Cannondale Moterra LT - Federweg: 170/165 mm | Gewicht: 25,2 kg | Preis: 7.399 € (UVP)
Am Moterra setzt Cannondale wie gewohnt auf einen Viergelenker-Hinterbau - dieser liefert in der getesteten LT-Version 165 mm Federweg
Der untere Lagerpunkt wird von einem aufgeklebten Schoner bedeckt.
An der Kettenstrebe befindet sich wie gewohnt ein dämpfender Schützer.
Der große 800 Wh-Akku kann ohne Werkzeug, mit passendem Schlüssel entnommen werden.
Alle Kabel laufen in den Steuersatz. - Eine Lösung, deren Sinn auch nach Jahren nicht einleuchten will.
Auf dem Unterrohr ist Platz für einen Flaschenhalter oder Range Extender.
Das getestete LT-Modell gibt's aktuell nur in einer einzigen Version.
Im Rahmen ist ein bewährter und bekannter Bosch CX Gen 5-Motor verbaut - dieser liefert in Spitze 110 Nm Drehmoment.
Ein richtiges Display gibt's nicht, nur die LED-Anzeige auf dem Oberrohr. - Leider bietet Bosch keine Schnittstellen zu bekannten Fahrradcomputern, was ziemlich störend sein kann.
Über den Controller auf der linken Seite lassen sich die Modi wechseln.
Der Akku kann natürlich auch im Rad geladen werden … oder man baut ihn eben aus.
Die 170 mm Federweg an der Front werden von einer Fox 38 Performance-Federgabel mit günstiger Grip-Dämpfung verwaltet.
Am Heck soll ein DHX-Stahlfederdämpfer in der Performance-Version für Grip und Kontrolle sorgen.
Geschaltet wird mit der mechanischen SRAM 90 Transmission mit 12 Gängen.
Die Alu-Kurbel stammt von e*thirteen.
An der Front gibt's massig Grip in losen Untergründen dank Schwalbe Shredda.
Hinten soll mit dem Albert in Soft-Mischung der Rollwiderstand gering gehalten werden.
Die Alu-Laufräder stammen aus dem Hause DT Swiss.
Die TRP Evo Pro-Bremsen sind nicht gerade günstig.
Die passende Bremspower war Cannondale wohl wichtig.
Der Sattel wird über eine hauseigene Sattelstütze abgesenkt.
Auch das Cockpit stammt aus dem hause Cannondale.
Das Moterra LT ist kein ausgewiesener Kletter-Experte, hat sich im Uphill aber überraschend gut geschlagen. - Wer es wirklich wissen will, sollte die vollen 110 Nm des Motors in der App freischalten.
Man kann es richtig laufen lassen mit dem Moterra LT - der Hinterbau bietet viel Gegenhalt, spricht aber sensibel an. Dazu kommt eine absolute Wohlfühl-Geometrie.
In der Luft liegt das Moterra LT sehr ruhig - ein paar sehr stumpfe Landungen hat das Rad problemlos weggesteckt.
Die Geometrie und das vorhersehbare Fahrverhalten motivieren, auch in ruppigem Gelände zu pushen.
Der hohe Stack erlaubt eine sehr relaxte Position in roughem Gelände - wird es flach und verwinkelt, muss man aber sehr aktiv Druck auf die Front ausüben.
Solange man genug Speed hat und nicht um allzu enge Kurven muss, fühlt sich das Cannondale erstaunlich aktiv an.
Cannondale-Moterra-LT-6746
Ich musste eine 50 lbs härtere Feder als von Cannondale empfohlen wählen - generell sollte man jedoch beachten, dass Stahlfedern einer sehr großen Toleranz unterliegen und unterschiedlich ausfallen können.
Der Schwalbe Albert in härterer Mischung war mir etwas zu wenige Reifen für ein so potentes Bike. - Am E-Bike würde ich sogar eher hinten den aggressiveren Reifen aufziehen und nicht vorn.
Für so ein potentes E-Bike ist das Cannondale Moterra LT ertaunlich vielseitig - Geometrie und Hinterbau sorgen für ein sehr intuitives Fahrverhalten – solange nur genug Gefälle da ist!