Neues Pivot E-Vault: E-Gravel Bike mit Fazua-Motor

Neues Pivot E-Vault: E-Gravel Bike mit Fazua-Motor

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Pivot stellt das E-Vault – ein E-Gravel Bike – der Öffentlichkeit vor. Die spannenden Eckdaten: Fazua-System, Carbon-Rahmen-Set und ein niedriges Gewicht von 13,7 kg. Hier die Infos.

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Neues Pivot E-Vault: E-Gravel Bike mit Fazua-Motor
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Natürlich sind wir Radler alles Individuen.
Du, ich und jeder andere.
Ich fahre auch fast die gesamte Palette vom Rennrad bis zum S-Pedelec.
Wir bilden vielleicht eine Schnittmenge aus verschiedenen Gruppen, dennoch gibt es viele Rennradler, die nicht mountainbiken und viele MTBler, die kein Rennrad fahren.

Jedes Jahr im Frühjahr mache ich eine Rennrad-Trainingswoche an der Adria.
In meinem Hotel sind dann ca. 60 Rennradler, Clubs und auch schon mal ein Profi-Team.
Natürlich hat jeder dieser Rennradler vielleicht auch noch das eine oder andere Bike zuhause, dennoch würde ich dort von ambitionierten Rennradlern sprechen.
Dort wurde vorletztes Jahr von Ciöcc (einer kleine italienische Schmiede) eine Woche lang verschiedene E-Rennräder zum Testen zur Verfügung gestellt.
Davon wurde auch rege Gebrauch gemacht, die Räder sogar von verschiedenen Leuten mit auf die Touren genommen.
Die Diskussionen hernach waren sehr interessant und aufschlussreich.

Ein E-Rennrad ist auch nicht grundsätzlich langsamer als ein Bio-Renner.
Kommt sehr auf das Tour-Profil an.
Meine Erfahrungen und persönlichen Schnitte mit meinen verschiedenen Rädern zeigen das auch.

Bei den Profi-Rennradrennen sucht man übrigens auch mit Wärmekameras nach versteckten E-Antrieben.
Da fahren auch keine Luschen und wenn man vom E-Antrieb per se langsamer werden würde, wäre das Ganze auch nicht sehr sinnvoll.

Muss jeder selbst wissen, was er möchte.
Einfach mal so einen E-Renner testen kann ich empfehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

F-Si

Bekanntes Mitglied
Ein E-Rennrad ist auch nicht grundsätzlich langsamer als ein Bio-Renner.
Doch ...und zwar erheblich.
Meine Erfahrungen und persönlichen Schnitte mit meinen verschiedenen Rädern zeigen das auch.
Meine Erfahrung zeigt das Gegenteil.
Bei den Profi-Rennradrennen sucht man übrigens auch mit Wärmekameras nach versteckten E-Antrieben.
Da fahren auch keine Luschen und wenn man vom E-Antrieb per se langsamer werden würde, wäre das Ganze auch nicht sehr sinnvoll.
Das Argument hättest du dir sparen sollen, du solltest wissen warum.
Einfach mal so einen E-Renner testen kann ich empfehlen
Habe ich schon.

Also, nehmen wir mal das CC/Gravel. Zweimal/Jahr fahren wir -ein paar Freunde und ich- die Strecke Rotterdam-Wuppertal, Straße, Rad.- und Wirtschaftswege, je nach Strecke ca. 250Km mit einem 30er Schnitt. Bedeutet, dass über lange Abschnitte auch 40-50 Km/h gefahren wird und unter 25 eigentlich nie.
Das wiederum fordert vom eGravel-Fahrer, dass er 250 Km ohne Unterstützung aber mit mehr Gewicht schlechterer Aero und höherem Tretwiderstand fahren müsste.
Und zum RR, wie ich schon andeutete, macht es überhaupt keinen Sinn. Wenn ich RR fahre betreibe ich Sport, will also rennen des rennens wegen, will der schnellste sein, ...gewinnen. Und wenn ich das nicht möchte, sondern spazieren fahren, ...benutze ich ein anderes Bike.
Das einzige was an meinem Ritte elektrisch arbeitet, ist die Schaltung. 😁
 

orange69

Bekanntes Mitglied
je nach Strecke ca. 250Km mit einem 30er Schnitt. Bedeutet, dass über lange Abschnitte auch 40-50 Km/h gefahren wird und unter 25 eigentlich nie.
Das wiederum fordert vom eGravel-Fahrer, dass er 250 Km ohne Unterstützung aber mit mehr Gewicht schlechterer Aero und höherem Tretwiderstand fahren müsste.
Allzu viele Berge gab es dann wohl eher nicht.
Ich habe geschrieben, dass der E-Effekt sehr vom Tourprofil abhängt.

Sei es drum. Keiner zwingt Dich, einen E-Renner zu fahren.
Ich möchte mich auch nicht weiter in Deine Ego-Blase begeben oder Dir Deine Ansichten und "Wahrheiten" nehmen oder diskutieren.

An alle anderen:
Ein E-Renner oder E-Gravel könnte für die interessant sein,
-die aus Altersgründen oder nachlassender Fitness trotzdem gerne noch Touren mit hohen Bergen, knackigen Steigungen oä fahren wollen
die Leistungsunterschiede mit Partner oder in der Gruppe nivellieren möchten
-die ein geeignetes Rad für Bikepacking-Touren suchen (natürlich nicht im Zelt, da fehlt meistens die Steckdose zum nachladen)
-für Leute, die sich ein schnelles Pendlerrad aufbauen möchten
-für MTBler, die den Geschwingigkeits-Gefühl eines Renners geniessen möchten
-ein speziellesTrainingsgerät (Wattmessung, Bergeinheiten etc.) suchen
-für alle, die mal etwas Neues ausprobieren wollen
-uva mehr.

Das Pivot stellet sicherlich ein teure aber höchst reizvolle Variante dar.
Es gibt aber auch deutlich günstigere Möglichkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:

orange69

Bekanntes Mitglied
Auf der Ebene, ausser bei heftigem Gegenwind, fährt man allermeist ohne Motor.
Das Rad rollt sehr gut, die Aero ist kaum schlechter als beim Bio-RR, der Motor entkoppelt komplett.
Ich bin mit meinem Creo auf der Ebene kaum langsamer als mit meinem normalen Rennrad.
Würde mich eher stören, wenn der Motor noch bis 32km/h mitläuft.
Ist ein typischer Geschwindigkeitsbereich auf der Ebene und das ständige An- und Abschalten bringt da eher Nachteile.
Die Vorteile des E-Renners sehe ich va am Berg.
 

F-Si

Bekanntes Mitglied
Allzu viele Berge gab es dann wohl eher nicht.
Ich habe geschrieben, dass der E-Effekt sehr vom Tourprofil abhängt.
Ich hatte das Tourprofil beschrieben, Hoch- oder Mittelgebirge sind zwischen Rotterdam und Wuppertal eher selten.
Ich möchte mich auch nicht weiter in Deine Ego-Blase begeben
Du müsstest erst aus deiner heraustreten um zu sehen, dass ich mich gar nicht in eine Blase aufhalte.
Und, deine Anregungen "an alle andere" lesen sich wie Werbesprüche von Hersteller und Handel.
Warum sollte ein eMTBler sich auf ein eRR setzen, um zu merken, dass die gleiche Geschwindigkeit die im anspruchsvollen Gelände durchaus hoch ist, übertragen auf die Straße aber langweilig ausfällt. Das weiß ein erfahrener MTBler auch ...ohne dass er auf ein eRR steigt.
Wenn man eine Bergetappe fährt, kommt man zu einer weiteren Erkenntnis, nämlich der, dass ein kleiner Motor gar nicht so stark unterstützt und der kleine Akku schneller am Ende ist als die Strecke.
Man packt sich also zwei Reserveakkus in den Rucksack, setzt sich auf ein unbequemes RR um was zu erleben ?
-für MTBler, die den Geschwingigkeits-Gefühl eines Renners geniessen möchten
Und, auf echten Steilstrecken glaubt ein Fazua RR-Fahrer, wenn ein Race-Hardtail mit Bosch CX an ihm vorbei rauscht, ...dass er steht.
Aber sicher, es gibt auch Leute die -zumindest kurz- an einem eRR gefallen finden, meinen Segen haben sie ...auch wenn der nichts Wert ist, bin Atheist. 😁
 

jodi2

Neues Mitglied
Ich bin zwar hier im Forum noch neu, trotzdem widerspreche ich Dir in vielen Punkten.

Zunächst die Zustimmung: Du hast absolut recht, das ein E-Renner durch Mehrgewicht und vor allem Aerodynamik etwas langsamer ist als ein Bio-Renner. Die (wenigen...) die ich kenne, die fit sind und E-Renner UND Bio-Renner haben und auch halbwegs beherrschen, bestätigen das, bei einer flotten Tour mit 30er Schnitt oder mehr ist man durch die Motorabriegelung bei 25km/h fast immer außerhalb der Unterstützung und es kommt ein 1-2km/h geringerer Schnitt als mit einem optimalen aerodynamischen Renner raus.
Die flachen Etappen der TDF wird man daher mit einem E-Renner nicht gewinnen, aber in einer Gruppe zusammen(!) unterwegs spielt das keine große Rolle, der E-Renner kann sich bei hohem Tempo weiter hinten halten und der "Gruppenstaubsauger" bringt deutlich mehr als sein Rad bremst. Dafür kann er bergauf bis 25km/h für die anderen Pace machen/sich vorne dran setzen.

Und selbstverständlich leistet man bei Touren mit größerem Motoreinsatz weniger als jemand, der die gleiche Streck im gleichen Schnitt ohne Motor fährt. Nur daraus zu folgern, dass man mit Motor immer weniger leistet und sich weniger anstrengt als mit Motor, ist falsch. Bei vielen ist das sicher noch so und die meisten Pedelecantriebe fördern das durch die sehr hoher mögliche Unterstützung und das Fahren mit wenig bis keiner Unterstützung ist zwar möglich, macht aber wenig Spaß. Anders bei leichten Assistantrieben an deutlich leichteren Rädern, das Rad macht auch mit wenig oder ohne Motor Spaß.

Ebenso falsch ist auch, dass ein kleiner Motor und Akku nichts bringen würde und nicht genügend Reichweite hätte. Ist irgendwie etwas widersinnig, Fahrern bzw. Pedelecs mit hoher Motorleistung deren Ausnutzung anzukreiden und im gleichen Atemzug zu sagen, geringe Motorleistung sei zu nichts nutze.

Mal konkrete Beispiele/Zahlen:
Ich bin vorher in unserer rel. flachen Region mit dem Bio-Gravel unterwegs gewesen und es hat Laune gemacht. Nach unserem Umzug ins Mittelgebirge sah das dann anders aus, ich war meist nach zwei Stunden oder zwei Bergen schon platt und bin etwas frustriert vorzeitig heimgefahren. Ein normales schweres Pedelec war für mich keine Alternative, ganz anders Renner mit Assistantrieb.
Damit dauern meine Touren seit letzten Sommer im Schnitt mind. doppelt so lang und mit doppelt so vielen Höhenmetern und ich bin viel häufiger unterwegs, mit mehr Spaß und mehr Laune, auch in der zweiten Tourhälfte mal noch neue Wege auszuprobieren, auch wenn es nochmal ordentlich hoch geht.
Gefühlt als auch laut Pulsmesser habe ich bei den Anstiegen etwas weniger hohe Pulsspitzen, aber immer noch eine hohe Leistung und schon bei einer Tour mehr geleistet und Kalorien vernichtet als vorher mit dem Bio-Gravel. Man kann sich von einem Assistantrieb nur schlecht ohne was zu tun durch die Gegend schieben lassen und mit Renner wo 25 in der Ebene fast unerträglich sind noch viel weniger.

Anderes Beispiel, auch zu Reichweite&Einsatz von kleinen&leichten Assistantrieben:
Letzten Sommer war ich auf einem längeren großen Gravelevent (112km 2000 Hm) und nach einer Weile war ich in einem netten 5er Grüppchen, davon zwei deutlich fitter&leichter als ich, zwei etwas fitter. Ich konnte mit meinem geringsten Unterstützunglevel und ca. 250Wh Verbrauch auf der gesamten Strecke mithalten, mit Fahrern die zwei Kategorien über meinem Level sind (die zwei etwas Fitteren haben wir auf dem letzten Drittel verloren), d.h. mit Fahrern ein Level über einem selbst käme meinn E-Gravel mit seinen ca. 320-330Wh ca. 3000Hm weit und auch 250km weit (die km sind mit 25er Limit eher zweitranig). Ich hatte auch nicht den Eindruck, das irgendwer (allzusehr) über mich oder den Motor lästerte, auch wenn jedem klar war, dass ich ohne auf Dauer nicht mit den anderen hätte mithalten können. Anfangs bin ich ein paar mal Steigungen unbewußt mit etwas höherer Unterstützung gefahren und weil es immer noch ziemlich anstrengend war, hab ich erst nach einigen hundert Metern gemerkt, dass ich die anderen weit hinter mir gelassen hatte und das war mir eher peinlich, da ja weder meine eigene Leistung noch wollte ich die anderen abhängen und alleine fahren. Generell neigt man allein dazu, sich zu viel Unterstützung zu gönnen, erst zusammen mit anderen ohne Motor merkt man, wie viel schon 50W Unterstützung sind und bringen.
Der Motor hat es ermöglicht, dass wir zusammen bleiben konnten (und die zwei “Verlorenen” hätten im letzten Drittel vielleicht auch gerne einen gehabt…) und dass ich die ganze Tour fahren konnte, was ich ohne vermutlich nicht geschafft hätte/vielleicht nur ⅔ davon. Es hat denke ich auch jeder gesehen/gemerkt, dass ich trotz Motor auch “was geschafft” hatte und durch meine Übergewicht sicher nicht weniger Arbeit verrichtet oder Kalorien verbraucht hatte. Dass Form und Leistung an dem Tag der anderen anders zu bewerten sind als meine, stand außer Frage, aber wir waren ja nicht im Wettkampf, ich hab keinem was weggenommen und das “Preisgeld” für uns alle gleichermaßen war nette Gesellschaft, Unterstützung bei Pannen und eine wunderschöne lange Tour.

Und jetzt die "Brücke":
Auch ich finde Pedelecs bzw. Motor am Rad keineswegs für jeden und für alles passend und auch E-Renner/E-Gravel nicht. Aber es gibt Einsatzzwecke, wo Pedelecs für viele (auch fitte Radler) Sinn machen können und Nutzen oder Einsatzgebiet deutlich erhöhen können, z.B. S-Pedelec über Jahre täglich ins Büro.
Ein E-Gravel ist für mich persönlich eher ein Sportgerät, wo mir das Tempo unwichtig und der Motor eher lästig ist (und das Mehrgewicht ist auch bei Assistantrieb im Handling immer noch etwas spürbar) und ich wäre gerne leichter&fitter, so dass ich mich bergauf leichter tun und mich da auch ohne Motor länger wohlfühlen würde. Wenn ich da mal hinkomme und ich drüber nachdenken muss, ob ich das E-Gravel nicht verkaufe und nur noch Bio-Gravel fahre, freu ich mich wie Bolle. Bis dahin erhöht das E-Gravel aber meinen Grad an Aktivität und meine Motivation dazu deutlich und erheblich mehr als ohne E.
Und auch mit dem jetzigen Bauch hätte ich persönlich mir kein teureres/anfälligeres/wartungsintensiveres E-Gravel zugelegt, wenn es eher um flache Strecken ginge/ich noch in einer flachen Region wohnen würde. Auf meiner früheren Strecke ins Büro mit ca. 2x40=80km bei hin und zurück insgesamt rund 350Hm habe ich ein paar mal das E-Gravel benutzt und war pro Strecke vielleicht 2min bzw. 1km/h schneller als mit dem Bio-Gravel und fand das enttäuschend. War ok, aber lohnt aufgrund der Nachteile von E für mich in keinster Weise. Das bestätigt auch Eure beiden scheinabr widersprüchlichen Aussagen: Wenn Strecke und Höhenprofil eher flach&einfach sind, lohnt ein E-Gravel/Renner (mit 25km/h Motorlimit) nicht oder nur wenig, umso anspruchsvoller&bergiger es wird, umso mehr verschiebt sich das.

Und zu Sinn oder Unsinn von Gravel:
Ich persönlich konnte mit reinem Rennrad als auch MTB/Fully nie viel anfangen. Ich mag weder längere Touren auf ungesperrten Straßen und umgekehrt finde ich mit dem MTB Asphalt oder auch nur eine gute Waldautobahn schnell zäh und öde. Mit dem Gravel ist man universell für fast alle Wege gerüstet, muss interessante Wege nicht erst lange suchen/kann auch ohne Infrastruktur oder lange Anfahrt vor der Haustür losfahren, fühlt sich auch mal nur in der Ebene wohl und fährt oft einfach der Schnauze nach, bis es nicht mehr weitergeht (was selten der Fall ist).
Klar kann man das weder mit einem reinrassigen Renner vergleichen oder da lange mithalten, noch kann man Hardcore Downhill machen. Aber es geht erstaunlich viel, man muss sich halt konzentrieren und genau schauen, wo beim Fully Federung und Reifen noch alles wegbügeln, was ich manchmal sogar interessanter finde, es braucht einfach weniger, um einen bezüglich Fahrtechnik zu fordern. Und wenn es einen dann mal ein paar km auf Asphalt verschlägt oder man auf dem schnellsten Weg über die Landstraße heim will, fühlt man sich da auch noch wohl.
Deswegen muss ganz sicher nicht jeder nur Gravel fahren; ich habe Respekt vor jedem Rennradler oder MTB-ler und bin sicher und wünsche ihnen, dass sie mind. genauso viel Spaß haben wie ich!
 
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