Bosch Hub Line: Das ist neu
Ganz neues Terrain für Bosch: Mit der Hub Line möchten die Schwaben den Markt für Hinterradantriebe aufmischen. Als Ergänzung zu den leistungsstarken, aber vergleichsweise großen Mittelmotoren möchte man mit der Hub Line eine puristische und kompakte, aber gleichzeitig ebenfalls kraftvolle Alternative für urbane Bikes entwickelt haben. Mit maximal 45 Nm Drehmoment soll die Hub Line entsprechend zügig nach vorn ziehen und sich bei 25 km/h vollständig entkoppeln.
- Bosch Hub Line
- minimalistischer, leichter Nabenmotor für den urbanen Einsatz
- 2,3 kg leicht
- bis 45 Nm Drehmoment
- 100 mm Durchmesser
- vollständig mit eBike Flow App vernetzbar für Navigation, Diebstahlschutz und Personalisierung
- kompatibel mit eShift-Schaltung
- Neuer Akku
- Mit dem PowerTube 360 gibt es auch einen neuen, sehr kompakten Akku dazu
- 68 mm Durchmesser
- 2,1 kg leicht
- Erweiterung mit PowerMore-Extender möglich
- herausnehmbar oder fest verbaut (herstellerabhängig)
- Neue Active Line mit mehr Power und neuer Akkugröße
- ConnectModule neu für eine präzise Ortung und einfachere Nachrüstung
- Neue Remote LED Controller wird kleiner und kompakter
- Intuvia 200 schlankes Schwarz-Weiß-Display ist ebenfalls neu
Das neue Aggregat wiegt leichte 2,3 kg und ist mit 100 mm Durchmesser auch entsprechend kompakt gestaltet. So soll sich der E-Bike-Motor dezent in die Nabe einfügen und es Herstellern ermöglichen, maximal schlanke und unauffällige E-Bikes zu gestalten, die nicht mehr nach motorisierten Rädern aussehen.
Angetrieben wird der Nabenmotor entweder via Shimano-HG-Kassettenaufnahme oder alternativ als Singlespeed; ein SRAM-XD-Driver ist zum Start noch nicht vorgesehen – je nach Nachfrage des Marktes allerdings durchaus möglich.
In Zusammenarbeit mit UTgear H2 ist für den Singlespeed-Einsatz mit Riemen außerdem eine 2-Gang-Schaltbox entwickelt worden, die direkt auf die Hub Line montiert werden kann. Via Schalter am Lenker lässt sich so intern zwischen einem leichten Gang zum Anfahren und für Steigungen sowie einem schwereren Gang für die schnellere Fahrt wechseln. Optisch ergibt sich so also ein Singlespeeder, der aber intern über zwei Gänge verfügt.
Die Hub Line verfügt über vier Unterstützungsstufen, die mit einem neuen LED-Controller und/oder der im Oberrohr integrierten Bedieneinheit eingestellt werden können. Dazu gibt es auch eine neue Remote: Der neue LED-Controller ist 65 % leichter als der Vorgänger und verfügt über fünf Tasten. Mit dabei sind natürlich Schiebehilfe, Lichtschalter und Moduswechsel. Ein USB-C-Anschluss mit bis zu 10 W Ladeleistung ist ebenfalls an Bord.
Mit unseren Neuheiten rund um die Hub Line läuten wir eine neue Ära urbaner E-Bikes ein. Sie sind nicht nur leicht, agil und begeistern mit einer klaren und modernen Designsprache, sondern revolutionieren auch das Fahrerlebnis in der Stadt. Gleichzeitig machen wir vernetztes E-Biken für noch mehr Menschen zugänglich. Dabei profitieren E-Biker*innen von allen Vorteilen unseres smarten Systems: von der gewohnten Bosch-Qualität und -Langlebigkeit bis hin zu intuitiven digitalen Services und einem verlässlichen Support – alles aus einer Hand und engineered in Germany.
Optional lässt sich dazu auch ein brandneues Display verwenden. Das Intuvia 200 kommt ebenso kompakt und minimalistisch daher wie Hub Line und Controller und bietet ein 2,4″-Graustufen-Display, das bei jedem Wetter perfekt ablesbar sein soll.
Updates bei Active Line Plus: Mehr Power, neues ConnectModule
Der Active Line Plus-Antrieb existiert bereits seit 2017 – die neueste Iteration ist jetzt noch kraftvoller und bietet bis zu 60 Nm Drehmoment bei 600 W Leistung. Dabei soll das Ansprechverhalten noch feinfühliger und präziser ausfallen.
Mit dabei ist außerdem das Bosch ConnectModule, das um einige Funktionen erweitert wurde und nun mit BLE-Ortung noch präziser geortet werden kann – reine GPS-Signale verfügen beispielsweise in Kellern oder Hinterhöfen nicht über die gleiche Präzision. Die Trackingfunktion des ConnectModule ist Teil des optional buchbaren Abos Flow+.
- 2,7 kg leicht
- zweistufiges Getriebe
- 500 g leichter als der Vorgänger
- 17 % kompakter als der Vorgänger
- optimierte Dichtungen und Lager
- 40 % recyceltes Gehäuse
- fest montierte Intuvia 200-Bedieneinheit
- auch hier neuer LED-Controller mit dabei
- Bosch ConnectModule dabei
Neue Akkugröße: PowerTube 720
Bosch erweitert das Akku-Portfolio um eine weitere Größe: Weniger für die kompakten Hub Line-Modelle, sondern eher für die neuen Bikes mit Active Line Plus gedacht, gibt es einen neuen Akku mit 720 Wh und 3,9 kg. Der neue Akku ist kompakter und kürzer und soll so eine tiefere Integration im Rahmen ermöglichen.
Natürlich ist der Akku dank gleicher Länge und Halterung mit den PT-Geschwistern 800, 600, 540 und 360 austauschbar (je nach Herstellerfreigabe). Range-Extender-kompatibel ist er ebenfalls. Dank digitaler Battery-Lock-Funktion ist der Akku außerdem diebstahlgeschützt.
Erster Test: Wie viel Schub gibt die Hub Line?
Auf einer kurzen, aber aussagekräftigen Testfahrt durch Hamburg konnten wir bereits erste Erfahrungen mit dem System machen. Mit Canyon, Gazelle und Moustache stellten vor Ort gleich drei Hersteller Bikes mit dem neuen System zur Verfügung.
Wer ältere (oder etwas schwächere) Nabenmotoren kennt, wird bei der Hub Line überrascht sein: Mein Gazelle E-Bike mit tiefem Einstieg zog vom Start ziemlich straff weg und generierte eine Beschleunigung, die ich nicht unbedingt bei 45 Nm vermutet hätte. Im weiteren Verlauf präsentiert sich der Motor flott und leise, mit einer für die Stadt mehr als ausreichenden Unterstützung; ein Turbo-Modus ist ehrlicherweise im normalen Stadteinsatz kaum notwendig, der „Auto“-Modus funktioniert in der Stadt in der Ebene und leichten Steigungen sehr gut.
Auch das neue Canyon Roadlite:ON begeistert im Mini-Eindruck. Ein geringes Gewicht von unter 14 kg sorgt in Kombination mit der neuen Hub Line für ein minimalistisches Singlespeed-Fahrgefühl: Zwar kommt man aufgrund der recht hohen Übersetzung nicht ganz so zügig aus wie ein E-Bike mit Nabenschaltung, fährt sich aber dann richtig gut und es kam nicht nur einmal vor, dass der Motor aufgrund der höheren Geschwindigkeit jenseits der 25 km/h entkoppelt hat.
Unsere Einschätzung: Insbesondere im urbanen Segment könnte Bosch mit der Hub Line einen großen Wurf gelandet haben – der Motor ist leicht, der Akku dazu sehr kompakt und die Kraft des Aggregats ordentlich. Was die Hersteller aus der Vorlage machen? Wir sind gespannt.
Wie gefallen euch die neuen Produkte von Bosch? Würdet ihr den neuen Motor mal fahren?
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17 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumDu hast noch deutlich größere Probleme als ich dachte, ohje.
Die 40 NM Variante wiegt auch so viel und die leichteren Varianten haben weniger Bums🤷♂️
Mahle X35 hat genauso viel Power 45NM bei 2kg. Aber die 300 Gramm? Ich weiß nicht.
Ich hatte mich vorher noch nicht damit beschäftigt, hätte aber nicht gedacht, dass die Motoren so schwer sind. Hätte blind auf mac 1,5kg getippt.
Also wozu ein solcher Motor?
Greets
Gute Idee, aber schlechte Ausführung. das ganze mindestens 800 g leichter und als hochwertige Ausführung und als Nachrüstsatz konzipiert. könnte man so manch bio-bike mit aufrüsten...
Von welchem Hersteller ist das dunkle Rad rechts oben?
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