Natürlich ist die Stromleitung sehr gut mit einer Wasserleitung zu vergleichen.
Ist schon überraschend wie hier überzeugt Unwissenheit kund getan wird.
Eine fachgerechte Elektroinstallation wird die Netzspannung im Rahmen der Toleranz nach EU-Norm sicher stellen.
Was aber auf einem Campingplatz in Südeuropa so aufgebaut wird ist manchmal weit davon entfernt.
Das 4A Bosch-Netzteil wird für eine Netzspannung von 220-240V spezifiziert.
Was es tut wenn die Netzspannung auf 200V oder weniger absackt, das kann ich nicht sagen.
Ich hatte sogar mal den Fall, dass ein Kurzschluss an einer langen Zuleitung von 1,5 qmm nicht einmal die Sicherung auslöste weil wegen der Leitungslänge der Strom nicht erreicht wurde. Die Spannung am Ende der Leitung aber Null war.
Naja, der elektrische Verbraucher versucht sich halt auf jeden Fall seine Leistung zu holen (sofern keine Regelungselektronik hier runterregelt oder abschaltet... was z.B. bei einem erkannten Spannungsabfall passieren kann, je nach "Intelligenz" des Verbrauchers). D.h. bei sinkender Spannung steigt sogar nochmal der Stromverbraucht --> mehr Hitze, erhöhte Gefahr, dass Sicherung auslöst oder, in deinem später genannten Fall der langen dünnen Zuleitung, ein Kabelbrand entsteht.
Bei der zu dünnen Wasserleitung fließt halt weniger Wasser durch, das wars. Daher finde ich
hierfür den Vergleich der Wasserleitung als nicht passend, in anderen Fällen kann der Vergleich natürlich helfen bei der Veranschaulichung von Elektrizität.
Zu deinem Beispiel mit "Spannung am Ende der Leitung war null": Das hat aber nichts mit den Ausführungen davor zu tun (außer dass anscheinend die Absicherung in der Unterverteilung komplett mangelhaft ausgeführt wurde), denn Strom sucht sich den Weg des geringsten Widerstands (ganz wörtlich bei einem Kurzschluss

)... natürlich wird dann am Ende der Leitung keine Spannung anliegen, wenn deutlich näher an der Spannungsquelle sozusagen eine Brücke besteht.
So, damit aber genug der Spannungsdiskussion... nur weil diese Schnelllader jetzt tatsächlich für EBike Verhältnisse mal mehr Leistung haben, sind sie im Vergleich zu anderen Haushalts- und Alltagsgeräte immernoch ziemlich schwach (selbst ein Minikühlschrank hat vergleichbare Werte zu einem Schnelllader, um nicht immer nur den Föhn zu nennen mit seinem Vielfachen). Daher ist die "große Gefahr" eine völlig übertriebene Wahrnehmung (das ist eher an den anderen Kollegen mit dem "z" im Usernamen gerichtet als an dich). Das sind weder Induktionskochfelder, noch E-Autos
Gutes Beispiel sind E-PKWs: Kleine Stadtflitzer mit 100 bis 150kW sind in der Stadt sparsamer als 400kW Fahrzeuge, aber auf der Autobahn, schon bei 130 verbrauchens mehr, obwohl meist kleiner.
Auch E-Motoren haben unterschiedliche Wirkungsgrade je nach Lastanforderung und Drehzahl, oben raus sinkt der Wirkungsgrad.
Stimmt, sehr guter Vergleich sogar... der kleine Stadtflitzer ist deutlich leichter und wird beim häufigen beschleunigen und bremsen durch die geringere Masse (bei Autos sind es ja mehrere 100kg Unterschied bzw. 30% Differenz im Gesamtgewicht oder sogar mehr) weniger Energie aufwenden müssen.
Ist die Masse jedoch einmal in Bewegung, dann spielt die Effizienz der Elektronik die deutlich größere Rolle.
...und bei EBikes mit Systemgewichten von 100-130kg machen die 2kg zwischen einem Light EMTB und einem Full Power keinen nennenswerten Unterschied in der Beschleunigung... hier ist also der bessere Wirkungsgrad der entscheidende Faktor (i.d.R. zugunsten des leistungsfähigen Motors).