Fox 36 SL Factory-Federgabel und Fox Float Factory GENIE-Dämpfer, das potent und sensibel seinen Dienst verrichtet und sich am Heck eigentlich immer nach mehr anfühlt.
Stufen, Wurzeln, enge Kurven, weite Kurven, technischere Trails, schnelle Trails, kleinere Sprünge und Drops – hier lässt sich das Levo 4 R intuitiv und schnell fahren. Kurven folgt es willig, an Wurzeln oder Stufen lässt es sich leichtfüßig dirigieren oder zum Spielen in die Luft bewegen. Das Full-Twentynine-Setup und der passend steife Rahmen machen das Bike schnell. Das Fahrwerk gibt einem viel Feedback und durch ordentlich Gegenhalt der Suspension lässt es sich sehr aktiv fahren und gut über Wellen oder durch Kurven pushen. Dank des poppigen Hecks und des agilen Handlings positioniert sich das Levo R sehr deutlich im Segment der Trailbikes und hier macht es für mich auch wirklich viel Sinn, vielleicht sogar mehr Sinn als zuvor. Denn während sich das normale Levo im Segment der langhubigeren All Mountains positioniert und dabei vieles richtig macht, aber eben nichts exorbitant besser als die Bikes der Mitbewerber, kann das Levo 4 R als Trailbike vollends punkten und stellt für mich sogar das bessere Levo dar! Es ist schnell, präzise, leichtfüßig, agil und sportlich – genau das erwarte ich von einem Specialized.
Im Hinblick auf das Motorsystem geht Specialized keine neuen Wege und verbaut auch im Levo R den bekannten 3.1-Motor, der 2025 vorgestellt wurde und im Februar 2026 über ein Softwareupdate mehr Leistung und einen verbesserten Microtune spendiert bekommen hat. Dank neuester Software schafft der Motor in der S-Works-Variante jetzt bis zu mit 850 Watt Spitzenleistung, was mich dazu veranlasste, über den kompletten Testzeitraum beinah ausschließlich im Trail-Modus unterwegs zu sein. Der Support hat mir hierbei auf den nicht allzu steilen Uphills vollkommen ausgereicht, so das ich die maximale Unterstützung à la Turbo nur wenig benötigt habe.
Jetzt kommt das neue Levo R natürlich auch mit einer etwas spezielleren Ausstattung, die einfach mehr Trailbike als All Mountain ist. Sehr positiv empfand ich die Laufräder. Specialized setzt hier im S-Works- und Expert-Modell auf Roval Traverse SL II mit Carbonfelgen und Industrie Nine-Naben, deren Freilauf übrigens einen irre geilen Sound hat. Diese leichten, stabilen Laufräder werden klar im Segment Trail und All Mountain positioniert. Die Carbonfelgen sind sehr wertig gemacht und besitzen eine gute Balance aus Steifigkeit und kontrolliertem Flex, was dem Bike eine hohe Spurtreue auch in ruppigerem Gelände verleiht. Gleichzeitig lassen sich die Laufräder einfach beschleunigen, was gerade auf engen, verwinkelten Trails einen Vorteil darstellt.
Weniger gut gefällt mir die Wahl der Bremsen. Hier verbaut Specialized am S-Works SRAM Motive Ultimate. Die Bremse setzt auf vier Kolben, Mineralöl und Stealth-Optik. Im Portfolio von SRAM wird sie als moderne Allround-Bremse positioniert. Leicht genug für XC, aber stark genug für Trail-Einsatz. So weit, so gut. Problem in meinen Augen: Die Bremsleistung ist schon ganz ordentlich, aber an einem E-Bike mit über 20 Kilo Lebendgewicht wünsche ich mir mehr Reserven. Deshalb sehe ich hier wirklich keinen Grund dafür, warum man nicht auf eine Code-Bremsanlage setzt. Gewichtstechnisch sind die Stopper nur wenig schwerer, dafür packen sie kraftvoller zu.
Kommen wir zu einem weiteren, sehr speziellen Bauteil, das Specialized allen Levo R Modellen der S-Works-Familie spendiert: dem Roval Control SL RISE Integrated Cockpit. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein integriertes Cockpit, bei dem Vorbau und Lenker als eine Einheit aus Carbon gefertigt sind. Optisch ist das sehr gelungen und fügt sich stimmig in die hochwertige, noble Ausstattung des Bikes ein. In der Praxis zeigen sich allerdings auch Nachteile. Auf dem Trail wirkte der Lenker auf mich sehr steif und vergleichsweise unnachgiebig. Zudem fehlt jegliche Möglichkeit zur Feinjustierung: Passen Vorbaulänge, Back- oder Upsweep oder der Rise des Lenkers nicht, lässt sich hier nichts nachjustieren. Schrauben leicht lösen, den Lenker minimal verdrehen und wieder festziehen – Fehlanzeige. Wer mit der Ergonomie nicht auf Anhieb zurechtkommt oder bewusst Lenker jenseits der Standardwerte fahren möchte, dem bleibt letztlich nur der radikale Schritt: die komplette Demontage der Einheit inklusive Spacer.
Welches Levo für wen? Eine gute Frage, die man natürlich nicht abschließend beantworten kann. Aus meiner Sicht würde ich sagen: Leute, die einen komfortablen Alleskönner suchen, gerne ausgedehnte Touren in ruppigerem Gelände machen und auch mal in härterem, technischem Gelände unterwegs sind, könnten mit dem normalen Turbo Levo mehr Spaß haben. Wer allerdings gerne auf moderaten Trails einfach schnell sein will, recht sportlich unterwegs ist und nicht mehrere Male im Jahr nach Finale Ligure oder an den Reschen fährt, für all diejenigen könnte das Levo R die bessere Wahl sein.
Fazit – Specialized S-Works Levo R
Größere Laufräder, reduzierter Federweg und weniger Gewicht – Merkmale, die das Specialized Levo R zu einem perfekten Trailbike machen. Auf dem Trail punktet es mit agilem, leichtfüßigem, präzisem Handling und steckt auch gröbere Sektionen mühelos weg. Im Uphill überzeugt der kraftvolle Motor, der mit bis zu 850 W Spitzenleistung auch steile Rampen mühelos hochkommt, eine feinfühlige Sensorik besitzt und sich einfach individualisieren lässt.
Generell muss man sagen, dass das Levo R durchdacht gemacht ist und vielleicht sogar das beste Levo ever darstellt.
Wie gefällt dir das neue Levo R von Specialized? Wäre ein Trailbike mit diesen Eckdaten interessant für dich oder brauchst du ein E-Bike mit mehr Federweg?
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26 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumWenn man so an die ersten Levo und Kenevo denkt. Ist das Levo R jetzt erst das eigentliche neue Levo, weil das Levo 4 eigentlich ein neues Kenevo war.
Der nicht entnehmbare Akku ist für mich der einzige Nachteil bei meinem derzeitigen Amflow, sonst finde ich es genial.
Amflow Gen2 wurde gerade genannt, hoffentlich bald verfügbar
Von mtb-News hierher geleitet.
Die E-Fraktion gleitet immer mehr in Richtung Motocross.
850 Watt + meine 600 Watt =ist das noch Radsport?
Für mich nicht!
Persönliches Pech - klar 👍
Der Preis für ein Fahrrad ist absurd, nur weil es einen Motor hat.
Zudem: Mal feiert Ihr 180/180mm Mullet als die Krone der Entwicklung.
Wenn alle dann versorgt sind dann 140/130 Full29.
Mal light MTB dann 850 Watt
Mich lässt es orientierungslos zurück - auf meinem motorlosen TYEE 😔
Gleichzeitig wären 850W ja komplett witzlos weil nur 40% mehr als du drücken kannst.
Man kann sowohl Full Power bikes als auch light emtb feiern, beide Kategorien entwickeln sich weiter und haben ihre Vor- und Nachteile
Ich glaube Spezi reagiert jetzt auf die Kritik am schweren Levo Gen 4, das Teil ist 2026 kaum konkurrenzfähig. Es ist selbst als S-works mit 23,7 Kg schwer, die unteren Ausstattungen, v.a. die Alu Varianten sind Sackschwer und nicht gerade preiswert. Preislich konkurrieren sie aber mit Pivots und Yetis. Das System aus Motor und Akku wiegt 7,56 Kg, ein Avinox mit 800er Akku wiegt 6,26 Kg und ist deutlich schlanker.
Das Levo R mag nen ordentliches Trailbike sein aber wirklich leicht ist es nicht und wie schon genannt eher durch die Ausstattung bedingt nicht noch schwerer.
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