Top 14: E-MTBs mit mindestens 170 mm für den Bikepark
Ich bin ehrlich: Mein Downhill-Bike habe ich nicht abgegeben, es steht immer noch für die ein oder andere Ausfahrt bereit. Und jedes Mal, wenn ich auf die Kiste aufsteige, kommt das Grinsen zurück. Einen Teil des Reizes machen natürlich auch der Fullface-Helm, die Goggle und die Protektoren aus. Damit ausgerüstet, steigt die Bereitschaft, sich in Kurven zu werfen und große Sprünge zu senden, direkt an. Aber die Hürde – ist groß. Der nächste Bikepark, in dem ich zum Downhill-Bike und nicht zum universelleren Enduro-Bike greifen würde, ist satte 7 Autostunden entfernt.
Trail-Center mit anspruchsvollen, gebauten Strecken und großen Jumps befinden sich aber wesentlich näher – dann aber ohne Lift. Das ein oder andere E-MTB hat inzwischen aber so viel Federweg, dass man es getrost mit auf die härtesten Trails mitnehmen kann – DH-Feeling quasi garantiert, zwar mit kleinen Kompromissen, dafür fällt aber die Hürde ewig lang im Auto zu sitzen. Werfen wir einen Blick auf ein paar dieser Hardcore-Baller-Geräte.
Specialized Turbo Kenevo
Still und heimlich hat Specialized das Kenevo aus dem Programm genommen: Der große Bruder des Levo mit Specialized 2.2 Motor und 180 mm Federweg war zwischenzeitlich sogar mit dicker Doppelbrückengabel verfügbar. Wer das Alu-Bike mit asymmetrischem Rahmen schick findet, wird nur noch Restposten aufgabeln können! Stabile 27,5″ Laufräder und der robuste Alu-Rahmen dürften das Turbo Kenevo jedoch zum perfekten Begleiter auf den größten Jumplines im Park machen.
MTB-News.de Chefredakteur Hannes konnte das Kenevo vor ein paar Jahren über staubige Trails jagen:
Einen derart progressiven Boliden, der nochmal zwei Stufen aggressiver daherkommt als das bisherige Modell, hat wohl niemand auf der Rechnung gehabt. Wir hatten auf dem neuen Turbo Kenevo am meisten Spaß, wenn es schnell und ruppig wurde, auch flowige Trails mit Absprungmöglichkeiten und Drops fallen voll ins Raster des neuen E-Enduros.
- Motorsystem: Specialized Turbo Full Power System 2.2 Motor
- Akkukapazität: 700 Wh
- Federweg: 180/180 mm
- Laufradgröße: 27,5″
- Rahmenmaterial: Aluminium (M5)
- Gewicht: ab 23,5 kg
- UVP: 5.499 € – 6.899 €
Ausführliche Infos und einen Test gibt’s hier:
Specialized Turbo Kenevo – Test
Specialized Turbo Kenevo SL 2
Der kleine Bruder des Kenevo ist weiterhin im Portfolio des kalifornischen Traditionsherstellers. Das Kenevo – optisch dem Enduro nachempfunden – stellt ein komplett anderes Konzept dar: Statt Self-Shuttle-Laps, muss man hier schon sparsamer fahren, damit man den Akku nicht zu schnell leer saugt. Alternativ ist das E-MTB die perfekte Wahl für Gebiete, die nicht vollständig mit dem Lift erschlossen sind, wie zum Beispiel die 3-Länder-Enduro-Trails am Reschenpass.
Das Bike ist satte 4 kg leichter als sein Brüderchen und dürfte damit auf flinken, verspielten Trails die Nase vorne haben. Bei satten 170 mm Federweg und 29″-Laufrädern ballert das Kenevo SL aber auch dicke Brocken locker weg.
So fand Rico das Kenevo SL:
Die Fahreigenschaften sind beeindruckend, denn dieses Light-E-MTB bügelt jeden noch so grobschlächtigen Trail weg und ebnet auch die ruppigsten Passagen ein. Das Kenevo SL wurde dazu geschaffen, immer etwas schneller als der Rest zu sein und genau dies gelingt uns damit auch.
- Motorsystem: Specialized SL 1.2
- Akkukapazität: 320 Wh
- Federweg: 170 mm
- Laufradgröße: 29″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: ab 19,0 kg
- UVP: 7.000 € – 13.500 €
Ausführliche Infos und einen Test gibt’s hier:
Specialized Turbo Kenevo SL – Test
Santa Cruz Bullit
Bleiben wir in Kalifornien – in der Nachbarschaft von Specialized sitzt Santa Cruz – und scheinbar sind die Trails rund um den Bikehersteller-Hotspot garstig, denn auch Santa Cruz hat mit dem Bullit einen Grenzgänger zwischen Bikepark und Singletrails im Angebot.
Erst letztes Jahr vorgestellt, kommt das neue Bullit mit 600-Wh-Akku und Bosch-CX-Motorsystem. Schnell rauf, noch schneller runter, dürfte hier die Devise sein. Das Bullit ist nach dem Vala das zweite Santa-Cruz-Bike, das nach Jahren des VPP-Hinterbaus auf einen Horst-Link-Viergelenker setzt. Satte 170 mm quetscht die Umlenkwippe aus dem Hinterbau.
Für maximalen Downhill-Spaß kommt das Bullit mit Mullet-Laufradkonfiguration und ab leichten 21,8 kg! Das sagt Kollege Mitch dazu:
Dieses Bike verlangt nach Vollgas und fürchtet sich vor nichts. Aufsitzen und ballern, das ist die Devise des kalifornischen E-Downhillers, der auch im Uphill eine hervorragende Figur abgibt und dich auf jeden noch so steilen Gipfel bringt. In der Abfahrt wird man mit einem ordentlichen Selbstbewusstseinsschub belohnt – also Bremsen auf und ab die Post! Für Gravity-Fans und Bikepark-Räuber genau die richtige Wahl.
- Motorsystem: Bosch Performance Line CX
- Akkukapazität: 600 Wh
- Federweg: 170/170 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon (C)
- Gewicht: 21,8 kg
- UVP: 7.649 € – 11.499 €
Canyon Torque:ON CF
Optisch eigenständig präsentierte sich 2023 ein neues Torque:ON CF vom Koblenzer Direktversender. Formsprache und Eckdaten schreien förmlich nach wilden Manövern, hohen Drops und fetten Kickern: 180 mm Federweg stellt das Bike vorn, 175 mm lassen sich dem Dämpfer entlocken. Mit kleinem 27,5″-Hinterrad und 29″-Vorderrad soll es Nehmerqualitäten und Manövrierfähigkeit vereinen.
Aktuell ist das Torque:ON vor allem preislich ein Geheimtipp – nachdem Canyon wegen eines Akku-Rückrufs einen Verkaufsstopp mit dem Modell aussitzen musste, wird das Bike nun mit neuem Akku zu besonders guten Preisen angeboten. An Bord ist ein Shimano EP801, der zwar nicht mehr ganz neu ist, einen aber immer noch zuverlässig zur nächsten Lap befördert.
Das Canyon Torque:ON CF ist deine Wahl, wenn du eine Freeride- oder Downhillstrecke, vielleicht auch eine große Jumpline zu deiner Hausrunde zählst. Oder du sogar einen Bikepark (mit oder ohne Lift) in deiner Nähe weißt. Schnelle und anspruchsvolle Trails willst du mit möglichst viel Traktion und Sicherheitsgefühl hinunterschießen und auch bei größeren Sprüngen mit Selbstvertrauen über die Absprungkante gehen. Vollgas ist dein Stichwort.
- Motorsystem: Shimano EP801 (EP8)
- Akkukapazität: 900 Wh
- Federweg: 180/175 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 24,2 kg
- UVP: 3.999 € – 4.999 €
Propain Ekano 2 (AL/CF)
Gleicher Name, verschiedene Konzepte: Propain hat mit dem Ekano zwei verschiedene Bikes im Angebot. Einmal gibt es die AL-Variante, die auf den Shimano-EP801-Motor mit 626-Wh-Akku setzt. Das CF-Modell ist eines der wenigen Bikes mit SRAM-Powertrain auf dem Markt. Beide Bikes teilen aber auch Merkmale: Sie verfügen am Heck jeweils über 170 mm Federweg, vorn kann das AL-Modell 190–180 mm aufnehmen, das CF-Modell „nur“ 180 mm. Beide Bikes funktionieren mit Mullet-Laufradkonfiguration, das CF-Modell kann außerdem ein 29″-Hinterrad aufnehmen.
Vom leichten Allrounder bis zum bulligen Abfahrts-Spezialisten – die Ekano-2-Plattform kann einiges ab:
Mit dem neuen Ekano 2 AL hat Propain einen astreinen E-Freerider auf die Beine gestellt, der mit bis zu 190 mm an der Front und seinen 170 mm Heck für so ziemlich alles gewappnet ist, was man sich vorstellen kann. Trotz seiner Federwegsklasse fährt sich das E-MTB aus Vogt keineswegs wie ein Panzer. Es lässt sich dank Mullet-Aufbau und überarbeiteter Geometrie erstaunlich agil ums Eck zirkeln. Dabei muss man sich auf stattlichen Downhill-Passagen keineswegs zurückhalten und kann Vollgas ins Grobe hämmern.
Mit dem Propain Ekano 2 CF landet die baden-württembergische Bikeschmiede einen echten Volltreffer. Der kompakte Rahmen ist mit seiner hohen Front sehr komfortabel und macht es einem leicht, mit hohen Geschwindigkeiten über den Trail zu fliegen. Trotz 180/170 mm Federweg bleibt das Bike wendig und agil, hat viel Pop am Heck und verfügt über enorme Reserven – genau so muss ein E-Super-Enduro sein.
- Motorsystem: Shimano EP801/EP600 (AL) / SRAM Eagle Powertrain (CF)
- Akkukapazität: 626 Wh (AL) / 630 Wh (+ optional 250 Wh Range Extender) (CF)
- Federweg: 190–180/170 mm (AL) / 180/170 mm (CF)
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″ (AL & CF) / 29″ (CF)
- Rahmenmaterial: Aluminium (AL) oder Carbon (CF)
- Gewicht: ab 23,5 kg (AL); 22,8 kg (CF)
- UVP: ab 4.994 € (AL) oder ab 5.999 € (CF)
Propain Ekano AL – Test Propain Ekano CF – Test
YT Decoy
Lange mussten YT-Fans auf den Nachfolger des Decoy warten – ausgerechnet kurz bevor das neue E-Bike offiziell vorgestellt wurde, musste die deutsche Marke Insolvenz anmelden. Die wirtschaftliche Situation überschattet aber nicht, was für ein brutales Baller-Gerät da erschaffen wurde. Mit einer Tretlagerhöhe, die es auch als Pflug qualifizieren würde, verschafft das Decoy mit seinem tiefen Schwerpunkt extrem viel Sicherheit.
Mit massig Federweg begeistert das Decoy auf den härtesten Trails. Für steile Kicker sollte man sich vielleicht nicht ausschließlich auf den Bosch CX verlassen, wenn man aber steile Anstiege bis zur nächsten Runde hat – perfekt.
Das sagt Chris zum neuen Decoy: Das Decoy ist ein Bike für die Abfahrt, mit komfortablen Assistenten, um direkt den nächsten Trail in Angriff zu nehmen. Wer sich auf das brachiale Bike einlässt, wird einen langhubigen Tiefenmeter-Jäger erleben, der gerne eine Kurve oder einen Sprung mehr mitnimmt, wenn es sein muss, aber auch mit Vollgas durch ruppiges Geläuf strahlen kann.
- Motorsystem: Bosch Performance Line CX
- Akkukapazität: 800 Wh
- Federweg: 180/170 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: ca. 23,2 kg
- UVP: 5.999 € – 8.999 €
YT Decoy SN MX
Leichter, aber nicht viel weniger auf roughes Terrain ausgelegt, ist das YT Decoy SN mit MX-Laufradkonfiguration. Mit 170 mm Federweg vorn und 165 mm hinten wildert es als langhubiges Enduro definitiv im Freeride-Terrain. Viel Reserven und ein Charakter, der zwischen Vollgas und Scandinavian Flick in die nächste Kurve viel ermöglicht: Das Decoy SN ist ein Spaßgarant.
Mit Fazua Ride 60 und 430 Wh Akkukapazität ist das Bike nicht prädestiniert dafür, den ganzen Tag ballern zu gehen, zumindest wenn man den Turbo-Modus nutzen will. Wie das Kenevo SL eignet es sich also in Gebieten, in denen man per Shuttle oder Lift nach oben gebracht werden kann – Finale Ligure, Single-Uplift und dann einen Akku leerballern? Das klingt nach dem perfekten Modus fürs Decoy SN.
Das hat dem Decoy SN auch den Testsieg in unserem Fazua-Vergleichstest letztes Jahr eingebracht: Geht es bergab, lässt das Decoy SN keine Zweifel aufkommen und verwöhnt ab dem ersten Meter mit einem intuitiven und ausgewogenen Handling, das deinem Selbstbewusstsein einen ordentlichen Schub gibt. Wer eine schnelle Allzweckwaffe mit Bikepark-Potenzial sucht, ist hier genau richtig.
- Motorsystem: Fazua Ride 60
- Akkukapazität: 430 Wh
- Federweg: 170/165 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: ca. 21,0 kg
- UVP: 6.499 € – 8.499 €
Focus SAM² (2025)
Coil-Dämpfer und feuerrote ZEB zeigen schon, wo die Reise mit dem SAM² hingehen soll – bergab! Und zwar schnell. Mit 170 mm Federweg vorn und 165 mm hinten, Bosch-CX-Motor und Mullet-Konfiguration zeigt es das eindeutig. Kein Leichtgewicht ist es mit 26,3 kg jedoch – spontane Lufteinlagen bremst das zwar etwas ein, wenn es mal in der Luft ist, dann liegt es aber auch vernünftig.
Mit bis zu 150 kg Systemgewicht ist das SAM² ein abfahrtsorientierter Allrounder für größere und schwere Fahrende – die Lust auf ein Bike mit entnehmbarem Akku und modularem Akku-Konzept haben.
Kollege Mitch konnte es schon über lokale Jumplines und im Bikepark ausprobieren: Das Focus SAM² 6.0 ist ein wahres Ballerbike. Kompromisslos auf Abfahrt gezüchtet, liegt es dank sattem Fahrwerk und groben Downhillreifen wie auf Schienen und vergönnt Gravity-Fans maximalen Grip und das dazugehörige Vertrauen.
- Motorsystem: Bosch Performance Line CX
- Akkukapazität: 600 Wh – 800 Wh
- Federweg: 170/165 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Gewicht: 26,3 kg
- UVP: 5.699 € – 8.499 €
Nox Amplifier P2
Überraschung bei Nox: Letztes Jahr stellte der in Österreich ansässige Hersteller ein neues Modell vor – rund um den Shimano EP801 und den 820-Wh-Akku mit lebenslanger Garantie vom Mutterkonzern BMZ konstruiert, passt das Amplifier P2 perfekt in diese Liste.
Mit verstellbaren Kettenstreben, Mullet- oder 29″-Kompatibilität, 170 mm Federweg hinten und 180er Gabel ist das Bike ein wahres Downhill-Geschoss und fühlt sich im Bikepark pudelwohl. Auch auf Singletrails macht es aber keine schlechte Figur – wer einen Allrounder mit Abfahrtsambitionen und dem gewissen Quäntchen Extrasicherheit sucht, bekommt hier eine vernünftige Option geboten.
Chris konnte das Nox Amplifier letztes Jahr ausführlich testen: Ob schnelle Singletrails, naturbelassene gebaute Strecken, steiles, technisches und ruppiges Geläuf oder im Bikepark – das Nox macht eine gute Figur, auch wenn es mal nicht super hart zur Sache geht.
- Motorsystem: Shimano EP801
- Akkukapazität: 820 Wh
- Federweg: 180/170 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Gewicht: ca. 25,3 kg
- UVP: 5.999 € – 9.199 €
Trek Slash+
Gemischte Gefühle gab es letztes Jahr mit dem Trek Slash+ – als 170-mm-Abfahrtskaliber kam unser Testrad mit super dünnwandigen Trail-Reifen, die verhindert haben, dass es sein wahres Potenzial offenbart. Mit High-Pivot-Hinterbau, viel Federweg und Mullet-Laufrädern dürften in diesem Bike noch wesentlich mehr Abfahrts-Gene stecken.
Als E-Ableger des Slash kommt das Slash+ mit leisem TQ HPR50-Motorsystem und großem 580 Wh Akku. Der große Akku vergrößert die Reichweite gegenüber anderen Light-Support-E-Bikes und macht das Slash+ auch zum guten Begleiter für anspruchsvolle Ganztages-Touren mit Abstecher auf die Downhill-Strecke.
Im TQ-Vergleichstest letztes Jahr schlug sich das Trek Slash+ so: In den schnellen Abschnitten fährt sich das Slash+ sehr kontrolliert und flott, der Hinterbau und die Gabel arbeiten schnell und bei Highspeed satt.
- Motorsystem: TQ HPR50
- Akkukapazität: 580 Wh
- Federweg: 170/170 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: ca. 20,4 kg
- UVP: 7.999 €
Orbea Rallon RS
Nagelneu und richtungsweisend? Das Rallon RS ist ein extrem stark vernetztes Bike mit Ein-Akku-Lösung für Vario-Stütze, elektronisches Fahrwerk, Schaltung und Antriebssystem – das hat einen sehr hohen Preis: All diese Features bekommt man erst mit dem 15.000 € teuren Topmodell. Wesentlich günstiger ist auch das Einstiegsmodell für 11.000 € nicht.
Mit effizientem Rennrad-Motor und kompaktem 290 Wh Akku ist das Rallon RS kompromisslos für die Abfahrt eingesetzt, gerade mal 18 kg schwer. Und das bei 180 mm Federweg vorn, 170 mm hinten und 29″-Laufrädern.
Wir konnten dem E-MTB bereits ausführlich auf den Zahn fühlen. Lebendig und leichtfüßig, aber mit Reserven für ordentlich Tempo, große Sprünge oder ruppiges Geläuf. Das Rallon RS ist in meinen Augen ein verdammt gutes Fahrrad geworden.
- Motorsystem: TQ HPR40
- Akkukapazität: 290 Wh
- Federweg: 180/170 mm
- Laufradgröße: 29″ oder Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: 18,0 kg
- UVP: 10.999 € – 14.999 €
Thok TK02 S
Direkt im Bikepark konnten wir das Thok TK02 S ausprobieren. Mit robustem Alu-Rahmen und 170 mm Federweg konnten wir in Val di Sole die sandigen Strecken unter die Stollen nehmen, das Fahrwerk auf großen Sprüngen ans Limit bringen und ein paar scharfe Turns in die frischen Anlieger fräsen. Kein Wunder, dass aus der Feder eines ehemaligen DH-World-Cup-Racers ein solches Bike kommt.
Aktuell ist das TK02 S nur in einer Ausstattungsvariante verfügbar, das Bike setzt dabei auf einen entnehmbaren 800 Wh-Akku in Kombination mit dem Bosch-CX-Gen-5-Motor und eine erschwingliche Ausstattung.
Wie sich das Rad in Val di Sole geschlagen hat? Mit dem neuen Thok TK02-S richtet sich der italienische Hersteller an Menschen, die es bergab gerne auf natürlichen Trails krachen lassen wollen: Fahrwerk und Rahmensteifigkeit sind auf maximale Traktion ausgelegt, die Geometrie sorgt für ein ausgewogenes Fahrverhalten und gute Balance. Das TK02 ist ein E-Mountainbike, an das man sich schnell gewöhnt – und das in Folge sowohl bergauf als auch bergab keiner spaßigen Challenge im Weg steht.
- Motorsystem: Bosch Performance Line CX (Gen5)
- Akkukapazität: 800 Wh
- Federweg: 170/170 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Gewicht: ca. 25,8 kg (ohne Pedale)
- UVP: 6.290 €
Giant Reign E+ (2025)
Ein Federwegsupgrade hat Giant dem neuen Reign E+ verpasst. Mit 180/170 mm wildert das schicke Carbon-E-MTB ab sofort im harten Enduro- bis Freeride-Einsatz. Dazu kommt ein Mullet-Setup, mit speziellem Feature an den Felgen: Reifendrucksensoren lassen einen live beobachten, ob man den Reifen zeitweise von der Felge entfernt hatte, wenn man das Reign E+ wie ein zugekokstes Kaninchen Haken schlagen lässt.
Der neue SyncDrive Pro Motor auf Basis des Yamaha PW4 liefert starke 800 W Leistung und 90 Nm Drehmoment, der kleine 560 Wh Akku lässt das Gewicht nicht explodieren, sondern schafft es, das Giant bei handlichen 22,9 kg zu halten. Mit Range-Extender wird die wilde Fahrt optional verlängert.
Rico konnte bereits die ersten Trails mit dem Reign E+ surfen: Der Rahmen bietet viel Platz und der flache Lenkwinkel, gepaart mit dem tiefen Tretlager, generiert einen extrem stabilen Geradeauslauf, ohne das Bike träge auf engen Kursen zu machen.
- Motorsystem: Giant SyncDrive Pro3
- Akkukapazität: 560–840 Wh
- Federweg: 180/170 mm
- Laufradgröße: Mullet 29″/27,5″
- Rahmenmaterial: Carbon
- Gewicht: ca. 22,9 kg
- UVP: 6.499 € – 10.999 €
Radon Deft 800
Einen weiteren Preis-Leistungs-Kracher gibt es bei Radon. Mit 170 mm Federweg und 29″-Laufrädern ist das E-MTB ein Allrounder, der aber vor allem dann Spaß hat, wenn die Trails härter und härter werden. Davon gibt es in der Bonner Ecke definitiv einige – das merkt man dem E-Bike auf jeden Fall an: Das Deft begeistert mit gutem Fahrwerk und Laufruhe, kann aber auch dank entnehmbarem Akku punkten.
Angetrieben wird das Deft vom starken Bosch CX aus der fünften Generation, ist in drei Rahmengrößen verfügbar und startet bei preislich attraktiven 5.299 €.
So schlägt sich das Deft auf dem Trail: Das Radon Deft 9.0 richtet sich in seinem Charakter eher an abfahrtsorientierte Personen, kann diese durch sein starkes Fahrwerk, die solide Abfahrtsgeometrie und ein direktes, agiles Fahrverhalten begeistern.
- Motorsystem: Bosch Performance Line CX (Gen5)
- Akkukapazität: 800 Wh
- Federweg: 170/170 mm
- Laufradgröße: 29″
- Rahmenmaterial: Carbon (Front) / Aluminium (Hinterbau)
- Gewicht: 24,45 kg
- UVP: 5.299 € – 7.199 €
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5 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumAlso mein Favorit ist das Propain Ekano 2 CF 🤩.
Der perfekte Allrounder für mich. Von Tour bis Enduro ist alles drin.
Die anderen Bikes sind aber sicherlich auch nicht schlecht.
Ganz klar das YT Decoy SN MX. Wenn es das nur mit 600WH Akku gäbe...
Vielleicht hat hier jemand eine Idee, ob und wie man einen Fremdakku verwenden könnte...
Da bleiben nur Santa und YT guter Motor wenig Gewicht, fahren tun sich die Teile super extra Akku gibt es auch dafür 👍
Da fehlen aber noch welche in der Liste. Z. B. das Scott Ransom eRide oder das Centurion No Pogo R (ab 2025)
Das NOX Amplifier gewinnt definitiv die Kategorie "Hässlichstes Bike"
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