Merida Lithos im Test Neues Gravity-E-Bike mit innovativen Features

Merida Lithos im ersten Test: Mit 170 mm Federweg, Carbonrahmen mit Flex-Stay-Hinterbau, Bosch CX oder CX-R, Variabilität bei der Zugverlegung und moderner Geometrie will dieses E-Fully im Enduro- und Gravity-Segment punkten. Wir konnten das neue Merida Lithos bereits in der Topversion testen.
Titelbild

Merida Lithos 2027 – Infos und Preise

EinsatzbereichTrail, All-Mountain, Enduro, Freeride
Federweg170 mm/174 mm
LaufradgrößeMullet 29″-27,5″
RahmenmaterialCarbon
MotorBosch
Akkukapazität800-1050 Wh
Gewicht (o. Pedale)25,1 kg
max. Systemgewicht140,0 kg
RahmengrößenXS, S, M, L, XL (im Test: L)
Websitemerida-bikes.com
Preisspanne6.899 Euro - 11.699 Euro

Merida stellt mit dem Lithos ein neues Enduro-E-MTB mit Carbonrahmen, 170 mm Federweg und Bosch-CX-Motor vor. Entwickelt wurde dieses Bike mit dem Ziel, ein langlebiges, zuverlässiges und vielseitiges E-MTB für anspruchsvolles Gelände zu schaffen. Der neue Carbonrahmen basiert auf einer CF3-Carbonkonstruktion mit dem bewährten Flex-Stay-Hinterbau und bietet 170 mm Federweg vorne wie hinten. Die Geometrie soll Sicherheit und Kontrolle auf technisch anspruchsvollen Trails verbessern.

Merida Lithos – hier das Topmodell 10k
# Merida Lithos – hier das Topmodell 10k – neues E-Enduro mit massig Federweg, Carbonrahmen Bosch Performance Line CX.
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„Lithos“ (λίθος) stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet schlicht:„Stein“ oder „Fels“
# „Lithos“ (λίθος) stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet schlicht:„Stein“ oder „Fels“ – ob es eine Anspielung auf das hohe Gewicht von gut 25 kg ist? Wir wissen es nicht.
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Ab Werk setzt das Lithos auf ein Mullet-Setup mit 29-Zoll-Vorderrad und 27,5-Zoll-Hinterrad. Dank Flip-Chip lässt sich das Bike jedoch auch komplett mit 29-Zoll-Laufrädern fahren, ohne die Geometrie wesentlich zu verändern. Die Fahrwerkskinematik ist sowohl für Luft- als auch Stahlfederdämpfer ausgelegt.

Auch beim Thema Haltbarkeit legt Merida Wert auf Langlebigkeit. Der Rahmen des Lithos erhält eine lebenslange Garantie für Erstbesitzer und ist für den harten Enduro-Einsatz (Kategorie 4) freigegeben. Zusätzliche, strapazierbare Protektoren am Rahmen, wie Kettenstrebenschutz, Fersenschutz und Schutzfolien gehören zur Serienausstattung. Zudem können Käufer zwischen einer vollständig integrierten Kabelführung (Wire Port) und einer semi-internen Verlegung über das Steuerrohr wählen.

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Je nachdem, wie es der Händler ordert, gehen die Züge entweder seitlich ...
# Je nachdem, wie es der Händler ordert, gehen die Züge entweder seitlich ...
... oder oben über den Steuersatz in den Rahmen.
# ... oder oben über den Steuersatz in den Rahmen.
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Motor & Akku

Beim Motorsystem vertraut Merida auf Bosch. Je nach Modell kommen die Performance Line CX oder der leichtere CX-R Motor mit bis zu 120 Nm Drehmoment zum Einsatz, der mit einem Kiox 400C gekoppelt ist. Kompatibel sind sowohl 600-Wh- als auch 800-Wh-Akkus – die sich selbstverständlich aus dem Rahmen entnehmen lassen. Als Gründe für die Zusammenarbeit nennt Merida die hohe Zuverlässigkeit, das weltweite Servicenetz und die nachhaltige Ausrichtung von Bosch.

  • Motor Bosch Performance Line CX Gen5 / Bosch CX-R
  • Akku Bosch PowerTube
  • Akkukapazität 600 bzw. 800 Wh zzgl. optional erhältlichem PowerMore 250 Wh
  • Nenndauerleistung 250 Watt
  • Spitzenleistung 750 W
  • Max. Drehmoment 120 Nm
  • Display Bosch Kiox 400C

Hier findest du alle Infos und einen Test vom neuen Bosch Performance CX:

Bosch CX Motor Gen5 2025 – Infos und Test

Im Topmodell Lithos 10k verbaut Merida den Bosch CX-R
# Im Topmodell Lithos 10k verbaut Merida den Bosch CX-R – ein sehr guter, wenn auch mitunter etwas spezieller Motor.
Der Akku lässt sich über eine große Öffnung des Unterrohrs bequem aus dem Rahmen entnehmen.
# Der Akku lässt sich über eine große Öffnung des Unterrohrs bequem aus dem Rahmen entnehmen.
Im Oberrohr sitzt formschlüssig ein Bosch Kiox 400C-Display.
# Im Oberrohr sitzt formschlüssig ein Bosch Kiox 400C-Display.

Geometrie

Beim neuen Lithos verfolgt Merida ein klares Ziel: maximale Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten und in anspruchsvollem Gelände. Dafür setzt das Bike auf eine moderne Geometrie mit hohem Stack – er misst in Rahmengröße L 655 mm, das Vorgängermodell eONE-Sixty kommt hier auf 620 mm, langem Hinterbau und steilem Sitzwinkel. Erhältlich ist das Merida Lithos in XS, S, M, L und XL.

Der hohe Frontbereich sorgt für eine aufrechte Sitzposition und vermittelt insbesondere in steilen Abfahrten viel Sicherheit. Gleichzeitig bietet das Bike genügend Bewegungsfreiheit, um aktiv auf dem Trail zu agieren. Der steile Sitzwinkel verbessert die Klettereigenschaften, indem er den Fahrer zentral über dem Bike positioniert und so die Traktion am Hinterrad erhöht.

Für zusätzliche Laufruhe setzt Merida auf einen vergleichsweise langen Hinterbau mit 447 Millimetern Kettenstrebenlänge. Das soll nicht nur die Stabilität in schnellen Kurven verbessern, sondern auch die Traktion bei technischen Anstiegen erhöhen. Trotz der auf Stabilität ausgelegten Geometrie soll das Lithos agil genug bleiben, um sich spielerisch über Wellen, Kanten und Sprünge bewegen zu lassen.

Ein weiteres Highlight ist die vollständig versenkbare Vario-Sattelstütze. Dank des kurzen und geraden Sitzrohrs können Fahrerinnen und Fahrer aller Rahmengrößen eine Dropper Post mit bis zu 230 Millimetern Hub nutzen und die Sattelhöhe individuell an ihre Bedürfnisse anpassen.

Zusammengefasst kombiniert das Lithos eine sehr moderne Geometrie mit viel Reserven für steile und schnelle Trails, ohne dabei die Klettereigenschaften oder die Vielseitigkeit aus den Augen zu verlieren.

Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!

Erhältliche Rahmengrößen XS / S / M / L / XL

Merida Lithos mit Geometrieangaben in Rahmengrösse L.
# Merida Lithos mit Geometrieangaben in Rahmengrösse L.

Rahmengröße XS S M L XL
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5
Reach 425 mm 440 mm 460 mm 485 mm 510 mm
Stack 628 mm 637 mm 646 mm 655 mm 669 mm
STR 1,48 1,45 1,40 1,35 1,31
Lenkwinkel 64° 64° 64° 64° 64°
Sitzwinkel, real 78,5° 78,5° 78,5° 78,5° 78,5°
Oberrohr (horiz.) 553 mm 570 mm 593 mm 621 mm 650 mm
Steuerrohr 100 mm 110 mm 120 mm 130 mm 145 mm
Sitzrohr 400 mm 410 mm 425 mm 445 mm 465 mm
Überstandshöhe 757 mm 762 mm 762 mm 765 mm 769 mm
Kettenstreben 447 mm 447 mm 447 mm 447 mm 447 mm
Radstand 1.216 mm 1.235 mm 1.259 mm 1.289 mm 1.320 mm
Tretlagerabsenkung 10 mm 10 mm 10 mm 10 mm 10 mm
Einbauhöhe Gabel 586 mm 586 mm 586 mm 586 mm 586 mm
Gabel-Offset 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm 44 mm
Federweg (hinten) 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm
Federweg (vorn) 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm

Ausstattung

Das neue Merida Lithos wird in drei Ausstattungsvarianten und jeweils zwei Farbvarianten angeboten, die sich vor allem bei Fahrwerk, Antrieb und Laufrädern unterscheiden. Allen Modellen gemein sind die Continental-Kryptotal-Reifen sowie die moderne Enduro-Ausrichtung des Bikes. Damit deckt das Lithos-Portfolio eine breite Preisspanne ab – vom vergleichsweise erschwinglichen Enduro-E-MTB bis hin zum kompromisslosen High-End-Modell mit modernster Fahrwerks- und Antriebstechnologie.

Den Einstieg markiert das Merida Lithos 6000 zum Preis von 6.899 Euro. Es setzt auf eine RockShox ZEB Select Federgabel in Kombination mit einem RockShox Vivid Air Dämpfer. Für die Schaltvorgänge ist die neue SRAM Eagle 70 Transmission zuständig, während SRAM DB6 Bremsen die Verzögerung übernehmen. Bei den Laufrädern kombiniert Merida Novatec SL-Team Naben mit Reynolds 309 Enduro Comp Felgen.

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Darüber positioniert sich das Merida Lithos 8000 für 8.899 Euro. Hier kommen bereits die hochwertigen Ultimate-Versionen von RockShox ZEB und Vivid zum Einsatz. Geschaltet wird mit einer SRAM GX Eagle Transmission, während die kräftigen SRAM Maven Bronze Bremsen für die nötige Kontrolle sorgen. Die DT Swiss HX 1700 Laufräder unterstreichen den sportlichen Anspruch des Modells.

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Die Speerspitze der Baureihe bildet das Merida Lithos 10K für 11.699 Euro. Das Topmodell setzt auf die neue FOX Podium Factory Upside-Down-Gabel sowie einen FOX Float DHX Factory Live Valve Neo Dämpfer mit elektronischer Fahrwerkssteuerung. Die elektronische SRAM X0 Eagle Transmission AXS übernimmt die Schaltarbeit, während SRAM Maven Ultimate Bremsen maximale Verzögerungsleistung versprechen. Komplettiert wird die hochwertige Ausstattung durch DT Swiss HXC 1500 Carbon-Laufräder.

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Merida Lithos Preis (UVP)

  • Merida Lithos 10K 11.699 €
  • Merida Lithos 8000 8.899 €
  • Merida Lithos 6000 6.899 €

ModellMerida Lithos 6000Merida Lithos 8000Merida Lithos 10k
RahmenCF3-Carbonrahmen mit Flx-Stay / 174 mm FederwegCF3-Carbonrahmen mit Flx-Stay / 174 mm FederwegCF3-Carbonrahmen mit Flx-Stay / 174 mm Federweg
GabelRockShox Zeb Select / 170 mmRockShox Zeb Ultimate / 170 mmFox Podium Factory / 170 mm
DämpferRockShox VividRockShox Vivid UltimateFox Float DHX Factory Live Valve Neo w/SLS Coil
SchaltungSRAM Eagle 70 TransmissionSRAM GX Eagle Transmission AXSSRAM X0 Eagle Transmission AXS
BremseSRAM DB6 stealthSRAM Maven BronzeSRAM Maven Ultimate
LaufräderNovatec-Naben, Reynolds-FelgenDT Swiss HX 1700DT Swiss HXC 1500
ReifenContinental KryptotalContinental KryptotalContinental Kryptotal
SattelMERIDA COMP SL, V-mount, incl. MERIDA minitoolProxim Altius, incl. MERIDA minitoolProxim Altius Tirox, incl. MERIDA minitool
SattelstützeMERIDA EXPERT TR IIMERIDA TEAM TR IIMERIDA TEAM TR II
LenkerMERIDA EXPERT eTRMERIDA EXPERT eTRRace Face Era Carbon
VorbauMERIDA EXPERT eTR IIMERIDA EXPERT eTR IIMERIDA EXPERT eTR II
MotorBosch Performance Line CXBosch Performance Line CXBosch Performance Line CX
DisplayBosch Kiox 400CBosch Kiox 400CBosch Kiox 400C
Akkukapazität800 Wh800 Wh800 Wh
Max. Drehmoment120 Nm120 Nm120 Nm
Preis (UVP)6.899 €8.899 €11.699 €

Merida Lithos 10K – erster Test auf dem Trail

Stark! Selten habe ich mich auf Anhieb auf einem Bike so wohl wie auf dem Merida Lithos gefühlt. Das Teil ist brutal schnell, super potent und macht einfach nur so richtig Spaß. Extrem gefeiert habe ich das Fox-Fahrwerk mit Podium-Gabel, Stahlfederdämpfer und Live Valve Neo. Leute, ganz ehrlich, besser geht es im Enduro-Segment aktuell eigentlich nicht.

Rico Haase, Chefredakteur eMTB-News.de

Merida gab uns die Gelegenheit, das neue Lithos bereits mehrere Wochen vor seiner offiziellen Markteinführung ausgiebig zu testen. Dafür rollte das Topmodell Lithos 10K mit einer beeindruckenden Ausstattung und einem Verkaufspreis von 11.699 Euro in die Redaktion.

Merida Lithos 10k
# Merida Lithos 10k – Motor: Bosch CX-R | Akkukapazität: 800 Wh | Federweg v/h: 170/174 mm | Gewicht: 25,1 kg (Größe L, gewogen von eMTB-News) | Preis: 11.699 € (UVP).

Schon auf den ersten Blick hinterlässt das neue E-Enduro einen starken Eindruck. Der Carbonrahmen präsentiert sich schlank, modern und mit einer dynamischen Linienführung, ohne dabei auf die Merida-typischen Design-Elemente und die bekannte Formensprache zu verzichten. Dazu zählen unter anderem der markante Steuerrohrbereich mit den stilisierten Einsätzen, die jetzt als Kabeleingänge fungieren und seit Jahren ein prägendes Designmerkmal der Marke sind.

Formensprache und Designelemente à la Merida schaffen einen hohen Wiedererkennungswert.
# Formensprache und Designelemente à la Merida schaffen einen hohen Wiedererkennungswert.
Das Carbonlayup von Sitz- und Kettenstreben ist so gestaltet, dass es flexen
# Das Carbonlayup von Sitz- und Kettenstreben ist so gestaltet, dass es flexen – und somit das Lager (Horst-Link) kurz vor dem Ausfallende ersetzen kann. Merida nennt diese Technologie „Flex-Stays“.
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Mit dem brandneuen Lithos erweitert Merida sein Portfolio um ein potentes E-Enduro mit satten 170 Millimetern Federweg an der Front und 174 Millimetern am Heck. Dabei setzt der Hersteller auf einen Hinterbau mit bewährter Flex-Stay-Technologie, die bislang vor allem an XC- und Trailbikes mit geringerem Federweg zum Einsatz kam. Auf ein klassisches Horst-Link-Gelenk in den Kettenstreben verzichtet Merida bewusst. Stattdessen übernimmt die gezielte Verformung des Carbon-Layups die nötige Bewegung im Hinterbau. Das spart nicht nur zwei Lager und reduziert den Wartungsaufwand, sondern ermöglicht gleichzeitig einen kontrollierten vertikalen Flex (lateral in Richtung Radhebungskurve) bei hoher Torsionssteifigkeit (die Verschränkung des Hinterrades in Richtung Hauptrahmen).

Spannend wird es vor allem deshalb, weil Merida diese Technologie erstmals an einem langhubigen E-Enduro mit klarer Enduro- und Gravity-Ausrichtung einsetzt. Die entscheidende Frage lautet daher: Funktioniert das auch bei einem langhubigen Bike dieser Kategorie? Die Antwort fällt überraschend eindeutig aus. Ja, und zwar ausgesprochen gut. Wenn sich Lager einsparen lassen, ohne dass Ansprechverhalten oder Performance darunter leiden, ist das grundsätzlich zu begrüßen – und genau diesen Spagat meistert das Lithos bemerkenswert souverän.

Einen wesentlichen Anteil daran hat das Fahrwerk des Topmodells. Merida kombiniert die neue Fox Podium Factory Upside-Down-Gabel mit einem Fox DHX Coil-Dämpfer samt elektronisch gesteuertem Live Valve Neo. Die Idee dahinter: Vorder- und Hinterrad sollen möglichst harmonisch und mit identischer Sensibilität arbeiten. In der Praxis gelingt das eindrucksvoll. Die Fox Podium spricht extrem feinfühlig an, tastet den Untergrund förmlich ab und vermittelt selbst auf ruppigen Trails ein enormes Maß an Kontrolle. Der Stahlfederdämpfer steht ihr dabei in nichts nach. Auch er reagiert äußerst sensibel auf kleine Schläge, bietet gleichzeitig viel Gegenhalt im mittleren Federwegsbereich und bleibt über den gesamten Hub hinweg kontrollierbar.

An der Front scannt eine Fox Podium Factory den Boden auf Unebenheiten und
# An der Front scannt eine Fox Podium Factory den Boden auf Unebenheiten und – bügelt diese smooth, sensibel und verlässlich weg.
Am Heck kommt ein Fox DHX Stahlfederdämpfer ...
# Am Heck kommt ein Fox DHX Stahlfederdämpfer ...
... mit Live Valve Neo zum Einsatz.
# ... mit Live Valve Neo zum Einsatz.
Merida setzt am Lithos auf einen Flex-Stay-Hinterbau.
# Merida setzt am Lithos auf einen Flex-Stay-Hinterbau. – In Kombination mit einem Stahlfederdämpfer funktioniert dies tadellos.
Live Valve Neo passt gut zu einem Stahlfederdämpfer.
# Live Valve Neo passt gut zu einem Stahlfederdämpfer. – Die elektronische Suspensionkontrolle funktioniert schnell und präziße.
An den beiden Bremszangen sitzen die Sensoren für das Live Valve Neo.
# An den beiden Bremszangen sitzen die Sensoren für das Live Valve Neo.

Besonders sinnvoll empfinde ich hierbei den Einsatz des Live Valve Neo Systems. Während viele Stahlfederfahrwerke beim Pedalieren oder Sprinten zu Wippbewegungen neigen, kann das System die Plattform des Dämpfers automatisch aktivieren und deaktivieren. Das sorgt für mehr Effizienz beim Pedalieren und reduziert störende Bewegungen des Hinterbaus spürbar, ohne die hervorragende Sensibilität auf dem Trail zu beeinträchtigen.

Auf dem Trail macht das Merida Lithos 10k trotz seines relativ hohen Gewichts viel Spaß.
# Auf dem Trail macht das Merida Lithos 10k trotz seines relativ hohen Gewichts viel Spaß.

Der einzige echte Kritikpunkt am ansonsten überragenden Fahrwerk ist das hohe Gewicht der Fox Podium. Dieses macht sich vor allem in der Agilität der Front bemerkbar. Wer das Vorderrad aktiv anheben und über Hindernisse heben möchte, muss deutlich mehr Körpereinsatz investieren als bei Bikes mit leichteren Gabeln. Die Front wirkt jederzeit satt und stabil, allerdings nicht besonders verspielt.

Besonders gut hat mir das Fahrwerk gefallen.
# Besonders gut hat mir das Fahrwerk gefallen. – Die Kombination aus Podium und Stahlfederdämpfer mit Live Valve Neo ist einfach ein echter Augenöffner.
Überaus sensibel und potent – genau das trifft auf das Fox-Fahrwerk am Lithos 10k zu.
# Überaus sensibel und potent – genau das trifft auf das Fox-Fahrwerk am Lithos 10k zu.

Interessanterweise kehrt sich dieser Nachteil im Uphill teilweise in einen Vorteil um. Die schwere Front sorgt dafür, dass das Vorderrad auch in steilen Anstiegen ruhig am Boden bleibt. Weniger Gewichtsverlagerung über den Lenker ist nötig, um die Traktion zu erhalten. Gleichzeitig spricht die Fox Podium so sensibel an, dass sie Unebenheiten absorbiert, ohne sich dabei übermäßig aufzuschaukeln. Das Vorderrad behält zuverlässig Kontakt zum Untergrund. Am Heck zeigt sich ein ähnliches Bild: Dank des feinfühligen Stahlfederdämpfers bleibt das Hinterrad selbst auf losem Untergrund erstaunlich ruhig und generiert beeindruckend viel Grip. Die Klettereigenschaften des Lithos gehören damit klar mit zu seinen Stärken.

Auch im Uphill kann das Merida Lithos 10k überzeugen.
# Auch im Uphill kann das Merida Lithos 10k überzeugen. – Dank der modernen Geometrie und kraftvollem Bosch-Motor mutiert dieses Enduro zu einem echten Kletterkünstler.

Verbesserungspotenzial sehe ich, gerade im Hinblick auf die Uphill-Performance, bei der Reifenwahl. Merida setzt auf Continental Kryptotal Reifen, die grundsätzlich hervorragend mit dem Charakter des Bikes harmonieren und speziell bergab eine starke Performance liefern. Im technischen Uphill erreichen sie allerdings nicht ganz das Traktionsniveau moderner Radialreifen von Schwalbe oder Specialized, die sich aktuell als Referenz in diesem Bereich etabliert haben.

Zwei Themen möchte ich nicht unerwähnt lassen. Da ist zum einen die verbaute SRAM AXS-Transmission-Schaltung, die zwar in Sachen Performance über jeden Zweifel erhaben ist, aber leider nicht mit der Bosch Performance Line kommuniziert, weshalb sich spezielle Schaltfeatures, wie beispielsweise RollShift, nicht nutzen lassen. Und zum anderen ist da der verbaute Bosch CX-R. Dieser Motor signalisiert mit dem R, dass es sich hierbei um die Race-Version handelt, entsprechend kompromisslos und ungehobelt kann sich dieser Motor im Race-Modus anfühlen. Persönlich würde ich den Race-Mode über die Flow App ausblenden und wirklich nur im Rennen einblenden und nutzen. Wer niemals an einer Startlinie steht, könnte sich fragen, ob nicht der normale CX die bessere Wahl wäre.

Merida Lithos 10k Neuheit und Test DSC 3987
# Merida Lithos 10k Neuheit und Test DSC 3987
Merida Lithos 10k Neuheit und Test DSC 4010
# Merida Lithos 10k Neuheit und Test DSC 4010

Unterm Strich liefert Merida mit dem Lithos ein verdammt starkes Gesamtpaket ab. Ein sensationelles Fahrwerk trifft auf einen hervorragend gemachten Carbonrahmen, eine Geometrie, die praktisch ins Schwarze trifft, sowie eine hochwertige Ausstattung. Dazu kommen beeindruckende Fahreigenschaften bergab wie bergauf – und zwar auf einem sehr hohen Niveau. Viel zu kritisieren gibt es hier nicht. Die Continental-Kryptotal-Reifen könnten im technischen Uphill etwas mehr Traktion bieten, und beim Bosch CX-R gilt wie so oft: Man muss wissen, worauf man sich einlässt. Wer maximale Reichweite und entspanntes Tourenfahren sucht, wird mit dem klassischen CX besser bedient sein. Wer dagegen ein sportliches, direktes Fahrerlebnis schätzt, findet im CX-R den passenden Partner.

Fazit – Merida Lithos 10k

Mit dem Lithos 10k gelingt Merida ein beeindruckendes Super-Enduro mit starkem Fahrwerk. Schnell, potent und präzise punktet es im Downhill, während es im Uphill mit viel Traktion und besten Klettereigenschaften aufwarten kann.

Wer auf der Suche nach einem hübschen E-Fully mit dynamischem Design, modernster Technik, niedrigem Wartungsaufwand und souveränen Fahreigenschaften ist, sollte sich unbedingt das neue Merida Lithos anschauen.

Artikelbild

Merida Lithos 10k – Pro / Contra

Stärken

  • stylischer Carbonrahmen mit Flex-Stay-Hinterbau
  • Fox-Fahrwerk mit Live Valve Neo und Stahlfederdämpfer
  • kraftvoller CX-R-Motor von Bosch

Schwächen

  • Schaltfeatures von Bosch nicht nutzbar
  • 25,1 kg – relativ schwer

Wie gefällt dir das Merida Lithos mit Flex-Stay-Hinterbau?

„Ich sag's mal ganz konkret: Mir hat das Merida Lithos 10k richtig, richtig Spaß gemacht!“
# „Ich sag's mal ganz konkret: Mir hat das Merida Lithos 10k richtig, richtig Spaß gemacht!“ – Rico Haase, Chefredakteur eMTB-News.de

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7 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. >25kg??
    Lese ich gar nicht weiter, interessiert mich nimmer.

    Es besteht die Möglichkeit mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln ein leistungsfähiges Bike mit
    gleichen Leistungsdaten unter 23kg Gesamtgewicht zu bauen.
    So ein Bike wäre dann zwar nicht unten den Billigmarken zu finden, hätte aber dennoch einen Preis der bezahtl werden kann.
    Allein es fehlt am Willen weil es an der Gewinnmarge rütteln würde.

  2. >25kg??
    Lese ich gar nicht weiter, interessiert mich nimmer.

    Es besteht die Möglichkeit mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln ein leistungsfähiges Bike mit
    gleichen Leistungsdaten unter 23kg Gesamtgewicht zu bauen.
    So ein Bike wäre dann zwar nicht unten den Billigmarken zu finden, hätte aber dennoch einen Preis der bezahtl werden kann.
    Allein es fehlt am Willen weil es an der Gewinnmarge rütteln würde.
    Du machst dem Treppenfahrer in Dummschwätzerei echt Konkurrenz. Chapeau dafür.

    Bike ist halt so ... ok. Dürfte schwierig werden, das im momentanen Markt an Mann/Frau zu bekommen.
  3. Zu schwer, zuviel FW ….hier werden die gleichen Fehler wie vor 3-4 Jahren bei den Biobikes gemacht. 99% der Leute hier werden das Potential dieses Bikes gar nicht abrufen, weil die Topografie der Hometrails, sowie das fahrerische Können dies garnicht hergibt. Mal kurz an ner Kante mit so einem Panzer abzuziehen, ist eben nicht. Aber hey, lieber haben….wegen den Reserven….🤣

  4. So schlecht ist das Gewicht jetzt nicht, Stahldämpfer und Podium machen schon einiges aus.
    Licht ist auch schon verbaut..

  5. Ein Schelm wer Böses denkt.

    finde den Ansatz mit dem bauchigen Akkucover gar nicht so verkehrt. Die mit 600er Akku sind dann hübscher und 800er sind ohnehin fett. Kaufen würde ich das Rad aber eher nicht, mir wärs trotzdem zu schwer bzw gibt es leider recht gute Angebote auf Valas und auch LTe's
    Für Valas gibt es zwar gute Angebote und es ist ein Top Rad.... nützt mir halt nichts, wenn mir der Akku zu klein ist. Reicht vielleicht für die Feierabendrunde, aber eben nicht für längere Sachen. Der Bosch ist zwar effizienter als mein aktueller EP801, aber min. 700 Wh will ich auf jeden Fall haben.

    Das vorgestellte Bike wäre mir definitiv zu schwer. Sowas hab ich aktuell, mit 720 Wh und 900 Wh, will ich nicht mehr.
Was meinst du?

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