Raymon Tarok – Infos und Preise
Die Innovationen
✅ neu entwickelter Carbonrahmen
✅ avinox M2S mit 700er-Akku
✅ reduziertes, schlankes Design
✅ attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
| Einsatzbereich | Trail, All-Mountain, Enduro |
|---|---|
| Federweg | 160 mm/150 mm |
| Laufradgröße | Mullet 29″-27,5″ |
| Rahmenmaterial | Carbon |
| Motor | Avinox |
| Akkukapazität | 700 Wh |
| Gewicht (o. Pedale) | 20,4 kg |
| max. Systemgewicht | 130,0 kg |
| Rahmengrößen | S, M, L, XL (im Test: L) |
| Website | raymon-bicycles.com |
| Preisspanne | 4.999 Euro - 9.999 Euro |
Die Schweinfurter Fahrradmarke Raymon präsentiert mit dem neuen Tarok – ein neues E-Mountainbike mit Avinox M2s, ordentlich Federweg, Mullet-Setup und extrem schlankem Carbonrahmen – ein überaus attraktives Gesamtpaket aus Innovation und Preis/Leistung. Mit 160 mm Federweg an der Front und 150 mm am Heck positioniert sich das Bike klar im All-Mountain- bis Enduro-Bereich. Das Topmodell bringt, laut Hersteller, dabei nur 20,4 Kilogramm auf die Waage (inklusive Schläuchen, also noch nicht Tubeless) und bleibt damit erfreulich leicht für diese Leistungsklasse. Das zulässige Systemgewicht liegt bei soliden 130 Kilogramm. Angeboten wird das Modell in den Größen S, M, L und XL und setzt auf Mullet-Setup, also mit 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten.
Interessant ist auch die Philosophie hinter dem Geometrie-Konzept: Auf einen Flip-Chip oder umfangreiche Verstelloptionen verzichtet man bewusst. Stattdessen soll das Bike „out of the box“ funktionieren – aufsteigen, losfahren, Spaß haben. Ein Ansatz, der gerade viele Fahrer ansprechen dürfte, die sich nicht lange mit Setup-Fragen beschäftigen wollen.
Preislich bewegt sich das Bike zwischen 4.999 und 9.999 Euro und bietet dafür ein insgesamt sehr rundes, leistungsstarkes und optisch gelungenes Gesamtpaket mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis.
Motor & Akku
- Motor Avinox M2S bzw. M2 (Comp-Modell)
- Akku Avinox
- Akkukapazität 700 Wh
- Nenndauerleistung 250 Watt
- Spitzenleistung 1500 W (M2S) / 1100 W (M2)
- Max. Drehmoment 150 Nm (M2S) / 125 Nm (M2)
- Display Avinox Touch
Hier findest du alle Infos und den Test vom neuen Avinox M2S-Motor:
Geometrie
Unserem letzten Testbike von Raymon attestierten wir eine sportlich-flache Geometrie – das Tarok macht hier fast schon eine Kehrtwende: Mit Ausnahme kleiner Details, ist die Geometrie des E-Allmountains modern: Viel Reach, viel Stack, viel Tretlagerabsenkung und angemessen lange Steuerrohre, dazu passend ein flacher Lenkwinkel und ein steiler Sitzwinkel.
Etwas fraglich ist, warum der Sitzwinkel mit steigender Größe flacher wird, das dürfte aber an dem Knick im Sitzrohr und der Messhöhe liegen. Hier dürfte in Zukunft gerne noch nachgelegt werden, gerade große Fahrer mit viel Stützenauszug profitieren von einem angepassten Sitzwinkel. Auch die Kettenstrebe wächst weiterhin nicht mit, was angesichts des starken Motorsystems vor allem in den großen Rahmengrößen durchaus für ein steigendes Vorderrad im Uphill sorgen dürfte.
Insgesamt macht die Geometrie vor allem in den kleineren Größen einen sehr vielversprechenden Eindruck.
Wusstest du eigentlich, dass du in Geometrics – unsere Datenbank für Fahrrad-Geometrien – viele aktuelle E-Bikes miteinander vergleichen und auf den ersten Blick die Unterschiede sehen kannst? Probier’s mal aus!
Erhältliche Rahmengrößen S / M / L (getestet) / XL
| Rahmengröße | S | M | L | XL |
|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 |
| Reach | 435 mm | 456 mm | 480 mm | 505 mm |
| Stack | 642 mm | 642 mm | 651 mm | 660 mm |
| STR | 1,48 | 1,41 | 1,36 | 1,31 |
| Lenkwinkel | 64° | 64° | 64° | 64° |
| Sitzwinkel, effektiv | 78,3° | 77,9° | 77,5° | 77,3° |
| Oberrohr | 572,4 mm | 593,4 mm | 620 mm | 647 mm |
| Steuerrohr | 115 mm | 115 mm | 125 mm | 135 mm |
| Sitzrohr | 400 mm | 420 mm | 440 mm | 460 mm |
| Kettenstreben | 445 mm | 445 mm | 445 mm | 445 mm |
| Radstand | 1.223 mm | 1.244 mm | 1.272 mm | 1.302 mm |
| Tretlagerabsenkung | 19 mm | 19 mm | 19 mm | 19 mm |
| Gabel-Offset | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm |
| Federweg (hinten) | 150 mm | 150 mm | 150 mm | 150 mm |
| Federweg (vorn) | 160 mm | 160 mm | 160 mm | 160 mm |
Ausstattung
Aufgepasst – Raymon haut preislich mal wieder einen raus! Krasse 4.999 € Einstiegspreis in die Avinox M2-Baureihe sind eine Ansage – vor allem mit Carbon-Hauptrahmen. Der Blick ins Detail offenbart aber auch ein paar Punkte, auf die man achtgeben muss: Das Comp-Modell kommt lediglich mit dem „schwächeren“ M2, nicht dem M2S, der die starke Spitzenleistung offenbaren kann. Der günstigere M2 bringt dennoch ein Leistungsupgrade gegenüber dem M1 mit. Vorsicht ebenso beim Ladegerät, denn hier ist nur ein 4A-Charger dabei, man muss also auf die Schnelllade-Funktion verzichten.
Das gilt es auch beim Pro-Modell zu beachten, auch hier ist nur der 4A-Charger an Bord. Dafür setzt das Pro-Modell bereits auf den M2S-Motor und einen kompletten Carbon-Rahmen, hier ist also auch der Hinterbau aus Carbon. Die beiden Einstiegsmodelle sind funktionell ausgestattet, wirkliche Highlights hält die Ausstattung jedoch nicht bereit – passend als Tuning-Basis, oder wenn die höherpreisigen Modelle einfach zu teuer sind.
Ab dem Tarok Ultra kommt das 12A-Schnellladegerät im Lieferumfang, die beiden höherpreisigen Bikes setzen zudem beide auf eine AXS-Transmission-Schaltung mit Funksteuerung. Am Ultra-Modell setzt Raymon auf die Lyrik Select+ und den Super Deluxe Select, eine Magura Gustav-Bremsanlage, DT Swiss H1900-Laufräder und Eigenmarken-Teile.
Etwas nobler wird es beim getesteten Ultimate-Modell mit Fox-Factory-Anbauteilen: 36er-Gabel, Float-X-Dämpfer und Transfer-Sattelstütze kommen aus der High-End-Serie von Fox und mit Kashima-Coating. Passend zum X0-Antrieb gibt es hier auch Bremsen von SRAM: Verbaut ist die Maven Silver.
Eine zentrale Gemeinsamkeit aller Modelle: Die Akku-Größe, denn hier setzt Raymon auf 700 Wh auf voller Breite.
Raymon Tarok Preis (UVP)
- Raymon Tarok Ultimate 9.999 €
- Raymon Tarok Ultra 7.499 €
- Raymon Tarok Pro 5.999 €
- Raymon Tarok Comp 4.999 €
| Modell | Tarok Ultimate | Tarok Ultra | Tarok Pro | Tarok Comp |
|---|---|---|---|---|
| Rahmen | 29"/27.5" Carbon HSC, 150 mm | 29"/27.5" Carbon HSC, 150 mm | 29"/27.5" Carbon HSC, 150 mm | 29"/27.5" Carbon HSC/Alu, 150 mm |
| Gabel | Fox 36 Float Factory, air 160 mm | RockShox Lyric Select +, air, 160 mm | RockShox Psylo Gold RC, air, 160 mm | RockShox Psylo Silver RC, air, 160 mm |
| Dämpfer | Fox Float X Factory | RockShox Super Deluxe Select | RockShox Deluxe Select | RockShox Deluxe Select |
| Schalthebel | Sram X0 AXS, Transmission, 12-S | SRAM S1000 AXS, Transmission, 12-S | Shimano Deore XT LG, 11-S | Shimano Cues LG, 11-S |
| Schaltwerk | Sram X0 AXS, Transmission, 12-S | SRAM S1000 AXS, Transmission, 12-S | Shimano Deore XT LG, 11-S | Shimano Cues LG, 11-S |
| Kassette | Sram X0 AXS, Transmission, 12-S | SRAM S1000 AXS, Transmission, 12-S | Shimano Deore XT LG, 11-S | Shimano Cues LG, 11-S |
| Kurbel | Carbon | N/A | N/A | N/A |
| Bremse | Sram Maven Silver, 4-Piston, hydr. disc brake | Magura Gustav Elite, 4-Piston, hydr. disc brake | Shimano Deore, 4-Piston, hydr. disc brake | Tektro Orion M6041, 4-Piston, hydr. disc brake |
| Laufräder | Raymon CO30 | DT Swiss H1900 | ||
| Reifen | N/A | N/A | N/A | N/A |
| Sattel | N/A | N/A | N/A | N/A |
| Sattelstütze | Fox Transfer Factory | Raymon dropper | Raymon dropper | Raymon dropper |
| Lenker | Carbon | N/A | N/A | N/A |
| Vorbau | N/A | N/A | N/A | N/A |
| Motor | Avinox M2S, 150 Nm | Avinox M2S, 150 Nm | Avinox M2S, 150 Nm | Avinox M2, 125 Nm |
| Display | Avinox DP100, USB-C | Avinox DP100, USB-C | Avinox DP100, USB-C | Avinox DPC100 |
| Akkukapazität | Avinox HighPower, 700 Wh | Avinox HighPower, 700 Wh | Avinox HighPower, 700 Wh | Avinox HighPower, 700 Wh |
| Max. Drehmoment | 150 Nm | 150 Nm | 150 Nm | 125 Nm |
| Gewicht | N/A | N/A | N/A | N/A |
| Preis (UVP) | EUR 9.999 | EUR 7.499 | EUR 5.999 | EUR 4.999 |
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Raymon Tarok – erster Test auf dem Trail
Hammer! Das neue Tarok von Raymon weiß zu gefallen. Optisch erinnert es an ein normales MTB ohne Motor, der Carbonrahmen ist extrem schlank und leicht, die Preis/Leistung überaus attraktiv und auf dem Trail brennt es ein wahres Feuerwerk der Begeisterung ab. In meinen Augen, ist das neue Tarok das beste Raymon ever.
Mit dem neuen Tarok zeigt Raymon eindrucksvoll, dass man die Hausaufgaben gemacht hat. Schon auf den ersten Blick wird klar: Hier wurde nicht einfach nur weiterentwickelt, sondern gezielt an den entscheidenden Stellschrauben gedreht. Der schlanke Carbonrahmen wächst spürbar, legt beim Reach zu und bietet gleichzeitig einen höheren Stack als das bekannte Airok, das hier als Blaupause diente. Das Resultat ist eine Front, die angenehm hoch ausfällt und dem Bike eine moderne, souveräne Position verleiht. Ein Lenker mit etwas mehr Rise – etwa 30 mm – könnte das Setup noch etwas verbessern, doch auch in der Serienkonfiguration funktioniert das Konzept bereits erstaunlich gut.
Auf dem Trail präsentiert sich das Raymon Tarok als gelungene Mischung aus Agilität, Verspieltheit und Potenz. Es fühlt sich leichtfüßig an, fast schon spielerisch, ohne dabei an Nehmerqualitäten in gröberem Geläuf einzubüßen. Trotz schwieriger Testbedingungen mit tiefem, matschigem Untergrund war sofort spürbar, wie effizient das Rad über den Trail rollt. Es generiert Tempo mit Leichtigkeit und vermittelt gleichzeitig ein hohes Maß an Kontrolle. In Summe hinterlässt das neue Tarok damit einen extrem positiven Ersteindruck – und ja, man kann es ruhig so sagen: „Das Ding ist einfach Bombe!“
Ein zentraler Baustein dieses starken Gesamtpakets ist der Motor. Raymon verbaut hier den Avinox M2S, bzw. im Einstiegsmodell den M2. Maßgeblich für die schlanke Silhouette des Unterrohrs mitverantwortlich: der super schlanke 700-Wh-Akku von Avinox. Mit diesem Akku, der auf allerneuester Zelltechnologie basiert, liefert das System beeindruckende Leistungsdaten von bis zu 150 Nm Drehmoment und 1.500 Watt Spitzenleistung. Damit spielt das Bike ganz klar in der Oberliga moderner E-MTBs und bringt mehr als genug Power mit, um auch anspruchsvolle Uphills souverän zu meistern.
Passend dazu setzt Raymon bei den Bremsen auf die Gustav Pro, die am Testbike mit ordentlich Biss überzeugen konnten. Gerade im Zusammenspiel mit der hohen Motorleistung ist das ein wichtiger Faktor, denn hier braucht es eine zuverlässige und kraftvolle Verzögerung – und genau das liefert das Setup.
Auch optisch weiß das Bike zu begeistern. Die Linienführung ist dynamisch, fast schon aggressiv, dabei aber angenehm reduziert. Besonders auffällig: das schlanke Unterrohr, das eher an ein klassisches Mountainbike erinnert als an ein modernes E-MTB mit großem Akku. Diese cleane Integration sorgt für einen eigenständigen, sehr hochwertigen Look.
Meinung @eMTB-News.de
Mit dem neuen Raymon Tarok zeigt die Fahrradmarke aus Schweinfurt eindrucksvoll, wie ein modernes E-Fully aussehen muss. Der extrem schlanke Carbonrahmen versteckt den 700er-Akku geradezu und der bärenstarke Avinox-Motor liefert einen gut modulierbaren Support auf dem Trail.
Ich freue mich schon auf einen längeren Test, denn auf den ersten Kilometern war das Raymon Tarok schon sehr, sehr vielversprechend.
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37 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumUnd wenn der Antrieb auch noch dermaßen viel Leistung entwickelt wie der Avinox wirds ja noch viel wichtiger.
Hat jemand was vom Range Extender mitbekommen ob's passen würde?
Also optisch gefällt mir persönlich nur das Pro, also was die Lackierung anbelangt. Und auch das Pro ist preislich meines Erachtens das einzig interessante Bike hier.
Schaut man aber auf die vergleichsweise hundsmiserablen Komponenten, schaue ich mich doch lieber woanders um, auch wenn's da vielleicht nicht den neuesten Avinox Motor dazu gibt.
Schade, hätte dem Bike und der Marke gern ne Chance gegeben.
Fahre aktuell ein Centurion no pogo 3000i aus 2025 mit Carbon LRS und Carbon Lenker.
Sehr potentes Bike auch für 90kg Fahrer.
Wenn das Raymon auch so stabil sein sollte würde ich eins kaufen, der Motor reizt schon, der Akku soll ja angeblich bei weniger Gewicht sogar etwas weniger verbrauchen als der Bosch 800w?!
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