Harte Zeiten, einfache Lösungen?
Vor ein paar Monaten habe ich den Artikel zur Verkaufsentwicklung von Mountainbikes geschrieben – einer der Punkte darin: Die Zahlen lügen nicht, sichere Geschäftsfelder sind sinnvoll, um das Geschäft in unsicheren Zeiten zu stabilisieren. Im E-Mountainbike-Bereich scheint das sicherste Geschäftsfeld aktuell eines zu sein: Ein E-MTB mit Avinox-Motorsystem, quasi als Garant für Erfolg?
Zumindest den ersten Hype haben die Early-Adopter und natürlich die Eigenmarke Amflow ordentlich abgreifen können – das Amflow PL Carbon dürfte zu den bestverkauften E-Bikes der letzten zwei Jahre gehören. Zahlen kenne ich nicht, aber Gespräche, die ich in den letzten Monaten führen konnte, haben gezeigt: Jeder will wieder ein Stück vom Kuchen, das Wasser läuft schon im Mund zusammen, die Augen leuchten.
Die einfache Lösung aus der Krise: Wir gehören zu den ersten mit Avinox M2/M2S.
Einfache Lösungen, harte Zeiten?
Der 09. April fühlte sich ein bisschen an wie eine Gruppe an Lemmingen, die auf eine Klippe zuläuft: Blind der Masse hinterher, alle auf den Hypetrain, los geht’s. Funktionieren tut dieser Aufmerksamkeitsschub aber nicht wegen der Bike-Brands, sondern wegen des Motorenherstellers. Die eigene Vermarktungsaufgabe in andere Hände zu legen, ist keine herausragende Idee, das ist nicht nachhaltig. In meinen Augen übersehen die Brands dabei klar den Fokus auf ihre Brand, ihr Kundenversprechen und dem, was der Kunde nachfragt, nämlich: faire Preise!
Vereinzelt versucht man, sich von der Masse abzuheben, wie Atherton oder Mondraker, die ihre Bikes ohne Motor-Details vorzeitig präsentiert haben. Eine Maßnahme, die Tage vor dem Launch noch andere Brands aufgreifen und die Neuigkeiten noch schnell auf LinkedIn, Instagram, TikTok etc. teilen, bevor man in der Masse untergeht. Ist das schon Panik?
Meine einzige Hoffnung – dass die Brands entweder nicht genug Cashflow hatten oder aber die Vernunft der Gier Einhalt gebieten konnte, um vernünftige Vorhersagen und Bestellmengen abzugeben. Wenn nicht, sitzen sie bald nicht nur auf zu teuren Bosch-Bikes, sondern auch auf zu teuren avinox-Bikes. Mit Blick auf eine eng getaktete Produkt-Roadmap seitens Avinox drohen diese Bikes auch schneller zum alten Eisen zu gehören, als man sich vielleicht erwartet… und die Rabattspirale kommt wieder in Schwung.
Ich bin gespannt.
Was denkt ihr – verlassen sich Bike-Hersteller gerade wieder auf den neuesten Hype?
243 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumBei meiner Einstellung mit 50% Zugabe im Eco bspw. müsste ich folglich 1000 W selber treten, um diese 500 W zu bekommen.
Du darfst nicht die Obergrenze als Dauerzugabe verstehen.
So war das gemeint, kenne es vom Fazua, anders, verstehe nun was ihr meint.
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