Fahrwerks-Optimierung am Limit: Tipps für 110kg Fahrergewicht gesucht

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v1per

Guest
Hallo zusammen!

Ich bin recht neu im MTB-Bereich und habe gerade erst meine ersten Trail-Erfahrungen gesammelt. Da ich Technik liebe, verbringe ich die fahrfreie Zeit am liebsten mit Optimierungen am Bike.

Das Problem:
Bei meinem ersten kleinen Sprung (ca. 50-60cm über ein Table, Landung sauber in der Transition ca. 80-90cm Höhenunterschied von Absprung bis Landung) sind sowohl Gabel als auch Dämpfer direkt bis an den Anschlag gegangen (Gummiringe am Limit). Ein Durchschlag-Gefühl gab es zwar nicht, aber im Slow-Mo Video sieht man deutlich, dass die Reserven weg sind. Da ich fahrfertig ca. 110 kg wiege, bin ich beim Material am oberen Limit.


Mein aktuelles Setup:

Bike: Canyon Spectral:ON CFR
Gabel: FOX 38 Factory E-Optimized (Grip 2), 160mm - (aktuell SAG: 20% 4/6 Spacern, LSR: 1 HSR: 0 LSC: 10 HSC: 5)
Dämpfer: FOX Float X Factory (230x60) - (aktuell SAG: 30% 0.4er Spacer LSR 3 LSC: 5)
Reifen: Maxxis Assegai 2.5 (V) / Minion DHR II 2.6 (H) - beide EXO+
Luftdruck: Vorne 2.0 bar / Hinten 2.0 bar

nach Fox Grundeinstellung eingestellt

Meine bisherigen Erkenntnisse & Fragen:

Progression: Mein angelesenes Wissen sagt: Ich brauche mehr Endprogression. Ich habe bereits Spacer bestellt. Plan ist, am Dämpfer von 0.4 auf 0.8 zu gehen und in der Gabel von 4 auf 5 Token zu erhöhen. Ist das bei 110 kg der richtige Weg oder sollte ich eher über den Luftdruck (weniger SAG) kommen?

Dämpfung: Für die Low-Speed-Compression (LSC) gibt Fox im Manual keine festen Werte vor. Aktuell fahre ich auf 5 von 10 (Pfeil auf dem Dämpfer). Habt ihr hier Erfahrungswerte für schwere Fahrer?

Fahrgefühl: Auf Wurzelteppichen fühlt es sich im Vergleich zum Gravelbike wie auf Wolken an, aber mein Gefühl sagt mir, es könnte noch feinfühliger sein. Beißt sich das mit dem Wunsch nach mehr Durchschlagschutz?

Reifendruck: Sind 2.0 bar bei meinem Gewicht und EXO+ Karkasse realistisch oder schon zu viel?

Ich freue mich auf euere Tipps, wie ihr euer Fahrwerk bei ähnlichem Gewicht abgestimmt habt!

Viele Grüße!
 

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Re: Fahrwerks-Optimierung am Limit: Tipps für 110kg Fahrergewicht gesucht
luftdruck kannst so lassen bzw. ggf. etwas runtergehen und schauen obs dir zu schwammig wird/es durchschläge gibt.

SAG wirkt auch passend, daher wie schon geplant, über volumenspacer gehen.

lsc musst du im endeffekt austesten ab wann es dir zu viel gegenhalt wird bzw. der dämpfer bockig wird. ein fox mechaniker meinte mal, der float x funktionier auf 7 am besten.

wieviel psi hast du im dämpfer?
 
mit 250 biste ja noch lange nicht am limit.

in die gabel kannst ggf. noch etwas mehr luft geben, fox sagt ja 15-20% SAG

ideal ists wenn der o-ring bis zum kashima schriftzug geht. der rest ist puffer
 
Würde auch mit Spacern arbeiten und mich da langsam rantasten.
Erstmal einen zusätzlich rein und testen etc.
Wie viele sind denn ab Werk drin? Kannst du Online bei Fox auf der Seite prüfen mit Angabe der Seriennummer.
Die Nummer findest normalerweise auf dem Casting.
 
Gabel: FOX 38 Factory E-Optimized (Grip 2), 160mm - (aktuell SAG: 20% 4/6 Spacern, LSR: 1 HSR: 0 LSC: 10 HSC: 5)
Dämpfer: FOX Float X Factory (230x60) - (aktuell SAG: 30% 0.4er Spacer LSR 3 LSC: 5)
Bei meinem langen Text vielleicht etwas untergegangen:)

mit 250 biste ja noch lange nicht am limit.
Das Stimmt, aber bei 250PSI passt aktuell der SAG ganz gut.


Ich bin auf jeden Fall gespannt wie und ob sich das Bemerkbar macht mit den Spacern.
 
ich zweifle die 20% vorne an der Gabel an
der umgekehrte ansatz wäre passender
an der Gabel token raus und mehr Luft rein 15..20% SAG
HSC komplett offen anfangen, dann nach bedarf reindrehen
müsstest du merken, mehr HSC sollte die Gabel nach der Landung nicht durchrauschen
LSC beim Bremsen prüfen, taucht die Gabel zu schnell ein, mehr LSC
HSR und LSR anhand der PSI aus der tabelle

edit: Fox schreibt im manual zur SAG Einstellung:

Make sure that your compression adjusters are in the Open position
  • Rotate the compression lever to the Open mode (fully counter-clockwise).
  • If you have a 3-Position Remote fork, set the fork to Open mode.
  • If you have LSC or HSC/LSC adjust, make sure all adjusters are open (fully counter-clockwise).
https://tech.ridefox.com/bike/owners-manuals/2979/fork--2025-36mm-or-38mm

Dämpfer hinten, compression komplett offen, die fox dämpfer sind überdämpft
Auch hier nochmal die PSI prüfen.
Viel Erfolg

Ein einziges Setup fürs Springen als auch fürs Trailfahren ist oft nicht geeignet.
Entweder oder.
Ansonten muss man mit Kopromissen auskommen
 
Zuletzt bearbeitet:
Luftdruck: Vorne 2.0 bar / Hinten 2.0 bar
Mit Schlauch? Dann würde ich hinten nicht mehr runter gehen.

Ein Durchschlag-Gefühl gab es zwar nicht, aber im Slow-Mo Video sieht man deutlich, dass die Reserven weg sind. Da ich fahrfertig ca. 110 kg wiege, bin ich beim Material am oberen Limit.
Mit den Spacern und dem Spielen am Druck bist auf dem richtigen Weg. Gerne etwas weniger SAG in kleinen Schritten.
Federweg ausnutzen ist eine Sache, massive Botton out was anderes.
 
welchen Druck hast du in der Gabel? Mit 110 -115psi solltest du mit 4 Spacern die Gabel nicht ans Limit bekommen und ich verstehe auch nicht, wie man so fahren kann aber da hat eben jeder seinen eigenen Geschmack.

Ich persönlich fahre meine 36er mit einem Spacer und 115PSI bei 106kg + Bike und finde es so angenehm und vor allem Linear. Mit weniger Druck und vielen Spacern hängt die Gabel viel im mittleren Federwegsbereich und geht bei Belastung in eine massive Progression. Aber jeder wie er mag.

Das Problem:
Bei meinem ersten kleinen Sprung (ca. 50-60cm über ein Table, Landung sauber in der Transition ca. 80-90cm Höhenunterschied von Absprung bis Landung) sind sowohl Gabel als auch Dämpfer direkt bis an den Anschlag gegangen (Gummiringe am Limit). Ein Durchschlag-Gefühl gab es zwar nicht, aber im Slow-Mo Video sieht man deutlich, dass die Reserven weg sind. Da ich fahrfertig ca. 110 kg wiege, bin ich beim Material am oberen Limit.


Ein Problem erkenne ich hier auch nicht sondern ganz normales Verhalten deiner Federelemte bei deinem Gewicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du eine sorgenfreie Einstellung und Funktion haben willst, würde ich dem Fahrwerk ein MST Tuning gönnen.

Kostet zwar ein paar Euro, aber sowohl Gabel als auch Dämpfer funktioniert dannach einfach perfekt und sind auf einem ganz anderen Level.

Man bekommt auch noch das richtige Setup an die Hand.
Einmal einstellen und vergessen.
Lieber mehr fahren 😉

Hab ich beim Bio und E-Bike, jederzeit wieder.

Link zum Tuning oder auch hier R Suspension

Gruß Christian
 
Wenn du eine sorgenfreie Einstellung und Funktion haben willst, würde ich dem Fahrwerk ein MST Tuning gönnen.

Kostet zwar ein paar Euro, aber sowohl Gabel als auch Dämpfer funktioniert dannach einfach perfekt und sind auf einem ganz anderen Level.

Man bekommt auch noch das richtige Setup an die Hand.
Einmal einstellen und vergessen.
Lieber mehr fahren 😉

Hab ich beim Bio und E-Bike, jederzeit wieder.

Link zum Tuning oder auch hier R Suspension

Gruß Christian
Ein Fahrwerkstuning kann sinnvoll sein, davor sollte man aber alle Optionen probiert haben und nicht das gewünschte Setup gefunden haben.
Als Einsteiger ist unmöglich, zu wissen wie sich ein Fahrwerk anfühlen sollte. Die meisten Fahren es zu langsam, ist auch die Aussage vom Mario.

Die Empfehlungen von Mario müssen nicht unbedingt passen, ob nun Toleranzen bei der digitalen Dämpferpumpe, oder eigene Vorlieben.
Fahre selbst diverse Fahrwerke vom Mario in verschiedene Bikes und habe teils deutliche Abweichungen bei meinem Setup.
 
Fahre bei fahrfertig ähnlichem Gewicht (95 nackt, 105 Abfahrt) auch viel mehr Druck und weniger Token (aktuell 127psi in Fox38).
In deinen Dämpfer würde ich auch direkt den 1.0er Token verbauen. Alles darunter ist für schmale Schultern :D.
 
Zitat TE... "bin recht neu im MTB-Bereich".... springst aber gleich 90cm hohe Tables etc... Aha, so neu bist Du.
Denke bei Deinem Gewicht und den Anforderungen wär eine DH Bike sinnvoller
 
Nur weil ich in dem Bereich neu bin, heißt das ja nicht, dass man nicht gleich springen kann, oder?

Ich bin früher viel unterwegs gewesen vor etwa 20 Jahren bin ich neben dem Skaten auch BMX gefahren und habe im Skatepark kleinere Sprünge gemacht, zum Beispiel Corner Transfers. Außerdem war ich rund zehn Jahre auf Inlineskates und fünf Jahre mit dem Skateboard im Park und auf der Straße unterwegs.

Mittlerweile bin ich 38 und etwas besser im Futter, aber die grundlegenden Skills verlernt man ja nicht. Wie man so schön sagt: Ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht.

Ein Downhill-Bike halte ich für meine Ansprüche und die vorhandenen Trails auch für übertrieben, wenn man sie in Schleswig-Holstein überhaupt als Trails bezeichnen kann.

Ich habe jetzt viele Informationen und Meinungen von euch bekommen. Einige unterstützen meine Idee, die Spacer zu testen, andere sehen das komplett anders. Ich probiere es jetzt erstmal mit den Spacern aus und kann danach ja immer noch die andere Variante testen.
 
Ich schätze, es sind ungefähr 120 PSI.
Ich habe aber eher nach dem SAG als nach dem Druck eingestellt. Wenn der SAG zu gering war, habe ich etwas Luft abgelassen, und wenn er zu groß war, wieder nachgepumpt.

Hier mal ein kleiner Sprung bei dem die Gabel verschwindet
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hm ich dachte irgendwie die ganze zeit an einen drop. dann auf jeden fall luftdruck hoch+spacer.
bei dem "hüpferchen" darf die gabel nicht so weit eintauchen
 
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