Amflow PL Carbon im Test High-Performance-Schnapper?

Amflow PL Carbon im Test: „Under Pressure“ schwirrt mir durch den Kopf, als ich das Amflow PL Carbon erstmalig ausführe – das Avinox-Pionier-Bike wird zum ersten Mal richtig herausgefordert. Wie schlägt sich das Erstlingswerk des Motorherstellers jetzt, nachdem die ersten E-Mountainbikes von anderen Brands auf den Markt gekommen sind? Schlägt der Neuling die erfahrenen Konkurrenten oder können die anderen Marken Amflow auf den letzten Platz verweisen? Wir waren äußerst gespannt.
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Amflow PL Carbon im Test: Hype vorbei?
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Steckbrief: Amflow PL Carbon – Test 2026

EinsatzbereichTrail, All-Mountain, Enduro
Federweg160 mm/150 mm
Laufradgröße29ʺ, Mullet 29″-27,5″
RahmenmaterialCarbon
MotorDJI
Akkukapazität800 Wh
Gewicht (o. Pedale)21,1 kg
max. Systemgewicht125,0 kg
RahmengrößenM, L, XL, XXL (im Test: L)
Websitewww.amflowbikes.com
Preis: 6.499 Euro

Was schreibt man über das wohl am meisten gefeierte Bike der vergangenen Saison? Es ist ein besonderes Fahrrad. Nein, vielmehr ist es ein Showcase eines branchenfremden Technologiekonzerns: Wir können aus dem Nichts nicht nur ein eigenes und wegweisendes Motorsystem auf die Beine stellen. Wir können auch ein Fahrrad bauen, das dieses Motorsystem erlebbar macht. Unabhängig von allen anderen. Wir können ein Vertriebssystem aufbauen, einen der größten Branchen-Hypes der letzten Jahre generieren – und wir können ihn auch bedienen. Beeindruckend, keine Frage.

Amflow PL Carbon
# Amflow PL Carbon – Federweg: 160 mm/150 mm | Gewicht: 21,1 kg | Preis: 6.499 € (UVP)

Aus dem Hut gezaubert hat Amflow mit dem PL Carbon ein Bike, das zumindest auf dem Papier zeitgemäß scheint. Ein Carbon-Rahmen in vier verschiedenen Rahmengrößen von M bis XXL bildet die Basis. Der Rahmen ist sowohl für 29″-Laufräder als auch die Mullet-Konfiguration vorgesehen. Einen Flip-Chip zur Anpassung der Laufradgröße setzt Amflow zwischen Dämpferverlängerung und der am Sitzrohr angeschlagenen Umlenkwippe an. Die Kompletträder sind mit 29″-Setup konfiguriert. Mit 150 mm Federweg an der Gabel und am Hinterbau positioniert sich das Amflow PL Carbon als Allrounder für den Trail-Einsatz.

Optisch eigenständig ist die Dämpfermontage am Oberrohr des Amflow PL Carbon
# Optisch eigenständig ist die Dämpfermontage am Oberrohr des Amflow PL Carbon – Sie ist markant und hat einen hohen Wiedererkennungswert, über die Schönheit der Ausformung lässt sich jedoch hervorragend streiten.
Amflow wurde mitsamt dem Motorsystem aus dem Boden gestampft
# Amflow wurde mitsamt dem Motorsystem aus dem Boden gestampft – Die Tochterunternehmen von Drohnen- und Elektronikhersteller DJI zeigen, was heutzutage immer noch möglich ist, wenn man innovativ ist und Konventionen links liegen lässt: In kürzester Zeit den Status Quo neu definieren!

Zur Motorintegration gehen wir im Kapitel Motor genauer ein, der kompakte und vergleichsweise leichte Antrieb und der Akku sind aber schick in den Rahmen integriert. Auch die Sensorik ist schön integriert und fällt nicht unbedingt ins Auge. Für ein so kraftvolles E-Bike mit großem Akku ist das Unterrohr des PL Carbon recht schlank – seine markante Dämpferaufnahme am Oberrohr erzeugt aber eine eigenständige und unverwechselbare Optik.

Alles andere als eigenständig ist die Kinematik. Auch Amflow bedient sich der momentan wohl populärsten Packaging-Methode für ein E-MTB: Ein Horst-Link-Viergelenker trifft auf eine am Sitzrohr gelagerte Wippe, die wiederum eine Dämpferverlängerung anlenkt. Dieses Fahrwerksdesign ermöglicht viel Raum im Hauptrahmen, der für Trinkflaschen verwendet werden kann. Theoretisch wäre auch für einen Range-Extender Platz, diesen hat avinox jedoch bisher nicht im Programm. Zwei zusätzliche Montagepunkte für Zubehör befinden sich vor der Dämpferaufnahme auf der Unterseite des Oberrohrs.

Am PL Carbon hat man wenig dem Zufall überlassen und sich bewährter Technologien bedient
# Am PL Carbon hat man wenig dem Zufall überlassen und sich bewährter Technologien bedient – Der klassische Horst-Link-Viergelenker erlaubt eine recht gute Steuerung der Fahrwerksparameter wie Anti-Squat, Anti-Rise und Hebelverhältnis.

Der Rahmen ist darüber hinaus sehr aufgeräumt und schlicht gehalten. Bei der Kabelführung hat man sich nicht auf Experimente eingelassen und eine interne Zugführung mit Leitungseingängen seitlich am Steuerrohrbereich eingesetzt. Ein zeitgemäßer Kettenstrebenschutz zeigt, dass man sich bei Amflow umfassend mit dem Thema Rahmenfeatures an einem modernen E-Bike beschäftigt hat.

Fassen wir zusammen: Würde auf diesem Rahmen der Markenname eines etablierten Herstellers stehen, würde sich vermutlich keiner darüber wundern. Allein das ist jedenfalls eine Leistung. Hut ab!

Dezent und schick gelöster Leitungseingang ins Innere des Rahmens.
# Dezent und schick gelöster Leitungseingang ins Innere des Rahmens. – Scheinbar haben die Ingenieure bei Amflow die Kommentare in einschlägigen Foren genauer gelesen als manch andere Brand: Züge durch den Steuersatz sind nicht so beliebt.
Die Leitungsführung des Amflow PL Carbon ist oberhalb des Akkus gesichert.
# Die Leitungsführung des Amflow PL Carbon ist oberhalb des Akkus gesichert. – Das dürfte ein Klappern der Leitungen effektiv verhindern, nervt aber auch bei der Veränderung des Sattelstützen-Auszugs – zumindest im Testbetrieb. Der Endverbraucher wird das selten machen.

Amflow bietet das PL Carbon für 6.499 € zudem zu einem respektablen Preis an. Das von uns getestete Einstiegsmodell gibt es lediglich mit 800-Wh-Akku. Wer den kleineren 600-Wh-Akku will, muss zum alternativ erhältlichen Pro-Modell für 9.799 € greifen. Mit 800-Wh-Akku kostet das Pro-Modell 9.999 €.

Motor & Akku

Mit bis zu 120 Nm Drehmoment und 1.000 W Leistung ist der Avinox M1 Motor wohl der E-Bike-Motor mit dem besten Leistungsgewicht. Gerade einmal knapp über der 2,5-kg-Marke liegt der starke Antrieb. Fünf Unterstützungsstufen sind verfügbar: Eco, Trail, Turbo, Auto oder der zeitlich beschränkte Boost-Modus. Mit der Bluetooth-Remote des Avinox-Systems lassen sich diese Unterstützungsstufen vom Lenker aus durchschalten. Am PL Carbon setzt man jedoch auch die optionale, zweite Bluetooth-Fernsteuerung ein – mit dieser können die Support-Modi während der Fahrt und ohne Handy-App feinjustiert werden.

Kompakt und gemessen an der Power ein absolutes Leichtgewicht: der Avinox M1 wiegt nur 2,52 kg.
# Kompakt und gemessen an der Power ein absolutes Leichtgewicht: der Avinox M1 wiegt nur 2,52 kg. – In dieser Gewichtsklasse kann dem Motor aktuell keiner das Wasser reichen – satte 1.000 W Spitzenleistung treffen auf ein maximales Drehmoment von 120 Nm.

Alternativ kann man das Touch-Display verwenden, um das System zu bedienen oder sich die wichtigsten Informationen anzeigen zu lassen. Verglichen mit einem Kiox 400C ist es zwar kompakter, aber die Bedienung am Display selbst ist wesentlich intuitiver.

Fest verbaut und mit externer Ladebuchse am Sitzrohr ist der 800-Wh-Akku nicht fürs Herausnehmen vorgesehen. Stattdessen setzt Avinox auf ein Schnellladegerät, das den Akku mit 12 Ampere Stromstärke in nur 1,5 Stunden von 0 % Ladung auf 75 % laden kann. In diesem Bereich können Akkus recht unproblematisch schnell geladen werden – nur die letzten 25 % sollten dann langsamer und kontrollierter gefüllt werden.

Zwei Remotes ermöglichen die Kontrolle des Systems während der Fahrt.
# Zwei Remotes ermöglichen die Kontrolle des Systems während der Fahrt. – Links wird klassisch Motorunterstützung, Schiebehilfe und hier auch der Turbo gezündet, rechts kann man die Unterstützungsmodi feinjustieren.
Auch am Display lässt sich Avinox nicht lumpen: Touch-Bedienung inklusive.
# Auch am Display lässt sich Avinox nicht lumpen: Touch-Bedienung inklusive. – Das 2 große Farbdisplay zeigt außerdem verschiedenste Informationen, ermöglicht den Zugang zum Menü und mehr.
Im 6.499 € Einstiegsmodell bekommt der Kunde keine Auswahlmöglichkeit bei der Akku-Kapazität.
# Im 6.499 € Einstiegsmodell bekommt der Kunde keine Auswahlmöglichkeit bei der Akku-Kapazität. – 800 Wh sind hier Standard – das Pro-Modell gibt es alternativ mit 600 Wh Akku.

Apropos Akku: Auch bei der Energiedichte spielt Avinox weit vorn mit: Bei etwa 3,7 kg Akku-Gewicht und 800 Wh Kapazität liegt der große Akku mit knapp über 216 Wh pro kg momentan zwar nicht an der Spitze, aber mischt definitiv im Spitzenfeld mit.

  • Motor Avinox M1
  • Akkukapazität 800 Wh
  • Maximalleistung 1000 Watt
  • Max. Drehmoment 120 Nm
  • Display Avinox 2″ OLED Touch

Hier findest du mehr Informationen zu aktuellen E-Bike-Motoren.

Geometrie

Für mich ist die Geometrie des Amflow PL ein sehr eindeutiger Indikator dafür, dass sich der Hersteller bei der Markteinführung viel offenhalten wollte – nicht zu speziell, um eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen. Dass die Größe S fehlt, wundert dabei ein wenig, Amflow stockt stattdessen bis auf XXL auf.

Unser Testrad in Größe L reiht sich mit 475 mm Reach bei nur 115 mm Steuerrohrlänge und einem resultierenden Stack von 628 mm in der verhalten konservativen Ecke ein. Dieser Eindruck zieht sich auch größtenteils weiter durch: Mit 450 mm Sitzrohrlänge ist dieses eher lang. Die Kettenstrebenlänge wächst nicht mit und bleibt über alle Größen hinweg konstant bei 445 mm. Am M- und L-Rahmen sieht die Balance auf dem Papier gelungen aus, XL- und XXL-Räder haben rein rechnerisch weniger Druck am Vorderrad.

Am Drehpunkt zwischen Dämpferyoke und Wippe sitzt ein Flip-Chip.
# Am Drehpunkt zwischen Dämpferyoke und Wippe sitzt ein Flip-Chip. – Dieser lässt den Umbau auf ein kleineres 27,5 Hinterrad zu.

Stimmig sind die Winkel: Mit 77° ist der effektive Sitzwinkel angenehm, aber nicht komplett modern. Zudem fällt der reale Sitzwinkel mit 70° wesentlich flacher aus. Laut Grafik auf der Amflow-Website wird der Sitzwinkel jedoch nicht auf Stack-Höhe, sondern auf einer durchschnittlichen Sitzhöhe gemessen. Das dürfte Verfälschungen im realen Sitzwinkel durch einen längeren Stützenauszug minimieren.

64,5° Lenkwinkel sind hingegen ein recht etabliertes Maß für ein Rad dieser Federwegskategorie. Zum Federweg passt auch die 29 mm Tretlagerabsenkung.

Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!

Erhältliche Rahmengrößen M / L / XL / XXL

Amflow PL Carbon mit Geometrieangaben in Rahmengrösse L
# Amflow PL Carbon mit Geometrieangaben in Rahmengrösse L

Rahmengröße M L XL XXL
Laufradgröße 29″ 29″ 29″ 29″
Reach 452 mm 475 mm 500 mm 525 mm
Stack 618 mm 628 mm 641 mm 655 mm
STR 1,37 1,32 1,28 1,25
Lenkwinkel 64,4° 64,4° 64,4° 64,4°
Sitzwinkel, effektiv 77° 77° 77° 77°
Sitzwinkel, real 70° 70° 70° 70°
Oberrohr (horiz.) 595 mm 620 mm 648 mm 676 mm
Steuerrohr 105 mm 115 mm 130 mm 145 mm
Sitzrohr 430 mm 450 mm 470 mm 490 mm
Überstandshöhe 780 mm 785 mm 790 mm 795 mm
Kettenstreben 445 mm 445 mm 445 mm 445 mm
Radstand 1.227 mm 1.266 mm 1.289 mm 1.318 mm
Tretlagerabsenkung 29 mm 29 mm 29 mm 29 mm
Tretlagerhöhe 345,5 mm 345,5 mm 345,5 mm 345,5 mm
Einbauhöhe Gabel 570 mm 570 mm 570 mm 570 mm
Federweg (hinten) 150 mm 150 mm 150 mm 150 mm
Federweg (vorn) 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm

Ausstattung

Neben dem PL Carbon Pro für 9.799 € respektive 9.999 € mit 800-Wh-Akku, bietet Amflow lediglich ein weiteres Modell an: Das von uns getestete Amflow PL Carbon für 6.499 €. Einen anderen Motor als den Avinox M1 wird man hier natürlich nicht finden, auch in Zukunft nicht – das Startup ist eng mit dem Mutterkonzern DJI verwoben. Was beim Einstiegsmodell nicht geboten ist, ist wie bereits angemerkt, die Wahl der Akku-Kapazität: Hier ist man auf 800 Wh festgelegt.

Die restliche Ausstattung ist weniger luxuriös als wir es bei den anderen Bikes im Testfeld serviert bekommen, und auch generell weniger hochwertig als die meisten Testbikes, die uns als Redaktion zur Verfügung gestellt werden. Funktionell ist sie aber allemal:

Im Steuerrohr steckt eine Fox 36 Float Performance mit der simplen Grip-Dämpfungskartusche.
# Im Steuerrohr steckt eine Fox 36 Float Performance mit der simplen Grip-Dämpfungskartusche. – Mit 160 mm Federweg soll sie ausreichend Reserven für eine bunte Mischung an Trails bereithalten.

Los geht es mit einem simplen aber performanten Fahrwerk: Vorne werkelt eine Fox 36 Float aus der Performance-Baureihe mit Grip-Kartusche und stellt 160 mm Federweg zur Verfügung. Hinten muss ein Fox Float Performance ausreichen: Der Dämpfer ohne Ausgleichsbehälter stellt 150 mm Federweg zur Verfügung.

Avinox verbaut eine eigene SL-Kurbel, die nur 155 mm lang ist. Ergänzt wird durch einen SRAM-GX-Eagle-Antrieb – richtig gelesen, ohne Transmission. Wobei hier zwischenzeitlich ein Running Change stattgefunden haben dürfte. Mit Modelljahr 26 ist die Eagle-70-Transmission als Antrieb gelistet.

Simpel aber effektiv?
# Simpel aber effektiv? – Der kleine Fox-Float-Monotube-Dämpfer ohne Ausgleichsbehälter kontrolliert 150 mm Federweg, kann jedoch nur die Zugstufen-Einstellung und eine Plattform-Einstellung von außen bereithalten.
Großer Teller hinten: Die SRAM GX Eagle.
# Großer Teller hinten: Die SRAM GX Eagle. – Zwischenzeitlich hat Amflow in einem Running Change auf das Eagle-70-Transmission-Schaltwerk und die passende Kassette umgestellt.
Großer Teller vorne: Die Magura MT5 sorgt für Verzögerung
# Großer Teller vorne: Die Magura MT5 sorgt für Verzögerung – Der Schwabenstopper ist für gute Modulierbarkeit bekannt und kommt am Amflow mit 203-mm-Scheiben vorn und hinten.

Mit Magura-MT5-Bremsen und 203-mm-Bremsscheiben ist ein beliebter Preis-Leistungs-Kracher für die Entschleunigung zuständig. Interessant ist: Amflow hat bereits auf das Feedback der ersten Testrunde nach Launch gehört und spezifiziert jetzt einen höheren Lenker. Mit 35 mm Rise wird der 628 mm niedrige Stack jedoch nur ein wenig kompensiert.

MaxxTerra trifft auf EXO an einem im DH-World-Cup entwickelten Reifenprofil.
# MaxxTerra trifft auf EXO an einem im DH-World-Cup entwickelten Reifenprofil. – Am Vorderrad wäre immerhin ein weicher MaxxGrip-Reifen wünschenswert. Über die Karkassen-Frage lässt sich streiten – wir denken: Hier könnte gerne auch Double Down hinten und EXO+ vorn draufstehen.
Die KS Dropperpost stellt am L-Rad 170 mm zur Verfügung.
# Die KS Dropperpost stellt am L-Rad 170 mm zur Verfügung. – Bei maximalen 270 mm Einstecktiefe ist für eine universelle Spezifikation leider wenig Spielraum für eine längere Dropper.
Eigene Anbauteile runden das Paket ab.
# Eigene Anbauteile runden das Paket ab. – Amflow ist ins Sourcing-Spiel direkt tief eingestiegen und liefert eigens gebrandete Anbauteile wie Vorbau, Riser-Lenker und Laufräder.

Eigene Alu-Laufräder werden mit Maxxis-Assegai- und Dissector-Reifen bestückt. Vorn regelt der 2,5″ breite Reifen in MaxxTerra-Mischung und EXO-Karkasse, hinten der 2,4″ breite Reifen ebenfalls in MaxxTerra-Ausführung, immerhin jedoch als EXO+. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Amflow mit dem PL Carbon auch sehr große Menschen ansprechen will, ist das etwas unterdimensioniert.

  • Federgabel Fox 36 Performance (160 mm)
  • Dämpfer Fox Float Performance (150 mm)
  • Schaltung SRAM GX Eagle
  • Bremsen Magura MT5
  • Laufräder Amflow
  • Reifen
    • Vorderrad Maxxis Assegai 2,5″, MaxxTerra, EXO
    • Hinterrad Maxxis Dissector 2,4″, MaxxTerra, EXO+
  • Cockpit Amflow Enduro (800 mm) / Amflow Enduro (35 mm)
  • Motor Avinox M1
  • Akkukapazität 800 Wh
  • Display Avinox 2″ OLED Touch
  • Gewicht 21,1 kg (Größe L, gewogen von eMTB-News)
  • Preis (UVP) 6.499 € | Bikemarkt: Amflow kaufen
  • www.amflowbikes.com

ModellAmflow PL CarbonAmflow PL Carbon Pro
RahmenAmflow PL Carbon Rahmen, 150 mmAmflow PL Carbon Rahmen, 150 mm
GabelFox 36 Performance, 160 mmFox 36 Factory, 160 mm
DämpferFox Float PerformanceFox Float X Factory
SchalthebelSRAM Eagle 70 TransmissionSRAM Pod Controller
SchaltwerkSRAM Eagle 70 TransmissionSRAM X0 Eagle Transmission
KassetteSRAM XS-1270 Eagle TransmissionSRAM XS-1295 Eagle Transmission
KurbelAvinox SL Kurbel Avinox SL Kurbel
BremseMagura MT5 Magura MT7
LaufräderAmflow HMA-30Amflow HMC-30
Reifen
VorderreifenMaxxis Assegai MaxxTerra 29 × 2,5" WT 3C EXOMaxxis Assegai MaxxTerra 29 × 2,5" WT 3C EXO
HinterreifenMaxxis Dissector MaxxTerra 29 × 2,4" WT 3C EXO+Maxxis Dissector MaxxTerra 29 × 2,4" WT 3C EXO+
SattelSelle Royal SRX PlusErgon SM PRO M/L
SattelstützeKS Rage-iFox Transfer Factory
LenkerAmflow Enduro Alloy LenkerAmflow Enduro Carbon Lenker
VorbauAmflow Enduro VorbauAmflow Enduro Vorbau
MotorAvinox M1Avinox M1
Display2 Zoll OLED-Kontrolldisplay2 Zoll OLED-Kontrolldisplay
Akkukapazität800 Wh600 Wh oder 800 Wh
Max. Drehmoment120 Nm120 Nm
Gewicht
Preis (UVP)6.499 €9.799 € (600 Wh), 9.999 € (800 Wh)

Amflow PL Carbon – Test auf dem Trail

Uphill

Praktisch finde ich die zweite Remote des Avinox-Systems, mit der ich die Unterstützungsmodi während der Fahrt feintunen kann. So war es ein Einfaches, den durstigen und teils zu reaktiven Motor etwas effizienter und kontrollierbarer zu machen.

Zu Beginn unseres Tests hat das Amflow PL Carbon ein funktionelles Problem gezeigt: Das bereits verwendete Testrad ließ sich zwar anschalten, aber weder aufladen noch die Unterstützung zuschalten. Leider fehlen uns die Diagnose-Tools, um dem Problem selbst auf die Schliche zu kommen, ein Motor- und Akku-Ein- und Ausbau mitsamt Prüfung der Steckverbindungen war jedoch nicht zielführend. In einer Last-Minute-Aktion stellte uns Amflow noch ein funktionierendes Testrad zur Verfügung, auch dieses war sichtbar gebraucht, was bis auf eine Kleinigkeit jedoch kein Problem darstellen sollte.

Das Amflow PL Carbon ist ein unaufgeregter Kletterer: Die Sitzposition ist aufrecht und eher kompakt, die Traktion sehr gut.
# Das Amflow PL Carbon ist ein unaufgeregter Kletterer: Die Sitzposition ist aufrecht und eher kompakt, die Traktion sehr gut. – Unter normalen Voraussetzungen kann man die Sattelstütze weit genug herausziehen, am Testrad war eine der Klemmschrauben für die Außenhülle der Dropper leider rundgedreht.

Am Amflow wird das Kabel für die Dropperpost an drei Stellen geklemmt, um nicht zwischen Akku und Rahmen hin- und herklappern zu können. Zwei dieser Klemmschrauben sind mit einem 6-mm-Innensechskant, eine mit 3-mm-Innensechskant versehen. Ein unzureichend tiefer Werkzeugeingriff oder zu viel Gewalt beim vorherigen Anwender haben den Werkzeugeingriff der kleinen Schraube so in Mitleidenschaft gezogen, dass wir die Sattelhöhe am Trail nicht anpassen konnten.

Mit 170 mm Verstellweg an Rahmengröße L ist die Variostütze für heutige Verhältnisse generell zu kurz. Grund dafür sind die recht knappe Einstecktiefe von maximal 270 mm am L-Rahmen sowie die Sitzrohrlänge. Der Knick im Sitzrohr verhindert, dass eine signifikant längere Stütze montiert werden kann, zumindest, wenn man universell denken und ein Größenspektrum an Endverbrauchern abdecken muss. Mein privates Mountainbike hat bei 60 mm weniger Sitzrohrlänge in Größe L gleichzeitig 30 mm mehr Einstecktiefe – da geht für zukünftige Entwicklungen also noch etwas.

Abgesehen davon klettert das Amflow PL unaufgeregt. Praktisch finde ich die zweite Remote des Avinox-Systems, mit der ich die Unterstützungsmodi während der Fahrt feintunen kann. So war es ein Einfaches, den durstigen und teils zu reaktiven Motor etwas effizienter und kontrollierbarer zu machen. Mit 445 mm sind die Kettenstreben nicht lang, passen aber zur Gesamtlänge in Größe L. Die Front lässt sich noch leicht genug über Hindernisse heben, ohne dass man dafür den Motor-Kick benötigt. In moderat steilen Uphills hält sie das Vorderrad am Boden, wird es steiler, muss man zwischen Motorpower und Schwerpunktspositionierung den Sweetspot finden, um die Hinterradtraktion aufrechtzuerhalten und ein ansteigendes Vorderrad zu vermeiden.

Ebenso angenehm: Der Hinterbau klebt förmlich am Boden und verleiht dem PL Carbon sehr viel Traktion und macht es bergauf zum komfortablen Begleiter.

Downhill, Abfahrt, Trail

Situationen, in denen das Rad sehr viel Energie verarbeiten muss – stellen es doch sehr eindeutig vor Herausforderungen. Andere Bikes können mit diesen Herausforderungen kompetenter umgehen, das Amflow PL Carbon übergibt sein Schicksal recht direkt in die Geschicke des Fahrers.

Knüpfen wir da an, wo wir im Uphill aufgehört haben: Der klebrige Hinterbau ist auch eine der größten Stärken des Amflow PL Carbon. Bereits in der Vergangenheit habe ich mit dem kleinen Dämpfer von Fox – bei meinem eher niedrigen Körpergewicht – sehr gute Erfahrungen gemacht. Das simple Federbein generiert sehr viel Hinterbautraktion und harmoniert gut mit der Fox 36 Grip, die ebenso feinfühlig arbeitet. Wer aktiv fährt, dem fehlt jedoch etwas Support aus der Kinematik. Ein erhöhter Luftdruck im Dämpfer kann dieses Problem zwar kaschieren, aber nicht vollends lösen. Da der Float auch nur einen Plattformhebel an Bord hat und keine externe Druckstufen-Einstellung, kann man sich auch damit nicht behelfen. Problematisch könnte der kleine Dämpfer bei der Hitzeentwicklung auch im Bereich XL- bis XXL-Rahmen und entsprechend höheren Fahrergewichten werden.

Satt liegt das Amflow PL Carbon auf dem Trail – das Fahrwerk arbeitet feinfühlig und sensibel genug, um kleine Unebenheiten zu filtern und die Arme zu schonen.
# Satt liegt das Amflow PL Carbon auf dem Trail – das Fahrwerk arbeitet feinfühlig und sensibel genug, um kleine Unebenheiten zu filtern und die Arme zu schonen. – Dreht man allerdings etwas am Geschwindigkeitsregler, wird schnell klar: Hinten raus fehlt dem Rad der Support aus der Federung – wer aktiv fährt, muss mit den Luftdrücken in den Federelementen hoch gehen – eine etwas erhöhte Dämpfung würde dem Bike jedoch ebenso gut stehen, damit es effizienter mit seinem Federweg umgeht.

Synchron zum Fahrwerk arbeitet auch der gesamte Rahmen als Strukturelement: Das Amflow ist auf der sehr nachgiebigen Seite. Hier waren wir uns nicht einig: Ist es zu weich oder genau richtig? Die Unstimmigkeit in der Testcrew lässt sich relativ einfach erklären: Rund um die 75 kg Körpergewicht hat uns das Amflow PL Carbon begeistert! Dank dem hohen Flex kann das Rad sehr viel Traktion auch in Kurven generieren. Die dynamische Verformung des Rahmens lässt sich nutzen, um das Rad schön in Kurven abzulegen und die Rückstellbewegung als Hilfestellung zu nutzen, wenn man das Rad wieder aufrichtet. Über 90 kg ist man über diesen Sweetspot jedoch hinausgerutscht und die Präzision des Bikes leidet durch den weichen Rahmen.

Dennoch kann festgehalten werden: Seine traktionsstarke Natur macht es einfach, sehr schnell mit dem Rad klarzukommen und sich wohlzufühlen. Die solide, wenn auch nicht fortschrittliche Geometrie tut ihren Anteil: Das Bike ist insgesamt ausgeglichen, der hohe Lenker schafft etwas Abhilfe gegen das ansonsten tiefe Cockpit. Insgesamt fühlt man sich aber wegen der weiterhin tiefen Front nicht super schön ins Bike integriert.

In der getesteten Größe funktioniert die kompakte Kettenstrebe mit 445 mm Länge und verpasst dem PL Carbon in Größe L eine angenehme Balance.
# In der getesteten Größe funktioniert die kompakte Kettenstrebe mit 445 mm Länge und verpasst dem PL Carbon in Größe L eine angenehme Balance. – Dem Bike hilft dabei auch die angenehme Steifigkeit des Rahmens – zumindest bei den leichteren Fahrern.
Als leichter Fahrer kann man mit viel Druck durch Anlieger fliegen – der Rahmen nimmt bei Querkräften einiges an Energie auf und schießt einen mit hoher Dynamik aus Kurven heraus.
# Als leichter Fahrer kann man mit viel Druck durch Anlieger fliegen – der Rahmen nimmt bei Querkräften einiges an Energie auf und schießt einen mit hoher Dynamik aus Kurven heraus. – Grenzen dieser gutmütigen Nachgiebigkeit haben wir aber auch gefunden: Bei über 90 kg Fahrergewicht.

Nutzt man das Vertrauen ins Bike, um es schnell und kraftvoll den Trail hinunter zu prügeln, erreicht man jedoch auch schnell die Limits des Serienmodells. Tiefe und stumpfe Einschläge, harte Kanten – also Situationen, in denen das Rad sehr viel Energie verarbeiten muss – stellen es doch sehr eindeutig vor Herausforderungen. Andere Bikes können mit diesen Herausforderungen kompetenter umgehen, das Amflow PL Carbon übergibt sein Schicksal recht direkt in die Geschicke des Fahrers.

Schwierig ist hier die Überlagerung von verschiedenen Faktoren, die ans Limit kommen – das zeigt aber gleichermaßen auf, dass man mit etwas Tuning den Punkt, an dem das Rad ans Limit kommt, auch verschieben kann. Helfen würde ein Fahrwerk, das mehr Reserven bereithält und mehr Dämpfungskontrolle bietet. Helfen würden andere Reifen, mit weicherem Gummi vorn und satteren Karkassen vorn und hinten. Helfen würde eine stärkere Bremse, die präziser Geschwindigkeit abbaut. Helfen würden ein etwas längerer Vorbau und ein noch höherer Lenker, um die Lenkung zu beruhigen und das Gefühl, im Rad zu stehen, zu verbessern.

Stumpfe Einschläge bringen das Rad wahlweise bei viel Tempo oder höheren Fahrergewichten etwas ans Limit
# Stumpfe Einschläge bringen das Rad wahlweise bei viel Tempo oder höheren Fahrergewichten etwas ans Limit – Die Reserven, die das Amflow bereit hält lassen sich durch simple Tuningmaßnahmen etwas erweitern – aber ein anderes Bike wird selbst mit dicken Reifen nicht aus dem PL Carbon.
Die softe Rahmenauslegung und das traktionsstarke Fahrwerk stellen dem Bike in ruppigem Geläuf viel Komfort zur Seite
# Die softe Rahmenauslegung und das traktionsstarke Fahrwerk stellen dem Bike in ruppigem Geläuf viel Komfort zur Seite – Bei hohem Tempo oder schweren Fahrern kann jedoch die Präzision leiden – Steifigkeit ist zwar grundsätzlich viel Geschmackssache – aber zu viel oder zu wenig können abseits des Geschmacks auch sehr deutliche Grenzen setzen.

Das Schöne ist aber: All das ist kein Muss, wenn man es nicht braucht. Wer mit einem gefälligen Bike klarkommt, das bei Normaltempo seine Stärken voll ausspielen kann, der ist hier gut beraten. Wer bergab lieber einen Gang herunterschaltet und cruised, statt mit dem Messer zwischen den Zähnen zu heizen, der bekommt ein hervorragendes und erschwingliches Paket.

Mit entspannter Fahrweise und den richtigen Trails macht das Amflow PL Carbon für ein Erstlingswerk extrem viel Spaß
# Mit entspannter Fahrweise und den richtigen Trails macht das Amflow PL Carbon für ein Erstlingswerk extrem viel Spaß – Das Rad eignet sich damit vor allem in Regionen mit moderat schweren Trails, für Personen, die grundsätzlich vor allem aus Fahrfreude Mountainbiken oder schlicht gesagt für weniger erfahrene Biker.

Als einziges Muss – egal für wen – würden wir empfehlen, in Slappertape zu investieren, um die stellenweise recht laute Geräuschkulisse in den Griff zu bekommen.

Das ist uns aufgefallen

  • Gutmütigkeit Das Amflow PL Carbon ist wie die Oma, die einen lecker bekocht und einem noch ’nen Zwanni zuschiebt, bevor man geht: Muss man einfach lieben. Rahmen und Fahrwerk sind sehr gutmütig und machen es sehr leicht, das Amflow zu fahren – egal für wen. Zum Pferde stehlen ist es aber vielleicht nicht der richtige Charakter.
  • Ausstattung Auch wenn die Ausstattung grundsätzlich funktionell ist, lässt sie doch etwas zu wünschen übrig: Der Vorderreifen dürfte mindestens MaxxGrip sein, andere Karkassen würden dabei helfen, den Grenzbereich zu erweitern. Die Bremsen sind gut dosierbar, aber bei Systemgewichten im Bereich 100–120 kg im Vergleich mit einer Maven schwach. Ansonsten ist das Rad preisbewusst aufgebaut.
  • Anlieger haben keine Chance Für Arne und mich war das Rad die Anlieger-Rakete schlechthin. Wer es liebt, in gebaute Kurven zu knallen, dass die Bausubstanz bebt (und nicht 90 kg wiegt), der kann mit dem Amflow PL Carbon eine sehr, sehr gute Zeit haben.
  • Gewichtslimitierung Dämpfer und Rahmensteifigkeit limitieren die Zielgruppe ein Stück weit im Gewicht. Für schwere Fahrer kann das Rad zu indirekt werden, der Dämpfer hat eventuell nicht ausreichend Hitzekapazität für längere Abfahrten.
Mehr Reserven rauskitzeln? Das geht vor allem über die Ausstattung.
# Mehr Reserven rauskitzeln? Das geht vor allem über die Ausstattung. – Beispielsweise über Reifen, die satter liegen – es ist leider die alte Leier – aber Hersteller nutzen Reifen weiterhin gerne, um das Gesamtgewicht zu drücken.
Dem gegenüber steht natürlich das recht gute Gewicht von nur 21,1 kg.
# Dem gegenüber steht natürlich das recht gute Gewicht von nur 21,1 kg. – Wer keine wilden Gaps zünden will und entspannt Trails cruisen auf seiner Prioritätenliste ganz oben stehen hat, der profitiert vom niedrigen Gewicht.
Im Vergleich zur Maven an drei anderen Bikes aus dem Testfeld steckt die MT5 ganzschön ein.
# Im Vergleich zur Maven an drei anderen Bikes aus dem Testfeld steckt die MT5 ganzschön ein. – Gerade beim höheren Systemgewicht zeigt sich: Eine stärkere Bremse macht das Fahren berechenbarer, weil man präziser mehr Geschwindigkeit abbauen kann.
Etwas seltsam ist im Bezug auf die Größenauslegung mit XL und XXL Rahmen das Steifigkeitskonzept und das maximale Systemgewicht
# Etwas seltsam ist im Bezug auf die Größenauslegung mit XL und XXL Rahmen das Steifigkeitskonzept und das maximale Systemgewicht – Das Amflow PL Carbon kommt nur mit 125 kg Systemgewichtsfreigabe – gerade bei XL und XXL wird man jedoch mit Fahrergewichten nahe an den 100 bis deutlich über den 100 kg rechnen müssen.

Fazit – Amflow PL Carbon

Nachdem der erste Schwung an Bikes mit DJI-Motor auf dem Markt ist, zeigt sich, wie sich das Amflow PL Carbon – herausgelöst aus dem Hype um den Motor – im Vergleich schlägt: Einerseits merkt man sehr deutlich, dass sich eine Bike-Brand nicht komplett aus dem Boden stampfen lässt, gleichzeitig muss man den Hut ziehen – denn abgeschlagen letzter wird das Amflow ganz und gar nicht. Sein gutmütiges Konzept, aus angenehm flexenden Rahmen und sattem Fahrwerk, macht es zu einem hervorragenden und intuitiven Bike für Einsteiger, oder diejenigen, die ihre Hometrails entspannt absurfen wollen. Grenzen erreicht man bei hohem Tempo, oder als eher schwerer Fahrer, hier fehlen in Steifigkeit und im Fahrwerk etwas die Reserven. Seine ausgewogene, auf Spieltrieb ausgelegte Geometrie sorgt jedoch dafür, dass man nicht unbedingt um die Bestzeit fährt. Gelungenes Debüt? Auf jeden Fall! Das beste DJI-Bike am Markt – Nein, da ist noch Luft nach oben. Wir sind jedenfalls gespannt, wie es mit der jungen Marke weiter geht...

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Amflow PL Carbon – Pro / Contra

Stärken

  • Preis/Leistungsverhältnis
  • Gutmütiges Fahrverhalten
  • Sehr spaßiges, agiles E-MTB
  • Geringes Gewicht
  • Maximaler Avinox-Funktionsumfang

Schwächen

  • Limits für schwere und aktive Fahrer vorhanden
  • Systemgewicht 125 kg, aber XL & XXL Größen
  • Ausstattungsschwächen
  • Limitierung Sattelrohr/Dropperpost
Kompakt, agil, gutmütig und spaßig zu fahren – das Amflow PL Carbon ist als vergleichsweise leichtes E-Bike ein spaßiger Trailfeger.
# Kompakt, agil, gutmütig und spaßig zu fahren – das Amflow PL Carbon ist als vergleichsweise leichtes E-Bike ein spaßiger Trailfeger. – Seine Reserven sind jedoch sehr deutlich ausbaufähig – oder lassen Platz für ein zweites Amflow-Modell mit mehr Federweg, dezent steiferem Rahmen und besser auf den Einsatzzweck abgestimmter Ausstattung.
Wie gefällt dir das Amflow PL Carbon? Hast du vielleicht schon selbst Erfahrungen mit diesem Modell gesammelt? Wenn ja, poste sie doch in die Kommentare und lass die Community daran teilhaben.

Preisvergleich: Amflow PL Carbon

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Testablauf

Auf unseren Testrunden bewegen wir die Bikes in ihrem natürlichen Habitat, sprich: Wir fahren Trails, Trails, Trails! Unsere Testrunden haben alles, was ein E-Bike braucht:

  • enge Uphill-Trails mit dicken Wurzeln, Steinen und losem Waldboden
  • flache Trails mit kleinen Gegenanstiegen
  • kurvige, flowige Downhills
  • technische, steile und ruppige Abfahrten
  • lange Schotterpisten bergauf und bergab

Jedes E-Bike wurde mehrfach auf dieser Runde gefahren und im Anschluss sorgfältig beurteilt.

Hier haben wir das Amflow PL Carbon getestet

  • Deidesheim, Pfalz, Deutschland: Auf den Trails des RV Edelweiss gibt es allerhand Herausforderungen für moderne E-Mountainbikes. Von offenen, wurzeligen Kurven bis hin zu Anliegern, in denen es die Hautfalten gen Boden zieht. Hohe G-Kräfte gibt es aber auch bei den zahlreichen technischen Sektionen mit Felsplatten, Fingerspitzengefühl ist auf den ruppigen Streckenabschnitten gefragt: Kurz gesagt – perfekte Bedingungen, um ein E-Mountainbike bergauf und bergab auf Herz und Nieren zu testen.
  • Bamberg, Bad Kreuznach, Nordeifel, Deutschland: Um unsere Testeindrücke bei Wackelkandidaten oder Unstimmigkeiten zu verifizieren, wurden die Bikes zum Teil noch auf den Hometrails bewegt – von kurvigen, wurzeldurchsetzten Trails, über steile, technische Sektionen bis hin zu knackigen Kletterpassagen. Unsere Hometrails sind fabelhaftes Testgelände und eine gute Referenz.

Tester-Profil: Rico Haase
62 cm95 kg86 cm61 cm183 cm
E-Enduro, E-Trailbike, Hardtail, Downhiller, Rennrad – mir macht jedes Bike Spaß. Egal ob mit oder ohne Motor, außer ich muss damit unendlich bergauf fahren – da mag ich Motorunterstützung schon sehr. Flowige Trails, gern auch gebaut, liebe ich. Ach ja, eins noch, ich hasse Spitzkehren. Ich bin 1.83 m groß und fahre in 99 % der Fälle Rahmen der Größe L – mein Sweetspot liegt zwischen 470 und 480 mm Reach.
I ride everything: E-Enduro, E-Trailbikes, hardtails, downhill, road – I enjoy it all, whether it’s E-assisted or not. I’ll admit that I do quite like having a motor on the uphills though. There’s lots to love about flowing trails; natural or built. The only thing I hate – switchbacks. I am 1.83 m tall and ride in 99% of cases frame size L - my sweet spot is between 470 and 480 mm Reach.
Fahrstil / Riding style
Verspielt und flowig / Flowing and playful
Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
E-Enduro, E-Trailbike, aber auch XCO, DH und Road / E-Enduro, E-Trailbike but also XCO, DH and road
Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
Straff und schnell – ich möchte wissen, was unter mir passiert / Firm and reactive – I like feedback from the trail
Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
Langer Reach, kurzer Vorbau, breiter Lenker / Long reach, short stem, wide bars

Tester-Profil: Chris Spath
49 cm75 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles mit Stollenreifen, sowohl bergauf als auch bergab. Von Dirt Jumps über naturbelassene Singletrails oder gebaute Strecken – gerne schnell, steil, in grobem Gelände, mit viel Luftstand oder eine Kombination aus all dem.
Chris loves riding everything with knobby tires, both uphill and downhill. Be it dirt jumps, natural single tracks or man made trails – he enjoys it all, as long as it's fast, steep, rough, with a lot of airtime, or a combination of all these.
Fahrstil / Riding style
flüssig, verspielt / Flowing and playful
Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
Enduro/ Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
ausgeglichen zwischen Front und Heck, eher auf der sportlich-straffen Seite/ balanced front and rear suspension, a bit sportier than average
Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
Ausgewogene Radlastverteilung, eher flacher Lenkwinkel, Sitzwinkel nicht zu steil/ balanced wheel distribution, slack headangle, seattube angle not too steep

Tester-Profil: Arne Koop
67 cm75 kg87 cm63 cm184 cm
Arne ist seit 2010 auf dem Mountainbike unterwegs. Am liebsten scheucht er Enduro-, Downhill- oder Trail-Bikes auf ruppigen Trails bergab. Wenn sich die Gelegenheit bietet, springt er jedoch auch gerne mal aufs E-Bike oder dreht eine Runde mit dem Rennrad.
Arne started mountain biking in 2010. He prefers to ride enduro, downhill or trail bikes on rough trails. When the opportunity arises, he also likes to jump on an e-bike or go for a spin on his road bike.
Fahrstil / Riding style
sauber, hohes Grundtempo / Flowing and playful
Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
Enduro/ Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
vorne straffer als hinten, schneller Rebound, nicht zu viel Dämpfung / front firmer than rear, fast rebound, not too much damping
Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
Reach um die 480 mm, keine zu kurzen Kettenstreben, flacher Lenkwinkel/ Reach around 480 mm, chainstays not too short, slack head angle

Tester-Profil: Michael Biernoth
71 cm100 kg97 cm68 cm194 cm
Mitch ist seit 2013 auf dem Mountainbike unterwegs. Gern bügelt er mit dem Enduro- oder Trail Bike auf heimischen Trails, egal ob flowig oder steil und technisch. Einer seiner Leidenschaften ist das Segeln, jedoch nicht auf dem Wasser, lieber durch die Luft am Local Jumpspot oder anderen Gelegenheiten in den Bikeparks dieser Welt. Mitch has been mountain biking since 2013. He enjoys shredding his enduro or trail bike on local trails, whether flowy or steep and technical. One of his passions is sailing, but not on the water, better through the air at the local jump spot or other opportunities in bike parks all over the world.
Fahrstil / Riding style
verspielt, strammes Grundtempo, lieber eine Kurve mehr als Straightline / playful, fast basic speed, rather one curve more than straightline.
Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride.
Enduro, Trail, Jumps und auch gern mal Downhill / Enduro, Trail, Jumps and sometimes Downhill.
Vorlieben beim Fahrwerk / Suspension preferences.
etwas straffer, viel Zugstufe, so wenig Dämpfung wie nötig, ausreichend Pop / A little firmer, lots of rebound damping, as little high and low-speed damping as necessary, adequate pop.
Vorlieben bei der Geometrie / Geometry preferences.
nicht zu viel Reach, mittellange Kettenstreben, flacher Lenkwinkel / not too much reach, medium-length chainstays, slack head angle.


Unterstützt wurde dieser Vergleichstest durch Produktplatzierungen von Unleazhed. Wir bekamen für jedes E-Bike im Test einen M02-Frontfender, den wir nur zu gerne montierten, denn gerade im Herbst und Winter können die großflächigen, stylischen Schutzbleche punkten und verhindern diverse Dreckspritzer am Bike, auf der Kleidung oder im Gesicht.

Schützt wirkungsvoll gegen Matsch und Nässe: Unleazhed M02-Frontfender.
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Hier geht es zu den Einzelartikeln aus diesem Vergleichstest:

Testinfos kompakt

PL Carbon

Einsatzbereich
XC: 5/10 – All-Mountain: 8/10 – Trail: 9/10 – Enduro: 6/10 – Downhill: 4/10
Motor + Akku
avinox
DJI Avinox
Akkukapazität
800 Wh
max. Drehmoment
120 Nm
E-Bike-Kategorie
performance
PERFORMANCE
60 – 90 Nm
≥ 500 Wh
Uphill
schlecht
super
Downhill
schlecht
super
Motor-Power
schwach
extrem
Preis/Leistung
zu teuer
perfekt
Sitzposition
aufrecht
sportlich
Handling
verspielt
laufruhig
Erklärung der Einsatzbereiche
XC:
0 bis 120 mm Federweg (Hardtails und Full-Suspension)
Trail:
100 bis 150 mm Federweg (Hardtails und Full-Suspension)
All-Mountain:
120 bis 150 mm Federweg (Full-Suspension)
Enduro:
150 bis 180 mm Federweg (Full-Suspension)
Downhill:
über 180 mm Federweg (Full-Suspension)
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4 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. Amflow PL Carbon im Test: High-Performance-Schnapper?

    Amflow PL Carbon im Test: Kann das Einstiegsmodell sich auf dem Trail gegen die erste Welle neuer DJI-Bikes behaupten?

    Den vollständigen Artikel ansehen:
    Amflow PL Carbon im Test: High-Performance-Schnapper?
  2. Das Amflow hat 125 Kg Zuladung, nicht 125Kg Systemgewicht!
    Einheitliche Kettenstreben über alle Rahmengrößen hat glaube ich die große Mehrheit an Bikes ohne dass es kritisiert wird.
    Und wieso an ein All Mountain- nix anderes ist das Amflow- Double Down Karkassen sollten erschließt sich mir auch nicht so ganz.

  3. Die KS Dropperpost stellt am L-Rad 170 mm zur Verfügung. – Bei maximalen 270 mm Einstecktiefe ist für eine universelle Spezifikation leider wenig Spielraum für eine längere Dropper.
    Endlich wird bei euren Tests auch das Thema Einstecktiefe behandelt 👍 , gerade bei diesen Knickrahmen gibt es bedauerlicherweise zu oft eine Überraschung.
  4. Das Amflow hat 125 Kg Zuladung, nicht 125Kg Systemgewicht!
    Einheitliche Kettenstreben über alle Rahmengrößen hat glaube ich die große Mehrheit an Bikes ohne dass es kritisiert wird.
    Und wieso an ein All Mountain- nix anderes ist das Amflow- Double Down Karkassen sollten erschließt sich mir auch nicht so ganz.
    Zuladung muss ich morgen nochmal nachlesen - auf der FAQ Seite steht Fahrer + Ausrüstung, in den Sicherheitshinweisen steht maximale Gewichtsbeschränkung 125 kg. Klar ist das nicht formuliert.

    Kettenstreben kritisiere ich an fast jedem Rad - auch wenn sie für meine Größe die passende Balance bieten 😉 es geht ums Prinzip…

    EXO+ vorn und DD hinten sind wie beschrieben Maßnahmen um einem immerhin 160 mm Bike mehr Reserven zu entlocken. Im Test steht sehr klar, dass das eine Empfehlung und kein muss ist.
  5. In xl fand ich es in engen technischen Anstiegen schwer zu beherrschen, ging schnell aufs hinterrad aufgrund der Motorpower und der kurzen kettenstrebenlänge.

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