Yeti 160E im Test: Nobler Schlitten für Vollgas-Heizer

Yeti 160E im Test: Nobler Schlitten für Vollgas-Heizer

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Yeti 160E T1 im Test: Im Herbst 2021 stellte die Kultmarke Yeti ihr erstes E-Mountainbike vor und betrat damit Neuland. Klar, dass ein E-Bike dieser Marke durchdacht und clever konstruiert ist, klar aber auch, dass man für ein elektrisches Yeti das Sparbuch auflösen muss oder die Oma verkaufen muss. Wir haben uns das Topmodell geschnappt und ausgiebig auf den Zahn gefühlt. Vorhang auf für das Yeti 160E im Test!

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Yeti 160E im Test: Nobler Schlitten für Vollgas-Heizer

Was haltet ihr vom Yeti 160E mit dem eigenwilligen Hinterbau und den astronomischen Preisen? Wer von euch hat Erfahrung mit der Kultmarke aus Amerika oder träumt nachts von Yeti-Bikes?
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Ich bezweifle, dass sich ein Grossteil der EP8- Käufer dafür entschieden hat, weil er besonders "sportlich" ist.
Eher, weil er weit verbreitet ist, für die Hersteller günstig zu haben sein wird, relativ klein und leicht baut und als offenes System eigene Akkulösungen erlaubt und er für viele Käufer einfach im Wunschbike drinnen verbaut war.

Es gibt einige Threads hier, wo "sportliches EMTB-Biken" diskutiert wird (ich meine nicht das Abwärtsfahren, wo der EP8 auch noch klappert). Ein Dyname 4.0 liefert bei hoher Kadenz richtig und wer sich wirklich auspowern will, kann dies im EMTB-Mode bei Bosch gleich gut oder mit einem minimal-assist oder Bio-MTB noch besser.

Bevor jetzt alle EP8-Fahrer aufheulen. Ich gönne euch euren Antrieb, finde es ok, wenn ihr damit zufrieden seid und wünsche euch allzeit gute Haltbarkeit.
Der Antrieb ist passend für eine Vielzahl an populären Bikes im unteren und mittleren Preissegment, hat seine Vor- und Nachteile und man hat flächendeckend Support.

Aber beim Yeti reden wir von einem High-End-Bike.
Hier stelle ich persönlich andere Ansprüche und habe dies auch so formuliert.
Ein Yeti mit dem neuen Fazua, um die 20kg, leise, klapperfrei und sportlich. Flexibles Akku und REX-Konzept.
Formschöne Integration.
Oder ein eigener Antrieb. Sie hatten ja genug Zeit, so etwas zu entwickeln. 6 Jahre, wenn ich das richtig gelesen habe, und jetzt präsentieren sie ein EMTB mit klapperndem Motor von der Stange, unterdurchschnittlicher Reichweite und mittelmässigen Komponenten für 13k.

Bevor Fragen aufkommen. Ich bin den EP8 schon mehrfach ausführlich gefahren (Santa Cruz, Thömus und Stevens) und mich hat er nicht überzeugt. Dazu kommen persönliche Erfahrungen mit eigenen Shimano-Motoren.
Ich hätte keinerlei Probleme damit, 13 oder 15k für ein Traumbike auf den Tisch zu legen. Dann aber auch mit einem Traum-Motor.
 
Zuletzt bearbeitet:

joerghag

Bekanntes Mitglied
Er braucht nur eine sportliche Trittfrequenz, um seine Leistung vollends zu entfalten. Ein Motor von Bosch, Brose oder Yamaha arbeitet schon bei niedriger Trittfrequenz sehr kraftvoll und schiebt recht ordentlich, selbst wenn „man nur die Füße fallen lässt“. Shimano funktioniert da anders.
Das stimmt noch so für den E8000, nicht aber für den EP8. Der EP8 bringt bei niedriger TF deutlich mehr Drehmoment als der aktuelle Bosch CX, nur leider fällt er durch die begrenzte max. Leistung dann schnell in ein Drehmoment“-loch“ ab ca 65 u/min. Das fühlt sich an, als ob er bremst, wenn man Gas gibt.

Die Drehmomentkurve des Bosch steigt viel langsamer an, aber dafür bis hin zu einer deutlich höheren TF.
Fakt ist aber: in Sachen Reichweite und Effizienz landen die Motoren aus Japan immer hinter den Mitstreitern.
Der EP8 ist sogar etwas effizienter als der Bosch-Motor, leider sind die originalen Shimano Akkus aber das Nadelöhr in der Reichweite.
 
Zuletzt bearbeitet:

KalleAnka

Bekanntes Mitglied
Ich bezweifle, dass sich ein Grossteil der EP8- Käufer dafür entschieden hat, weil er besonders "sportlich" ist.
Eher, weil er weit verbreitet ist, für die Hersteller günstig zu haben sein wird, relativ klein und leicht baut und als offenes System eigene Akkulösungen erlaubt und er für viele Käufer einfach im Wunschbike drinnen verbaut war.
Ich habe den EP8 inklusive des Shimano 630Wh Akkus ganz bewusst gewählt. Nach einigen Jahren Brose / BMZ Erfahrung wollte ich ein System komplett aus einer Hand, in der Hoffnung grenzenlose Zuverlässigkeit zu erhalten. Und in dieser Hinsicht bin ich bisher! nicht enttäuscht worden.

Negativ beim EP8: Klackern, geringes nutzbares Drehzahlband, bescheidene Reichweite mit 630Wh Original-Akku

Positiv beim EP8: Zuverlässigkeit, Konfigurierbarkeit der Unterstützung, Diagnose und Einstellmöglichkeiten, inkl. Softwareupdate, Design.

Mit dem Fahrverhalten komme ich gut klar.

Bei mir fiel die Entscheidung zwischen Bosch und Shimano und da ist es eben Shimano geworden. Wird es nochmal ein Shimano? Keine Ahnung!

Beste Grüße,
KalleAnka
 

Malfurion

Bekanntes Mitglied
Die genormte Motorgröße und damit die freie Wahl bei jedem Bike ist natürlich ein Traum.
Wird es leider auch bleiben.

Mir persönlich hat vor dem Radkauf der Yamaha am besten gefallen. Aber leider hat mir keines der Bikes gefallen, in dem er verbaut ist.
Zumindest ich muss Orange hier recht geben. Ich habe den Shimano (E8000) nur, weil er in dem Bike, dass mir innerhalb meines Budgets am besten gefallen hat, verbaut ist. Bosch wollte ich nicht, die Brose-Räder waren mir zu teuer.

Aber ich bin dennoch sehr zufrieden und bereue den Kauf in keinster Weise.
 

riCo

Redakteur
eMTB-News.de Redaktion
Mit dem Tour+ Modus von Bosch ist es aber nicht so, dass „man nur die Füße fallen lässt“.
Oder verlangt der EP8 da noch mehr Eigenleistung?
Natürlich bezog sich meine Einschätzung auf maximale Unterstützung. Im Eco- oder Tour-Modus muss man freilich mehr Eigenleistung bringen.
 

KalleAnka

Bekanntes Mitglied
Also der Standard Eco vom EP8 unterstützt so stark wie der Tour+ vom Bosch?

Dann unterstützt der EP8 doch stärker, denn beim Bosch kann man ja noch runter auf Eco schalten?

Oder habe ich jetzt einen Denkfehler? 🤔
Hast Du. Das Wort „Standard“ vor dem Eco-Modus wurde überlesen. Die Fahrstufen sind alle frei konfigurierbar und ab Werk, wie soll ich sagen, eher suboptimal eingestellt.
 
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HageBen

Bekanntes Mitglied
Teilweise


Einfach mal geschätzt, weil den Tour+ noch nicht gefahren, dürfte Tour+ dem Level 3 (egal in welcher Unterstützungsstufe parametriert) mit 42 Nm vom EP8 entsprechen.

So ganz grob dürfte...entsprechen.
BoschShimano
EcoLv 2, 27 Nm
Tour+Lv 3, 42 Nm
EMTBLv 6, 85 Nm
TurboLv 10, 85 Nm
Dabei muss man bedenken, dass der Bosch eine höhere Spitzenleistung hat.
 

HageBen

Bekanntes Mitglied
Es sind nicht alle EP8s gleich konfiguriert. Der eine Hersteller macht es so, der andere wieder anders. Wenn ich mich recht erinnere, war deiner seltsam eingestellt, meiner hingegen grundsätzlich völlig in Ordnung.
 

der bergfloh

Bekanntes Mitglied
Also der Standard Eco vom EP8 unterstützt so stark wie der Tour+ vom Bosch?

Dann unterstützt der EP8 doch stärker, denn beim Bosch kann man ja noch runter auf Eco schalten?

Oder habe ich jetzt einen Denkfehler? 🤔
Der Unterschied ist bei Shimano kannst die alle Fahrmodi individuell einstellen per App.

Bosch hat das leider jahrelang verpennt und die jetzige Lösung ist immernoch meilenweit hinter den anderen
 
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