Entwicklung & Tuning des Cube Stereo Hybrid ONE77 – Erfahrungen, Umbauten, Geometrie, Fahrverhalten

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Re: Entwicklung & Tuning des Cube Stereo Hybrid ONE77 – Erfahrungen, Umbauten, Geometrie, Fahrverhalten
Nachdem hier schon einige Ihre Umbauten und Erfahrungen mitgeteilt haben möchte ich jetzt auch mal meinen Aktuellen Stand und die ToDo´s mitteilen.

Ich habe auch das 2025er Stereo Hybrid ONE77 AT in Schwarz.

Gefahren bin ich Aktuell ca 1400km . Davon neben normale Fahrten in die Arbeit auch
Bikepark Geisskopf / Bikepark Schladming mit Reiteralm / Bikepark Saalbach und viele Up and Downtrails die über Komoot geplant wurden.

Zwischenfazit. Gut zu fahrender Allrounder und viel verspielter als mein Canyon TorqueOn das ich davor hatte.

Aktuelle Umbauten:
  • Kurbel - Die 165er war mit zu lang. Bin doch öfter mal angeschlagen.
    Habe mir die hier empfohlene Miranda 155mm geholt . Preis/Leistung bisher super.

Dieses Wochenede wird die für mich größte Schwachstelle beseitigt. Die Bremse.
Ich finde die XT eine gute Alltagsbremse aber im Bikepark kommt sie schnell an ihre Grenzen . Ich fahre sie zwar schon von Anfang an mit Sinter Belägen was einen riesen Unterschied zu den verbauten gemacht hat. Aber.
Sie wird bei längerne Downhills einfach zu weich und man muss extrem viel Kraft und Weg aufwenden um gut und dosiert bremsen zu können . Ein Freund hat an seinem Bike die Simano SAINT BR-M820-B
Ist zwar nicht die Aktuell beste aber eine sehr gute Downhillbremse und vom Preis her akzeptbel . Ausserdem hat sie golden Akzente was perfekt zu meinem Bike passt ;-)

Wochendaktion:
  • Tausch der XT auf die SAINT Bremse
  • Einbau vom neuen Bosch Kiox400C Display.
  • Wechsel auf die Continetal Reifen Argotal und Kryptotal mit 2.6 ( Mir sind die verbauten 2.4 Reifen einfach zu dünn )
  • Wechsel auch das Schwalbe click Valve ( ich hasse die Französichen Ventile die immer verbiegen )
  • Lenkkopf auf den steileren Winkel umbauen ( verfolge das hier schon länger und will es endlich auch testen )
Dann erstmal fleissig Testen wie die Unterschiede sind

Grüße
Ralf
 
Tausch der XT auf die SAINT Bremse
Sehe ich genauso wie @punkhead
Die Saint ist nicht nur eine, bzw. mittlerweile sogar 2 Generationen älter, sie ist technisch absolut identisch zu der XT. D. h. auch, dass die Griffarmatur noch nicht mal die zusätzliche Abstützung am Lenker hat. Der einzige Unterschied ist der, dass die Bremssättel etwas massiver sind. Ob dieser kleine Unterschied sich bemerkbar macht in punkto Wärmeaufnahme/-ableitung bezweifle ich.
Dazu neigen die älteren Shimano-Bremsen noch eher zum Druckpunkt wandern. Shimano hat da irgendwann mal nachgebessert, was den Durchmesser der Nachlaufbohrung im Geber betrifft. Bei der (alten) Saint glaube ich nicht, dass diese bereits modifiziert sind.
Fette dicke Scheiben und passende Beläge, dann sollte der Unterschied spürbar sein.
 
Ich fand sie bein Testen einen Unterschied wie Tag und Nacht. Hat sich eher wie eine Magura gefahren . Sehr starker liniearer Bremsverlauf von Anfang an . Die XT greift gut aber eben erst nach einem gewissen Weg. Hatte mich schon daran gewöhnt bis ich gemerkt habe wie schön ein harter linearer Bremsverlauf sein kann.

Wechsel auf Sinter Belege haben einen riesen Unterschied gemacht . Sonst wäre die Bremse schon lange rausgeflogen. Gewartet und Entlüftet ist sie ;-)

Na dann bin ich mal gespannt und werde berichten ob es Fehlkauf war.
 
Ich fand sie bein Testen einen Unterschied wie Tag und Nacht. Hat sich eher wie eine Magura gefahren . Sehr starker liniearer Bremsverlauf von Anfang an . Die XT greift gut aber eben erst nach einem gewissen Weg. Hatte mich schon daran gewöhnt bis ich gemerkt habe wie schön ein harter linearer Bremsverlauf sein kann.

Wechsel auf Sinter Belege haben einen riesen Unterschied gemacht . Sonst wäre die Bremse schon lange rausgeflogen. Gewartet und Entlüftet ist sie ;-)

Na dann bin ich mal gespannt und werde berichten ob es Fehlkauf war.

Wenn du die XT so grausam findest, nehme ich sie gern, bevor sie im Mülleimer landet 😛
 
xt auf saint ist, wie bereits geschrieben, totaler quatsch bzw geldverbrennung.

vermutlich liegts eher an den scheiben und belägen. wobei da auch nichts "weich" werden sollte. das spräche eher für luft im system. die saint hat genauso servowave, die ist ähnlich digital. da wäre sowas wie ne hope oder trp dhr evo sinnvoller. bei der trp kannst auch noch deine shimano beläge weiterverwenden
 
Ich fand sie bein Testen einen Unterschied wie Tag und Nacht. Hat sich eher wie eine Magura gefahren . Sehr starker liniearer Bremsverlauf von Anfang an . Die XT greift gut aber eben erst nach einem gewissen Weg. Hatte mich schon daran gewöhnt bis ich gemerkt habe wie schön ein harter linearer Bremsverlauf sein kann.

Wechsel auf Sinter Belege haben einen riesen Unterschied gemacht . Sonst wäre die Bremse schon lange rausgeflogen. Gewartet und Entlüftet ist sie ;-)

Na dann bin ich mal gespannt und werde berichten ob es Fehlkauf war.
Ich möchte kurz die technischen Unterschiede zwischen XT und Saint zusammenfassen, da oft gesagt wird, sie seien identisch:

1. Hebel & Übersetzung
  • Bei der Saint ist die interne Hebelübersetzung stärker auf Bremskraft ausgelegt.
  • Ergebnis: weniger Hebelweg, dafür direkter Druckpunkt und mehr Power pro mm Hebelbewegung.
  • Die XT wirkt etwas „weicher“ und lässt sich feiner dosieren.


2. Kolbendurchmesser
  • Saint: 18 mm + 16 mm
  • XT: 17 mm + 15 mm
    → Die größere hydraulische Fläche der Saint liefert spürbar mehr Kolbenkraft, was sich besonders unter Dauerbelastung bemerkbar macht.

3. Bremssattel
  • Der Saint-Sattel ist massiver, nimmt Wärme besser auf und gibt sie langsamer wieder ab.
  • Vorteil nur bei sehr langen Abfahrten oder Bikepark-Einsatz, im normalen Enduro-/Trailbetrieb kaum relevant.

4. Praxis / Bedeutung
  • Mit großen Scheiben (220 mm) und guten Belägen ist die XT absolut trailtauglich und standfest.
  • Die Saint lohnt sich für Fahrer, die oft im Bikepark, auf sehr langen Alp-Abfahrten oder mit höherem Systemgewicht unterwegs sind.

Fazit:

Die Unterschiede sind real, aber zeigen sich erst bei härteren Einsätzen. Die XT ist der Allrounder, die Saint ein Spezialist für maximale Power & Standfestigkeit.
 
2. Kolbendurchmesser
  • Saint: 18 mm + 16 mm
  • XT: 17 mm + 15 mm
    → Die größere hydraulische Fläche der Saint liefert spürbar mehr Kolbenkraft, was sich besonders unter Dauerbelastung bemerkbar macht.
Hier möchte ich kurz reingrätschen:
Wenn alle anderen Parameter gleich bleiben, aber die Kolbenfläche im Sattel steigt, dann sinkt die Kraft pro Fläche. Der Anpressdruck sinkt, die Dosierbarkeit nimmt zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass die Saint größere Kolben haben soll, ist mir neu. Woher hast du die Info?

Nicht korrekt ist, dass größere Kolben automatisch eine größere Bremskraft bedeuten. Alle Shimano Geber sind vom Kolbendurchmesser identisch, das bedeutet dass du mit allen Gebern die gleiche Kraft erzeugst.
Die erreichbare Bremskraft ist physikalisch nur von der Kraft und der Reibzahl, sprich der Paarung Scheibe-Belag abhängig.
Das einzige was die 4-Kolbenzangen an Vorteil bringen, ist eine gleichmäßigere Anpressung der Beläge an die Scheibe.
 
Ich habe keine Ahnung wo du das her hast?

1.) Der Sattel ist nicht massiver als der XT Sattel aus der gleichen Serie. Ich hatte beide, die sind identisch. Die neuen Sättel sind etwas filigraner von der Optik.
2.) Der Hebel ist identisch zum Hebel der XT der gleichen Serie. Die neueren Modelle haben eine linearere Kurve.
3.) Die Kolben sind zumindest ab der BR-820 gleich groß.


Bildschirmfoto 2025-08-28 um 15.55.46.png
 
Ich möchte kurz die technischen Unterschiede zwischen XT und Saint zusammenfassen, da oft gesagt wird, sie seien identisch:

1. Hebel & Übersetzung
  • Bei der Saint ist die interne Hebelübersetzung stärker auf Bremskraft ausgelegt.
  • Ergebnis: weniger Hebelweg, dafür direkter Druckpunkt und mehr Power pro mm Hebelbewegung.
  • Die XT wirkt etwas „weicher“ und lässt sich feiner dosieren.


2. Kolbendurchmesser
  • Saint: 18 mm + 16 mm
  • XT: 17 mm + 15 mm
    → Die größere hydraulische Fläche der Saint liefert spürbar mehr Kolbenkraft, was sich besonders unter Dauerbelastung bemerkbar macht.

3. Bremssattel
  • Der Saint-Sattel ist massiver, nimmt Wärme besser auf und gibt sie langsamer wieder ab.
  • Vorteil nur bei sehr langen Abfahrten oder Bikepark-Einsatz, im normalen Enduro-/Trailbetrieb kaum relevant.

4. Praxis / Bedeutung
  • Mit großen Scheiben (220 mm) und guten Belägen ist die XT absolut trailtauglich und standfest.
  • Die Saint lohnt sich für Fahrer, die oft im Bikepark, auf sehr langen Alp-Abfahrten oder mit höherem Systemgewicht unterwegs sind.

Fazit:

Die Unterschiede sind real, aber zeigen sich erst bei härteren Einsätzen. Die XT ist der Allrounder, die Saint ein Spezialist für maximale Power & Standfestigkeit.

LLM generierter Quatsch?
 
Die Kolbendurchmesser sind von Saint bis runter zur BR420 alle gleich. Muss man nur nen Hebel mit Servo Wave an die BR420 Sättel Schrauben und schon bremst die wie ne Saint. Druckpunkt ganz minimal weicher wegen der anderen Bremsleitungen.
Shimano generiert die Mehrleistung über den Kolben, dessen Hub und Übersetzungsverhältnis am Bremshebel. Ab SLX aufwärts gibt's da keine Unterschiede. Der Rest ist einfach Hydraulik.
 
Hier möchte ich kurz reingrätschen:
Wenn alle anderen Parameter gleich bleiben, aber die Kolbenfläche im Sattel steigt, dann sinkt die Kraft pro Fläche. Der Anpressdruck sinkt, die Dosierbarkeit nimmt zu.
Nur zur Einordnung, wie eine hydraulische Scheibenbremse funktioniert:
  • Am Hebel sitzt der Geberkolben, der beim Ziehen den Öldruck aufbaut.
  • Dieser Druck überträgt sich 1:1 auf die Kolben im Bremssattel.
  • Entscheidend ist die Kolbenfläche im Sattel:
    • größere Kolben = mehr Kraft auf die Beläge bei gleichem Hebeldruck
    • kleinere Kolben = weniger Kraft, dafür knackigerer Druckpunkt
Das Zusammenspiel aus Geberkolben (im Hebel) und Nehmerkolben (im Sattel) bestimmt also Bremskraft, Hebelweg und Dosierbarkeit.

Darum liefert die Saint (18/16 mm Kolben) etwas mehr Anpresskraft als die XT (17/15 mm). In der Praxis heißt das: mehr Reserven bei langen, harten Abfahrten – spürbar vor allem im Bikepark oder alpinen Gelände.
 
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