Video: MTB Highlights Velofollies 2026
Buxumbox: Unzerstörbare Flugbegleiter aus dem Flugzeugbau
Wer sein High-End-Bike auf Reisen schickt, dem treibt der Gedanke an die Verladeprozesse an Flughäfen oft den Schweiß auf die Stirn. Das Team von Buxumbox aus Großbritannien will dieses Problem mit Engineering-Know-how aus der Luftfahrt lösen. Entstanden aus der persönlichen Frustration über unzureichende Transportlösungen auf dem Markt, präsentierte der Hersteller auf der Velofollies seine markanten Aluminium-Koffer, die eher an Profi-Equipment aus der Musikbranche oder eben an Flugzeugbauteile erinnern.
Material und Konstruktion
Der Name ist Programm: „Buxum“ leitet sich aus dem Lateinischen für das Material einer Box ab (Buchsbaumholz). Die Koffer bestehen aus Aluminium – der gleichen Legierung, die auch für hochwertige Fahrradrahmen verwendet wird. Statt auf Klebeverbindungen setzt Buxumbox konsequent auf eine genietete Konstruktion, genau wie im Flugzeugbau. Die Boxen sind in verschiedenen Höhen konfigurierbar und kommen alle mit Inliner-Rollen, damit man sie leicht transportieren kann.
Schutz geht vor Gewicht
Mit einem Gewicht von etwa 15 Kilogramm für die Standardmodelle sind die Boxen zwar schwerer als einfache Taschen, doch der Fokus liegt klar auf dem maximalen Schutz. Laut Hersteller ist dies die Versicherung für Sportler, die z. B. ein Jahr lang auf ein Event hinarbeiten und sicherstellen wollen, dass ihr teures Material unbeschädigt ankommt.
Modellübersicht und Preise
Das Sortiment umfasst Lösungen für unterschiedliche Fahrradtypen:
- Tourmalet: Die kompakte Lösung für Rennräder (ab £1.164,00).
- Ventoux: Verfügbar als Road- oder MTB-Version für größere Rahmengeometrien (ab £1.314,00).
- Aubisque: Speziell optimiert für die Anforderungen von Zeitfahr- und Triathlonrädern (£1.398,00).
- Stelvio: Das Flaggschiff für Mountainbikes mit maximalem Platzbedarf (£1.416,00).
Pfund-Preis mal 0,8 ergibt ca. den Preis in Euro. Versand kommt noch dazu. Mehr: Buxumbox
SKS Germany: Rennkompressor-Suspension und „Made in Sauerland“-Innovationen
SKS Germany nutzte die Velofollies in Belgien, um einige Neuheiten zu präsentieren. Das Traditionsunternehmen aus Sundern zeigt, dass es sowohl bewährte Klassiker neu denken kann als auch den Sprung in moderne E-Segmente wagt. Von Hochdruck-Lösungen für die Werkstatt bis hin zu smarter Elektronik – die Sauerländer stellen sich breiter auf.
Rennkompressor für Fahrwerke
Ein Highlight ist die neue Dämpferstandpumpe, die auf dem legendären Gehäuse des Rennkompressors basiert. Der SKS Rennkompressor Suspension ist eine Standpumpe mit schmalerem Innenkolben und einem zwei Meter langen Stahlflexschlauch, der es ermöglicht, z. B. die Federgabel auch bequem an einem Bike einzustellen, das gerade im Montageständer hängt. Trotz des Preises von 200 Euro war die erste Charge des Modells bereits nach kürzester Zeit vergriffen.
Fun Fact: Um zu prüfen, ob man einen Teil des Innenlebens des regulären Rennkompressors auch für hohe Drücke und damit für den Einsatz an Suspension nutzen kann, hängte man bei SKS die Teile an eine Hochdruckpumpe zum Test. Bei über 50 Bar schaltete die Pumpe ab, der Rennkompressor war noch intakt – und der Weg frei für die Suspension-Version.
Präzision zum Mitnehmen: USP und Tools
Auch im Bereich der Handpumpen gibt es Zuwachs: Die neue USP (Universal Suspension Pump) ersetzt das bisherige Modell und richtet sich an anspruchsvolle Schrauber. Besonders clever ist der patentierte Druckablass über einen großen Drehring statt eines simplen Knopfs, was eine PSI-genaue Justierung erlaubt. Schlau!
Wahlweise mit analoger oder digitaler Druckanzeige verfügbar.
Für das Trikot gibt es zudem neue Mini-Tools der Serien TOM (Tour Mechanic) und MIA (Mini Assistant). Während die TOM-Serie das klassische Allround-Portfolio abdeckt, richtet sich das extrem kompakte MIA-Tool vor allem an Racer, die nur das Nötigste bei minimalem Gewicht dabei haben wollen.
Digitalisierung und lokale Herstellung
Erstmals wagt sich SKS auch an eine elektrische Minipumpe, nachdem man den Markt lange beobachtet hat. Die kompakte E-Pumpe schafft bis zu 8,3 Bar und reicht für etwa drei bis vier Reifenfüllungen – ein Tool, das vor allem für den schnellen Einsatz unterwegs konzipiert wurde. Es handelt sich laut SKS nicht um eine zugekaufte und gelabelte Pumpe, sondern um eine Co-Entwicklung mit einem asiatischen Hersteller. In diesem Bereich werden weitere Produkte folgen.
Den Abschluss bildet ein Bekenntnis zum Standort Deutschland: Der neue Universal-Handyhalter wird komplett in Sundern gefertigt – inklusive Zubehörteilen vom Lieferanten aus der direkten Nachbarschaft. Ein spezieller Scherenmechanismus sorgt dafür, dass das Smartphone sicher geklemmt wird, ohne seitliche Tasten zu drücken oder zu blockieren oder das Display zu verdecken. Ein robustes System, das laut SKS bereits auf den heimischen Sauerländer Trails seine Standfestigkeit bewiesen hat. Wir haben es auf dem Messestand ausprobiert und würden unser iPhone dem Halter bedenkenlos anvertrauen.
Flanders Cyclone: Rennsport-Feeling für die Kleinsten
Wer sagt eigentlich, dass man für das erste echte Rennrad-Feeling schon in die Pedale treten können muss? Auf der Velofollies zeigt der belgische Newcomer Flanders Cyclone, wie man die Leidenschaft für den Radsport in Flandern („Cycling is in our DNA“) schon in die Wiege – oder besser gesagt: auf den Sattel – legt.
Inspiriert von den Großen
Die Idee entstand, als der Gründer für seine eigenen Töchter nach einem Laufrad suchte, das den Look und das Flair des echten Profi-Radsports widerspiegelt, aber auf dem Markt nicht fündig wurde. Das Ergebnis ist das Flanders Cyclone, ein Laufrad, das optisch stark an moderne Performance-Bikes angelehnt ist und sogar über einen kindgerechten Rennlenker verfügt.
Liebe zum Detail und Personalisierung
Was das Flanders Cyclone von gewöhnlichen Laufrädern abhebt, sind Details, die man sonst nur aus der WorldTour kennt:
- Custom-Namensaufkleber: Wie bei den Profis ziert der Name des Kindes inklusive Landesflagge das Oberrohr.
- Startnummern-Fähnchen: Hinten am Sattel ist eine klassische Startnummer angebracht.
Mehr dazu auf https://www.cyclosonic.com/
AGU Commuter Impact Suit: Maximale Sicherheit für Ganzjahres-Pendler
Der niederländische Bekleidungsspezialist AGU hat neu den Commuter Impact Suit vorgestellt. Diese neue Regen-Kombi aus Jacke und Hose wurde gezielt für die wachsende Zahl von S-Pedelec-Fahrern und Pendlern entwickelt, die auch bei widrigen Bedingungen sicher an ihr Ziel kommen wollen.
Vom „schwarzen Loch“ zur ISO-Zertifizierung
Die Entwicklung begann mit der Erkenntnis, dass rein schwarze Regenbekleidung in der Dämmerung oft wie ein „großes schwarzes Loch“ wirkt. Während der niederländische Markt eher dezente Designs bevorzugt, forderte der deutsche Markt knalliges Gelb und mehr Sichtbarkeit. AGU ging für den neuen Anzug jedoch einen entscheidenden Schritt weiter und ließ das Produkt nach strengen Normen zertifizieren:
- Wasserdichtigkeit: ISO-Zertifizierung Level 3 für zuverlässigen Wetterschutz.
- Sichtbarkeit: Der Anzug erfüllt die Vorgaben für die Mindestfläche an High-Vis-Panels und eine 360-Grad-Reflektion.
Schutz-Technologie aus dem Motorradsport
Inspiriert von steigenden Unfallzahlen und Knochenbrüchen im Stadtverkehr hat AGU Elemente aus dem Motorradsport adaptiert. Der Anzug verfügt über zertifizierte Aufprallschutz-Elemente an Schultern, Ellenbogen, Hüften und Knien. Um den Schutz zu komplettieren, besteht der gesamte Anzug aus hochabriebfestem Cordura-Gewebe. Dies soll verhindern, dass der Stoff bei einem Sturz mit höherer Geschwindigkeit sofort reißt, wenn der Fahrer über den Asphalt rutscht. Trotz der robusten Bauweise soll das Material mit einer Wassersäule von 20.000 mm und einer Atmungsaktivität von 10.000 g/m²/24 h voll alltagstauglich bleiben.
Teewing Bikes: Neue Marke mit DJI E-Bikes
Der Hersteller Teewing präsentierte auf der Messe seine Turbo Force Serie. Das Line-up umfasst insgesamt vier Modelle, die alle auf demselben Rahmen sowie dem dji Avinox Antrieb mit 800-Wh-Akku basieren. Die Leistungsdaten von Motor und Akku bleiben über die gesamte Palette identisch.
Die preisliche Differenzierung ergibt sich primär aus der Wahl der Anbauteile:
- Einstiegsmodell: Erhältlich ab 4.700 €.
- Top-Modell (Turbo Force Pro): Ausgestattet mit hochwertigeren Komponenten für 9.000 €.
Der Verkauf soll in Deutschland über den stationären Fachhandel erfolgen, das Händlernetz ist im Aufbau.
Chiru Bikes: Titan-Spezialisten für die Langstrecke
Auf der Velofollies zeigt die französische Marke Chiru Bikes, dass Titan mehr ist als nur edles Rahmenmaterial. Mit einer Auswahl von 15 Modellen – laut eigenen Angaben einem der größten Titan-Sortimente weltweit – deckt Chiru das gesamte Spektrum von Road über Gravel bis hin zu MTB ab.
Im Gespräch erklärte Pierre-Arnaud Le Magnan, dass hinter jedem Modell eine Geschichte steckt; eines der Bikes hat er beispielsweise für das Silk Road Mountain Race entwickelt und dort selbst getestet, um danach die Erfahrungen direkt in die Serienproduktion einfließen zu lassen. Der Fokus liegt dabei auf einer Balance zwischen Komfort und effizienter Kraftübertragung.
Technische Finessen und Flexibilität
Chiru verwendet keine runden Rohre, um so das Beste aus dem Material herauszuholen: Um den vertikalen Flex (Komfort) zu maximieren und gleichzeitig die laterale Steifigkeit zu wahren, verwendet Chiru ovale und speziell geformte Rohre.
- Horizontale Kettenstreben: Chiru nutzt flach geformte Kettenstreben für zusätzliche vertikale Nachgiebigkeit.
- Kabel-Management: Beim Bikepacking-Einsatz wird meist auf externe Kabelführung gesetzt. Die Rahmen sind jedoch flexibel konzipiert, erlauben auch interne Kabelführung und sind auch mit DI2 und AXS kompatibel.
Highlights: Kegeti und Highlander
Neu im Rampenlicht steht das Kegeti, ein Abenteuer-Bike, das auf der Messe erstmals in einer Version mit Pinion-Getriebe präsentiert wurde. Es verfügt über einen speziellen Titan-Lenker (ähnlich der Surly Corner Bar) und eine Monocoque-Titan-Gabel, die eine Reifenfreiheit von bis zu 3,0 Zoll bietet. Für technisch anspruchsvollere Strecken wie den Highland Trail in Schottland hat Chiru das Highlander im Angebot – ein Mountainbike mit 120 mm Federweg und einer Geometrie, die speziell auf die Nutzung mit Aufliegern und einer aufrechten Sitzposition optimiert ist.
Verfügbarkeit
Trotz Titan als Material und der sechs verfügbaren Rahmengrößen sind die Wartezeiten moderat. Chiru hält ständig rund mehrere hundert Rahmen auf Lager, was eine Lieferung innerhalb von zwei bis drei Wochen ermöglicht. Ein Rahmenset startet preislich bei etwa 2.800 Euro. Mehr: Chiru Bikes
Garbaruk: Mehr Range für die SRAM XPLR
Der polnische Antriebsspezialist Garbaruk präsentierte am Chiru-Stand eine Lösung, um die Reichweite der SRAM XPLR-Gruppe massiv zu erweitern. Während das Original bei 44 oder 46 Zähnen endet, ermöglicht die neue Garbaruk-Kassette eine Abstufung von 10–52 Zähnen. Der Trick: Durch den einfachen Tausch einer Lagerabdeckung (Bearing Cover) am Schaltwerk wird die obere Schaltrolle so versetzt, dass sie problemlos das große 52er-Ritzel erreicht. Der Umbau dauert dabei nur etwa zwei Minuten und ist für jeden Heimmechaniker machbar. Das geänderte Teil wird mit der Kassette mitgeliefert.
Vorteile: Bei gleichem Gewicht wie die Top-Kassetten der Konkurrenz ist die Garbaruk-Variante mit ca. 400 Euro deutlich preiswerter. Zudem ist sie durch die Konstruktion mit nur einem Aluminium-Ritzel (der Rest ist Stahl) besonders langlebig. Hier im Artikel mehr zur 13-fach Kassette von Garbaruk
Darimo: Maßgeschneiderter Lenker aus Spanien
Die spanische Edelschmiede Darimo zeigt, dass Leichtbau nicht gleichbedeutend mit Verzicht auf Steifigkeit oder Komfort sein muss:
Custom Carbon Layup: Darimo passt das Carbon-Laminat im Inneren der Komponenten (Sattelstützen, Vorbauten, Lenker) individuell an das Gewicht und den Fahrstil des Kunden an. Ein Sprinter erhält eine extrem steife Struktur, während ein Endurance-Fahrer ein Layup für maximale Dämpfung bekommt. Auch bei den Abmessungen sind durch flexible Formen bei der Carbon-Herstellung etliche Varianten darstellbar. Variiert werden können bei der Produktion Vorbaulänge, Flare, Lenkerbreite und Steigung des Lenkers.
Gewichtsersparnis: Mit Sattelstützen, die teils unter 100 Gramm wiegen, lassen sich im Vergleich zu Standard-Komponenten oft zwischen 70 und 150 Gramm einsparen.
Aerodynamik: Neben klassischen runden Stützen bietet Darimo mittlerweile über 200 verschiedene Modelle für nicht-runde Sitzrohr-Profile moderner Aero-Bikes an.
Alle Teile werden zu 100 % in Llíria bei Valencia gefertigt – von der CNC-Bearbeitung bis zum Carbon-Laminat.
Cicli Barco: „Viva“ – Ein Kunstwerk aus Edelstahl
Dass Stahlrahmen weit mehr sein können als nur ein Relikt aus alten Zeiten, beweist die italienische Schmiede Cicli Barco auf der Velofollies. Mit dem Modell Viva präsentieren die Norditaliener ein Rad, das die Brücke zwischen klassischer Ästhetik und modernster Fertigungstechnologie schlägt.
Die Gabel als Namensgeber
Herzstück des Ensembles ist die eigens im Haus entwickelte Viva-Gabel. Sie ist eine technologische Besonderheit: Gefertigt aus Columbus XCR Edelstahl mit einem Gabelschaft aus Carbon, besticht sie durch eine extrem schlanke und geradlinige Form. Das Rahmendesign wurde konsequent um diese Gabel herum entwickelt, um deren filigrane Optik im gesamten Rad fortzuführen. Unserer Meinung nach fast zu schön zum Fahren!
Edelstahl-Technologie ohne Lack
Der Rahmen selbst besteht ebenfalls aus XCR-Rohren. Dieser rostfreie Stahl bietet nicht nur den gewohnten Komfort eines Stahlrahmens, sondern ist zudem deutlich steifer. Das Besondere am „Viva Shades of Grey“: Es kommt komplett ohne Lack aus. Cicli Barco kombiniert stattdessen drei verschiedene Oberflächenbearbeitungen des Edelstahls:
- Gebürstetes Finish am Hauptrahmen
- Spiegelpolierte Flächen für markante Akzente
- Sandgestrahlte Details für Logos und Dekore
Details für Kenner
Der Fokus auf pure Ästhetik zeigt sich auch in den Specs: So verzichtet das Viva bewusst auf eine interne Kabelführung, um den Charme klassischer Rennräder zu bewahren, kombiniert dies jedoch mit einer modernen Campagnolo Super Record Gruppe. Ein besonderer Hingucker ist die besondere Sattelklemme: Statt einer externen Schelle wird die Sattelstütze durch zwei integrierte Schrauben an den Sitzstreben fixiert, was für eine sehr cleane Optik sorgt. Kleine Entdeckungen wie das „B“ auf dem Gabelkopf oder die italienische Trikolore am Sitzrohr unterstreichen den Manufaktur-Charakter.
Velduro: DJI-Bike zum Selberbauen
Das neuseeländisch-chinesische Start-up Velduro präsentierte auf der Messe seine Vision eines modernen E-MTBs: Das Modell Rogue. Die Marke, gegründet von Branchenveteranen aus Neuseeland und China, setzt dabei ausschließlich auf den am meist diskutierten Antrieb am Markt – das DJI Avinox-System.
Technischer Fokus und Kinematik
Beim Fahrwerk setzt Velduro auf das patentierte i-Track-System, eine Mid-Pivot-Kinematik, die für ein besonders ruhiges Fahrverhalten in technischem Gelände sorgen soll. Der Rahmen ist zudem variabel gestaltet: Dank eines Flip-Chips kann das Rogue sowohl als reines 29er als auch im Mullet-Setup gefahren werden. Der Federweg ist am Heck bis 172 mm und an der Front bis über 180 mm spezifizierbar.
Der Rahmen soll besonders robust sein. Dan von Velduro dazu: „Die Bikes aus Europa sind bei uns immer kaputtgegangen, das wollten wir besser machen. Wir testen die Bikes hier bei uns in Neuseeland auf den Trails, was bei uns hält, hält überall!“
E-Bike im Selbstaufbau
Frame-only: Velduro bietet das Rahmenset inklusive Motor und 800-Wh-Akku für ca. 5.000 € an, um Kunden eigene „Dream Builds“ zu ermöglichen.
Komplettbikes: Das Einstiegsmodell Rogue X liegt bei etwa 7.000 €, während das Top-Modell Rogue R mit Fox-Fahrwerk und elektronischer Schaltung für ca. 9.600 € gelistet ist.
In Deutschland übernimmt der Distributor Zero Center den Service und Verkauf. Mehr Infos: Velduro.com
BMC Projekt Fahrenheit: Vorstoß in 32 Zoll
BMC experimentiert zusammen mit dem Weltcup-Partner Duke Racing am „Projekt Fahrenheit“ auf 32-Zoll-Laufrädern. Auf der Velofollies war das BMC Bike, das dem Ausloten der Vor- und Nachteile dient, bei Felgenspezialist Duke zu sehen.
Momentum statt Spritzigkeit
Duke Racing hat parallel zu BMC eigene Prototyp-Laufräder entwickelt, um die Vor- und Nachteile der riesigen Dimensionen auszuloten. Der aktuelle Stand der Entwicklung zeigt eine klare Charakterverschiebung:
- Gewicht: Ein 32-Zoll-Laufradsatz wiegt derzeit etwa 250 Gramm mehr als das 29-Zoll-Pendant
- Fahreindruck: Der Antritt ist laut BMC systembedingt etwas zäher. Ist das Rad jedoch einmal auf Tempo, hält es die Geschwindigkeit spürbar leichter und rollt in ruppigen Abfahrten stabiler
- Traktion: Bergauf auf verblocktem Untergrund wird die Traktion als „unglaublich“ beschrieben, da das große Rad das Momentum besser konserviert und weniger an Hindernissen hängen bleibt
Geometrie als Herausforderung
Die größte Hürde bleibt derzeit die Integration in den Rahmen. 32-Zoll-Räder machen das Bike zwangsläufig länger, was zwar die Laufruhe erhöht, aber die Auslegung für kleinere Fahrer extrem erschwert. Duke und BMC feilen aktuell noch an der perfekten Balance aus Steifigkeit und Haltbarkeit. Obwohl das Potenzial als sehr groß eingeschätzt wird, stehen offizielle Renneinsätze im Weltcup aktuell noch aus.
HxR Easy Shift: Schalten im Rollen – und wer es im Downhill fährt
Das „Easy Shift“-System von HxR verlegt den Freilauf vom Hinterrad nach vorne in die Kurbel: Während das Hinterrad (bzw. der Freilauf) für den Betrieb blockiert wird, sitzt in der Kurbel/Spider ein Freilauf. Ergebnis: Kette und Kassette laufen beim Rollen weiter, sodass du auch ohne Pedaldruck – etwa im Downhill, in Anliegern oder auf ruppigen Passagen – schalten kannst.
Es verlangt ein Setup mit fixiertem Hinterrad-Freilauf, Narrow-Wide-Kettenblatt und obligatorischer Kettenführung; für viele Naben gibt es dafür Umrüst-Kits bzw. Sperr-Pawls (u. a. für DT Swiss oder Mavic). Im Downhill-Zirkus taucht Easy Shift auch an echten Race-Bikes auf: Wir zeigten es in der Boxengasse beim Downhill World Cup Leogang 2021 am Bike von Melanie Chappaz, inklusive Hinweis auf den typischen Nachteil des Systems – zusätzlichen „Drag“ durch die ständig mitlaufende Kassette.
Martin Maes Orbea Terra Turbo Cross
Orbea-Star Martin Maes startete unlängst erfolgreich beim belgischen Fun-Event Turbocross. Dort fahren Prominente einen mit extremen CX-Hindernissen gespickten Kurs, was natürlich in einem Sturz- und Schlamm-Spektakel mündet – du hast vielleicht das „Stien, Stien!“-Video gesehen. Kein Problem für das Gravity-Multitalent Martin Maes, der die gesamte Promi-Konkurrenz verblies. Radsponsor Orbea hatte Maes eigens ein Orbea Terra Race für die Aufgabe zurechtgemacht. Auf dem Race-Gravelbike fährt Toon Aerts regulär auch im CX-Weltcup mit – den Europameistertitel holte er allerdings auf einem anderen Rad von Orbea.
Nukeproof: Hyperfly und Megafly
Das Nukeproof Hyperfly ist das XC-Bike des neuen KMC Nukeproof World Cup-Teams – in der Teamvorstellung (neues KMC Nukeproof World Cup Team) war noch nicht klar, auf welchem Bike gefahren wird. Jetzt wurde es vorgestellt: Es verfügt über 120 mm vorne und hinten sowie einem kompletten Carbon-Rahmen, DT Swiss Federelementen, TRP-Schaltung und DT Swiss-Laufrädern. Laut Nukeproof “designed to fly“!
Ebenfalls ausgestellt wurde ein Prototyp namens Megafly, zu dem noch nichts bekannt ist.
Van Rysel FTP2: das Bike aus der Zukunft
Van Rysel fuhr auf der Velofollies 2026 wieder Visionäres auf: Das FTP2 Aero-Rennrad mit Mahle M40 Motor will beweisen, was geht, wenn das Speed Limit für E-Bikes fällt. Realistischer sind ein Zeitfahr-Helm-Überzug für normale Helme und ein Ganzkörper-Speedsuit. Wild: die passenden Schuhe!
Mehr zum Bike auf Rennrad-News.de: Van Rysel FTP2
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Velofollies 2026
Kortrijk versprühte einen speziellen Messe-Vibe: kompakt, nahbar und voller Energie. Während Dropbar-Trends und Reifenbreiten bis 40 mm die Hallen dominierten, begeisterten Stand-Highlights wie das Van Rysel Lab oder die schicken Giabt- und Shimano Stönde. Zwischen italienischen Kultmarken und Global Playern herrschte echte Aufbruchstimmung statt Krisengerede. Das Beste war die Dichte an Zufallsbegegnungen – echtes Oldschool-Networking in einer Atmosphäre, die einfach Lust auf die Saison macht.
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