Alpen X mit dem E-MTB - Wer hat das schon gemacht?

project-light

Aktives Mitglied
Ich würde nächstes Jahr gerne einen Alpen X in Angriff nehmen.

Ich habe bereits das Buch Alpencross mit dem E-Bike gelesen. Ich studiere auch viele Reiseberichte von Bio-Bikern.
Mit dem E-Bike stellen sich aber ganz andere Probleme, wie Akkumanagement, Schiebe- und Tragepassagen.

Da ich noch nie eine Mehrtagestour mit dem (E-) Bike gemacht habe, will ich es auch langsam angehen und kein unnötiges Risiko eingehen. Hochalpines Gelände und Trails über S2 fallen somit definitiv raus. Ich muss nicht unbedingt zum Lago, aber vom Allgäu bis Südtirol (Sterzing, Brixen, Bozen oder Meran) möchte ich schon fahren.

Fahren würde ich gerne alleine, oder vielleicht mit einem Kumpel und ohne Gepäcktransport. Übernachtung in Pensionen oder Hotels.

Ich mache mir allerdings viele Gedanken über die Akkukapazität (Steps E8000, 504er Shimano Akku). Hauptsächlich fahre ich im Trailmodus (Mid). Mein Heimatrevier ist das Sauerland.

Am liebsten würde ich zur Sicherheit einen Zusatzakku mitnehmen, allerdings nimmt der Akku + Ladegerät natürlich viel Platz und Gewicht im Rucksack ein.

Ich stehe noch ganz am Anfang der Planung und es werden sich bestimmt noch viele Fragen ergeben. Wie seht Ihr das? Hat schonmal jemand von Euch einen Alpen X mit dem E-Bike gemacht, oder geplant?
 

kawa3005

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Wenn du etwas Spaß haben willst solltest du mit deinem Akku immer ca. 1500 hm ....besser 1800 hm kommen.
Dann gibt es Traumhafte Touren durch die Alpen...
Hochalpines Gelände und Trails über S2 fallen somit definitiv raus. Ich muss nicht unbedingt zum Lago,
Schau dir mal die Via Claudia an..da langt auch der Shimano Akku bestens. Alles andere musst du schon genauestens nach deinen Bedürfnissen planen (wenn du allein unterwegs bist) ohne das es zu Überraschungen kommt die dich eventuell dann überfordern...soll ja Spaß machen. :cool:
 

project-light

Aktives Mitglied
Spaß soll natürlich im Vordergrund stehen. Via Claudia habe ich mir schon etwas angeschaut. Kennst Du die Route? Scheint extrem viel Asphalt zu sein, oder? Hast Du vielleicht ein paar gute Links oder Buchempfehlungen?
1800 hm schaffe ich aktuell noch nicht, da muss ich noch viel trainieren, aber das ist mir sowieso bewusst.
 

kawa3005

Bekanntes Mitglied
Die Via Claudia kenne ich nicht...wäre auch nix für mich. 🥳 außerdem mache ich lieber Rundtouren..Startpunkt =Endpunkt. Du kannst dir natürlich auch eine Route suchen die viel Auffahrtshilfen hat..Seilbahnen..in der Schweiz Züge...Shuttle Service..usw. Dann liegt der Schwerpunkt um Down und nicht Up.
Ich habe zb. eine fast fertige Rund Tour in Planung das im Dreieck A-I-CH fährt ... 7 Tage ..7000 Up aber fast 22000 Down.:cool:
Hm...Bücher brauchst du eigentlich gar nicht...vieles steht im Net inkl. Navi-Dateien.
 

HageBen

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Bin letztes Jahr einen gemischten geführten mit gefahren. Zweiten Akku würde ich dir schon empfehlen. Man kann bzw will nicht bei jeder Pause nachladen. Und es ist viel entspannter, sicherlich auch mit dem Mehrgewicht im Rucksack, wenn man weiß man schafft seine Tagesetappe ohne Akku Probleme. Ich fahre hauptsächlich in Eco Medium und mir hat an manchen Tagen sogar einer meiner beiden 378Wh Akkus gereicht, ansonsten reichten mir meine beiden locker (Focus Jam2 mit TEC Pack). Wir haben aber auch Lifte genutzt. War schließlich Urlaub / Spaßtour und kein verbitterter Ernst. Alle anderen Teilnehmer, also die mit emtb, hatten einen zweiten 500er Akku im Rucksack dabei. Laden in den Hotels war auch mit dem fest integrierten Akku kein Problem gewesen. Und weil bei uns selbstverständlich die Bioradler das Tempo vorgegeben haben, haben wir eRadler ein paar extra Runden, Umwege oder steile Passagen eingebaut. Tragen oder schieben mussten wir nicht.

Ist zwar nicht deine Frage, aber warum geführt?
Gepäcktransport ist schon angenehm, jede Tagesetappe fährt sich wie eine ein Tagestour. Zum Treffpunkt des Alpencross bin ich am Vortag mit dem emtb 64 km angereist. Mit zwei Rucksäcken am Buckl.
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Eine Woche lang wäre des nix gewesen. Da wäre ein größerer wohl besser gewesen.
Musste selber nix planen, einfach am Guide hinterher. Er hatte auch die Zeit im Blick.
Und auch sonst um nix sich kümmern zu müssen. Hotels und Rücktransport war alles organisiert.
 

Wirme

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Schaust du hier:


Die hatten wir für dieses Jahr mit dem BioBike geplant:


Ist aber wegen Corona und beruflicher Projekte auf 2021 geschoben.
 

kawa3005

Bekanntes Mitglied
Immer dieser Mytos vom XX zum Gardasee.. :rolleyes: :zzz:
Es gibt so viele Wunderschöne Rundtouren in den und durch die Alpen die man ganz Easy selber planen kann...Ich kann fahren wann und wo ich will...brauche nicht in fragwürdigen Berghütten-Matrazenlagern übernachten..Mit Booking kann ich jede Bude von unterwegs buchen oder eben schon im Vorfeld...bin nicht an den bring mich wieder zurück Service gebunden..usw.
 

Wirme

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Hilfreichster Beitrag
Mit dem Gardasee hast du recht.
Eigentlich sollte der Weg ja das Ziel sein.
Ich finde aber trotzdem, dass man zumindest einmal so was gemacht haben muss.

Ich selber plane die Touren über Komoot Premium.
Die Standardrouten bekommst du als gpx Track überall im Netz oder direkt bei Komoot.

Davon kannst du dann eine Mehrtagestour erstellen lassen.
Oder du musst halt selber was planen / erstellen.
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Die Tour kannst du relativ einfach anpassen:
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Über Unterkunft hinzufügen, kannst du deine Übernachtung planen:
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Durch auswählen der Unterkunft passt Komoot die Strecke automatisch an:
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Tabletop84

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Für die Reichweite ist hauptsächlich dein Gewicht, Trittfrequenz und der Fahrmodus entscheidend. Trail Mid zieht idR zuviel Strom. Da wirst du bei entsprechenden Rampen und Untergrund Mühe haben deutlich über 1000hm zu kommen. Mit Eco High schafft man um die 1500hm falls man unter 80kg wiegt. Mit Eco Mid lassen sich auch 2000hm knacken. Aber das relativiert sich halt alles wenn man selbst mehr auf die Waage bekommt und noch einen schweren Rucksack dabeihat.

Diese Reichhöhen erreicht man aber nur bei hoher Trittfrequenz und entsprechend kleinem Gang. Also 70-100rpm.

Tragepassagen sind mit dem Ebike nervig aber machbar. Durch das Gewicht erhöht sich aber auch die Verletzungsgefahr in Punkto umknicken, falls man keine hohen Schuhe trägt. Da also aufpassen.

Im Gegenzug kann man mit dem Ebike aber Trails bergauf fahren an denen Biobiker schieben oder tragen müssen. Nur ist das halt vorher schwer einzuschätzen.
 

Wirme

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Bucht man über Komoot Premium auch gleich die Hotels?
Nee. Du hast aber zumindest alle Infos zum Hotel zur Verfügung.

Adresse, Telefonnummer, Internetseite. Und wenn vorhanden eine Bewertung über TripAdvisor.

Dazu kommen dann noch MTB spezifischen Karten, Tour Wetter, Rabatte bei Fahrrad.de und Campz und halt der Rundumschutz. Das erste Jahr hat mich 30 € gekostet. Finde ich recht fair. Zumal ich Komoot mit meinem Garmin Account gekoppelt hab. Dadurch hab ich alle mit Komoot geplanten Touren sofort auch auf meinem Garmin Edge.
 

HageBen

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Das mit der Reichweite / -höhe ist sehr individuell. Deine wird dir bekannt sein. Dann würde ich die Etappen so planen, dass man jede locker schafft, so dass zur Not auch mal ein Umweg noch drin ist, man weiß ja nie.

Halbes Jahr im voraus? :biggrin:🤣

Hab normales Komoot. Komoot Garmin Verknüpfung ist super.
 

tib02

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Spaß soll natürlich im Vordergrund stehen. Via Claudia habe ich mir schon etwas angeschaut. Kennst Du die Route? Scheint extrem viel Asphalt zu sein, oder? Hast Du vielleicht ein paar gute Links oder Buchempfehlungen?
1800 hm schaffe ich aktuell noch nicht, da muss ich noch viel trainieren, aber das ist mir sowieso bewusst.
Ich würde erstmal schauen das du 5-6Tage am Stück mit dem eMTB fahren kannst 50km/1500hm sollten die Touren haben, dann hast du ein brauchbares Level. Anschließend, wenn das gut geht und du noch Spass hast kannst du in die Planung gehen. Es gibt auch Anbieter mit selfguided Touren, abgestimmt auf deinen Level, vielleicht wäre das noch eine Überlegung wert.
 
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kawa3005

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Im Gegenzug kann man mit dem Ebike aber Trails bergauf fahren an denen Biobiker schieben oder tragen müssen. Nur ist das halt vorher schwer einzuschätzen.
Das ist der riesige Vorteil am E-Bike .. wenn man sich auf den normalen Wegen auf Biogeschwindigkeit mit viel Eco treten einlässt, kann man die gesparte Energie auf Streckenabschnitten verballern wo der Bio schiebt oder trägt...so ein Beispiel ist die Strecke von der Heidelberger Hütte in Richtung Firmpass, die mit E fast komplett fahrbar ist. Nicht zu unterschätzen ist der geschickte Einsatz der Schiebehilfe im steilen Block-Stufen-Felsgelände, da hat der Bio auch klar das nachsehen.
 
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tib02

Bekanntes Mitglied
Als Tipp, Wallgau - > Comersee ist eine super Tour, bin ich 2018 gefahren. Geht durch Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien.

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Wirme

Bekanntes Mitglied
Das ist der riesige Vorteil am E-Bike .. wenn man sich auf den normalen Wegen auf Biogeschwindigkeit mit viel Eco treten einlässt, kann man die gesparte Energie auf Streckenabschnitten verballern wo der Bio schiebt oder trägt...so ein Beispiel ist die Strecke von der Heidelberger Hütte in Richtung Firmpass, die mit E fast komplett fahrbar ist. Nicht zu unterschätzen ist der geschickte Einsatz der Schiebehilfe im steilen Block-Stufen-Felsgelände, da hat der Bio auch klar das nachsehen.
Nachteilig ist das Ebike dann, wenn du tragen musst. Von Oberstdorf über den Schrofenpass nach Österreich ist schon mit dem BioBike für mich persönlich grenzwertig. Mit dem EBike must du "Kahn der Kraftmensch" sein, um das zu schaffen - und halt schwindelfrei und trittsicher.
 

project-light

Aktives Mitglied
Danke an alle! Da sind viele gute Infos dabei, vor allem der Tipp mit Komoot Premium. Die Premium Version kannte ich gar nicht, bzw. war mir der Leistungsumfang nicht bewusst, weil ich immer sehr gut mit der normalen Version ausgekommen bin.
Gegen einen Rundkurs spricht natürlich auch nichts. Auch der Tipp mit den selfguided Touren von tib02 hört sich interessant an.
Werde mich mal ein wenig intensiver mit Komoot auseinandersetzen und zukünftig mehr in ECO fahren :cool:
 
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