M1 AM.600.SX.P 6.0 im Test Innovatives E-Bike holt den Testsieg!

M1 AM.600.SX.P 6.0 im Test: Eigenwilliges Design trifft auf bewährte Geometrie und solide Technik. Die All-Mountain-Version von M1 setzt auf die Bosch Performance Line SX, üppigen Akku mit 600 Wh und 160 mm Federweg. Wir ließen es im Rahmen eines Vergleichstests gegen Canyon, Marin und Raymon antreten, bei dem das M1 sich den Testsieg holte!
Titelbild

Steckbrief: M1 AM.600.SX.P 6.0

EinsatzbereichTrail, All-Mountain, Enduro
Federweg160 mm/160 mm
LaufradgrößeMullet 29″-27,5″
RahmenmaterialCarbon
MotorBosch
Akkukapazität400-1050 Wh
Gewicht (o. Pedale)22,1 kg
max. Systemgewicht150,0 kg
RahmengrößenS, M, L, XL (im Test: L)
Preis: 7.790 Euro
Bikemarkt: M1 AM kaufen

M1 Sporttechnik wurde 1990 in Weyarn (Oberbayern, Deutschland) gegründet und fertigt seit jeher hochwertige Mountainbikes – mittlerweile konzentriert sich der Hersteller rein auf E-Bikes. Mit dem M1 AM.600.SX.P 6.0 hat man hier ein E-Mountainbike-Modell im Portfolio, das als Rahmenplattform mit dem markant anmutenden Carbonrahmen sowohl für All-Mountain als auch für Enduro zum Einsatz kommt. Die All-Mountain-Version, kurz AM bezeichnet, verfügt über 160 mm Federweg an Front und Heck und rollt – bei unserem Testbike – auf Mullet-Wheels. Dank Konfigurator kann das M1 aber auch als Full-29 geordert werden. Beim Motorsystem setzt das E-All-Mountain auf Light-Support der Bosch Performance Line SX und bietet dabei ein einzigartiges Feature, nämlich eine wählbare Akkugröße. Dies macht in Kombination mit dem Bosch SX – soweit uns bekannt – kein anderer Hersteller. M1 hat das Unterrohr des Carbonrahmens so konstruiert, dass man jeden PowerTube-Akku von Bosch – egal ob 400, 600 oder 800 Wh – nutzen kann. Mit dem optionalen Range Extender käme man damit auf bis zu 1.050 Wh Gesamtkapazität, die mit dem Light-Support-Motor SX, holla die Waldfee, ungeahnte Reichweiten ermöglichen.

Vor allem ein Feature des Rahmendesigns springt unweigerlich ins Auge: Die Dämpferpositionierung. Unkonventionell ist dieser im geteilten Oberrohr eingesetzt und leitet die einwirkenden Kräfte aus dem Fahrwerk direkt ins Oberrohr ein. Abgesehen von der Positionierung setzt M1 jedoch auf eine größtenteils bewährte Kinematik: den Horst-Link-Viergelenk-Hinterbau. Der Dämpfer wird über eine eher filigran wirkende Umlenkwippe mit der Sitzstrebe verbunden, M1 verspricht hohe Sensibilität, aber auch eine gute Endprogression.

Das Design des M1 ist eigenwillig und polarisierend.
# Das Design des M1 ist eigenwillig und polarisierend. – Die kantigen Rohre gehen formschlüssig ineinander über und der Dämpfer wirkt extrem integriert.
Durch ein nach oben offenes Oberrohr lässt sich der Dämpfer ...
# Durch ein nach oben offenes Oberrohr lässt sich der Dämpfer ...
... optisch beinahe im Rahmen verstecken.
# ... optisch beinahe im Rahmen verstecken.

Dünn tragen die Rahmenschoner auf: An Kettenstrebe, Sitzrohr und Unterrohr sind großflächige Pads an den Rahmen angebracht, die vor Stein- oder Kettenschlag schützen sollen. Seine ansonsten markante und eigenständige Optik wird auch durch die Zugführung nicht unterbrochen: Das AM.600.SX verwendet durch den Steuersatz geführte Leitungen. Wer sein Bike nicht geleast oder versichert hat und nicht im Stande ist, selbst zu reparieren, auf den können erhöhte Werkstattkosten zukommen.

Gewichtstechnisch kommt unser Testrad mit stabilen Reifen und in Rahmengröße L aus 22,1 kg, Preislich checkt das Topmodell in der Ausstattung, wie sie bei uns im Test war, bei 7.790 € (UVP) ein.

M1 AM.600.SX.P 6.0 – optisch recht eigenwillig und polarisierend, auf dem Trail gutmütig und schnell.
# M1 AM.600.SX.P 6.0 – optisch recht eigenwillig und polarisierend, auf dem Trail gutmütig und schnell. – Motor: Bosch Performance Line SX | Akkukapazität: wahlweise 400, 600 oder 800 Wh | Federweg v/h: 160/160 mm | Gewicht: 22,1 kg (Rahmengröße L, von eMTB-News gewogen) | Preis: 7.790 € (UVP).
Diashow: M1 AM.600.SX.P 6.0 im Test: Innovatives E-Bike holt den Testsieg!
Wow! Das M1 AM.600.SX.P hat uns auf dem Trail richtig viel Spaß gemacht.
M1 AM.600.SX.P 6.0 – optisch recht eigenwillig und polarisierend, auf dem Trail gutmütig und schnell.
Durch ein nach oben offenes Oberrohr lässt sich der Dämpfer ...
M1 setzt an diesem Modell auf ein Fox-Fahrwerk mit 160 mm Federweg.
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Youtube LogoVideo: M1 AM.600.SX.P 6.0 im Test

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M1 Sporttechnik AM600SX 6.0 Test: Innovatives E-Bike holt überraschend den Testsieg!
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Motor & Akku

Die Bosch Performance Line SX mit dem 2 Kilogramm leichten Mittelmotor gehört zum Bereich Light-Support. Nach einem Software-Update für mehr Drehmoment, das seit Oktober 2025 verfügbar ist und das maximale Drehmoment auf 60 Nm nebst dem Support auf 400 % anhebt, supportet der SX noch kraftvoller. Die Spitzenleistung blieb unangetastet und beträgt weiterhin 600 Watt.

✅ maximales Drehmoment 60 Nm (vorher 55 Nm)
✅ maximale Leistung 600 W
✅ Unterstützung bis zu 400 % (vorher 340 %)
✅ Gewicht 2 kg
✅ schmaler Q-Faktor von 160 mm
✅ Akkukapazität 400/600/800 Wh (je nach Konfiguration)
✅ Mini-Remote mit LED-Controller

Der Motor verfügt über eine ausgereifte Sensorik, hängt damit sehr gut am Pedal und fühlt sich überaus natürlich an. Mit knapp 2 Kilogramm ist der SX-Motor recht leicht, unterstützt sehr harmonisch und gut moduliert, überfordert nicht und macht auch im Uphill Spaß. Seine Stärke ist sicherlich nicht der technische Uphill-Climb, sondern eher ein flowiger Trail oder schlichtweg die Forststraße. Selbst mit den Big-Schiffen (Full Power E-Bikes) kann der Motor auf einer ansteigenden Forststraße oder einem breiten, einfachen Trail mithalten, da er in seiner Spitze bis zu 600 Watt leistet.

Vom Sound her ist er angenehm leise. Er surrt etwas unter Volllast und bei hoher Trittfrequenz, aber fährt man den Motor in einer moderaten Gangart, hört man nichts. Minuspunkte gibt es für seinen Formfaktor – der Motor wirkt gegenüber anderen Light-Support-Aggregaten, wie dem Fazua Ride 60 oder TQ HPR60, recht groß und wuchtig – und er klappert! Ein Umstand, den man bis vor einiger Zeit akzeptierte, weil es eben auch der CX tat, aber heute nicht mehr zeitgemäß ist. Hier muss Bosch zeitnah nachlegen, will man sein Standing in diesem Bereich nicht verlieren.

Der Akku, der hier wahlweise 400, 600 oder 800 Wh Kapazität hat, lässt sich bequem über eine große Öffnung aus dem Unterrohr entnehmen.

Hier findest du mehr Informationen zu aktuellen E-Bike-Motoren.

Für ordentlich Schub sorgt der kompakte Bosch SX-Motor, der, nach dem jüngsten Update, jetzt 60 Nm maximales Drehmoment erzeugt.
# Für ordentlich Schub sorgt der kompakte Bosch SX-Motor, der, nach dem jüngsten Update, jetzt 60 Nm maximales Drehmoment erzeugt.
Minimalistisch und kompakt: die Mini-Remote von Bosch.
# Minimalistisch und kompakt: die Mini-Remote von Bosch.
Da der Rahmen keine Öffnung für ein Kiox 400C besitzt, wurde das Display kurzerhand über dem Vorbau montiert.
# Da der Rahmen keine Öffnung für ein Kiox 400C besitzt, wurde das Display kurzerhand über dem Vorbau montiert.

Geometrie

Wer bei der Geometrie des M1 AM.600.SX.P 6.0 auf einzelne Werte blickt, für den wirken die Abmessungen des Bikes möglicherweise etwas altbacken. In Rahmengröße L beträgt der Reach nur 470 mm. In Zeiten, wo L-Räder auch mal 490 mm Reach mitbringen, wirkt das veraltet – hier kommt jedoch der für ein L-Rad sehr hohe Stack von 655 mm ins Spiel, der die Spannweite des Rahmens stark erhöht und somit für ein gut dimensioniertes vorderes Rahmendreieck sorgt. Statt lang und flach ist die Stehposition hier tendenziell eher aufrecht.

M1 beschreibt seine Geometrie als ausbalanciert – und genau das gelingt mit dem hohen Stack gut: Das Front-Center bleibt kompakter, als es mit längerem Reach wäre. In Kombination mit der eher kompakten 445-mm-Kettenstrebe ergibt sich dennoch eine gute Radlastverteilung von 1:1,83 – das verspricht viel Druck auf dem Vorderrad und ermöglicht einem, das Cockpit aufrecht zu fahren, ohne Kompromisse beim Vorderrad-Grip einzugehen.

Der Lenkwinkel misst 64,8° – was einen guten Mix aus Stabilität und Agilität an der Front ermöglicht. Dazu kommt ein Sitzwinkel, der zwar mit 74,5° nicht extrem steil ist, aber im Uphill gut funktioniert. In Summe kann man die Aussagen von M1 bestätigen – auf dem Papier wirkt das Bike ausbalanciert und verspricht Fahrspaß.

Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!

Erhältliche Rahmengrößen S / M / L / XL

M1 AM.600.SX mit Geometrieangaben in Rahmengröße L.
# M1 AM.600.SX mit Geometrieangaben in Rahmengröße L.

Rahmengröße S M L XL
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5
Reach 439 mm 439 mm 470 mm 501 mm
Stack 646 mm 646 mm 655 mm 664 mm
STR 1,47 1,47 1,39 1,33
Lenkwinkel 64,9° 64,9° 64,9° 64,9°
Sitzwinkel, effektiv 74,5° 74,5° 74,5° 74,5°
Oberrohr (horiz.) 617 mm 617 mm 651 mm 684 mm
Steuerrohr 120 mm 120 mm 130 mm 140 mm
Sitzrohr 430 mm 430 mm 470 mm 510 mm
Kettenstreben 445 mm 445 mm 445 mm 445 mm
Radstand 1.230 mm 1.230 mm 1.263 mm 1.296 mm
Tretlagerabsenkung 11 mm 11 mm 11 mm 11 mm
Federweg (hinten) 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm
Federweg (vorn) 160 mm 160 mm 160 mm 160 mm

Ausstattung

M1 bietet das AM in unterschiedlichen Optionen an und überlässt es den Kundinnen und Kunden selbst, welchen Akku sie beim Kauf wünschen. Über den Konfigurator auf der Website von M1 kann hier ein Akku mit wahlweise 400, 600 oder 800 Wh Kapazität ausgewählt werden. Preislich startet es hier bei 5.990 € (UVP) – unser Testrad kostet mit 600er-Akku 7.790 € und setzt auf ein Fox Performance-Fahrwerk, Magura MT5-Bremsen, Shimano XT-Schaltung, DT Swiss-Laufräder und einen Mix bei den Reifen. Hier kommen am Vorderrad der Schwalbe Albert in Radial und am Hinterrad der Hans Dampf mit der SuperTrail-Karkasse zum Einsatz. Warum man hier gemixt hat, bleibt für uns ein Rätsel. Komplettiert wird das Ganze mit einem Cockpit von Reverse und einer Dropper Post von Kind Shock.

  • Federgabel Fox 36 Performance (160 mm)
  • Dämpfer Fox FloatX Performance (160 mm)
  • Schaltung Shimano XT Di2
  • Bremsen Magura MT5
  • Laufräder DT Swiss H1900
  • Reifen
    • Vorderrad Schwalbe Albert Trail Radial, Soft
    • Hinterrad Schwalbe Hans Dampf , SuperTrail, SpeedGrip
  • Cockpit Reverse (780 mm) / Reverse (60 mm)
  • Motor Bosch Performance SX
  • Akkukapazität 600 Wh
  • Display Bosch Kiox 400C
  • Gewicht 22,1 kg (Größe L, gewogen von eMTB-News)
  • Preis (UVP) 7.790 € | Bikemarkt: M1 AM.600.SX.P 6.0 kaufen
  • www.m1-sporttechnik.eu
M1 setzt an diesem Modell auf ein Fox-Fahrwerk mit 160 mm Federweg.
# M1 setzt an diesem Modell auf ein Fox-Fahrwerk mit 160 mm Federweg.
An der Front werkelt eine Fox 36 Performance-Federgabel, ...
# An der Front werkelt eine Fox 36 Performance-Federgabel, ...
... am Heck ein Fox FloatX Performance-Dämpfer.
# ... am Heck ein Fox FloatX Performance-Dämpfer.
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Geschaltet wird elektrisch! Hier kommt eine Shimano XT Di2 zum Einsatz.
# Geschaltet wird elektrisch! Hier kommt eine Shimano XT Di2 zum Einsatz.
Als Bremsen setzt M1 hier auf Magura MT5.
# Als Bremsen setzt M1 hier auf Magura MT5.
Stabile Laufräder von DT Swiss, die mit gripstarken Schwalbe-Radialreifen ausgestattet sind, runden das gelungene Gesamtpaket ab.
# Stabile Laufräder von DT Swiss, die mit gripstarken Schwalbe-Radialreifen ausgestattet sind, runden das gelungene Gesamtpaket ab.

M1 AM.600.SX.P 6.0 – Test auf dem Trail

Uphill

Im Uphill profitiert man von der komfortablen, aufrechten Sitzposition, die einem das M1 bietet. Dazu der SX-Motor, der – bei Bedarf – auch kraftvoller schieben kann als andere Light-Support-Aggregate.

Mit 22 Kilo gehört das M1 AM.600.SX.P 6.0 zwar gewichtstechnisch nicht zu den leichtesten seiner Art, aber es macht im Uphill ordentlich Spaß. Light-Support-E-MTB eignen sich gut dazu, zügig auf Forstwegen oder moderaten Trails hinaufzufahren In technischen, verblockten Passagen, in denen man nur bedingt flüssig pedalieren kann, fehlt es aber mitunter am notwendigen Drehmoment. Der Bosch SX unterstützt mit bis zu 60 Nm und macht es – dank 600 Watt Spitzenleistung – möglich, auch steilere Rampen mühelos hinaufzufahren. Beim All-Mountain von M1 wird dies durch die zentrale, aufrechte Position zusätzlich positiv beeinflusst, denn hiermit lässt es sich recht einfach den Berg hinaufkurbeln.

Im Uphill bewegt sich das M1 souverän.
# Im Uphill bewegt sich das M1 souverän. – Der leise SX-Motor schiebt jetzt mit bis zu 60 Nm Drehmoment und support auch schon bei niedrigen Trittfrequenzen recht ordentlich.

Das Heck arbeitet im Uphill recht unauffällig, fühlt sich komfortabel an, sackt nicht weg und generiert in Kombination mit dem Schwalbe Hand Dampf einen guten Grip. Andere Reifen, beispielsweise ein Magic Mary, sind hier zwar besser, aber das wäre Jammern auf hohem Niveau.

Downhill, Abfahrt, Trail

Stabil! Auf dem Trail und/oder im Downhill kann die ausbalancierte Geometrie mit der hohen Front gefallen – sie schafft Sicherheit und Souveränität auf dem Trail. Man steht gut im Rad, bleibt stets Herr oder Herrin der Lage, kann schnell und intuitiv fahren und profitiert vom breiten Grenzbereich dieses Bikes.

Auf dem Trail präsentiert sich das M1 AM.600.SX.P 6.0 als waschechter Allrounder mit sehr guten All-Mountain- und Enduro-Eigenschaften. Die Geometrie wirkt zwar auf den ersten Blick in der Theorie etwas „altbacken“, fühlt sich aber in der Realität auf dem Trail sehr passend an. Dank hoher Front steht man sehr aufrecht im Bike, was viel Sicherheit im Downhill und eine kontrollierte Fahrposition generiert. Trotz dieses Merkmals bekommt man genug Druck auf das Vorderrad, um hier den Grip und die Traktion nicht zu verlieren. Diesem zuträglich ist darüber hinaus der Schwalbe Albert Trail mit Radial-Karkasse am 29er-Vorderrad, den wir uns übrigens auch am kleineren Hinterrad gewünscht hätten …

Wow! Das M1 AM.600.SX.P hat uns auf dem Trail richtig viel Spaß gemacht.
# Wow! Das M1 AM.600.SX.P hat uns auf dem Trail richtig viel Spaß gemacht.
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Kommen wir zu einem Lowlight an diesem E-MTB. Schon beim ersten Blick über den Lenker fällt es einem ins Auge: das exponierte Display! M1 hat im Rahmen keine Öffnung für das Bosch Kiox 400C gelassen und packt das für eine integrierte Platzierung entwickelte Display in einer eigens konstruierten Halterung über den Vorbau. Gut, das Display an sich ist super und liefert viel Infos auf einem gut lesbaren, kleinen Bildschirm, aber der Formfaktor und die exponierte Position passt so doch eher zu einem Trekking- als zu einem waschechten Mountainbike. Hier hätte sich die Montage eines Bosch Purion 400 besser geeignet. Auch dies lässt sich super ablesen und wirkt deutlich integrierter als die jetzige Lösung von M1.

Generell kann man zum AM von M1 sagen, dass man es hier mit einem tollen Allrounder zu tun hat, der auf ein eigenständiges, polarisierendes Design und einen breiten Grenzbereich setzt. Dieses E-Bike lässt sich eher intuitiv, gutmütig und schnell fahren. Wer damit spielen möchte, muss aber etwas mehr Input ins Bike geben, denn das aktive, plushe Fahrwerk ist eher auf „am Boden kleben“ als durch die Luft fliegen ausgerichtet. Als Federelemente verbaut M1 an diesem Modell eine Fox 36 Performance-Federgabel und einen passenden Float X-Dämpfer. Hat man das 160-mm-Fahrwerk einmal harmonisch abgestimmt, fühlt es sich komfortabel, schluckfreudig und satt an. Wurzelteppiche, Steinfelder, ruppige Sektionen – alles kein Problem.

Wurzelteppische bügelt das potente Fahrwerk einfach weg.
# Wurzelteppische bügelt das potente Fahrwerk einfach weg. – Generell punktet dieses E-MTB mit intuitiver Fahrweise und einem breiten Grenzbereich.

Eine Besonderheit am Design des M1 ist das geteilte Oberrohr. Die Öffnung macht es zum einen möglich, dass der Dämpfer „im“ Oberrohr versteckt werden kann, zum anderen gibt sie die Sicht auf den Dämpfer frei und macht das Setup etwas einfacher. Nachteilig: Diese spezielle Konstruktion bietet allerdings auch eine Einflugschneise für Matsch und Dreck, der sich dann im schlimmsten Fall zwischen Dämpfer und Rahmen klemmen und für Kratzer sorgen kann.

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Positiv im Zusammenhang mit dem Motorsystem möchten wir den hauseigenen Konfigurator nennen. Bei Bestellung kann man hier nicht nur das Fahrwerk upgraden, nein, es bleibt auch die Wahl, welche Akkukapazität man möchte. Genau das macht das M1 einzigartig, denn aktuell gibt es kein E-Bike mit Bosch SX-Motor, bei dem man jeden internen Akku von Bosch – egal ob 400, 600 oder 800 Wh – verbauen kann. Einen kleinen Minuspunkt gibt es, wie bei jedem Light-Support-E-MTB mit Bosch SX-Motor, für das Klappern des Motors.

Das ist uns aufgefallen

  • Rundum-Wohlfühl-Paket Die Geometrie ist ausbalanciert und ausgewogen, die Charakteristik des Bikes gutmütig und der Grenzbereich breit – mit diesem Bike haben Neulinge bis Profis ihren Spaß.
  • Eigenständiges Design Rahmenform und Dimensionen mit einem hohen Wiedererkennungswert und viel Eigenständigkeit, das wünscht sich jedes Designteam. Bikes von M1 haben diese Attribute, denn der Carbonrahmen besitzt Merkmale, die ihn unverkennbar zu einem M1 machen. Vorteil: Wem es gefällt, kauft es. Machteil: Wem es nicht gefällt, kauft es nicht – dazwischen gibt es nichts.
  • Exponierte Displayposition Bosch bietet unterschiedliche Displays an. M1 setzte bei der Rahmenkonstruktion auf die minimalistischste, nämlich Mini-Remote mit LED-Controller. Mittlerweile gibt es das Kiox 400C, welches sich hübsch nahtlos ins Oberrohr integrieren lässt und einen echten Mehrwert bietet. Genau wegen diesem Mehrwert packt M1 dieses Display jetzt in eine separate Halterung über den Vorbau. Das sieht nicht nur nicht gut aus, nein, die exponierte Position wirkt auch nicht sehr haltbar und widerstandsfähig. Hier hätte man besser auf ein Purion 400 von Bosch setzen sollen.
  • Eigenwilliger Reifenmix Reifen mixt man gerne im Hinblick auf die Gummimischungen, aber in Hinblick auf die Konstruktion der Karkassen? Da eher nicht. Schwalbe hat die Radial-Reifen im Programm und hier wäre es wünschenswert, liebes Team von M1, wenn diese Reifen an beiden Rädern montiert wären.
  • Motor klappert Bauartbedingt hat der SX-Motor von Bosch das typische Klappern. In Zeiten, in denen andere Motoren nicht mehr klappern, nervt dies beim SX schon ziemlich.
  • Individualisierbar durch Konfigurator Bei der Bestellung kann nicht nur das Fahrwerk geändert werden, sondern auch die Akkukapazität. M1 macht es möglich, dass im Unterrohr alle drei Akkugrößen (400, 600, 800 Wh) von Bosch verbaut werden können.

Fazit – M1 AM.600.SX.P 6.0

Mit dem AM.600.SX hat M1 ein gutmütiges und dennoch schnelles E-MTB mit breitem Einsatzbereich im
 Portfolio, dessen Design polarisiert und einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Besonders gut gefällt hier der breite Einsatzbereich und die Möglichkeit, jeden aktuellen Bosch-Akku (400 bis 800 Wh) nebst Range Extender nutzen zu können.

Dank der potenten Performance auf dem Trail und der Möglichkeit der individuellen Konfiguration – trotz eigenwillig gemixter Reifen – sichert sich das M1 AM.600.SX 6.0 den Testsieg in diesem Vergleichstest.

Artikelbild

M1 AM.600.SX.P 6.0 – Pro / Contra

Stärken

  • Akkukapazität wählbar – 400, 600 oder 800 Wh
  • eigenständiges Design mit hohem Wiedererkennungswert
  • breiter Grenzbereich
  • intuitiv und gutmütig zu fahren

Schwächen

  • exponierte Position des Display
  • „wilder“ Reifenmix (Radial/Normal)
  • SX-Motor klappert
  • eigenständiges Design – gefällt nicht allen
Dank der potenten Performance auf dem Trail und der Möglichkeit der individuellen Konfiguration – trotz den eigenwillig gemixten Reifen – sichert sich das M1 AM.600.SX 6.0 den Testsieg in diesem Vergleichstest.
# Dank der potenten Performance auf dem Trail und der Möglichkeit der individuellen Konfiguration – trotz den eigenwillig gemixten Reifen – sichert sich das M1 AM.600.SX 6.0 den Testsieg in diesem Vergleichstest.

Wie gefällt dir das M1 AM.600.SX.P 6.0? Hast du vielleicht schon selbst Erfahrungen mit diesem Modell gesammelt? Wenn ja, poste sie doch in die Kommentare und lass die Community daran teilhaben.


Testablauf

Auf unseren Testrunden bewegen wir die Bikes in ihrem natürlichen Habitat, sprich: Wir fahren Trails, Trails, Trails! Unsere Testrunden haben alles, was ein E-Bike braucht:

  • enge Uphill-Trails mit dicken Wurzeln, Steinen und losem Waldboden
  • flache Trails mit kleinen Gegenanstiegen
  • kurvige, flowige Downhills
  • lange Schotterpisten bergauf und bergab

Jedes E-Bike wurde mehrfach auf dieser Runde gefahren und im Anschluss sorgfältig beurteilt.

Hier haben wir das M1 AM.600.SX.P 6.0 getestet

  • Trailcenter Winterberg, Deutschland: Hier gibt es schmale, enge Trails, die mit Wurzeln und Steinen gespickt sind, mal steiler, mal moderat steil, mit flowigen, aber auch technischen Downhills, natürlichem Boden und wenigen gebauten Elementen. Dazu kurze Gegenanstiege auf Trails, sowie Schotterwege für die längeren Anstiege – ideale Testbedingungen für ein E-Mountainbike!
  • The Mother Bikepark Winterberg, Deutschland: Ob eher technisch, auf Forrest-Stump, Rocky Waldboa, Shreddy Murphy und Black Line, entspannt & kurvig auf Flow Trail und Fairy Trail oder mit Airtime auf Kry-Hill und Jolli Jumper – der Bikepark „The Mother“ Winterberg bringt ein buntes Spektrum an Streckentypen, Gefälle, Geschwindigkeit und Größe der Sprünge mit sich!

Tester-Profil: Rico Haase
62 cm95 kg86 cm61 cm183 cm
E-Enduro, E-Trailbike, Hardtail, Downhiller, Rennrad – mir macht jedes Bike Spaß. Egal ob mit oder ohne Motor, außer ich muss damit unendlich bergauf fahren – da mag ich Motorunterstützung schon sehr. Flowige Trails, gern auch gebaut, liebe ich. Ach ja, eins noch, ich hasse Spitzkehren. Ich bin 1.83 m groß und fahre in 99 % der Fälle Rahmen der Größe L – mein Sweetspot liegt zwischen 470 und 480 mm Reach.
I ride everything: E-Enduro, E-Trailbikes, hardtails, downhill, road – I enjoy it all, whether it’s E-assisted or not. I’ll admit that I do quite like having a motor on the uphills though. There’s lots to love about flowing trails; natural or built. The only thing I hate – switchbacks. I am 1.83 m tall and ride in 99% of cases frame size L - my sweet spot is between 470 and 480 mm Reach.
Fahrstil / Riding style
Verspielt und flowig / Flowing and playful
Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
E-Enduro, E-Trailbike, aber auch XCO, DH und Road / E-Enduro, E-Trailbike but also XCO, DH and road
Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
Straff und schnell – ich möchte wissen, was unter mir passiert / Firm and reactive – I like feedback from the trail
Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
Langer Reach, kurzer Vorbau, breiter Lenker / Long reach, short stem, wide bars

Tester-Profil: Chris Spath
49 cm75 kg94 cm60 cm190 cm
Chris fährt gerne alles mit Stollenreifen, sowohl bergauf als auch bergab. Von Dirt Jumps über naturbelassene Singletrails oder gebaute Strecken – gerne schnell, steil, in grobem Gelände, mit viel Luftstand oder eine Kombination aus all dem.
Chris loves riding everything with knobby tires, both uphill and downhill. Be it dirt jumps, natural single tracks or man made trails – he enjoys it all, as long as it's fast, steep, rough, with a lot of airtime, or a combination of all these.
Fahrstil / Riding style
flüssig, verspielt / Flowing and playful
Ich fahre hauptsächlich / I mainly ride
Enduro/ Enduro
Vorlieben beim Fahrwerk / Preferred suspension setup
ausgeglichen zwischen Front und Heck, eher auf der sportlich-straffen Seite/ balanced front and rear suspension, a bit sportier than average
Vorlieben bei der Geometrie / Preferred geometry
Ausgewogene Radlastverteilung, eher flacher Lenkwinkel, Sitzwinkel nicht zu steil/ balanced wheel distribution, slack headangle, seattube angle not too steep

Hier geht es zu den Einzelartikeln aus diesem Vergleichstest:


Unterstützt wurde dieser Vergleichstest durch Produktplatzierungen von Unleazhed. Wir bekamen für jedes E-Bike im Test einen M02-Frontfender, den wir nur zu gerne montierten, denn gerade im Herbst und Winter können die großflächigen, stylischen Schutzbleche punkten und verhindern diverse Dreckspritzer am Bike, auf der Kleidung oder im Gesicht.

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Mit dem Unleazhed M02 Frontschutzblech verlieren Dreckspritzer ihren Schrecken.
# Mit dem Unleazhed M02 Frontschutzblech verlieren Dreckspritzer ihren Schrecken.
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Das großflächige, durchdachte Schutzblech lässt sich mit Klettstraps schnell montieren und
# Das großflächige, durchdachte Schutzblech lässt sich mit Klettstraps schnell montieren und – schützt wirkungsvoll vor Nässe und Schmutz.

Testinfos kompakt

AM.600.SX

Einsatzbereich
XC: 2/10 – All-Mountain: 9/10 – Trail: 10/10 – Enduro: 9/10 – Downhill: 7/10
Motor + Akku
Bosch
Performance SX
Akkukapazität
400 Wh
max. Drehmoment
60 Nm
E-Bike-Kategorie
light
LIGHT
30 – 60 Nm
< 500 Wh
Uphill
schlecht
super
Downhill
schlecht
super
Motor-Power
schwach
extrem
Preis/Leistung
zu teuer
perfekt
Sitzposition
aufrecht
sportlich
Handling
verspielt
laufruhig
Erklärung der Einsatzbereiche
XC:
0 bis 120 mm Federweg (Hardtails und Full-Suspension)
Trail:
100 bis 150 mm Federweg (Hardtails und Full-Suspension)
All-Mountain:
120 bis 150 mm Federweg (Full-Suspension)
Enduro:
150 bis 180 mm Federweg (Full-Suspension)
Downhill:
über 180 mm Federweg (Full-Suspension)
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Die Informationen im Preisvergleich werden ständig aktualisiert. Es kann vorkommen, dass sich Preise, Verfügbarkeit, Versandkosten und Lieferzeit zwischenzeitlich geändert haben. Alle Preise in Euro inkl. Mehrwertsteuer, zzgl. Versandkosten.

4 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. M1 AM.600.SX.P 6.0 im Test: Innovatives E-Bike holt den Testsieg!

    Testsieg für M1 AM.600.SX.P 6.0! Light-Support-E-MTB mit dem eigenwilligen Design und Bosch Performance Line CX gewinnt Vergleichstest.

    Den vollständigen Artikel ansehen:
    M1 AM.600.SX.P 6.0 im Test: Innovatives E-Bike holt den Testsieg!

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  2. Testsieg einer Firma, die nicht mehr existent sein wird. Schade drum und ich weiß, dass diese Tests vorproduziert werden. Erinnert mich trotzdem an Alanis Morrisette.

  3. Nicht innovativ genug um der Pleite zu entgehen. Der Testbericht ist somit entbehrlich.

  4. 1764356199960.png

    Wer solche Werbung macht, wird nicht vermisst.
  5. Find ich gut wie Ihr versucht hier noch was zu reißen.
    Die Preise sind halt wie bei allen anderen zu Mond -preisig.

    Wäre ein Wunder wenn das was bringt.
    Ist nur meine Meinung.

    Die Industrie ist viiiieel zu weit weg im Preis

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