Mein AlpenX 2023 - eine kleine Zusammenfassung

Lieber KalleAnka,
habe vielen Dank für Deine Tourbeschreibung, jedem MTBler geht bei Blick auf die Bilder das Herz auf und man wird an seine eigenen Touren und zukünftige Vorhaben erinnert! Ausdrücklich finde ich, das die Erfahrungen mit dem Veranstalter in so eine Beschreibung (und in dieses Forum) dazugehören, ebenso Infos zu Akkumanagment, Etappenlänge,... . Gerne mehr und gerne auch Andere!

Lieber Uli,
seit 23 Jahren bin ich selbständig in der Dienstleistung tätig und ich beobachte, das die Erwartungen & Ansprüche der Gäste wachsen und die wachsende Umfänge einer Dienstleistung als Selbstverständlich betrachtet werden. Nicht die oftmals fehlende Bereitschaft für die Leistung angemessen zu bezahlen sondern vielmehr die unangemessene Komunikation (Bewertungen...) führen bei mir dazu, das ich dünnhäutiger geworden bin und mich bremsen muß nicht "zurückzuschlagen". Uli, den Zettel hättest Du Dir sparen können - und überlasse das Forum den Anderen! Das hat nichts gebracht, das wird für die Zukunft nichts bringen, das hälst Du aus! Vielmehr erfreue Dich an den vielen täglichen positiven Rückmeldungen!

Liebe Erst-Alpenüberquerer,
nimmt bitte mit, das die Uina-Schlucht und eine Tourplanung von 112km/2294Hm bei all den schönen Bildern eine grenzwertige Geschichte ist (funktionstüchtige Schiebehilfe, Einschätzung Alpiner Gefahren, Zeit/Akku, funktionierende Gruppendynamik). Für eine geile Tour muß man nicht bei ersten Mal Schröckenpass mit Fimberpass, Uina und dann Rabbijoch verknüpfen! (Tipp: Pass da Costainas)

Beste Grüße!
 

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Re: Mein AlpenX 2023 - eine kleine Zusammenfassung
Ich geh absolut konform mit denen, die sich die Uina Schlucht nicht geben wollen. Das ist halt eine persönliche Entscheidung. Und eine vernünftige Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und der Wettersituation ist auch unabdingbar.

Es sollte aber nicht der Eindruck entstehen, wir wären da alleine gewesen. Die Uina Schlucht war an jeder Stelle mit Bikern gut gefüllt, manchmal auch überfüllt. Und bis auf eine einzige Gruppe waren das alle E-MTBisten. Zusammengebrochene Biker am Wegesrand habe wir keine gesehen. Will sagen: anstrengend ja, aber keine alpinistische Höchstleistung.

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Er bezieht sich auf den zweiten Teil unserer Gruppe, dem ich angehört habe. Daher kann ich den Erschöpfungsgrad jedes Einzelnen ganz gut beurteilen.
Interessant dass ihr die 2000 Höhenmeter an dem Tag gerade so mit allerletzter Kraft geschafft habt, dann aber an den Treppen gescheitert seid. Stell dir mal vor das wären 2010 Hm gewesen, ihr wärt regungslos vor der Hütte liegen geblieben.

Keine Ahnung was dem Veranstalter für eine Laus über die Leber gelaufen ist, ich halte eure Darstellung für glaubwürdiger. Davon abgesehen dass die "Kommunikation" über nen motzigen Notizzettel sowieso unter aller Sau ist.
 
Interessant dass ihr die 2000 Höhenmeter an dem Tag gerade so mit allerletzter Kraft geschafft habt, dann aber an den Treppen gescheitert seid. Stell dir mal vor das wären 2010 Hm gewesen, ihr wärt regungslos vor der Hütte liegen geblieben.
Die Tagesleistung war eigentlich nach 40km und mittags bereits erbracht, die letzten 70km waren zumeist Radwege und allesamt bergab. Da musste nicht mehr viel Eigenleistung eingebracht werden.

Wir sind dann noch ab und an eingekehrt, damit es nicht langweilig wurde ;-).

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Ich geh absolut konform mit denen, die sich die Uina Schlucht nicht geben wollen. Das ist halt eine persönliche Entscheidung. Und eine vernünftige Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und der Wettersituation ist auch unabdingbar.

Ich kann das für mich gut einschätzen.
Unsicher bin ich immer, was man den Mitfahren/Mitwanderern zumuten kann.
In der Gruppe wird schnell mal zugesagt, weil man sich keine Blöße geben will oder sich überschätzt.

Ich habe in 40 Jahren Alpen schon eine Menge erlebt.
Unter anderem hätte ich bei einem Sturz am Bernina fast meinen Freund verloren.
Der ist im Geröllfeld abgegangen und mit dem Rucksack gerade noch so an einer Felskante hängengeblieben.
Oder mit meiner Frau auf dem Karischen Höhenweg.
Der Mut hat sie mitten auf dem Kamm aus heiterem Himmel verlassen.
Ich habe sie dann nur mit Mühe wieder ins Tal zurück bekommen.

Was ich damit sagen will:
Wir als Flachlandtiroler sollten die Alpen nicht unterschätzen.
Das kann ganz schnell ins Auge gehen.
Also immer vorsichtig sein und gesund zurück kommen :)
 
Ich geh absolut konform mit denen, die sich die Uina Schlucht nicht geben wollen. Das ist halt eine persönliche Entscheidung. Und eine vernünftige Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und der Wettersituation ist auch unabdingbar.

Es sollte aber nicht der Eindruck entstehen, wir wären da alleine gewesen. Die Uina Schlucht war an jeder Stelle mit Bikern gut gefüllt, manchmal auch überfüllt. Und bis auf eine einzige Gruppe waren das alle E-MTBisten. Zusammengebrochene Biker am Wegesrand habe wir keine gesehen. Will sagen: anstrengend ja, aber keine alpinistische Höchstleistung.

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Musste man jetzt wirklich da an irgendeiner Stelle sein Radl tragen? Oder "nur" schieben?

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Musste man jetzt wirklich da an irgendeiner Stelle sein Radl tragen? Oder "nur" schieben?
Nein, man musste nirgends zwingend tragen. Ich habe alle Hürden alleine und mit meiner erstklassigen Schiebehilfe überwunden. Es gibt da so 3-4 Schlüsselstellen, die sind etwas fordernd, weil sehr steil. Das sind aber nur ganz kurze Abschnitte, manchmal nur eine steile Stufe. Der Rest ist reine Schiebstrecke (also das, was nicht fahrbar, oder das Fahren nicht erlaubt ist). Deswegen empfinde ich persönlich ja ein E-MTB als besser geeignet als ein Bio-Bike.

Mein Frau (KajsaAnka ;-)) hatte mit ihrem Giant Reign und der vollkommen unbrauchbaren Schiebehilfe deutlich mehr Probleme, aber da haben wir halt geholfen. Wir hatten zur Sicherheit einen dabei, der hätte Obelix beim Armdrücken sicherlich locker geschlagen. Dem war Schieben manchmal zu lästig, dann hat er sich sein Bike (oder das meiner Frau) einfach unter den Arm geklemmt.

Meine Tochter mit ihrem Bosch und der (vorsichtig ausgedrückt) suboptimalen Schiebehilfe hat es ebenfalls so gut wie ohne Hilfe geschafft. Und die wiegt sicherlich keine 60kg.
 
Ich kann das für mich gut einschätzen.
Unsicher bin ich immer, was man den Mitfahren/Mitwanderern zumuten kann.
In der Gruppe wird schnell mal zugesagt, weil man sich keine Blöße geben will oder sich überschätzt.
Sehe ich absolut genauso. Wir haben uns abends in Nauders zusammen gesetzt und darüber ausführlich gesprochen. Danach haben sich 4 für die Schlucht und 3 für den Plamort-Trail entschieden.
 
Meine Tochter mit ihrem Bosch und der (vorsichtig ausgedrückt) suboptimalen Schiebehilfe hat es ebenfalls so gut wie ohne Hilfe geschafft. Und die wiegt sicherlich keine 60kg.
Das kenne ich von meinem Bosch anders. Wenn ich da ein zu kleines Ritzel wähle zieht mich die Schiebehilfe schneller den Berg hoch, wie ich meine Füße dazu koordinieren kann.
und 3 für den Plamort-Trail entschieden.
Und wir war da die Meinung ? Besonders zu den möglichen Abfahrtspfaden die es dort ja gibt.
Wir sind dann noch ab und an eingekehrt, damit es nicht langweilig wurde ;-).
Dann ist es ja klar. Die "kurzweiligen" Einkehrschwünge waren Schuld an den kraftlosen Beinen am Abend.....:cool:
 
Das kenne ich von meinem Bosch anders. Wenn ich da ein zu kleines Ritzel wähle zieht mich die Schiebehilfe schneller den Berg hoch, wie ich meine Füße dazu koordinieren kann.
Nach Aussage meiner Tochter war es wohl an steilen Abschnitten problematisch, die entsprechenden Knöpfe an der Remote zu erreichen. Ob fehlende Fingerfertigkeit und / oder blöde Anordnung der Knöpfe hier ursächlich ist, entzieht sich meiner Kenntnis zum jetzigen Zeitpunkt.
 
Nein, man musste nirgends zwingend tragen. Ich habe alle Hürden alleine und mit meiner erstklassigen Schiebehilfe überwunden. Es gibt da so 3-4 Schlüsselstellen, die sind etwas fordernd, weil sehr steil. Das sind aber nur ganz kurze Abschnitte, manchmal nur eine steile Stufe. Der Rest ist reine Schiebstrecke (also das, was nicht fahrbar, oder das Fahren nicht erlaubt ist). Deswegen empfinde ich persönlich ja ein E-MTB als besser geeignet als ein Bio-Bike.
Weiß auch nicht, woher der Mythos mit ewig tragen kommt.
So wie oben beschrieben, hatte ich das zuvor bereits an anderer Stelle beschrieben.
Taugliche Schiebehilfe ist allerdings wichtig.
Gibt natürlich auch Kollegen, die statt schieben lieber tragen . ( ohne Motor 🤣)
 
Wir sind vor über 20 Jahren die Uina Schlucht gefahren, das war schon eine Erfahrung.
Ich meine aber, daß da weniger Trage-/Schiebepassagen waren als heute, zumindest wenn man sich
so einige Videos anschaut.
 
Sehe ich absolut genauso. Wir haben uns abends in Nauders zusammen gesetzt und darüber ausführlich gesprochen. Danach haben sich 4 für die Schlucht und 3 für den Plamort-Trail entschieden.
Plamort ist bei gutem Wetter super schön - aber halt auch überlaufen.
Bis oben auf sind es von Nauders knappe 600 hm und irgendwo so um die 8 km.
Letztes Jahr sprangen da Pferde frei herum.
War ein geiles Bild - meine Frau auf dem Rad und die Pferde im Galopp da längst.
Wie im Wilden Westen:
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Alternativ geht vom Plamort eine Waldautobahn nach Reschen runter.

Wo habt ihr Pause gemacht?
Ich finde die Fischerteiche bei Prad super für einen Stop.
 
Der einzige Weg nach Nauders hoch ist die Serpentinenstraße aus der Schweiz hoch?
Meines Wissens wird normalerweise ab Strada ein Forstweg zur Norbertshöhe gefahren und es muss ein abenteuerlichen Weg ab Altfinstermünz, hinter der Gaststätte den Berg hoch, über Bergwege und alte Teile der Straße geben, jedoch stark Steinschlaggefährdet!
 
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