Rotwild R.XX 2026 im ersten Test Ultrastarkes Trailbike

Rotwild R.XX 2026 im ersten Test: Ein neues Rotwild mit 160/150 mm und Avinox-Motor? Moment, das hatten wir doch letztes Jahr zur gleichen Zeit schon? Korrekt! Die deutsche Brand bringt mit dem R.XX ein leichtes E-MTB für den Trail-Einsatz und schiebt unseren Testsieger R.EX 900 weiter in Richtung Enduro. Ist in diesem Segment Platz für zwei so ähnliche Bikes? Wir haben es für euch herausgefunden!
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Youtube LogoVideo: Rotwild R.XX 2026 im Test

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Rotwild R.XX im Test: Sportliches eMTB mit Avinox M2S & Kinesthetic Engineering
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Rotwild R.XX 2026 – Infos und Preise

Die Innovationen

✅ Leichtes Trail-Bike mit M2S-Motor 700 Wh-Akku
✅ Carbon-Rahmen mit semi-integriertem Dämpfer
✅ Volle 1500 W/150 Nm Drehmoment
✅ Mitwachsende Kettenstreben
✅ Fünf Rahmengrößen

EinsatzbereichTrail, All-Mountain
Federweg160 mm/150 mm
Laufradgröße29ʺ, Mullet 29″-27,5″
RahmenmaterialCarbon
MotorAvinox
Akkukapazität700 Wh
RahmengrößenS, M, ML, L, XL (im Test: L)
Preisspanne8.490 Euro - 13.490 Euro

Rotwild bringt mit dem neuen R.XX erneut Schwung ins aktuell sehr dynamische E-MTB-Portfolio. Nach dem R.EX und dem R.EXC, folgt nun bereits das dritte Modell mit avinox-Antrieb und das zweite Modell mit M2S-Motor. Positionierungstechnisch ist das interessant: 160/150 mm bringt das Trailbike R.XX, synchron zum 160/150 mm Bike R.EX. Nach oben abgerundet wird mit dem R.EXC mit 170/160 mm.

Das neue Rotwild R.XX soll trotz Ähnlichkeiten auch anders als sein Bruder R.EX auftreten.
# Das neue Rotwild R.XX soll trotz Ähnlichkeiten auch anders als sein Bruder R.EX auftreten. – Federweg: 160 mm / 150 mm | Gewicht: ca. 20,7 kg | Preis: 8.490 € – 13.490 € (UVP)

Diashow: Rotwild R.XX 2026 im ersten Test: Ultrastarkes Trailbike
Unter dem Kinesthetic Engineering-Ansatz lässt Rotwild am R.XX die Kettenstrebe mitwachsen.
Mit an Bord ist natürlich auch ein Kettenstrebenschoner – dank angehobener Strebe, kann die Kette nach unten frei ausschlagen und der Schutz muss nur die Unterseite abdecken, anstatt die Kettenstrebe komplett zu ummanteln.
Bedient wird das System am R.XX mit beiden Avinox-Remotes…
Den M2S-Motor und das Schnellladegerät gibt es erst ab 9.990 € im Pro-Modell – das Core-Modell setzt auf M2 und 4A-Charger.
Geniales Hebelgefühl, passende Bremsscheiben, aber trotzdem eine Fehlspezifikation – die SRAM Motive.
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Trennschärfe zwischen den beiden Trail-Bikes soll eine Refokussierung des R.EX durch eine etwas brachialere Ausstattung, sowie das unterschiedliche Rahmen- und Antriebskonzept bringen. Seit einigen Jahren ist das R.XX das erste Rotwild ohne entnehmbaren Akku – auf der Suche nach einem möglichst leichten und maximal leistungsfähigen Rad, hat Rotwild den Avinox 700-Wh-Akku anvisiert: Mit der großen 4680-Rundzelle ermöglicht dieser Akku dem M2S-System, satte 1500 W und 150 Nm Drehmoment abzurufen.

Um einen so starken Motor nutzen zu können, muss aber auch das Drumherum stimmen. Und das passt auf dem Papier sehr gut: Rotwild bringt zwei zentrale Neuerungen mit – eine fünfte Rahmengröße M/L und ein neues Geometriekonzept, bei dem die Hinterbaulänge mit der Rahmengröße mitwächst. Dazu rollt das Bike auf 29″-Laufrädern in den Größen M/L, L und XL, Größe S und M bekommen mit Mullet-Konfiguration mehr Bewegungsfreiheit über dem Hinterrad spendiert.

Laden statt tauschen – das R.XX kommt ohne entnehmbaren Akku und setzt jetzt auf die Schnelllade-Infrastruktur von Avinox.
# Laden statt tauschen – das R.XX kommt ohne entnehmbaren Akku und setzt jetzt auf die Schnelllade-Infrastruktur von Avinox. – Mit geringerer Akku-Kapazität und ohne Öffnung im Rahmen, kann das Bike ein gutes Stück leichter gebaut werden, als das R.EX.
Mit einem deutlich weiter nach hinten verlagerten Drehpunkt verändert Rotwild die Kinematik sehr stark.
# Mit einem deutlich weiter nach hinten verlagerten Drehpunkt verändert Rotwild die Kinematik sehr stark. – Die angehobene Kettenstrebe bleibt jedoch bestehen: Sie schafft in dem kritischen Tretlagerbereich Platz für Reifenfreiheit und mehr.
Auch im Bereich der Dämpferanlenkung verändert Rotwild einiges.
# Auch im Bereich der Dämpferanlenkung verändert Rotwild einiges. – Das Federbein wird jetzt durch eine Dämpferverlängerung angesteuert und am Oberrohr angeschlagen.
Das eigenwillige Design mit offenem Oberrohr hat zugangstechnisch Vorteile.
# Das eigenwillige Design mit offenem Oberrohr hat zugangstechnisch Vorteile. – Alle Verstellmöglichkeiten am Dämpfer sind sehr gut erreichbar.

Optisch komplett eigenständig präsentiert sich auch der neue Carbon-Rahmen: Mit der angehobenen Kettenstrebe und dem Horst-Link-Design bricht Rotwild zwar nicht, der Dämpfer wird aber anders angelenkt. Statt vertikal im Rahmen zu stehen, schmiegt der Hersteller ihn jetzt horizontal ans Oberrohr an und arbeitet mit einer Dämpferverlängerung. Die 150 mm Federweg werden zudem über einen längeren Dämpferhub realisiert, was niedrigere Arbeitsdrücke im Vergleich zum R.EX und eine einfachere Dämpferabstimmung gerade für schwere Fahrende ermöglichen dürfte. Gleichzeitig wird Platz im Rahmen geschaffen – tiefer und zentrierter findet nun eine Trinkflasche Platz im Rahmendreieck.

Die markante Rahmenform ist von vielen kleinen Grafiken geziert – hier gehen in der Redaktion die Meinungen außeinander – der eine liebt es, der andere fände ein reduzierteres Grafikdesign ansprechender.
# Die markante Rahmenform ist von vielen kleinen Grafiken geziert – hier gehen in der Redaktion die Meinungen außeinander – der eine liebt es, der andere fände ein reduzierteres Grafikdesign ansprechender. – Die Leitungen verschwinden am R.XX seitlich in den Rahmen.
Eine in den Hauptdrehpunkt intergrierte Kettenführung soll die Kette auf dem Kettenblatt halten.
# Eine in den Hauptdrehpunkt intergrierte Kettenführung soll die Kette auf dem Kettenblatt halten. – Sie rotiert mit und hat in unserem Test ihre Aufgabe zu 100 % erfüllt – Kettenabwürfe gab es keine zu verbuchen.
Unter dem Kinesthetic Engineering-Ansatz lässt Rotwild am R.XX die Kettenstrebe mitwachsen.
# Unter dem Kinesthetic Engineering-Ansatz lässt Rotwild am R.XX die Kettenstrebe mitwachsen. – Man verlängert hier das Ausfallende der Sitzstrebe – austauschbare Einsätze für verschiedene Längen je Größe, gibt es nicht.
Mit an Bord ist natürlich auch ein Kettenstrebenschoner – dank angehobener Strebe, kann die Kette nach unten frei ausschlagen und der Schutz muss nur die Unterseite abdecken, anstatt die Kettenstrebe komplett zu ummanteln.
# Mit an Bord ist natürlich auch ein Kettenstrebenschoner – dank angehobener Strebe, kann die Kette nach unten frei ausschlagen und der Schutz muss nur die Unterseite abdecken, anstatt die Kettenstrebe komplett zu ummanteln.

Mit dem neuen Fahrwerksdesign ergibt sich eine etwas niedrigere Anfangsübersetzung, die dem Bike einen etwas strafferen Charakter verpassen und somit auch fahrdynamisch eine Differenz zum R.EX herstellen soll.

Auch wenn es aufgrund der Timeline eher unrealistisch ist, dass unser Feedback aus dem Avinox-Vergleichstest einen Teil dieser Änderungen inspiriert hat, geht der Hersteller damit den einen oder anderen Kritikpunkt unsererseits an. Top, so geht kontinuierliche Weiterentwicklung!

Der neue Hinterbau ist niedriger Übersetzt und soll auch weniger Progression aufbauen – an Bord ist dafür ein längerer Dämpfer, der mit niedrigeren Drücken arbeiten kann.
# Der neue Hinterbau ist niedriger Übersetzt und soll auch weniger Progression aufbauen – an Bord ist dafür ein längerer Dämpfer, der mit niedrigeren Drücken arbeiten kann. – Rotwild empfiehlt 25-30 % SAG – gestartet bin ich mit 30 %.

Mit vier Ausstattungsvarianten und fünf Rahmengrößen bietet das Rotwild R.XX dem Kunden zwar auf zwei Ebenen eine gewisse Auswahl, ist ansonsten jedoch sehr fokussiert: Geometrie-Verstellmöglichkeiten gibt es nicht. Kein Schnickschnack, alles möglichst geradlinig und gut nutzbar. In dieses Konzept passt auch die integrierte und leichte Eightpins-NGS2-Sattelstütze – hier bleibt sich Rotwild auf jeden Fall treu.

Treu bleibt sich Rotwild auch bei seiner Preispolitik: Das R.XX ist nichts für schlanke Geldbeutel. Der Einstiegspreis für das Core-Modell liegt mit 8.490 € auf Topmodell-Niveau anderer Hersteller. Hochpreisig ist das Ende der Fahnenstange mit dem Ultimate-Modell für 13.490 €. Unser Ultra Testrad kostet 11.990 € und wiegt in Größe L ohne Pedale 20,7 kg.

Mit dem R.EX hat Rotwild die Eightpins-Sattelstütze komplett ohne Abschlussmanschette realisiert – diese Technologie bleibt dem R.XX natürlich erhalten.
# Mit dem R.EX hat Rotwild die Eightpins-Sattelstütze komplett ohne Abschlussmanschette realisiert – diese Technologie bleibt dem R.XX natürlich erhalten.
Die neue Kinematik erlaubt in allen Rahmengrößen eine große Trinkflasche mitzunehmen – der externe 600 Wh Akku von Avinox ist nicht fürs R.XX vorgesehen.
# Die neue Kinematik erlaubt in allen Rahmengrößen eine große Trinkflasche mitzunehmen – der externe 600 Wh Akku von Avinox ist nicht fürs R.XX vorgesehen.

Motor & Akku

Bisher ist die Auswahl an Bikes mit Avinox M2S und 700-Wh-Akku vergleichsweise klein: Ins selektive Feld der Hersteller, die satte 1500 W und 150 Nm in ihren Bikes bereitstellen können, reiht sich Rotwild nun ein – und das ist zumindest eine kleine Sensation. Der Hersteller lässt dafür nämlich einen seiner wichtigsten USPs sausen: Statt entnehmbarem Riesenakku mit der besten Energiedichte dank Carbon-Gehäuse, setzt Rotwild am R.XX auf einen festverbauten 700 Wh-Akku mit geringerer Energiedichte.

Wie sie sehen – fehlt der Entnahmeknopf zur seitlichen Akku-Entnahme!
# Wie sie sehen – fehlt der Entnahmeknopf zur seitlichen Akku-Entnahme! – Um Gewicht zu sparen verwendet Rotwild am R.XX den neuen 700 Wh Akku – zwar hat er eine geringere Energiedichte als der Hauseigene 864-Wh-Akku, spart aber alleine satte 400 g – dazu kommt noch die leichtere Rahmenkonstruktion, ohne große Unterrohr-Öffnung.

Die Rückkehr zur Standard-Komponente hat neben der Maximalleistung vor allem Positionierungsgründe: Um das R.XX vom R.EX abzugrenzen, sollte es leichter werden – das geht vor allem durch Gewichtsersparnisse am Motor-Akku-System. Mit fest verbautem Akku und weniger Kapazität, sichert sich das R.XX nahezu ausstattungsneutralisiert einen Gewichtsvorteil von satten 1,7 kg (20,7 kg vs. 22,4 kg, jeweils selbst gewogen, Testräder in Gr.L, bei minimaler Ausstattungsabweichung). Positiver Nebeneffekt – statt Akkutausch zur Reichweitenerhöhung, kann Rotwild nun auch die Avinox-Ladetechnik nutzen und das Bike mit Schnellladetechnik flott wieder aufladen.

Bärenstark – für mich liegen die nutzbaren USPs des M2S-Systems aber in anderen Punkten.
# Bärenstark – für mich liegen die nutzbaren USPs des M2S-Systems aber in anderen Punkten. – Die vollen 1.500 W und 150 Nm habe ich als leichter Fahrer nicht benötigt.
Bedient wird das System am R.XX mit beiden Avinox-Remotes…
# Bedient wird das System am R.XX mit beiden Avinox-Remotes…
… oder über das 2-OLED-Farbdisplay!
# … oder über das 2-OLED-Farbdisplay!

Rund um das leistungsstarke Herz des R.XX, ist das Bike natürlich mit den üblichen Avinox-Systemkomponenten ausgerüstet. Rotwild setzt beide Remote-Optionen ein, hat natürlich das Display an Bord und liefert lediglich das Core-Einstiegsmodell mit 4A-Ladegerät aus – alle weiteren Bikes kommen mit dem teureren 12A-Schnellladegerät.

  • Motor Avinox M2S
  • Akku Avinox FP700
  • Akkukapazität 700 Wh
  • Nenndauerleistung 250 Watt
  • Spitzenleistung 1500 W
  • Max. Drehmoment 150 Nm
  • Display Avinox 2″ OLED

Hier findest du mehr Informationen zu aktuellen E-Bike-Motoren.

Geometrie

Mit der Zwischengröße M/L und dem Kinestetic Engineering-Ansatz geht Rotwild in meinen Augen einen großen Schritt in Richtung Moderne: Mehr Größen und ein besserer Fit für jede Größe stehen auf der Prioritätenliste ganz oben – gelungen, wie ich finde. Gerade beim Premium-Preispunkt, den Rotwild ohne Zweifel besetzt, sind Kompromisse nicht ideal.

Aber schauen wir auf die Zahlen: 25 mm Reach-Sprünge zwischen S und M, sowie L und XL, kleinere 20 mm Reach-Sprünge zwischen M, M/L und L – dazu 10 mm wachsende Steuerrohre von S bis L und ein 15 mm Sprung zum Schluss: Gerade im überschneidungsstarken Bereich zwischen M und L wachsen die Größen konsistent. Nach oben und unten ist dann ein größerer Sprung für kleinere oder größere Personen interessant.

Wachstum gibt es auch an anderen Stellen des Bikes. Vor allem der mitwachsende Hinterbau, den Rotwild am R.EXC eingeführt hat, ist für mich spannend: Von 435 am S, bis 460 mm am XL, wächst das Bike je Rahmengröße mit. Die Kettenstrebenlänge pro Rahmengröße ist dabei jedoch fix. Wer also gerne kürzer oder länger möchte, bekommt diese Auswahlmöglichkeit nicht. So richtig ins Leichtbau-Konzept passt sie auch nicht – solche Features bringen einfach Mehrgewicht. Erst ab der 445-mm-Kettenstrebe des M/L-Bikes, passt das große 29″-Hinterrad in den Rahmen – S und M rollen entsprechend in Mullet-Konfiguration.

Mit 64° ist der Lenkwinkel flach, mit 77° der Sitzwinkel moderat steil. Einzig das Sattelrohr sticht erneut heraus: Durch die Bank ist es für heutige Verhältnisse lang. Die integrierte Eightpins-Sattelstütze stellt hier neben den starken Vorteilen entsprechend auch Restriktionen – um eine Größen-Range abzudecken, muss das Bike auf die maximale Sitzhöhe geplant werden: Das ergibt vor allem nach unten hin dann Einschränkungen, die die Sitzrohrlänge negativ beeinflussen und ein Upsizing erschweren.

Konkret bedeutet das am L-Testrad: Satte 495 mm Reach, bei 650 mm Stack. Das ist ziemlich nahe an dem, was ich für mich persönlich als optimal bezeichnen würde, die Spannweite erinnert jedoch schon deutlich an übliche XL-Räder. Die Kettenstrebe misst 452,5 mm, damit ergibt sich statisch eine Radlastverteilung von 1:1,87. Das Sitzrohr misst 470 mm, nutzbar sind für mich 212 mm Hub, das Teleskop-Rohr fährt dabei aber nicht vollständig ein, sondern ist intern im Hub begrenzt.

Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!

Erhältliche Rahmengrößen S / M / M-L / L / XL

Rotwild R.XX mit Geometrieangaben in Rahmengrösse L
# Rotwild R.XX mit Geometrieangaben in Rahmengrösse L

Rahmengröße S M ML L XL
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 29″ 29″ 29″
Reach 430 mm 455 mm 475 mm 495 mm 520 mm
Stack 623 mm 632 mm 641 mm 650 mm 663 mm
STR 1,45 1,39 1,35 1,31 1,28
Lenkwinkel 64° 64° 64° 64° 64°
Sitzwinkel, effektiv 77° 77° 77° 77° 77°
Oberrohr 553 mm 580 mm 603 mm 625 mm 654 mm
Steuerrohr 105 mm 115 mm 125 mm 135 mm 150 mm
Sitzrohr 399 mm 423 mm 447 mm 470 mm 494 mm
Überstandshöhe 754 mm 754 mm 754 mm 754 mm 754 mm
Kettenstreben 435 mm 440 mm 445 mm 452,5 mm 460 mm
Radstand 1.203 mm 1.237 mm 1.267 mm 1.299 mm 1.338 mm
Tretlagerabsenkung 20 mm 20 mm 30 mm 30 mm 30 mm
Tretlagerhöhe 345 mm 345 mm 345 mm 345 mm 345 mm
Einbauhöhe Gabel 559 mm 559 mm 559 mm 559 mm 559 mm
Gabel-Offset 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm
Federweg (hinten) 145 mm 145 mm 145 mm 145 mm 145 mm
Federweg (vorn) 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm

Ausstattung

Das Rotwild R.XX 2026 ist in vier Ausstattungsvarianten erhältlich. Saftig: Der Einstiegspreis hat es mit 8.490 € für das Core-Modell in sich – hier gibt es den M2-Motor, eine Fox 36 Rhythm, einen Float X Performance, einen Eagle 90 Antrieb, die Motive Bronze-Bremsanlage, Schwalbe-Radial-Reifen, die günstigere H01-Dropperpost von Eightpins sowie Newmen Alu-Laufräder und Lenker.

Mit 11.990 € ist das Ultra-Testrad kein Schnäppchen, lässt aber auch keine Wüsche offen.
# Mit 11.990 € ist das Ultra-Testrad kein Schnäppchen, lässt aber auch keine Wüsche offen. – An Bord ist die neue Fox 36 – Baugleich mit Löchern im Casting, passt sie 1A zum Bike – auch charakterlich.

Mit M2S-Motor, 36 Performance, NGS3.0-Dropper, GX-Eagle-AXS-Transmission und Phase-Carbon-Laufrädern bekommt man für den 1.500 € Aufpreis auf 9.990 € das Pro-Modell ordentliche Upgrades.

Am Testmodell „Ultra“ für 11.990 € setzt Rotwild dann erstmals auf das Fox Factory-Fahrwerk, eine X0 Eagle-Transmission, e*thirteen Carbon-Kurbeln und Motive Silver Bremsen, sowie einen Newmen Carbon-Lenker.

Den M2S-Motor und das Schnellladegerät gibt es erst ab 9.990 € im Pro-Modell – das Core-Modell setzt auf M2 und 4A-Charger.
# Den M2S-Motor und das Schnellladegerät gibt es erst ab 9.990 € im Pro-Modell – das Core-Modell setzt auf M2 und 4A-Charger. – Mit 8.490 € ist das Einstiegsmodell schon extrem hochpreisig – wer bereit ist so viel Geld auszugeben, bekommt meiner Meinung nach beim Pro-Modell mehr Leistung für einen verschmerzbaren Aufpreis.
Alle Bikes setzen auf den Carbon-Rahmen, wobei das Ultimate Top-Modell mit besonderer Lackierung kommt.
# Alle Bikes setzen auf den Carbon-Rahmen, wobei das Ultimate Top-Modell mit besonderer Lackierung kommt. – Im Heck steckt in allen Modellen ein Fox Float X – unter 10.000 € muss man mit dem Performance-Dämpfer klarkommen, über 10.000 € gibts dann Kashima und die Druckstufenverstellung.

Das knallorange Ultimate-Topmodell schlägt mit 13.490 € zu Buche und bringt mit der XX Eagle, Motive Ultimate Carbon-Bremsen, nebst Rotwild-eigenem Lenker und Ergon-Sattel eher mehr Prestige, als signifikante Performance-Zugewinne.

Die beste Preis-Leistung – ja, sehr hochpreisig – erhält man in meinen Augen am Pro-Modell.

Schwalbe Albert Trail Reifen mit Radialkarkasse treffen auf Newmen Phase Carbon-Laufräder.
# Schwalbe Albert Trail Reifen mit Radialkarkasse treffen auf Newmen Phase Carbon-Laufräder.
Die neuen Modelle kommen mit höheren Lenkern – am Testrad war keiner Verfügbar, aber meine Teile-Kiste hat noch einen hergegeben (nicht abgebildet)
# Die neuen Modelle kommen mit höheren Lenkern – am Testrad war keiner Verfügbar, aber meine Teile-Kiste hat noch einen hergegeben (nicht abgebildet)

Rotwild R.XX Preis (UVP)

  • Rotwild R.XX Core 8.490 €
  • Rotwild R.XX Pro 9.990 €
  • Rotwild R.XX Ultra 11.990 €
  • Rotwild R.XX Ultimate 13.490 €

ModellCOREPROULTRAULTIMATE
RahmenPolydynamic CarbonPolydynamic CarbonPolydynamic CarbonPolydynamic Carbon
GabelFOX 36 Float Rhythm 160 mm / Grip / Sweep AdjustFOX 36 Float Performance 160 mm / Grip / Sweep AdjustFOX 36 Float Factory Kashima 160 mm / Grip X / HSC/LSC / LSRFOX 36 Float Factory Kashima 160 mm / Grip X / HSC/LSC / LSR
DämpferFOX Float X Performance 205 x 60 mm / 2-PosFOX Float X Performance 205 x 60 mm / 2-PosFOX Float X Factory Kashima 205 x 60 mm / 2-Pos AdjustFOX Float X Factory Kashima 205 x 60 mm / 2-Pos Adjust
SchalthebelSRAM EAGLE90 TriggerSRAM AXS PodSRAM AXS PodSRAM AXS Pod
SchaltwerkSRAM EAGLE90SRAM GX Eagle Transmission AXSSRAM X0 Eagle Transmission AXSSRAM XX Eagle Transmission AXS
KassetteSRAM GX Eagle XS 1270 10-52 T. / 12-SpeedSRAM GX Eagle XS 1270 10-52 T. / 12-SpeedSRAM X0 Eagle XS 1275 10-52 T. / 12-SpeedSRAM XX Eagle XS 1297 10-52 T. / 12-Speed
Kurbele*thirteen Plus 160 mm (S/M/L) / 165 mm (XL)e*thirteen Plus 160 mm (S/M/ML/L) / 165 mm (XL)e*thirteen Race Carbon 160 mm (S/M/ML/L) / 165 mm (XL)e*thirteen Race Carbon 160 mm (S/M/ML/L) / 165 mm (XL)
BremseSRAM Motive Bronze / SRAM HS2 / 200 mmSRAM Motive Bronze / SRAM HS2 / 200 mmSRAM Motive Silver / SRAM HS2 / 200 mmSRAM Motive Ultimate Carbon / SRAM HS2 / 200 mm
LaufräderNEWMEN Beskar 30 mm Width / 110-15 mm / 6-Bolt; NEWMEN Beskar 30 mm Width / 148-12 mm / 6-BoltNEWMEN Phase Carbon 30 mm Width / 110-15 mm / 6-Bolt; NEWMEN Phase Carbon 30 mm Width / 148-12 mm / 6-BoltNEWMEN Phase Carbon 30 mm Width / 110-15 mm / 6-Bolt; NEWMEN Phase Carbon 30 mm Width / 148-12 mm / 6-BoltNEWMEN Phase Carbon 30 mm Width / 110-15 mm / 6-Bolt; NEWMEN Phase Carbon 30 mm Width / 148-12 mm / 6-Bolt
VorderreifenSCHWALBE Albert Evo Radial Trail / Soft / TLR / 29x2.5SCHWALBE Albert Radial Trail Pro / Soft / TLR / 29x2.5SCHWALBE Albert Radial Trail Pro / Soft / TLR / 29x2.5SCHWALBE Albert Radial Trail Pro / Soft / TLR / 29x2.5
HinterreifenSCHWALBE Albert Evo Radial Trail / Soft / TLR / 27.5x2.5 (S/M) / 29x2.5 (ML/L/XL)SCHWALBE Albert Radial Trail Pro / Soft / TLR / 27.5x2.5 (S/M) / 29x2.5 (ML/L/XL)SCHWALBE Albert Radial Trail Pro / Soft / TLR / 27.5x2.5 (S/M) / 29x2.5 (ML/L/XL)SCHWALBE Albert Radial Trail Pro / Soft / TLR / 27.5x2.5 (S/M) / 29x2.5 (ML/L/XL)
SattelERGON SM SportERGON SM SportERGON SM ProERGON SM Pro Carbon
Sattelstütze8PINS H01 up to 200 mm (XL)8PINS NGS3.0 up to 225 mm (XL)8PINS NGS3.0 up to 225 mm (XL)8PINS NGS3.0 up to 225 mm (XL)
LenkerNEWMAN Beskar 40 mm Rise / 760 (S/M) 780 mm (ML/L/XL) WidthNEWMAN Beskar 40 mm Rise / 760 (S/M) 780 mm (ML/L/XL) WidthNEWMAN Phase Carbon 40 mm Rise / 760 (S/M) 780 mm (ML/L/XL) WidthROTWILD B220 Carbon 35 mm Rise / 760 (S/M) 780 mm (ML/L/XL) Width
VorbauROTWILD S120 35 mm LengthROTWILD S120 35 mm LengthROTWILD S120 35 mm LengthROTWILD S120 35 mm Length
MotorAVINOX M2AVINOX M2.SAVINOX M2.SAVINOX M2.S
DisplayAVINOX 2" OLEDAVINOX 2" OLEDAVINOX 2" OLEDAVINOX 2" OLED
AkkukapazitätAVINOX FP700 700 Wh / 36 V / XXX Cell / 3.180 gAVINOX FP700 700 Wh / 36 V / XXX Cell / 3.180 gAVINOX FP700 700 Wh / 36 V / XXX Cell / 3.180 gAVINOX FP700 700 Wh / 36 V / XXX Cell / 3.180 g
Max. Drehmoment150 Nm150 Nm150 Nm150 Nm
Gewicht
Preis (UVP)8.490 EUR9.990 EUR11.990 EUR13.490 EUR

Rotwild R.XX – erster Test auf dem Trail

Mir kommt der Fahrstil des R.XX entgegen: Mehr pushen, Tempo halten, Löcher umfahren – ich denke, auf meinen Hometrails wäre ich damit schneller.

Christoph Spath, Testredakteur eMTB-News.de

Keine Vorstellung braucht der Avinox M2S Motor, der im Rotwild mit 700 Wh-Akku satte 1.500 W und 150 Nm Drehmoment abrufen kann. Nachdem die Erfahrung mit dem M2S RS noch recht frisch war, fallen die Unterschiede zwischen den Motorprofilen deutlich auf: Der M2S kann sich zwar im Vergleich zum Vorgänger insgesamt besser abgestimmt präsentieren, offensichtlich steckt aber noch mehr in dem Motor. Der leicht zeitverzögerte Einsatz des Systems, macht es nicht immer einfach, den Motor in Situationen, in denen Kontrolle gefragt ist, zu dosieren – fährt man am Berg an, muss man dieses Zeitintervall überwinden, mit viel Kraft die knapp 100 kg Systemgewicht anschieben, bevor die Unterstützung dann kickt. Zum Glück setzt Rotwild mit den verlängerten Kettenstreben jetzt auf ein Konzept, das im Uphill für mich mehr Sinn ergibt: Die längeren Streben federn diese Eigenheiten des M2S ein Stück weit ab.

Hupps, da haben wir wohl keine Fotos vom Uphill dabei.
# Hupps, da haben wir wohl keine Fotos vom Uphill dabei. – Zur Ablenkung: Was gefällt besser? Der angedeutete Tabletop auf dem man keinen Tisch decken kann oder der etwas stärkte geneigte Eurotable?
Zwischen den Fotos bin ich das R.XX auch bergauf gefahren.
# Zwischen den Fotos bin ich das R.XX auch bergauf gefahren. – Das Bike macht das stabil: Gute Sitzposition, mit moderater Power auch kein steigendes Vorderrad, dazu hohe Traktion.

Relativ schnell merke ich für mich: Der Akku-Verbrauch ist für mich zu hoch und ich habe keinen Uphill, den ich nicht mit deutlich gedrosselter Leistung schon mit 25 km/h fahren kann – natürlich dann mit mehr Eingangsleistung. Mit voller Leistung und auf unebenem Untergrund tänzelt das Vorderrad dann doch gerne auch mal leicht über dem Untergrund herum. Den Boost-Modus für Eventualitäten zu haben, ist gut, aber permanent so viel Power zur Verfügung zu haben, entspricht nicht meinem Bedarf. Eine Eigenschaft untermalt das auch akustisch: Die Kette springt im Uphill unter Volllast zum Teil über die Kassette. Bei knapp 200 € Straßenpreis für die Kassette wird mir schwindelig, wenn ich über die Instandhaltungskosten nachdenke.

Über Sinn oder Unsinn der vollen Power am M2S hat sich das Internet schon um Kopf und Kragen geredet – ich für meinen Teil stelle fest: Es gibt mir nicht genug, um hohen Verschleiß von Teilen, geringere Reichweite und auch deutlich sichtbarere Spuren im Uphill-Trail zu rechtfertigen.
# Über Sinn oder Unsinn der vollen Power am M2S hat sich das Internet schon um Kopf und Kragen geredet – ich für meinen Teil stelle fest: Es gibt mir nicht genug, um hohen Verschleiß von Teilen, geringere Reichweite und auch deutlich sichtbarere Spuren im Uphill-Trail zu rechtfertigen. – Ich hatte mit reduzierter Maximalleistung mindestens genausoviel Spaß und habe keine Sektion gefunden, die ich mit unter 1.000 W nicht fahren konnte – wenn ich wo nicht hochgekommen bin, dann war das auch mit 1.500 W so – Grenzen erreicht man hier eher bei der Gewichtsverteilung und der Traktion.

Die hohe Power ist natürlich kein Muss, entsprechend passe ich mir die Motorprofile bereits während der ersten Ausfahrt an und erhöhe damit die Reichweite signifikant. Auch die springende Kette taucht nicht mehr auf. Mit reduzierter Leistung, fällt der Fokus zudem mehr aufs Bike an sich: Das R.XX bietet mit 40 mm Riser-Lenker eine angenehme Sitzposition, schön aufrecht und zentriert. Der Hinterbau ist wie angemerkt eher straff abgestimmt: Bei 30 % SAG liefert der Hinterreifen zwar ausreichend Traktion, das R.EX war jedoch feinfühliger und smoother im Uphill.

Neigt sich der Trail gen Tal zeigen sich zwar weiterhin deutliche Unterschiede zwischen R.EX und R.XX, ich würde sie aber eher im Charakter sehen, weniger in dem, was damit möglich ist. Das R.EX ist im Flex softer abgestimmt, bietet aus dem Fahrwerk guten Gegenhalt, arbeitet aber sehr feinfühlig und traktionsstark. Der Rahmen des R.XX ist etwas steifer, das Fahrwerk straffer. Um die Traktion muss man sich am R.XX etwas mehr bemühen, dafür bietet es mehr Reserven, die aus der Geometrie kommen. Mir kommt der Fahrstil des R.XX entgegen: Mehr pushen, Tempo halten, Löcher umfahren – ich denke, auf meinen Hometrails wäre ich damit schneller. Würde ich ein blindes Enduro-Rennen fahren, wäre mir das etwas natürlich-intuitivere und komfortablere Fahrgefühl des R.EX lieber.

Nochmal Vorderrad verdreht: Ihr merkt, das Rotwild mag gerne vom Boden weg – ob jetzt über solide gebaute Shark-Fins oder wenn man durchs Wurzelfeld muss.
# Nochmal Vorderrad verdreht: Ihr merkt, das Rotwild mag gerne vom Boden weg – ob jetzt über solide gebaute Shark-Fins oder wenn man durchs Wurzelfeld muss. – Die etwas höhere Steifigkeit als am R.EX und der direktere Hinterbaucharakter sind spürbar, laden zur aktiven Linienwahl ein – und ich würde sagen, dass das R.XX in Sachen Tempo auf jeden Fall dem R.EX Konkurrenz macht.

Auf der Suche nach diesem Komfort musste ich an der Gabel anfangen: Die neue 36 passt grundsätzlich zum Charakter des Rotwild: straff und präzise. Ab Werk war die Gabel mit einem Volumenspacer ausgerüstet und ich nutze mit der Druckempfehlung für 82 kg Fahrende bereits den kompletten Federweg, die Gabel ist dabei jedoch eher anstrengend zu fahren. Zwar kann ich es nicht messen, aber mir scheint, es ist sinnvoller, die Gabel via dynamischem SAG abzustimmen: Statt statisch den SAG zu messen, gehe ich eher nach Gefühl, senke den Druck leicht ab, erhöhe auf drei Volumenspacer, mache die Zugstufe deutlich schneller und erhöhe parallel die Druckstufendämpfung deutlich. So arbeitet die Gabel für mich etwas feinfühliger, ist weniger anstrengend zu fahren, behält sich aber die Reserven bei. Ähnlich stimme ich dann den Dämpfer mit deutlich größerem Volumenspacer ab. So lässt sich das R.XX dann etwas näher ans R.EX heranschieben. Dabei bleibt das R.XX lebendiger und aktiver im Fahrwerk, mit dem veränderten Setup ist es in meinen Augen aber etwas weniger fordernd.

Die richtige Balance aus Komfort und Kontrolle ist an der 36 nicht mehr so einfach zu finden, wie am Vorgängermodell – sie passt im Basis-Setup zum effizienten Hinterbaucharakter des Rotwild.
# Die richtige Balance aus Komfort und Kontrolle ist an der 36 nicht mehr so einfach zu finden, wie am Vorgängermodell – sie passt im Basis-Setup zum effizienten Hinterbaucharakter des Rotwild. – Ich habe die Gabel aber als überraschend anstrengend empfunden und mit dem Setup ein paar Wege ausprobiert: Mehr Volumenspacer, dezent reduzierter Druck, schnellere Zugstufe und deutlich mehr Druckstufe haben die Gabel für mich deutlich komfortabler gemacht. Damit das Heck symmetrisch arbeitet, habe ich auch dort einen größeren Volumenspacer montiert und die Dämpfung analog eingestellt: So wird das R.XX etwas satter und gutmütiger.

Insgesamt waren beide Setup-Wege aber zielführend – sie steuern nur unterschiedliche Charaktermerkmale des Bikes auf verschiedene Art und Weise aus. Wer den sportlichen Tourer sucht, der effizient auf nur moderat schweren Trails gefahren wird, wird vermutlich mit dem Standardsetup happy. Abfahrtsfans, die ein sportliches Fahrverhalten suchen, können sowohl im strafferen, etwas fordernderen Setup, als auch mit dezent höherer Gutmütigkeit glücklich werden.

Die veränderte Balance im Vergleich zum R.EX spielt mir in die Karten. Trotz hohem Lenker, ist stets genug Druck am Vorderrad vorhanden.
# Die veränderte Balance im Vergleich zum R.EX spielt mir in die Karten. Trotz hohem Lenker, ist stets genug Druck am Vorderrad vorhanden. – Das macht das R.XX für mich berechenbarer – ich kann zentrierter stehen und muss mich nicht um die Vorderradtraktion bemühen.

Rein von der Fahrposition gefällt mir das R.XX: Aufrecht steht man auf dem Bike, kann schön zentral bleiben. Es fällt mir leicht, den Grip zwischen Vorder- und Hinterrad in offenen Kurven ohne Support zu verteilen. Es fällt mir aber auch leicht, das Bike mal mit so richtig Druck in einen Anlieger zu fetzen – aus der Kategorie: Mal sehen, ob die Reifen wegklappen. Und hier muss man auch etwas ins Detail schauen, denn je nach Fahrertyp, könnten stabilere Reifen Sinn ergeben. Auch eine weichere Gummimischung und/oder ein etwas offeneres Profil am Vorderrad würden in schwierigem Gelände helfen. Natürlich steuert Rotwild auch hier etwas die Differenzierung zwischen den Bikes aus – das Bike könnte rein vom Charakter jedoch mehr, als der Softe Albert es im Wohlfühlbereich zulässt.

Weniger differenzieren muss ich bei einem anderen Kritikpunkt: Die Bremsanlage. Das R.XX ist bis zu einem maximalen Systemgewicht von 130 kg freigegeben, kann also fahrende Personen von knapp 110 kg aufnehmen – selbst bei meinen leichten 75 kg ist mir die SRAM Motive zu schwach. Mein Testexemplar hatte zudem mit schleifenden Scheiben (vermutlich ungleichmäßige Kolbenrückstellung) und Druckpunktwandern zu tun. Etwas schade ist das, weil die Bremse im Vergleich zur Maven (A1 & B1) ein extrem angenehmes Hebelgefühl mitbringt.

Etwas wenig – aber Geschmackssache und damit sehr individuell: Der Albert am Vorderrad dürfte weicher sein, der am Hinterrad könnte für mich eine stabilere Karkasse mitbringen.
# Etwas wenig – aber Geschmackssache und damit sehr individuell: Der Albert am Vorderrad dürfte weicher sein, der am Hinterrad könnte für mich eine stabilere Karkasse mitbringen. – Das R.XX lässt sich mit richtig viel Druck fahren – die Karkassen können da bei zackigen Richtungswechseln auf hartem Boden schonmal das Schwimmen anfangen.
Geniales Hebelgefühl, passende Bremsscheiben, aber trotzdem eine Fehlspezifikation – die SRAM Motive.
# Geniales Hebelgefühl, passende Bremsscheiben, aber trotzdem eine Fehlspezifikation – die SRAM Motive. – Die Bremse ist laut SRAM etwas schwächer als eine Code – bei knapp 100 kg Systemgewich und 130 kg Freigabe ist sie aber deutlich zu schmächtig. Dazu kamen Schleifgeräusche, vermutlich wegen ungleich rückstellender Kolben, sowie Druckpunktwandern.

Meinung @eMTB-News.de

Das Rotwild R.XX ist ein Möglichmacher ohne Zwänge: Wer will, entlockt dem Motor seine volle Leistung, wer das nicht möchte, profitiert von anderen positiven Eigenschaften des Avinox-Ökosystems: Schnelladen, geringes Gewicht, schicker Formfaktor und geringe Lautstärke. Ähnlich sieht es bergab aus. Wer will, kann das R.XX schnell, aktiv und präzise fahren und wird dann von einem dynamischen, sportlichem Trail-Bike belohnt. Aber auch mit weniger aktivem Fahrtstil macht das Bike einen guten Eindruck: Gute Balance, aufrechte Stehposition und ein geringes Gewicht, machen das Bike auch für längere Singletrail-Touren interessant.

Rotwild hat sich selbst keine einfache Aufgabe mit der parallelen Positionierung von R.XX und R.EX gemacht – beide Bikes machen ähnlich viel möglich, jedoch auf dezent unterschiedliche Art und Weise.
# Rotwild hat sich selbst keine einfache Aufgabe mit der parallelen Positionierung von R.XX und R.EX gemacht – beide Bikes machen ähnlich viel möglich, jedoch auf dezent unterschiedliche Art und Weise. – Fans von kurzen Kettenstreben, mehr Komfort und entnehmbarem Akku werden beim R.EX fündig, meinen persönlichen Vorlieben entspricht das R.XX besser – meinem Geldbeutel aber nicht.

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11 Kommentare

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  1. Beim " Pedalrückschlag" ist der Achspfad entscheidend- also auf welcher Bahn sich das Hinterrad bewegt. Hier zur Einordnung:
    Vereinfacht gesagt je weiter der Drehpunkt der Schwinge (am Viergelenker ohne HP) oberhalb von der Kette bei gleicher horizontaler Position ist, desto höher ist die Kettenlängung und somit der Rückschlag. Am Rallon, Rallon RS und Wild DJI sieht man das sehr gut, da ist der Drehpunkt der Schwinge hinter dem Tretlager und unterhalb der Kette, Pedalrückschlag ist somit minimal, teils niedriger als einige High Pivot Enduros. Das Rotwild hat deutlich mehr, überhaupt das REX, werden sie aber wahrscheinlich erkannt haben sonst hätten sie es am RXX nicht geändert, da sich die Hinterachse deutlich weiter vom Tretlager entfernt über den Federweg, sieht man wunderbar in deiner Grafik, da sich das Heck mehr längt. Und 120% Anti Squat ist sehr hoch für ein Full Power Ebike, würde man eher an normalen Trailbikes erwarten und vielleicht noch an Light Ebikes mit TQ, wo man viel selbst beisteuern muss und schwierige Uphills eher nicht an der Tagesordnung stehen
  2. Wie immer sehr schöner differenzierer Bericht von dir, Chris, danke dafür!

    Zum Rad. Das erste RW was gefällt, weil schlanker, leichter,fester Akku, selbst der Motor, als nicht avinoxfan muss ich das zugeben, passt hier sehr gut. Würde ich mir auf die Hälfte drosseln, hätte immer noch genug Spaß und vermutlich megareichweite.
    Die Ausstattung für den Preis bei RW wie immer unterirdisch!

  3. Junge ist das Ding hässlich. Und teuer.

  4. @MSTRCHRS
    Könntest du noch deine persönlichen Maße mitteilen, dass man deine Ausführungen besser nachvollziehen kann.
    Danke
    Testerprofil packen wir aktuell nur in Langzeittests – findest du da, alternativ hier via screenshot:
    1782296186003.png
  5. Schluss mit diesem Sticker-Wahnsinn! Reißt sie ab! smilie

    Junge ist das Ding hässlich. Und teuer.
    Und ich dachte eben noch, dass es gar nicht so hässlich ist und ich mich mittlerweile an den merkwürdigen Hinterbau gewöhnt habe.
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