Amflow PX Carbon Pro 2027 – Infos und Preise
Die Innovationen
✅ neuer Carbonrahmen
✅ modernere Geometrie mit mannigfaltigen Einstellmöglichkeiten
✅ neuer avinox M2S-Motor
✅ intelligente Benutzeroberfläche mit Offline-Navigation
✅ Routen- und Herzfrequenzsteuerung
| Einsatzbereich | Trail, All-Mountain, Enduro |
|---|---|
| Federweg | 160 mm/150 mm |
| Laufradgröße | Mullet 29″-27,5″ |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Motor | Avinox |
| Akkukapazität | 700-800 Wh |
| Gewicht (o. Pedale) | 21,6 kg |
| Rahmengrößen | M, L, XL, XXL (im Test: L) |
| Website | amflowbikes.com |
Mit dem neuen Amflow unterstreicht der chinesische E-Bike-Hersteller seinen Anspruch und zeigt eindrucksvoll, dass auch in Zukunft mit Bikes dieser Marke zu rechnen ist. Mit neu konstruiertem Carbonrahmen, der ein umfangreiches Update im Hinblick auf die Geometrie bekommen hat, und mit dem neuen Avinox M2 bzw. M2S ausgestattet, dürfte auch dieses Modell erfolgreich am Markt sein. Bei der Designsprache bleibt sich Amflow treu, nimmt sich aber stellenweise etwas zurück und wird Mainstreamiger in der Anmutung und der Formensprache. Zudem sind die Dimensionen des Rahmens überaus schlank gehalten. Ebenso treu bleibt man sich den Eckdaten des Amflow, denn der Federweg bleibt auch am neuen Modell bei 160/150 mm und die Laufräder bleiben Mullet, also 29″ vorne und 27,5″ hinten.
Schiebe den Slider hin und her, um die Unterschiede vom alten vs. neuen Modell zu entdecken.
Mit den neuen Modellen Amflow PX Carbon Pro, Amflow PX Carbon sowie Amflow PR Carbon Pro und Amflow PR Carbon positioniert sich die Marke Amflow klar im High-Performance-Segment moderner E-MTBs. Im Mittelpunkt steht dabei das neue Antriebssystem Avinox M2S, das in den Topmodellen zum Einsatz kommt und mit beeindruckenden Leistungsdaten aufwartet.
Der Avinox M2S liefert bis zu 150 Nm Drehmoment und eine Spitzenleistung von 1.500 Watt. Gleichzeitig wurde der Motor in puncto Effizienz weiterentwickelt: Ein reduzierter Innenwiderstand sorgt für ein deutlich natürlicheres Pedaliergefühl, während das System insgesamt leiser arbeitet. Ergänzt wird das Setup durch eine 508-Watt-Schnellladefunktion sowie eine leistungsstarke Batterieplattform. Besonders die PR-Modelle bieten hier einen klaren Vorteil: Ihre herausnehmbare Batterie ermöglicht es, die Reichweite flexibel zu erweitern – ideal für lange Tage im Sattel.
Die Modelle Amflow PX Carbon Pro und Amflow PX Carbon setzen auf den M2S-Antrieb und kombinieren diesen mit einem integrierten 700-Wh-Akku. Die rund 20 Kilogramm leichte Carbonplattform – unser Testrad wiegt in Rahmengröße L 21,4 kg – bietet 160 mm Federweg an der Front, 150 mm am Heck, und setzt auf ein Mullet-Setup für maximale Trail-Performance. Besonders hervorzuheben ist die hohe Individualisierbarkeit: Bis zu 40 Geometrie-Setup-Kombinationen ermöglichen eine präzise Anpassung an Fahrstil und Terrain. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch eine neue, intelligente Benutzeroberfläche mit Offline-Navigation und individuell konfigurierbaren Fahrparametern.
Mit dem Amflow PR Carbon Pro und Amflow PR Carbon erweitert Amflow das Portfolio um zwei weitere Modelle, deren Verkaufsstart aktuell noch nicht bekannt ist. Während das Pro-Modell ebenfalls auf den leistungsstarken Avinox M2S setzt, kommt im PR Carbon der etwas schwächere Avinox M2 mit 125 Nm und 1.100 Watt Spitzenleistung zum Einsatz. Beide Varianten verfügen über einen austauschbaren 800-Wh-Akku, der längere Touren ohne Ladepause ermöglicht. Auch hier kommt die bewährte Carbonplattform in der 20-kg-Klasse mit 160 mm Federweg und MX-Konfiguration zum Einsatz. Wie bei den PX-Modellen, die auf einen fest verbauten Akku mit 700 Wh setzen, stehen bis zu 40 Geometrieoptionen sowie eine smarte Benutzeroberfläche inklusive Offline-Navigation zur Verfügung.
Video: Amflow PX Carbon Pro im Test
Motor & Akku
- Motor Avinox M2S
- Akkukapazität 700–800 Wh
- Nenndauerleistung 250 Watt
- Spitzenleistung 1500 W
- Max. Drehmoment 150 Nm
- Display Avinox Touch
Hier findest du alle Infos und den Test vom neuen Avinox M2S-Motor:
Geometrie
Mit einem Blick auf die Geometrietabelle könnte man meinen, dass das Amflow „erwachsen“ wird. Okay, modern trifft es besser. Am neuen Bike wird der Sitzwinkel steiler, der Lenkwinkel flacher, Reach und Stack wachsen an und das Sitzrohr schrumpft. Zudem gibt es ab Werk mannigfaltige Einstellmöglichkeiten, um die Geometrie individuell anzupassen. Der Hersteller spricht hier von bis zu 40 unterschiedlichen Konfigurationen, denn es gibt 5 Einstellungen für den Steuerkopfwinkel, 2 Einstellungen für die Tretlagerhöhe und 4 Einstellungen für die Kettenstrebenlänge. Am auffälligsten und einfach umzustellen ist der Flip-Chip in der Kettenstrebe, der die Länge von 438 auf 451 mm oder umgekehrt umstellt. Zusätzlich gibt es einen weiteren Einsatz, der das Hinterrad mittig zwischen den beiden Werten platziert. Wir haben in der Kürze der Zeit nur diese Geometrieverstellung ausprobiert und sind das Bike in den meisten Fällen mit 451 mm langen Kettenstreben gefahren, denn hiermit lässt sich, gerade im Uphill, das Maximum an Grip generieren. Kleines Manko: Amflow bietet das PL Carbon nicht in Rahmengröße S an. Heißt im Klartext, dass kleinere Personen leer ausgehen.
Hier haben wir einmal das Vorgängermodell mit der neuen Version in Geometrics, unserer Datenbank für Fahrrad-Geometrien, verglichen: Geometrievergleich Amflow (Rahmengröße L). Gut zu erkennen, wie sich die Werte verändern und die Geometrie des neuen Amflow PL Carbon damit deutlich moderner wird.
Erhältliche Rahmengrößen M / L (getestet) / XL / XXL
| Rahmengröße |
M
|
L
|
XL
|
XXL
|
|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 |
| Reach | 455 mm | 478 mm | 503 mm | 528 mm |
| Stack | 622,1 mm | 632,2 mm | 645,9 mm | 659 mm |
| STR | 1,37 | 1,32 | 1,28 | 1,25 |
| Lenkwinkel | 64,2° | 64,2° | 64,2° | 64,2° |
| Sitzwinkel, effektiv | 78° | 78° | 78° | 77,7° |
| Sitzwinkel, real | 72° | 72° | 72° | 72° |
| Oberrohr (horiz.) | 586,9 mm | 619,7 mm | 642,8 mm | 672,2 mm |
| Steuerrohr | 109 mm | 120 mm | 135 mm | 150 mm |
| Sitzrohr | 415 mm | 427 mm | 447 mm | 466 mm |
| Überstandshöhe | 780 mm | 785 mm | 790 mm | 795 mm |
| Kettenstreben | 451 mm438 mm | 451 mm438 mm | 451 mm438 mm | 451 mm438 mm |
| Radstand | 1.231 mm | 1.259 mm | 1.290 mm | 1.322 mm |
| Tretlagerabsenkung | 23,7 mm10,5 mm | 23,7 mm10,5 mm | 23,7 mm10,5 mm | 23,7 mm10,5 mm |
| Tretlagerhöhe | 345,5 mm | 345,5 mm | 345,5 mm | 345,5 mm |
| Einbauhöhe Gabel | 570 mm | 570 mm | 570 mm | 570 mm |
| Federweg (vorn) | 160 mm | 160 mm | 160 mm | 160 mm |
Ausstattung
Amflow bietet grundsätzlich zwei Versionen, das PR und das PX, an, von denen es jeweils zwei unterschiedliche Ausstattungsvarianten gibt. Unser Testbike Amflow PX Carbon Pro ist mit einem 700er-Akku ausgestattet, der etwas leichter, als der 800er ist und fest im Unterrohr verbaut ist. In den PR-Modellen kommt ausschließlich der größere Akku zum Einsatz. Unterschiede gibt es auch beim Motor, denn Amflow spect drei Modelle mit dem Avinox M2S und greift nur beim Einstiegsmodell PR Carbon zum etwas schwächeren Avinox M2-Motor. Wie sich die Bikes im Detail in der Ausstattung unterscheiden, findest du in unserer ausführlichen Ausstattungstabelle.
Interessantes Feature: Die beiden Amflow PR-Modell können per App „Wo ist?“ von Apple gekoppelt und gefunden werden.
Amflow Carbon Preis (UVP)
- Amflow PX Carbon 6.999 €
- Amflow PX Carbon Pro 9.999 €
- Amflow PR Carbon 4.499 €
- Amflow PR Carbon Pro 5.899 €
| Modell | Amflow PR Carbon | Amflow PR Carbon Pro | Amflow PX Carbon | Amflow PX Carbon Pro |
| Rahmen | Carbonrahmen mit 150 mm Federweg | Carbonrahmen mit 150 mm Federweg | Carbonrahmen mit 150 mm Federweg | Carbonrahmen mit 150 mm Federweg |
| Gabel | FOX AWL HD Sport | FOX 36 Performance | FOX 36 Performance | FOX 36 Factory |
| Dämpfer | FOX Float Rhythm | FOX Float X Performance | FOX Float X Performance | FOX Float X Factory |
| Schaltung | SRAM S1000 Eagle Transmission | SRAM S1000 Eagle Transmission | SRAM S1000 Eagle Transmission | SRAM X0 Eagle Transmission |
| Bremse | Tektro | Magura Gustav Pro | Magura Gustav Pro | Magura Gustav Pro |
| Laufräder | Amflow XMA-30 | Amflow XMA-30 | Amflow XMA-30 | Amflow XMC-30 |
| Reifen | ||||
| Vorderreifen | Maxxis Assegai, 29.0×2.50 M356RU 3C MaxxGrip/EXO+/TR | Schwalbe Magic Mary, 29×2.5 Gravity Pro, Radial | Schwalbe Magic Mary, 29×2.5 Gravity Pro, Radial | Schwalbe Magic Mary, 29×2.5 Gravity Pro, Radial |
| Hinterreifen | Maxxis DHR II, 27.5×2.50 M327RU New MaxxTerra/DD/TR | Schwalbe Albert, 27.5×2.5 Gravity Pro, Radial | Schwalbe Albert, 27.5×2.5 Gravity Pro, Radial | Schwalbe Albert, 27.5×2.5 Gravity Pro, Radial |
| Sattel | Amflow Mountain Saddle | Amflow Mountain Saddle | Amflow Mountain Saddle | Amflow Mountain Saddle |
| Sattelstütze | VP Dropper Post Shim | VP Dropper Post Shim | VP Dropper Post Shim | VP Dropper Post Shim |
| Lenker | Amflow | Amflow | Amflow | Amflow |
| Vorbau | Amflow | Amflow | Amflow | Amflow |
| Motor | Avinox M2 | Avinox M2S | Avinox M2S | Avinox M2S |
| Display | Avinox 2-inch OLED | Avinox 2-inch OLED | Avinox 2-inch OLED | Avinox 2-inch OLED |
| Akkukapazität | 800 Wh | 800 Wh | 700 Wh | 700 Wh |
| Max. Drehmoment | 125 Nm | 150 Nm | 150 Nm | 150 Nm |
| Gewicht | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe | keine Angabe |
| Preis (UVP) | ||||
Amflow PX Carbon Pro – erster Test auf dem Trail
Ich bin ehrlich, mit dem ersten Amflow bin ich ncht so richtig warm geworden. Die Geo war irgendwie altbacken, der Rahmen für meinen Geschmack viel zu weich und das Design komplett austauschbar. Mit dem neuen Modell wird alles anders. Der Flex im Rahmen ist komplett stimmig und die Geometrie überzeugt mit modernen Werten und umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Dazu der neue Motor … hmm … ein Traum. Next Level, würde ich sagen.
Die Frage, ob das neue Amflow richtig Spaß auf dem Trail macht, würde ich mit zwei eindeutigen Worten beantworten: Ja, total!
Bereits einige Tage vor der offiziellen Markteinführung hatte ich die Möglichkeit, das neue Amflow PX Carbon in der Pro-Version zu testen und dem neuen Bike ordentlich auf den Zahn, äh, auf die Stollen zu fühlen. Schon vor dem Start der ersten Fahrt war ich höchst neugierig, denn mit dem ersten E-Bike von Amflow wurde ich damals nicht so richtig warm.
Noch bevor es auf die Trails geht, stelle ich den Flip-Chip in der Kettenstrebe auf „lang“, denn aus der Erfahrung heraus ist mir bewusst, dass ein Motor mit derart viel Power, wie sie der Avinox M2S raushaut, viel Gegenhalt vom Hinterbau her braucht, um die Energie auch wirklich auf den Trail brennen zu können. Mit diesem Umbau misst die Kettenstrebe 451 mm, was ganz gut passen dürfte.
Direkt nach den ersten Testkilometern dachte ich einfach nur: „Wow, was für ein geiles Bike!“ Die Geometrie passt gut, das Bike ist damit deutlich größer und moderner, das Fahrwerk ist butterweich und im Gegensatz zum Vorgänger wurde hier das Verhältnis aus Steifigkeit und Flex gut getroffen. Der schlanke Carbonrahmen des neuen Modells ist steifer, aber nicht bocksteif, und vermittelt damit viel Komfort.
Wie schon erwähnt bin ich die Kettenstreben ausschließlich in der langen Einstellung gefahren. Damit war das Bike immer noch recht drehfreudig übers Hinterrad, ließ sich im Uphill gut durch enge Kehren zirkeln und bot einen stabilen Geradeauslauf auch bei höheren Geschwindigkeiten. Gerade letzteres ist beim Vorgängermodell gerade für schwere Fahrer ein spürbares Problem, wurde jetzt aber gut gelöst. Wichtig aber: Das Bike fordert im Uphill viel Gewicht auf der Front, denn das Vorderrad steigt schnell und verliert frühzeitig den Bodenkontakt. Dank des starken Motors kann man mit ruhiger, langsamer Trittfrequenz im Uphill pedalieren und hat somit mehr Ruhe in technisch anspruchsvolleren Sektionen, weil keine Unruhe in Mensch un Bike kommt, wie es oftmals bei schnellem Pedalieren der Fall ist.
Dank niedrigem Gewicht von etwas über 21 Kilogramm, gepaart mit einem poppigen Hinterbau fühlt sich das Amflow PX Carbon sehr quirlig, lebhaft und leichtfüßig an. Auf Trails fühlt man sich damit auf Anhieb zu Hause und kann ordentlich Spaß haben. Der Motor schiebt kraftvoll aus Kurven heraus, quittiert jeden Input vom Pedal mit Vortrieb und lässt sich auch oberhalb der 25 km/h leichtgängig pedalieren.
Für den Uphill muss ich etwas weiter ausholen, denn hier kommt vor allem der neue Avinox M2S-Motor zum tragen. Dieses kleine Kraftpaket schiebt mit bis zu 130 Nm Drehmoment und 1300 Watt Leistung – im Boost-Mode sind es sogar kurzzeitig bis zu 150 Nm und 1500 Watt. Damit dürfte das Amflow PX Carbon Pro mit seinem Gewicht von circa 21 Kilogramm mit das beste Leistungsgewicht aller, aktuellen E-Mountainbikes besitzen.
Um all diese Power auf den Trail zu bekommen, muss man sein Körpergewicht weit vorne über dem Lenker positionieren, will man nicht andauernd auf dem Hinterrad unterwegs sein. Wen das nicht stört, bitte schön, aufrecht sitzen bleiben und Uphills in Zukunft einfach im Wheelie hochfahren. Fakt ist, der Motor hat Power ohne Ende, spricht feinfühlig an und unterstützt auch bei niedriger Trittfrequenz, also ruhigem Pedalieren, bereits sehr kraftvoll. Gerade in stufigem, technischen Terrain macht mir das unglaublich viel Spaß und mir gelingen auf Anhieb ein paar Schlüsselstellen, die ich vorher nicht so einfach geschafft habe.
Hat man es eiliger, kein Problem! Linie suchen, Vollgas pedalieren, zusammen mit dem Bike dynamisch arbeiten und die Motorpower dafür nutzen den Trail mit richtig Speed zu erklimmen – richtig geil Leute, das macht einfach nur Spaß und definiert Uphill wirklich neu. Und wer noch mehr Support braucht, wählt den Boost-Modus, der nochmal mehr Druck (+20 Nm und +200 Watt) liefert. Zwar nur bis zu 60 Sekunden, aber ehrlicherweise kann das in einem steilen Uphill echt ne Ewigkeit sein. Ich bleibe dabei, mit dem Avinox M2S erlebt man Uphill 2.0, oder, wie man in der Gamingwelt sagen würde: Next level unlocked!
Lobend möchte ich noch den Speedsensor erwähnen, der mit der Sensordisk (Tonewheel), die Avinox an seinem Motorsystem nutzt, so hochauflösend ist, dass man fast von einem Lagesensor sprechen kann. Hier wird quasi permanent gemessen und verbessert damit die Genauigkeit und das Ansprechverhalten des Motors. Clever ist auch, dass der Abnehmer – die Sensordisk – an diesem Bike keine extra zu montierende Scheibe ist, sondern direkt in der Magura-Bremsscheibe integriert ist, vom Hersteller „Avinox tonewheel integrated“ bezeichnet. So sieht für mich stimmige Integration im Detail aus.
Generell lässt sich zum neuen Amflow PX Carbon Pro sagen, dass es sich leichtfüßig, quirlig und direkt auf dem Trail anfühlt – trotz 160/150 mm Federweg hat es eher den Charakter eines leichten, schnellen Trailbikes. Der Vierglenk-Hinterbau mit 150 mm Federweg arbeitet souverän, ist lebhaft und hat, das richtige Fahrwerkssetup vorausgesetzt, passend Pop. Gab es beim Vorgängermodell aus meiner Sicht noch Kritik am zu weichen Rahmen, hat Amflow dies jetzt deutlich besser im Griff. Der neue Carbonrahmen findet eine homogene Balance zwischen Steifigkeit und Flex – genau so muss es sein.
Wenn man mich fragt, was mir am Amflow PX Carbon Pro nicht so gut gefallen hat, dann würde ich antworten: die Bremsen. Amflow setzt hier auf Magura Gustav Pro mit 200er-Scheiben. Entgegen einigen meiner Kollegen, hatte ich an der Hebelergonomie und Griffweite nichts auszusetzen, denn meine Hände sind groß genug, um die Hebel gut zu erreichen. Was mich aber echt genervt hat, ist die fehlende Bremspower. Auch nach mehrtägigem Gebrauch musste ich viel Handkraft aufbringen, um die Fuhre auf den Punkt zum Stehen zu bringen. So bin ich es beispielsweise von einer SRAM Maven nicht gewohnt. Hier ziehe ich den Bremshebel und kann mich zu einhundert Prozent darauf verlassen, dass die Bremse kraftvoll und unvermittelt verzögert. Die Bremskraft der hier verbauten Magura Gustav Pro hat mir nicht ausgereicht und mich ehrlicherweise enttäuscht.
Ich kann mir die Bremsleistung mit den hier verbauten MDP 13 Black-Bremsbelägen erklären. Hier hat Magura bereits andere Beläge auf den Markt gebracht, die MDP 13 Silver. Diese sollen, laut Hersteller, bis zu 15 % mehr Bremspower bieten. Mein Kollege Arne konnte diese 2025 bereits testen und meint: „Diese bieten etwas mehr Power als die Standard-Variante. Damit hat die Gustav einen angenehmen, punchigen Biss und mehr als genug Bremspower. Negatives konnte ich hier nicht feststellen. Wer also mit den schwarzen Standard-Belägen unzufrieden ist, kann hier bedenkenlos zuschlagen und darf sich über etwas extra Power freuen.“ – hier findest du den Test der Magura MDP 13 Silver-Bremsbeläge. In der Kürze der Zeit war es mir leider nicht möglich, andere Beläge in den Bremsen zu testen.
Einen weiteren Grund zur Kritik bietet die Sattelstütze. Sie lässt sich zwar leichtgängig einfahren und verfügt zwar über ordentlich Hub, in Size L misst er 190 mm und in XXL sogar 230 mm, aber die Geschwindigkeit, mit welcher der Sattel ausfährt, ist grenzwertig. Ach was sage ich, grenzwertig? Nein, der Sattel fährt schlichtweg viel zu langsam aus. Das können andere, moderne Dropper-Posts deutlich besser.
In Summe ist das neue Amflow PX Carbon Pro ein richtig tolles E-Bike, das nicht nur wegen des bärenstarken Avinox M2S‑Motors überzeugt. Der Rahmen sieht gut aus, ist gut gemacht, die Geometrie modern und umfangreich einstellbar, der Spec passt prinzipiell und die Charakteristik auf dem Trail ist super. Würde ich dieses Bike Freunden empfehlen? Ja, wahrscheinlich.
Fazit – Amflow PX Carbon Pro
Yes, jetzt wird es richtig gut! Mit dem neuen Amflow PX Carbon Pro zeigt der Hersteller eine beeindruckende Weiterentwicklung des bekannten Amflow E-Bike. Der neue Carbonrahmen besitzt eine gute Balance aus Steifigkeit und Flex und wurde extrem schlank designt. Das Unterrohr ist sogar ähnlich schlank, wie bei manchem Light-Support-E-Bike mit Minimotor und Miniakku – und das mit 700er-Akku!
Als absolute Highlights sind hier die unzähligen Möglichkeiten der Geometrieanpassung und der bärenstarke Avinox M2S zu nennen. In Summe ein gelungenes E-Mountainbike, das die Fangemeinde der Marke sicher wachsen lässt und klar aufzeigt, dass Mitbewerber auch in Zukunft mit Amflow rechnen müssen.
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254 Kommentare
» Alle Kommentare im Forum"uphill flow" war und ist mit einem bio MTB nicht oder kaum vorhanden
Hier ein interessantes Video was mit dem PX und Uphill geht:
YT
Verändert der Flipchip für die Kettenstrebenlänge eigentlich die Tretlager höhe?
Auf der Amflow website heißt es das Rad nimmt 29" hinterräder auf wenn man es in die lange position stellt, die frage die ich mir da stelle, soll der flipchip gleichzeitig die Geo änderung die ein 29" hinterrad mit sich bringen würde kompensieren?
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