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Als Hersteller direkt mit einem konkurrenzfähigen High-End Trailbike in den E-Bike-Markt einzusteigen, ist sicherlich bereits ein sehr hoch gestecktes Ziel. Doch Rocky Mountain war das scheinbar nicht genug: Die Kanadier entschieden sich zusätzlich dazu, ein komplett eigenes Motor- und Batteriesystem zu entwickeln. Dadurch war es ihnen möglich, einen Rahmen zu kreieren, dessen Geometrie der ihres unmotorisierten Trailbikes Altitude entsprach – das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon sollte sich fahren wie ein Altitude, anfühlen wie ein Altitude und aussehen wie ein Altitude.

Wir verbrachten zwei Tage in der Höhe (= altitude, engl.), genauer gesagt in Varlberg in den französischen Alpen, um uns die neueste Kreation Rocky Mountains genauer anzuschauen.

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# 20170331 0511 mattwragg

Rocky Mountain Altitude Powerplay – kurz und knapp

“Wir müssen von der Tendenz wegkommen, sich nur auf Zahlenwerte zu konzentrieren, gehen wir lieber fahren…”

Wir verbrachten einen kompletten Tag auf dem Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon, an dem wir einige harte Abfahrten und einen ordentlichen Anstieg zurückgelegt haben. Rocky Mountain wollte, dass wir uns mehr aufs Fahren als auf die bloßen Zahlenwerte konzentrieren – unsere Eindrücke basieren also nicht auf Excel-Tabellen. Dirk Janz von Rocky Mountain Deutschland drückte sich sehr klar aus: “Wir müssen von der Tendenz wegkommen, sich nur auf Zahlenwerte zu konzentrieren, gehen wir lieber fahren …”

Sobald wir auf dem Altitude Powerplay Carbon 70 saßen, waren alle Zahlen schnell vergessen: Unserer Meinung nach ist das Altitude Powerplay eines der besten E-Trailbikes auf dem Markt. Es klettert kraftvoll und meistert Downhills wie ein unmotorisiertes Enduro und hat wohlausgesuchte Komponenten, die einen nichts vermissen lassen.

2018 AltitudePowerplay C90 Hero
# 2018 AltitudePowerplay C90 Hero

Das selbst entwickelte Motor- und Batteriesystem in Verbindung mit dem High-End Carbon-Rahmen ermöglichte den Designern, eine Geometrie zu verwirklichen, mit der jeder Enduro-Pilot zufrieden sein sollte. Nachdem wir uns das Rad nun auch im Gelände bewegt haben, kamen wir zu dem Schluss, dass die Idee, ein E-Bike bräuchte längere Kettenstreben um ordentlich zu klettern, hiermit begraben ist. Für uns ist nach unseren Testtagen klar, dass E-Enduros nach denselben hochqualitativen Standards und derselben Geometrie wie ihre nichtmotorisierte Geschwister entwickelt werden sollten – beim Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon wurde genau dies umgesetzt.

Spezifikationen

Antriebsystem und Konstruktion

  • bürstenloser Drei-Phasen-Motor
  • 48 V Batterie soll für kurze Ladezeiten und besseren Wärmeausgleich sorgen
  • im Rahmen integriertes Antriebssystem soll Lebensdauer verlängern und Knarzen vermeiden
  • ohne Display, stattdessen mit flacher Fernbedienung, die Unterstützungsstufe, Batterieladestand und Fehlerdiagnose anzeigt.
  • optionale eBikeMotion-App (für iOS und Android) ermöglicht über Bluetooth Änderungen der Systemeinstellung, Tracking, Reichweitenermittlung, etc.
  • erhältlich mit 500 Wh oder 632 Wh Lithium-Ionen Akku
  • Händlernetzwerk und Service in Europa
  • Verschleißteile lassen sich mit normalem Werkzeug warten

Ausstattung – Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70

  • Rahmen: Smoothwall Carbon + Form Alloy, gedichtete Lager, Press Fit-Tretlager, Interne Kabelführung, ISCG05-Aufnahme, Ride-9 einstellbare Geometrie und Federungsrate
  • Antriebssystem: 250 W / 48 V Powerplay
  • Batterie: Li-Ion 632 Wh
  • Federgabel: Fox 36 Float EVOL Grip Performance, 160 mm
  • Dämpfer: Fox Float DPS EVOL Performance Elite, 150 mm
  • Bremsen: SRAM Guide RE mit Sram Centerline 200 mm Scheiben
  • Schalthebel: SRAM EX1 8-fach
  • Schaltwerk: SRAM EX1 8-fach
  • Kurbeln: Race Face Turbine Cinch, 34 Zähne
  • Innenlager: Race Face BB92
  • Kassette: SRAM XG-899, 11–48 Zähne
  • Kette: SRAM EX1
  • Naben: Vorne: Rocky Mountain Sealed 15 mm | Hinten: DT Swiss 350 Boost 148 mm.
  • Speichen: WTB 2,0–1,8 mm
  • Felgen: Sun Düroc 40, Tubeless Ready
  • Reifen: Maxxis Minion DHF WT EXO, Tubeless Ready, 27,5″ x 2,5″
  • Steuersatz: FSA Orbit NO.57 Steerer Stop
  • Vorbau: Rocky Mountain 35 AM
  • Lenker: Race Face Chester, 780 mm Breite
  • Griffe: Rocky Mountain Lock On Light
  • Sattelstütze: Fox Transfer Performance Elite, 30,9 mm
  • Sattel: WTB Silverado Race
  • Gewicht: 22,1 kg (in Größe L – selbst gemessen)
Ausstattung Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 90
# Ausstattung Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 90
Ausstattung Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 50
# Ausstattung Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 50

Preis: Altitude Carbon 50: 6000 € | Altitude Carbon 70: 7000 € | Altitude Carbon 90: 9700 € (alle UVP)

Geometrie

Sobald wir die Geometrie-Tabelle in der Hand hatten wurde uns klar, von welchen Performance-Zielen Rocky Mountain gesprochen hatte: Der Reach entspricht dem eines durchschnittlichen Enduro-Bikes. Ein Check der Geometrien verschiedener Bikes ergab, dass das Rocky Mountain Altitude Powerplay relativ genau auf dem Durchschnitt liegt. Es ist etwas kürzer als Mondrakers Forward-Geometrie und etwas länger als ein Specialized Enduro (ein üblicher Ausgangswert) – der Fahrer sollte als ausreichend Platz haben, um sich bei hoher Geschwindigkeit sicher zu fühlen, andererseits aber auch wendig um Kurven und in Anstiegen manövrieren können. Der zwischen 65°–66,5° einstellbare Lenkwinkel sollte ausreichend Stabilität in Downhills garantieren. Die wichtigste Zahl ist die schon angesprochene, mit 425 mm sehr geringe Kettenstrebenlänge. Dabei handelt es sich um das kürzeste Heck eines vollgefederte E-Bikes auf dem Markt. Für ein normales Enduro ist es jedoch ein relativ normaler Wert, was sich auch im besonderen Charakter und der Performance des Rocky Mountain Altitude Powerplays bemerkbar macht.

Geometrie ausklappen

Geometrie Rocky Mountain Altitude Powerplay 2018
# Geometrie Rocky Mountain Altitude Powerplay 2018

  SM  MD  LG  XL 
FlachNeutralSteilFlachNeutralSteilFlachNeutralSteilFlachNeutralSteil
HTA64.5°65°65.6°65°65.6°66.1°65°65.6°66.1°65.1°65.6°66.1°
STA74°74.5°75.1°74°74.6°75.1°74°74.6°75.1°74.1°74.6°75.1°
STL419 mm419 mm419 mm457 mm457 mm457 mm483 mm483 mm483 mm521 mm521 mm521 mm
TTH578 mm576 mm575 mm603 mm601 mm600 mm628 mm mm626625 mm658 mm656 mm655 mm
HTL100 mm100 mm100 mm120 mm120 mm120 mm130 mm130 mm130 mm mm145145 mm145 mm
RC426 mm425 mm423 mm426 mm425 mm423 mm426 mm425 mm423 mm426 mm425 mm423 mm
BBD14 mm7 mm1 mm14 mm7 mm1 mm14 mm7 mm1 mm14 mm7 mm1 mm
SH810 mm813 mm816 mm816 mm818 mm821 mm814 mm816 mm819 mm813 mm816 mm819 mm
WB1157 mm1156 mm1155 mm1180 mm1179 mm1177 mm1206 mm1205 mm1204 mm1239 mm1238 mm1236 mm
R411 mm416 mm422 mm430 mm435 mm441 mm452 mm458 mm464 mm479 mm484 mm490 mm
S583 mm579 mm575 mm604 mm600 mm596 mm614 mm610 mm605 mm628 mm623 mm619 mm

Die Geometrie deutet darauf hin, dass das …
# Die Geometrie deutet darauf hin, dass das …
… und das möglich ist.
# … und das möglich ist.

Rocky Mountain Altitude Powerplay – in der Hand

Das Rocky Mountain Altitude Powerplay findet sich im Marktsegment der hochwertigen, langhubigen eMTBs wieder. Unser Testbike, die mittlere Carbon 70-Version für 7000 €, war erwartungsgemäß mit entsprechend hochwertigen Komponenten ausgestattet. Zudem spricht allein die Tatsache, dass es sich durchweg um einen Carbon-Rahmen handelt, für den Status des Rocky Mountain Altitude Powerplays als absolutes High-End-Produkt.

Die große Batterie könnte ein Haupt-Verkaufsargument sein. Nähere Informationen zum Motor-Drehmoment liegen uns leider nicht vor, allerdings konnten wir erfahren, dass der Motor bei einer Trittfrequenz von etwa 77 U/min seine maximale Leistung entfaltet. Das Finish des Bikes ist makellos und entspricht den Standards, die man von einem Rocky Mountain erwarten kann. Das Rad fährt sich angenehm und sehr leise und kann mit einem, unserer Meinung nach, atemberaubenden Aussehen aufwarten.

Rahmen

Der Rahmen des Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 50 und 70 besteht aus einem Carbon-Hauptrahmen und einem Aluminium-Hinterbau, während der Rahmen der teureren Carbon 90-Version zur Gänze aus dem leichten Kohlenstoff besteht. Der Federweg beträgt 160 mm an der Front und 150 mm am Heck. An allen Lagerstellen kommen gedichtete Kugellager zum Einsatz, die in der Theorie nur minimale Zuwendung benötigen sollten. Das Tretlager ist nicht im Motor, sondern im Sitzrohr-Bereich des Rahmens integriert. In Verbindung mit der Motor-Aufhängung ergibt dies einen sehr steifen Tretlager-Bereich, der mechanischer Abnutzung sehr gut widerstehen sollte und die Kraft sehr direkt überträgt. Das Unterrohr ist groß genug, um die Batterien zu beherbergen, bei denen es sich um 18650 Samsung-Zellen handelt.

Der Rahmen sieht sehr unauffällig aus
# Der Rahmen sieht sehr unauffällig aus - weiche Übergänge und keine ausufernden Formen.
Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 in der Heck-Ansicht
# Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 in der Heck-Ansicht
Platz für einen Flaschenhalter ist auch da.
# Platz für einen Flaschenhalter ist auch da.
Die Motorabdeckung auf der Nicht-Antriebs-Seite
# Die Motorabdeckung auf der Nicht-Antriebs-Seite
Ein sehr sauber eingefügter Motor
# Ein sehr sauber eingefügter Motor
Im Unterrohr des Rocky Mountain Altitude Powerplay findet eine 632 Wh Batterie Platz.
# Im Unterrohr des Rocky Mountain Altitude Powerplay findet eine 632 Wh Batterie Platz.

Bremsen

Gestoppt wird am Rocky Mountain Altitude Powerplay mit SRAM Guide RE 4-Kolben-Bremsen mit mächtigen 200 mm Scheiben. Vor allem schwerere Fahrer sollten von der hochwertigen Bremsanlage profitieren, die in High-Speed-Sektionen viel Sicherheit vermittelt. Zudem wird das Rocky Mountain Altitude Powerplay mit metallischen Belägen ausgeliefert, die gerade auf langen Abfahrten hitzeresistenter sein sollen.

SRAM Guide RE-Bremsen
# SRAM Guide RE-Bremsen
SRAM Guide RE-Bremszange mit 200 mm Scheiben.
# SRAM Guide RE-Bremszange mit 200 mm Scheiben.

Antrieb

Alle Antriebskomponenten stammen aus dem Hause SRAM: in Form der E-Bike-spezifischen EX1 8-fach Schaltung, die wir bereits zuvor ausgiebig testen konnten. Insbesondere das präzise Schalten unter Last konnte uns dabei beeindrucken. Der Fahrer leitet seine Kraft in Race Face-Kurbeln mit einem 34 Zähne Kettenblatt ein. Die Kette wird zusätzlich über zwei Führungsrollen, das Motorritzel und eine Drehmomentrolle gelenkt, die sich alle hinter einer Abdeckung befinden, welche sich an das Kettenblatt anschmiegt. Die Abdeckung lässt sich leicht entfernen und gibt die ordentliche und durchdachte Anordnung der Motorkomponenten preis, die die kurzen Kettenstreben – eines der Hauptmerkmale des Rocky Mountain Altitude Powerplay – ermöglicht. Allerdings muss die Kette dadurch etwas länger als normal sein.

Aufgeräumter Lenker
# Aufgeräumter Lenker
Es kommt ein SRAM EX1-Antrieb zum Einsatz.
# Es kommt ein SRAM EX1-Antrieb zum Einsatz.

Fahrwerk

Unser Testbike setzt auf ein Fox-Fahrwerk. Der bereitgestellte Tune ist unserer Meinung nach perfekt für die meisten Fahrer und ermöglicht es, schnell ein gutes Setup zu finden. Bei der Fox 36-Federgabel handelt es sich um eine E-Bike-spezifische Ausführung mit verstärktem Casting, um auch in schwereren Bikes ein direktes Ansprechverhalten zu garantieren.

Fox 36 E-Bike-Federgabel mit 160 mm Federweg
# Fox 36 E-Bike-Federgabel mit 160 mm Federweg
Am Heck verfügt das Rocky Mountain Altitude Powerplay über 150 mm Federweg.
# Am Heck verfügt das Rocky Mountain Altitude Powerplay über 150 mm Federweg.

Laufräder

Die 40 mm breiten Sun Ringlé Düroc-Felgen sind bereits Tubeless Ready und wurden auf Rocky Mountain und DT Swiss-Naben mit Boost-Standard eingespeicht. Die 2,5″ breiten Maxxis Minion-Reifen entwickeln in Verbindung mit den sehr breiten Felgen jede Menge Stabilität. Sie wurden aufgrund des bewährten und zuverlässigen Profils und der, auch für schwere Bikes, sicheren EXO-Seitenwand gewählt. Das Rocky Mountain Altitude Powerplay ist zwar kompatibel zu Plusreifen, Rocky Mountain war jedoch der Meinung, dass die Karkassen erhältlicher Plusreifen dem gedachten Einsatzzweck des Bikes nicht gerecht werden.

Maxxis Minion DHF-Reifen sind eine sehr gute Wahl
# Maxxis Minion DHF-Reifen sind eine sehr gute Wahl - sie sind sehr zuverlässig und griffig.
Sun Ringlé Düroc-Felgen mit 40 mm Breite
# Sun Ringlé Düroc-Felgen mit 40 mm Breite

Komponenten

Hier gibt es wenige Überraschungen: Der Rocky Mountain-Vorbau, Race Face-Lenker, die Fox Transfer-Sattelstütze und ein WTB-Sattel sind alles solide Komponenten, die ihren Einsatzzweck gut erfüllen sollten und den Preis des Bikes widerspiegeln.

Fox Transfer-Sattelstütze
# Fox Transfer-Sattelstütze
780 mm breiter Lenker mit einem 60 mm langen Vorbau
# 780 mm breiter Lenker mit einem 60 mm langen Vorbau

Motorsystem

Im Unterschied zu den meisten anderen, auf dem Markt erhältlichen E-Bikes wurde das Motorsystem passend zum Bike konstruiert und nicht das Bike um das Motorsystem herum. Die Batterie ist fest im Unterrohr integriert und lässt sich nicht durch den Fahrer entnehmen. Der Motor erkennt den Fahrer-Input, indem er die Kettenspannung zwischen Kettenblatt und Motorritzel misst. Grundgedanke hinter dieser Auslegung war es, ein System zu entwickeln, das sich sehr smooth fährt und den Fahrer unauffällig unterstützt. Nach unserer Testfahrt können wir dies nur bestätigen, der Anschub erfolgt nicht ruckartig und man hat auch nie das Gefühl, gegen eine Wand zu fahren – die geschmeidigste Unterstützung, die wir bis jetzt erleben konnten.

Die Ladebuchse ist gut versteckt.
# Die Ladebuchse ist gut versteckt.

Die Batterie des Basis-Modells hat 500 Wh, die des Top-Modells 632 Wh. Es kommen normale Lithium-Ionen 18650 Samsung-Zellen zum Einsatz und die Batterie lässt sich dank 48 V Spannung schneller laden als üblich. Leider hatten wir keine Zeit, den Ladevorgang zu testen. Das Unterrohr ist so schlank, dass man fast nicht glauben mag, dass es die Batterie beherbergt. Beim Fahren rattert nichts, was gut ist – allerdings kann man die Batterie eben auch nicht schnell austauschen, sollte man mal eine längere Tour vorhaben.

Der USB-Anschluss ist auch nicht leicht zu finden
# Der USB-Anschluss ist auch nicht leicht zu finden - darüber lässt sich eine Diagnose durchführen oder der Akku aufladen.
Ein sehr aufgeräumtes Cockpit ohne Display
# Ein sehr aufgeräumtes Cockpit ohne Display
Die Lenkerfernbedienung
# Die Lenkerfernbedienung

Das Rocky Mountain Altitude Powerplay hat kein Display und ein sehr simples Bedienungs-System. Damit kann man den Motor an- oder ausschalten, die drei Unterstützungs-Modi auswählen oder den Walk-Modus einschalten. Wer mehr an den Einstellungen ändern möchte, muss die Smartphone-App nutzen, die neben einigen Details wie Tracking und Reichweite auch weitere Tuning-Möglichkeiten bietet. Auch hier hatten wir leider nicht ausreichend Zeit, die App zu testen. Das Bike verfügt zudem über einen USB-Port, der vor allem dazu dient, eine System-Diagnose durchzuführen.

Beim Motor handelt es sich um ein eigenes, bürstenloses System, das in Europa 250 Watt Leistung entwickeln kann. Der unter einem separaten Cover liegende Motor treibt über eine eigene Kette ein Antriebsritzel an, wodurch er nur sehr wenige bewegliche Teile besitzt. Laut Rocky Mountain wurde das System unter Wasser und bei extremer Kälte auf die Probe gestellt und wurde während des harten kanadischen Winters ausgiebig testgefahren. Sollte jemals Wasser unter die geschmiedete Aluminium-Hülle dringen, sollte es einfach wieder abfließen können. Alle Anschlüsse verfügen über die IP 67-Schutzklasse, zudem befinden sich die schweren Motorteile so weit unten wie möglich, um den Schwerpunkt des Altitude Powerplays möglichst tief zu halten.

Beim Drehmoment-Sensor handelt es sich um das Röllchen zwischen Kettenblatt und Motorritzel
# Beim Drehmoment-Sensor handelt es sich um das Röllchen zwischen Kettenblatt und Motorritzel - darüber wird die Kettenspannung gemessen.

Der Drehmoment-Sensor ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Antriebssystems und reagiert auf die, durch den Fahrer-Input veränderte, Kettenspannung. Durch dieses System und die geschickte Führung der Kette war es Rocky Mountain möglich, ein normales PF 92-Tretlager zu verwenden, was dazu führt, dass es einen normalen Q-Faktor aufweist und alle beteiligten, rotierenden Teile einfach servicebar sind. Während unserer Testfahrten war das System unauffällig und leise, ohne dass die Kette jemals abgesprungen wäre.

Fazit

In der Hand und auf dem Papier haben Rocky Mountain mit dem Altitude Powerplay ein wahres E-Enduro erschaffen – die Geometrie lässt sich so bei keinem anderen E-Bike auf dem Markt finden. Die drei Modelle befinden sich im mittleren bis hohen Preissegment und verfügen über eine sinnvolle Ausstattung, die den Preis gut widerspiegelt. Die Batterie-Kapazität ist, insbesondere bei einem Gesamtgewicht von 22,1 kg, marktführend. In einem bald folgenden Artikel werden wir euch über unsere ersten Fahreindrücke mit dem Rocky Mountain Altitude Powerplay berichten und checken, wie die genannten Eigenschaften sich auf die Fahrperformance auf dem Trail auswirken.

Modellreihe

Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 90
# Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 90
Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70
# Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70
Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 50
# Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 50

Was haltet ihr vom neuen Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon? Könnt ihr Rocky Mountains Philosophie zustimmen?


 Weitere Informationen zum Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon

Website: www.bikes.com
Text & Redaktion: Alex Boyce | eMTB-News.de
Bilder: Alex Boyce, Matt Wragg, Rocky Mountain

  1. benutzerbild

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    dabei seit 06/2015

    duc-mo
    Ist nicht anders als bei einem HaiBike mit hohem Drehpunkt und Umlenkrolle...
    Tja wenigstens kommt Haibike mit nur einer Umlenkrolle aus :)
  2. benutzerbild

    fuxy

    dabei seit 01/2011

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    Tja wenigstens kommt Haibike mit nur einer Umlenkrolle aus :)
    Oder sogar mit keiner.....
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

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    dabei seit 06/2015

    stimmt das sduro hatt keine umlenkrolle.
  5. benutzerbild

    duc-mo

    dabei seit 07/2016

    xspace
    Tja wenigstens kommt Haibike mit nur einer Umlenkrolle aus :)
    Die Umschlingung auf dem Antriebsritzel ist dabei aber noch schlechter als beim Rocky und das war doch der ursprüngliche "Aufreger"...

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    stimmt das sduro hatt keine umlenkrolle.
    Das Sduro hat aber auch keinen hohen Drehpunkt wo die Rolle nötig wäre...

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