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Der deutsche Hersteller Canyon ist nach eigenen Angaben vor wenigen Tagen Opfer eines professionellen Cyber-Angriffs geworden. Während der Webshop wie gewohnt funktionieren soll, kann es beim Kundenkontakt sowie bei der Auslieferung bestellter Bikes zu Verzögerungen kommen. Hier findet ihr die vollständige Mitteilung von Canyon!

Kurz vor Jahreswechsel wurde die Canyon Bicycles GmbH Ziel eines massiven kriminellen Cyber-Angriffs. Offenbar handelt es sich um eine professionell organisierte Tätergruppe, die sich darauf spezialisiert hat, Unternehmen anzugreifen. Den Tätern gelang es, sich bei Canyon Zugriff auf die IT-Systeme zu verschaffen. Software und Server wurden verschlüsselt und dadurch stellenweise lahmgelegt. Nicht betroffen war die Webseite www.canyon.com: Bestellungen über den Webshop können und konnten wie gewohnt aufgegeben werden. Mittlerweile ist der Angriff identifiziert und nach aktuellem Kenntnisstand gestoppt.

„Der Angriff zeugt massiver krimineller Energie.“, so Canyon-Gründer und Geschäftsführer Roman Arnold. „Durch die Verschlüsselung unserer IT-Infrastruktur wurden die Arbeits- und Geschäftsprozesse vorübergehend massiv beeinträchtigt. Unmittelbar betroffen war unser Standort Koblenz sowie alle internationalen Ländergesellschaften mit Ausnahme der US-Gesellschaft, da diese mit einem eigenen IT-System arbeitet. Wir rechnen in den nächsten Tagen mit Verzögerungen im Kundenkontakt sowie in der Auslieferung. Wir setzen alles daran, um die Auswirkungen für unsere Kunden und Fans so gering wie möglich zu halten und schnellstmöglich wieder in den Normalbetrieb zu kommen.“, so Roman Arnold weiter. Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich und entschuldigen uns, dass Canyon derzeit nicht seinen gewohnten Service-Standard anbieten kann.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Cyber-Angriffs hatte Canyon die zuständigen Behörden informiert. Eine enge Zusammenarbeit erfolgt seitdem mit der Kriminalpolizei Koblenz und dem Landeskriminalamt. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz wurde informiert. Gegen die Täter wird Strafanzeige erstattet. Experten aus den Bereichen IT, Forensik und Cyber-Security konnten den Angriff schnell analysieren und kontrollieren sowie bereits Lösungen und Gegenmaßnahmen einleiten.

Was sagt ihr zum Cyber-Angriff auf Canyon? Seid ihr von den Auswirkungen betroffen?

Infos und Bilder: Pressemitteilung Canyon
  1. benutzerbild

    Speedskater 1

    dabei seit 10/2019

    Wahrscheinlich war es ein verärgerter Kunde,der hatte wahrscheinlich die Schnauze voll 😉
  2. benutzerbild

    bluecat

    dabei seit 12/2011

    Speedskater 1 schrieb:

    Wahrscheinlich war es ein verärgerter Kunde,der hatte wahrscheinlich die Schnauze voll 😉

    Wenn der Kunde mailorder wählt, spart er den Fachhandel aus - kauft also günstiger.
    Wenn der Anbieter Direktvertieb wählt, spart er den Fachhandel aus - produziert also günstiger.

    Auch wenn der diesjährige Kostenvorteil durch die ransomware aufgefressen wurde: Natürlich darf ein Direktanbieter nur einen rudimentären Kundendiest anbieten, sonst ist der Wettbewerdsvorteil weg.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    Speedskater 1

    dabei seit 10/2019

    bluecat schrieb:

    Wenn der Kunde mailorder wählt, spart er den Fachhandel aus - kauft also günstiger.
    Wenn der Anbieter Direktvertieb wählt, spart er den Fachhandel aus - produziert also günstiger.

    Auch wenn der diesjährige Kostenvorteil durch die ransomware aufgefressen wurde: Natürlich darf ein Direktanbieter nur einen rudimentären Kundendiest anbieten, sonst ist der Wettbewerdsvorteil weg.

    Von was für einem Kundendienst sprichst du?
    Kundendienst kommt von Dienst am Kunden,und nicht 3 Monate lang verarschen.
  5. benutzerbild

    bluecat

    dabei seit 12/2011

    Speedskater 1 schrieb:

    Von was für einem Kundendienst sprichst du?


    Jede Geschäftsleitung kennt die 80:20 - Regel: Um eine Sache zu 80% zu Erledigen braucht es 20% Aufwand, die restlichen 20% verschlingen dann die 80% an Aufwand. Wer es schafft, mit 95% oder 90% handeln zu können, macht massive Einsparungen.

    Am Kundendiest bedeuted dies:
    • Bei einfachen, am Telefon lösbaren Problemen wird dies so erledigt, eventuell wird dazu an eine Fachstelle weiterverbunden
    • Erfordert das Problem physischen Einsatz (Zusendung eines Ersatzteils, Rücknahme, Besuch eines Technikers etc.) ist eine Vorabklärung notwendig
    • Unterschreitet der Aufwand den kalkulierten Ertrag für das aktuelle Produkt oder sind spätere Erträge in Aussicht: Dem Kunden Helfen, auch wenn es was kostet
    • Überschreitet der Aufwand den kalkulierten Ertrag für das aktuelle Produkt oder sind spätere Erträge in Aussicht: Den Kunden loswerden
    • Der Kunde ist zu einem lästigen Kostenfaktor geworden, hat aber ev. rechtlich gesicherte Ansprüche
    • Jetzt das Callcenter einschalten: Jedes Mal, wenn der Kunde Anruft, darf er Beethoven hören und wird dann supernett begrüsst, jemand nimmt sein Anliegen auf, ein Ticket wird erstell und ein Rückruf zugesichert
    • Der Rückruf kommt nie, der Kunde ruft beim Callcenter an und trifft auf eine andere Person, die wiederum sehr freundlich...
    • Diese loop wird solange widerholt, bis der Kunde entweder abspringt oder Klage einreicht
    • Klagt der Kunde, wird sofort reagiert
  6. benutzerbild

    Speedskater 1

    dabei seit 10/2019

    bluecat schrieb:

    Jede Geschäftsleitung kennt die 80:20 - Regel: Um eine Sache zu 80% zu Erledigen braucht es 20% Aufwand, die restlichen 20% verschlingen dann die 80% an Aufwand. Wer es schafft, mit 95% oder 90% handeln zu können, macht massive Einsparungen.

    Am Kundendiest bedeuted dies:
    • Bei einfachen, am Telefon lösbaren Problemen wird dies so erledigt, eventuell wird dazu an eine Fachstelle weiterverbunden
    • Erfordert das Problem physischen Einsatz (Zusendung eines Ersatzteils, Rücknahme, Besuch eines Technikers etc.) ist eine Vorabklärung notwendig
    • Unterschreitet der Aufwand den kalkulierten Ertrag für das aktuelle Produkt oder sind spätere Erträge in Aussicht: Dem Kunden Helfen, auch wenn es was kostet
    • Überschreitet der Aufwand den kalkulierten Ertrag für das aktuelle Produkt oder sind spätere Erträge in Aussicht: Den Kunden loswerden
    • Der Kunde ist zu einem lästigen Kostenfaktor geworden, hat aber ev. rechtlich gesicherte Ansprüche
    • Jetzt das Callcenter einschalten: Jedes Mal, wenn der Kunde Anruft, darf er Beethoven hören und wird dann supernett begrüsst, jemand nimmt sein Anliegen auf, ein Ticket wird erstell und ein Rückruf zugesichert
    • Der Rückruf kommt nie, der Kunde ruft beim Callcenter an und trifft auf eine andere Person, die wiederum sehr freundlich...
    • Diese loop wird solange widerholt, bis der Kunde entweder abspringt oder Klage einreicht
    • Klagt der Kunde, wird sofort reagiert


    Genau so war’s bei mir,bis ich dann von meinem Auftrag zurücktreten wollte hat sich was getan.

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