Video: Bosch eShift und ABS für E-Bikes
Elektrisch schalten mit Bosch und Shimano
Mit Bosch eShift lassen sich die Gänge am E-Bike halb- oder vollautomatisch schalten. Die Grundidee und das Ziel hinter dieser Technologie sind eine einfachere Handhabung, die Verbesserung der Haltbarkeit aller Schaltkomponenten und eine Maximierung der Performance, egal ob auf Asphalt oder im Gelände.
Bosch eShift stellt ein elektronisches und automatisches Schaltsystem dar, das in Kombination aus beispielsweise CX-Motor und Shimano Di2-Schaltungen ein komfortableres, reibungsloseres und „smarteres“ Schalten ermöglicht. Egal, wer auf dem E-Bike sitzt – Pendler, Wochenendradler oder versierte Freaks – eShift macht es möglich, im Auto-Mode das Thema „richtig schalten“ komplett auszublenden und sich auf das reine Fahren zu konzentrieren. Denn das System sorgt dafür, dass in jedem Moment der richtige Gang eingelegt ist.
Welche eShift-Modi gibt es?
Bosch bietet unterschiedliche Schaltmodi an. Dies hat den Vorteil, dass Bikerinnen und Biker selbst entscheiden können, welchen Modus sie nutzen. Halb- oder vollautomatisch oder – ganz klassisch – manuell. Die Modi lassen sich über einen kleinen Taster am Shimano Di2-Schalthebel anwählen und werden im Display mittels kleiner Symbole (M, M+, A) angezeigt.
- M (manuell) Hier bleibt fast alles, wie es ist. Die Gänge werden, wie man es gewohnt ist, manuell gewechselt. Einen Vorteil hat die Kombination mit Di2-Schaltungen dennoch, denn hiermit lassen sich die Gänge jetzt auch am E-Bike mit Bosch-Motor im Rollen wechseln, ganz ohne dabei pedalieren zu müssen. Bosch nennt dieses Feature „RollShift“.
- M+ (halbautomatisch) Gänge werden manuell geschaltet, aber das System erkennt am Pedaldruck und der Geschwindigkeit, ob der Gang passend ist, und wechselt gegebenenfalls automatisch in einen passenderen. Dies macht beispielsweise in einer Abfahrt Sinn.
- A (automatisch) Hier übernimmt das System komplett und schaltet alle Gänge vollautomatisch, basierend auf der Trittfrequenz und vorab eingestellten Parametern. Dies ist besonders für Alltagsfahrer, Genuss- oder Gelegenheits-Biker und Pendler komfortabel und sinnvoll.
Gerade für den Stadtverkehr stellt der Bosch eShift Auto-Mode ein weiteres Feature dar, denn rollt man auf eine rote Ampel zu, schaltet das System selbstständig runter und legt so den perfekten Gang ein, um bei Grün wieder schnell losfahren zu können.
Welche Schaltungen sind mit eShift kompatibel?
- Shimano XT Di2 (elektronische Kettenschaltung)
- Shimano XTR Di2 (elektronische Kettenschaltung)
- Shimano CUES Di2 (elektronische Kettenschaltung)
- TRP E.A.S.I. A12 (elektronische Kettenschaltung)
- Shimano NEXUS Di2 (Nabenschaltung mit elektronischer Schaltung)
- Rohloff E 14 (Nabenschaltung)
Für wen eignet sich eShift besonders und für wen weniger?
Gut geeignet für
- Pendler und Alltagsradler, die in der Stadt oft anhalten oder anfahren müssen und es gern komfortabel haben.
- Touren-, Trekking- und Gelegenheitsradler, die sich nicht ständig ums Schalten kümmern wollen.
- Alle, die mit Kettenschaltung unterwegs sind und von smoother Automatik profitieren wollen.
Weniger geeignet für
- Menschen, denen ein sehr sportliches Schaltgefühl wichtig ist, die lieber manuell schalten und immer die volle Kontrolle über jeden Gangwechsel haben wollen.
- E-Bikes mit älterem Motor oder ohne elektronische Schaltungen (inkompatibel mit eShift)
ABS für E-Bikes – sicherer bremsen
Das Bosch E-Bike ABS (Anti-Blockier-System) ist ein Sicherheitssystem, das speziell für E-Bikes entwickelt wurde, um das Blockieren der Räder beim Bremsen zu verhindern – ähnlich wie beim Auto oder Motorrad, aber an die Dynamik eines Fahrrads angepasst. Hierfür hat Bosch mehrere, speziell auf den jeweiligen Bike-Typ und Einsatzweck abgestimmte ABS-Varianten im Programm.
- Bosch ABS – für Cargo-, City- und Trekking-E-Bikes, ideal für den Alltags- und Toureneinsatz.
- Bosch ABS Pro – für E-Mountainbikes und sportliche Offroad-E-Bikes, die auch auf steilen Trails oder bei höheren Geschwindigkeiten perfekt Leistung zeigen müssen.
Dass man mit ABS auch im E-Racing punkten kann, zeigte Nathalie Schneitter, denn sie hatte an ihrem Trek Rail eine Magura-Bremse mit ABS montiert und holte damit Gold bei den Weltmeisterschaften – hier geht’s zum WM-Bike von Nathalie. Für den Einsatz am E-MTB hat Bosch die Version ABS Pro entwickelt, die in drei unterschiedlichen Modi genutzt werden kann:
- ABS Trail Pro Ideal für Fahrten auf Trails, im Gelände, bei Nässe oder Glätte. Steuert und optimiert die Bremskraft auf losem Untergrund, verhindert das Blockieren der Räder und ermöglicht kontrolliertes Bremsen auf rutschigem Untergrund.
- ABS Race Wer gern schnell und aggressiv fährt oder gar an Rennen mit dem E-Bike teilnimmt, nutzt diesen Modus. Er ermöglicht es, später und härter zu bremsen, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass das Vorderrad wegrutscht. So ist eine perfekte Symbiose aus maximaler Bremskraft und maximaler Stabilität geboten.
- Off Hier ist das ABS vollkommen deaktiviert. Die Bremsen funktionieren wie gewohnt, aber ohne das Sicherheits-Feature ABS.
Mit welchen Bremsen ist das Bosch E-Bike ABS kompatibel?
Als Entwicklungspartner stand Magura Bosch zur Seite. Kein Wunder also, dass es das ABS mit Bremsen von Magura gibt. Aber mittlerweile gibt es weitere, spannende Kombinationen für ABS am E-Mountainbike.
- Magura CMe oder MT7
- TRP DH R EVO / EVO Pro
- Shimano XT
Wie sich das Bosch E-Bike ABS auf dem Trail fährt, erfährst du hier:
Bosch-E-Bike ABS im Test
Meinung @eMTB-News.de
Für uns sind Bosch eShift und automatisches Schalten kein Luxus, aber auch keine Revolution. Bosch bietet neben hochwertigen Motorsystemen mit eShift und ABS zwei weitere Highlights für E-Bikes und E-Mountainbikes und komplettiert damit das eigene Portfolio. Wer gern komfortabel unterwegs ist und sich nicht aufs Schalten konzentrieren will, wird den Auto-Mode mögen und wahrscheinlich die Gänge nur noch vollautomatisch wechseln lassen. Sportlich Ambitioniertere werden vielleicht M+ und RollShift nutzen – gerade letzteres will man nicht mehr missen, wenn man es mal hatte.
Zum Bosch ABS am E-Bike gibt es bestimmt unterschiedliche Meinungen. Wir können nur sagen: Unser Traumbike hat in jedem Fall ABS an Bord! Warum? Weil man damit später, härter bremsen kann. Und wer später bremst, ist bekanntermaßen länger schnell.
Wie siehst du das, würdest du gern automatisch schalten oder mit ABS bremsen?
Mondraker Crafty Unlimited Gulf Edition: Enduro-eMTB mit ikonischer Motorsport-Lackierung
Focus Jam²: Die Neuauflage eines aggressiveren 150mm E-Enduros
Hinter den Kulissen bei Troy Lee Designs: Wo Kult-Helme zu Kunst werden

47 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumIch habe mein Bullit jetzt seit 3 Wochen von xx Transmission auf XTR Di2 umgerüstet.
War erst skeptisch aber muss nach 5 Ausfahrten sagen, dass es leider geil ist...
XTR 12fach schaltet viel schneller
Verschalter hatte ich noch nicht
Die Trigger sind um Welten besser als bei Sram
Bin sogar der Meinung, dass das Bike leiser geworden ist!
Die eigentliche Automatik nutze ich nicht, weil ich ja trails fahre und das System ja nicht vorausschauend schaltet (wie auch, das sollte jedem klar sein)
Aber Rollshift ist schon cool, dass das System eigenständig die Gänge hoch und runter schaltet (je nach der aktuellen Geschwindigkeit), ohne dass man selber was macht.
Auch, dass man im rollen schalten kann vereinfacht das ganze auf dem Trail.
Im 400C Display wird auf der ersten Seite auch der aktuelle Gang angezeigt. Ich nutze das sehr viel - man bekommt sehr schnell ein Gefühl, ob der Gang passt oder nicht.
Ja, ich weiß, jahrhundertelang ging Fahrrad fahren auch ohne den neumodischen Mist. Aber warum soll man es sich schwerer machen als es sein muss...
Ja, man muss das schaltwerk zwingend mit dem Motor, über ein Kabel, verbinden. Nur der Schalthebel geht über Funk.
Das finde ich aber sogar gut, da man nie so richtig weiß, wieviel Saft der Akku vom Schaltwerk noch hat.
Wieder ein Pluspunkt
Negativ 🤔
Hmm...
Ich habe noch ein Rad mit der pinion mgu. Da ist das ganze, was shimano und bosch jetzt als weltneuheit verkaufen, seit einigen Jahren Serien und man kann natürlich auch im Stand schalten.
Korrekt, die Schaltwerke mit Akku können NICHT die Funktionen die für Freeshift und Co. nötig sind!
Weil das Schaltwerk und Motor über das Datenkabel verbunden werden müssen und wohl darüber kommunizieren.
Dazu gibt es glaube hier schon einen anderen Fred, wo alle Komponenten, die zusammen Funktionen, aufgezählt werden.
Es muss ein schaltwerk sein, was hinten die 60 in der Nummer hat (also 9260 oder 8260 oder 6260)
Die xx/xtr bin ich selbst noch ned gefahren, dafür aber knappe zwei Stunden die X0 Trans. am One44 AT. Und selbst im lansamsten Modus fühlt sich die XT Di2 (m8250 mit der neuen 8200er Kassette) schneller an als die SRAM.
Multishift unbegrenzt...genial.
Bei der Smoothness nehmen sich beide wenig....top. Welten im vgl. zur Mechanischen! Aber im Gesamtpaket wirkt die Di2 einfach souveräner... präziser, direkter und insgesamt einfach stimmiger im Fahrbetrieb. Die Remote trägt auch nen großen Teil dazu bei. Haptisch genial, dazu noch die einstellbaren Hebel.
Einfach en rießiger Spaßgewinn, die Dinger!🤩
Wir laden dich ein, jeden Artikel bei uns im Forum zu kommentieren und diskutieren. Schau dir die bisherige Diskussion an oder kommentiere einfach im folgenden Formular: