Bikepark Bad Wildbad vor dem Aus Betriebsende zum Jahreswechsel

Die Adventure-Bikepark GmbH und damit der Adventure-Bikepark auf dem Sommerberg, auch bekannt als Bikepark Bad Wildbad, stellt zum 31. Dezember 2025 seinen Betrieb ein. Die Entscheidung soll vom Investor getroffen worden sein und kam für die operative Leitung überraschend. Auch die Stadt zeigt sich überrascht – und die Zukunft des Parks bleibt ungewiss. [toc]
Titelbild

Der Adventure-Bikepark in Bad Wildbad beendet zum Jahresende 2025 seinen Betrieb. Wie nussbaum.de berichtet, wurde die Nachricht kurzfristig kommuniziert und soll auf eine Entscheidung des Investors zurückgehen. Für die Region bedeutet dies einen deutlichen Einschnitt, denn der Park galt als wichtiger Baustein der touristischen und sportlichen Angebote rund um den Sommerberg. Wir hatten bereits 2021 über den Betreiberwechsel und den damaligen Neustart berichtet, unter anderem in einem ausführlichen Interview.

Investorenentscheidung und unklare Perspektive

Mit dem Bikepark schließt auch der Adventure Bikes Shop. Der Investor, der 2023 eingestiegen war, soll den Schritt mit der wirtschaftlichen Lage der Fahrradbranche und strukturellen Herausforderungen begründet haben. Für die vier Vollzeitmitarbeiter bedeutet die Entscheidung das Aus zum Jahresende. Während der Investor die Schließung bestätigt und Gespräche über mögliche Zukunftsmodelle ankündigt, sieht die operative Leitung die Situation differenzierter. So sei der bestehende Vertrag für den Parkbetrieb zwar automatisch verlängert worden, dennoch herrsche nun große Unsicherheit über den weiteren Fortgang.

Marktkrise und strukturelle Probleme

Laut den Verantwortlichen treffen die Auswirkungen der aktuellen Marktlage den Betrieb besonders stark. Die Branche kämpft weiterhin mit vollen Lagern, Preisrückgängen und dem zunehmenden Onlinehandel, was stationäre Angebote unter Druck setzt. Beim Bikepark kamen zudem strukturelle Belastungen hinzu, darunter hoher Personalbedarf, regelmäßige Instandhaltung, steigende Sicherheitsanforderungen und eine problematische Lift-Infrastruktur. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, eine wirtschaftlich tragfähige Basis zu schaffen.

Ein Herzensprojekt vor dem Abschied

Für die Betreiber endet damit ein langjähriger Lebensabschnitt. Der Park soll über Jahre hinweg ein Herzensprojekt gewesen sein, verbunden mit intensiver Arbeit weit über die eigentliche Saison hinaus. Auch die Stadt wurde von der Entscheidung überrascht. Laut nussbaum.de wolle man nun Gespräche führen und prüfen, ob der Park in anderer Form weitergeführt werden könne. Denkbar seien Modelle, die auf Vereinsstrukturen oder einer Community-Beteiligung basieren, wie sie in anderen Städten bereits funktionieren sollen. Fest steht jedoch, dass ein rein kommerzieller Betreiber die anfallenden Kosten kaum allein stemmen könne.

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7 Kommentare

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  1. Was das mit dem Betrieb zu tun hat, muss mir mal jemand erklären:

    Laut den Verantwortlichen treffen die Auswirkungen der aktuellen Marktlage den Betrieb besonders stark. Die Branche kämpft weiterhin mit vollen Lagern, Preisrückgängen und dem zunehmenden Onlinehandel, was stationäre Angebote unter Druck setzt.
    Irgendjemand muss den Spaß ja auch bezahlen, allein mit Liftkarten etc. trägt sich sowas lange nicht mehr. Und wenn die anderen Geldgeber nach und nach wegbrechen, es keine guten Deals mehr für Leihräder etc. gibt wirds irgendwann eng.
  2. Irgendjemand muss den Spaß ja auch bezahlen, allein mit Liftkarten etc. trägt sich sowas lange nicht mehr. Und wenn die anderen Geldgeber nach und nach wegbrechen, es keine guten Deals mehr für Leihräder etc. gibt wirds irgendwann eng.
    Leuchtet mir überhaupt nicht ein.

    Was ist denn das Geschäftsmodell von nem Bikepark? Ist das etwa in erster Linie ein Fahrradladen mit nem anhängenden Vergnügungspark?
  3. Leuchtet mir überhaupt nicht ein.
    Dann kann ich leider auch nicht mehr helfen.
  4. Dann kann ich leider auch nicht mehr helfen.
    Macht nix smilie
  5. Sehr sehr Schade
    Ist wirklich toll dort, hat immer viel Spaß gemacht.
    Bin eigentlich jedes Jahr 1-2 mal dort gewesen, da nur ca. 40-50KM von mir entfernt.

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