Erfahrungsbericht Fazua Ride 60 / YT Decoy SN

Mustopf

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Es gibt keinen wirklichen Grund für diesen Beitrag. Mir fällt nur immer wieder auf, wie reflexartig Würgereize kommen, sobald hier irgendein Beitrag zu Fazua (außerhalb der Fazua Unterforums) erscheint. Insbesondere die Kommentarspalte tobt sich da gerne aus und in meinen Augen ergibt das ein sehr einseitig negatives Bild von dem Antrieb. In dem Zusammenhang wollte ich einfach mal meinen Werdegang und Erfahrungen aufschreiben.

Es war das Jahr 2025, ich war auf der Suche nach einem Light-EMTB um meinem schwachen Körper ein technisches Upgrade zu verpassen, welches mir mehr Zeit auf dem Fahrrad ermöglichen soll. Als Ergänzung zum Bio-Enduro sollte es ein Alu-Trailbike für die lokalen Strecken werden. Verliebt hatte ich mich in ein Commencal Tempo Power mit Bosch SX Motor mit 400Wh. Allerdings waren die 7500€ nichts, was ich investieren wollte. Und so begann das Warten auf eventuelle Schnäppchen im Herbst.

Das Schnäppchen kam...nur anders als erwartet und deutlich früher. Ein Kumpel gab mir zwei Monate später den Hinweis, dass YT einen Sale hat. Das Decoy SN Core 3 mit Fazua Ride 60 reduziert auf <5000€. Ja gut, kein Trailbike….dann halt doch ein Enduro….und Carbon statt Alu...egal, der Preis hat hier geregelt. In keiner meiner vorherigen Überlegungen wäre ich für den Preis mit Rockshox Ultimate und elektrischer Schaltung hingekommen, ich empfand den Preis als fair. Der Fazua war mir bereits aus dem Forum negativ bekannt, aber notfalls gäbe es ein Rückgaberecht und irgendwie wollte mein Kopf es nicht akzeptieren, dass es ein Produkt auf dem Markt gibt, dass sich immer wieder neu verkauft und miserabel bei der Zuverlässigkeit sein soll...keine Firma würde sich lange auf sowas einlassen und im Internet meckern eh nur Betroffene.

Das Fahrrad war bestellt und kam schnell. Der Aufbau war schnell erledigt und die erste Testfahrt wartete. Der Vergleich zum Bio-Enduro war einfach zu ziehen, da beide 170mm Federweg und mx-Bereifung haben. Im Direktvergleich zum Last Coal V3 muss ich sagen, dass die Geometrie vom Decoy mir etwas besser liegt. Der Reach ist 10mm kürzer und ich kann das Bike deutlich „gedankenloser“ fahren. Ich muss nicht ständig darauf achten, dass ich aktiv Druck auf den Lenker ausübe. Man steht einfach direkt perfekt auf dem Bike. Die 6kg Unterschied im Gewicht merkt man eher am Ende des Tages als zwischendrin. Insgesamt ein richtig gut gelungenes Fahrrad (bis auf den Alu-Lenker, der musste einem Oneup weichen). Mit 430Wh im River Modus komme ich zirka 45km und 1200Hm weit, egal ob 35°C oder -5°C). Im Breeze-Modus sind hier auch ~1500Hm drin.

200km später folgte die erste Tour im Regen und es tauchte das erste Problem auf….im Motor. Am Ende der Tour kam es zu sporadischen Aussetzern der Unterstützung und der Fehler war ganz spannend. Solange die Unterstützung aktiv war und ich nicht aufhörte zu treten, kam es nicht zu Problemen. Unterbrach ich die Beinarbeit war es Glückssache, ob der Motor danach noch unterstützte. Interessanterweise hat er genauso spontan wieder angefangen zu unterstützen. Über die App konnte ich sehen, dass er am Drehmomentsensor einfach nichts misst. Vielleicht hätte ich das Problem mit einem Reset lösen können, aber damals wusste ich nicht, wie man einen macht bzw. dass das überhaupt geht.

Gut, Fehler können in jedem Produkt auftreten und ich habe mich an den Support von Fazua und YT gewandt. Die Reaktion lies nur wenige Stunden auf sich warten. Fehlerprotokolle wurden ausgelesen, ausgetauscht und eine Diagnose wurde erstellt. Der Verdacht liegt hier bei dem Sensor in der Drive-Unit, dieser wird aber nicht vom System als „defekt“ erkannt. Das macht für mich auch wenig Sinn, da dieser nach mehreren Stunden Warten immer für ziemlich exakt 2km funktionierte und dann wieder die sporadischen Aussetzer hat. Kalte Lötstellen etc ergeben auch keinen Sinn, da dann doch der Sensor als Defekt erkannt werden müsste. Naja, vorerst egal.

Das unausweichliche folgt hier nun, ein Austausch des Motors. Fazua hat für mich einen Termin in der Werkstatt gemacht und auch vorab einen Motor hingeschickt, damit die Ausfallzeit gering bleibt. Das hat den zertifizierten Händler/ Werkstatt wenig interessiert, da ich das Fahrrad nicht bei ihm gekauft habe und nach einem langen Monolog über YT, Canyon und Fazua durfte ich gehen und mein Fahrrad wartet auf eine Reparatur. Nach ein paar Wochen Frust und zunehmender Eskalation kam endlich der Anruf, mein Fahrrad ist fertig (als ob ich nach der Aktion jemals bei ihm Kunde werden würde). Ausgehändigt wurde beides von einem Mitarbeiter von ihm, der mir dieses mal keinen Vortrag gehalten hat, sondern sich einfach positiv über das Fahrrad und den Antrieb geäußert hat. Ich fand das so super, das hat den Start in die zweite Runde deutlich positiver gestaltet.

Zweiter Motor, erste Tour, nach der Anfahrt zum Trail ein kurzes gelbes Aufleuchten der Steuerung. Eigentlich ein Hinweis auf einen Fehler, aber er kommt nicht wieder und soviel vorneweg, er kam auch nie wieder. Tag genossen, die nächsten 300km sind vorerst wieder fehlerfrei, aber die Sorge fährt mit. Die Fehlerdiagnose ergab für mich immer noch keinen Sinn.

Und dann kamen Dinge ins rollen. Bei EMTB-News erschien ein Vergleichstest 4 verschiedener Bikes mit dem Fazua Antrieb. Rein aus dem Gedankenprotokoll meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass hier ebenfalls mehrere ausgefallen sind mit einem ähnlichen Fehlerbild.

https://www.emtb-news.de/news/haibike-pivot-yt-transition-test-e-bike-fazua-ride-60/

Und diese Info scheint an die richtigen Stellen weitergeleitet worden zu sein. Es erschien die Firmware v12, welches Bugfixes und Systemstabilität versprachen. Das passt deutlich besser zu dem beschriebenen und erlebten Fehlerbild. Schnell in der Mittagspause das Update raufgespielt und zitternd dem Feierabend entgegengefiebert.

Von hier an wird es langweilig, keine Fehler, keine Aussetzer, nichts. Egal bei welcher Temperatur, egal welche Belastung, einfach das Fahrrad laden und genießen. Es folgt die Firmware 14 und 15. Weiterhin….nichts, seit 1300km einfach nichts. Es ist endlich so wie ich mir das vorgestellt habe. Das System verhält sich unauffällig, es ist leise (das Überfahren von Blättern ist lauter) und klapperfrei. Ich denke viele Beschwerden und Probleme gingen einfach auf einen Bug in der Software zurück. An der Stelle schade. Mein Kumpel mit Fazua Ride 60 blieb glücklicherweise von dem Problem gänzlich verschont, es gibt sie also schon ;)

Generell gibt es ein paar Highlights an dem Antrieb, die ich hier abschließend noch einmal vertiefen möchte:

  • jedes Softwareupdate kann ich einfach daheim aufspielen, es gibt keinen Werkstattzwang oder sonstiges. Als Heimschrauber für mich ein wichtiger Punkt
  • Mittlerweile habe ich die Kennlinien des Antriebes über die App auch meinen Wünschen angepasst. Man kann hier sowohl die Intensität als auch die Rampe für die Unterstützung einstellen. Ich habe die 3 Fahrmodi meinen lokalen Anforderungen angepasst und den Verbrauch vom Bike um ~10% reduziert. Durch ein entsprechendes Wechseln der Modi kann ich hier mittlerweile dem ein oder anderen Fullpower E-MTB mit 600Wh Akku die Stirn bieten ohne bei der Geschwindigkeit Abstriche zu machen (klar, muss das dann von mir ausgeglichen werden)
  • der Akku hat nach insgesamt 1500km und ~30 Ladezyklen immer noch 100% Restkapazität. Insofern die Zellen nur 1000 Zyklen mitmachen entspricht das einer Lebensdauer von 50.000km

Wie eingangs beschrieben, es gibt keinen wirklichen Grund für diesen Beitrag. Ich hatte nur Lust drauf. Die Leute meckern viel, ich habe ein „riskantes“ Produkt gekauft und bin damit sehr gut gefahren. Ja, ich würde ihn weiter empfehlen und ich würde ihn mir wieder kaufen. Nahezu jedes E-Bike in meinem Umfeld hat bereits einen neuen Motor. Der Vorteil bei dem Fazua ist, dass ich mir sicher bin, dass es nur an der Software lag und keine Hardware beschädigt war. Ich habe ein super Fahrrad mit tollem Antrieb und weiß, dass der Support sich kümmert, wenn was ist.
 
Es gibt keinen wirklichen Grund für diesen Beitrag. Mir fällt nur immer wieder auf, wie reflexartig Würgereize kommen, sobald hier irgendein Beitrag zu Fazua (außerhalb der Fazua Unterforums) erscheint. Insbesondere die Kommentarspalte tobt sich da gerne aus und in meinen Augen ergibt das ein sehr einseitig negatives Bild von dem Antrieb. In dem Zusammenhang wollte ich einfach mal meinen Werdegang und Erfahrungen aufschreiben.

Es war das Jahr 2025, ich war auf der Suche nach einem Light-EMTB um meinem schwachen Körper ein technisches Upgrade zu verpassen, welches mir mehr Zeit auf dem Fahrrad ermöglichen soll. Als Ergänzung zum Bio-Enduro sollte es ein Alu-Trailbike für die lokalen Strecken werden. Verliebt hatte ich mich in ein Commencal Tempo Power mit Bosch SX Motor mit 400Wh. Allerdings waren die 7500€ nichts, was ich investieren wollte. Und so begann das Warten auf eventuelle Schnäppchen im Herbst.

Das Schnäppchen kam...nur anders als erwartet und deutlich früher. Ein Kumpel gab mir zwei Monate später den Hinweis, dass YT einen Sale hat. Das Decoy SN Core 3 mit Fazua Ride 60 reduziert auf <5000€. Ja gut, kein Trailbike….dann halt doch ein Enduro….und Carbon statt Alu...egal, der Preis hat hier geregelt. In keiner meiner vorherigen Überlegungen wäre ich für den Preis mit Rockshox Ultimate und elektrischer Schaltung hingekommen, ich empfand den Preis als fair. Der Fazua war mir bereits aus dem Forum negativ bekannt, aber notfalls gäbe es ein Rückgaberecht und irgendwie wollte mein Kopf es nicht akzeptieren, dass es ein Produkt auf dem Markt gibt, dass sich immer wieder neu verkauft und miserabel bei der Zuverlässigkeit sein soll...keine Firma würde sich lange auf sowas einlassen und im Internet meckern eh nur Betroffene.

Das Fahrrad war bestellt und kam schnell. Der Aufbau war schnell erledigt und die erste Testfahrt wartete. Der Vergleich zum Bio-Enduro war einfach zu ziehen, da beide 170mm Federweg und mx-Bereifung haben. Im Direktvergleich zum Last Coal V3 muss ich sagen, dass die Geometrie vom Decoy mir etwas besser liegt. Der Reach ist 10mm kürzer und ich kann das Bike deutlich „gedankenloser“ fahren. Ich muss nicht ständig darauf achten, dass ich aktiv Druck auf den Lenker ausübe. Man steht einfach direkt perfekt auf dem Bike. Die 6kg Unterschied im Gewicht merkt man eher am Ende des Tages als zwischendrin. Insgesamt ein richtig gut gelungenes Fahrrad (bis auf den Alu-Lenker, der musste einem Oneup weichen). Mit 430Wh im River Modus komme ich zirka 45km und 1200Hm weit, egal ob 35°C oder -5°C). Im Breeze-Modus sind hier auch ~1500Hm drin.

200km später folgte die erste Tour im Regen und es tauchte das erste Problem auf….im Motor. Am Ende der Tour kam es zu sporadischen Aussetzern der Unterstützung und der Fehler war ganz spannend. Solange die Unterstützung aktiv war und ich nicht aufhörte zu treten, kam es nicht zu Problemen. Unterbrach ich die Beinarbeit war es Glückssache, ob der Motor danach noch unterstützte. Interessanterweise hat er genauso spontan wieder angefangen zu unterstützen. Über die App konnte ich sehen, dass er am Drehmomentsensor einfach nichts misst. Vielleicht hätte ich das Problem mit einem Reset lösen können, aber damals wusste ich nicht, wie man einen macht bzw. dass das überhaupt geht.

Gut, Fehler können in jedem Produkt auftreten und ich habe mich an den Support von Fazua und YT gewandt. Die Reaktion lies nur wenige Stunden auf sich warten. Fehlerprotokolle wurden ausgelesen, ausgetauscht und eine Diagnose wurde erstellt. Der Verdacht liegt hier bei dem Sensor in der Drive-Unit, dieser wird aber nicht vom System als „defekt“ erkannt. Das macht für mich auch wenig Sinn, da dieser nach mehreren Stunden Warten immer für ziemlich exakt 2km funktionierte und dann wieder die sporadischen Aussetzer hat. Kalte Lötstellen etc ergeben auch keinen Sinn, da dann doch der Sensor als Defekt erkannt werden müsste. Naja, vorerst egal.

Das unausweichliche folgt hier nun, ein Austausch des Motors. Fazua hat für mich einen Termin in der Werkstatt gemacht und auch vorab einen Motor hingeschickt, damit die Ausfallzeit gering bleibt. Das hat den zertifizierten Händler/ Werkstatt wenig interessiert, da ich das Fahrrad nicht bei ihm gekauft habe und nach einem langen Monolog über YT, Canyon und Fazua durfte ich gehen und mein Fahrrad wartet auf eine Reparatur. Nach ein paar Wochen Frust und zunehmender Eskalation kam endlich der Anruf, mein Fahrrad ist fertig (als ob ich nach der Aktion jemals bei ihm Kunde werden würde). Ausgehändigt wurde beides von einem Mitarbeiter von ihm, der mir dieses mal keinen Vortrag gehalten hat, sondern sich einfach positiv über das Fahrrad und den Antrieb geäußert hat. Ich fand das so super, das hat den Start in die zweite Runde deutlich positiver gestaltet.

Zweiter Motor, erste Tour, nach der Anfahrt zum Trail ein kurzes gelbes Aufleuchten der Steuerung. Eigentlich ein Hinweis auf einen Fehler, aber er kommt nicht wieder und soviel vorneweg, er kam auch nie wieder. Tag genossen, die nächsten 300km sind vorerst wieder fehlerfrei, aber die Sorge fährt mit. Die Fehlerdiagnose ergab für mich immer noch keinen Sinn.

Und dann kamen Dinge ins rollen. Bei EMTB-News erschien ein Vergleichstest 4 verschiedener Bikes mit dem Fazua Antrieb. Rein aus dem Gedankenprotokoll meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass hier ebenfalls mehrere ausgefallen sind mit einem ähnlichen Fehlerbild.

https://www.emtb-news.de/news/haibike-pivot-yt-transition-test-e-bike-fazua-ride-60/

Und diese Info scheint an die richtigen Stellen weitergeleitet worden zu sein. Es erschien die Firmware v12, welches Bugfixes und Systemstabilität versprachen. Das passt deutlich besser zu dem beschriebenen und erlebten Fehlerbild. Schnell in der Mittagspause das Update raufgespielt und zitternd dem Feierabend entgegengefiebert.

Von hier an wird es langweilig, keine Fehler, keine Aussetzer, nichts. Egal bei welcher Temperatur, egal welche Belastung, einfach das Fahrrad laden und genießen. Es folgt die Firmware 14 und 15. Weiterhin….nichts, seit 1300km einfach nichts. Es ist endlich so wie ich mir das vorgestellt habe. Das System verhält sich unauffällig, es ist leise (das Überfahren von Blättern ist lauter) und klapperfrei. Ich denke viele Beschwerden und Probleme gingen einfach auf einen Bug in der Software zurück. An der Stelle schade. Mein Kumpel mit Fazua Ride 60 blieb glücklicherweise von dem Problem gänzlich verschont, es gibt sie also schon ;)

Generell gibt es ein paar Highlights an dem Antrieb, die ich hier abschließend noch einmal vertiefen möchte:

  • jedes Softwareupdate kann ich einfach daheim aufspielen, es gibt keinen Werkstattzwang oder sonstiges. Als Heimschrauber für mich ein wichtiger Punkt
  • Mittlerweile habe ich die Kennlinien des Antriebes über die App auch meinen Wünschen angepasst. Man kann hier sowohl die Intensität als auch die Rampe für die Unterstützung einstellen. Ich habe die 3 Fahrmodi meinen lokalen Anforderungen angepasst und den Verbrauch vom Bike um ~10% reduziert. Durch ein entsprechendes Wechseln der Modi kann ich hier mittlerweile dem ein oder anderen Fullpower E-MTB mit 600Wh Akku die Stirn bieten ohne bei der Geschwindigkeit Abstriche zu machen (klar, muss das dann von mir ausgeglichen werden)
  • der Akku hat nach insgesamt 1500km und ~30 Ladezyklen immer noch 100% Restkapazität. Insofern die Zellen nur 1000 Zyklen mitmachen entspricht das einer Lebensdauer von 50.000km

Wie eingangs beschrieben, es gibt keinen wirklichen Grund für diesen Beitrag. Ich hatte nur Lust drauf. Die Leute meckern viel, ich habe ein „riskantes“ Produkt gekauft und bin damit sehr gut gefahren. Ja, ich würde ihn weiter empfehlen und ich würde ihn mir wieder kaufen. Nahezu jedes E-Bike in meinem Umfeld hat bereits einen neuen Motor. Der Vorteil bei dem Fazua ist, dass ich mir sicher bin, dass es nur an der Software lag und keine Hardware beschädigt war. Ich habe ein super Fahrrad mit tollem Antrieb und weiß, dass der Support sich kümmert, wenn was ist.
Hallo und danke für den sehr ausführlichen Bericht.
Auch ich bin durch einen absoluten Zufall zu meinem Bike mit dem Fazua Antrieb gekommen.
Ich war immer gegen ein E-Bike. War mir einfach viel zu teuer. Mit einer ähnlichen Spezifikation wie mein Bio-Enduro, hätte ich ca 8-9000 € ausgeben müssen.
Durch Zufall habe ich dann eine Anzeige für das Ghost Pathriot Advanced für 2800€ gesehen (UVP 7.500€!!!). Zeitgleich gab es die Möglichkeit das als Jobrad zu leasen. Kurz gerechnet, genehmigen lassen und bestellt.
Das Rad kam schnell an. Da ich über 1,90 m groß bin, habe ich es in XL bestellt. Endlich passt mir mal ein Bike😀.

Der Motor reicht mir bisher komplett aus. Über die App habe ich mir auch ein eigenes Profil erstellt.
Ich habe hier leider keine großen Berge oder Hügel hier, deshalb habe ich mehr Wert auf die Reichweite gelegt. Damit fahre ich bis jetzt sehr gut.
Heute habe ich ein Knarzen beom Treten festgestellt. Ich denke das kommt irgendwo aus Richtung der Kurbelarme. Das werde ich mal prüfen und schmieren.
Was mich ebenfalls ärgert, dass det Hinterreifen nach knapp 230 km vor jedem Profilblock Risse in der Lauffläche hat. Das muss ich aber wohl mit Maxxis regeln.

Ansonsten bin ich gut zufrieden!
 
Wegen des Knarzens kannst du mal hier reinschauen:
 
Es gibt keinen wirklichen Grund für diesen Beitrag. Mir fällt nur immer wieder auf, wie reflexartig Würgereize kommen, sobald hier irgendein Beitrag zu Fazua (außerhalb der Fazua Unterforums) erscheint. Insbesondere die Kommentarspalte tobt sich da gerne aus und in meinen Augen ergibt das ein sehr einseitig negatives Bild von dem Antrieb. In dem Zusammenhang wollte ich einfach mal meinen Werdegang und Erfahrungen aufschreiben.

Es war das Jahr 2025, ich war auf der Suche nach einem Light-EMTB um meinem schwachen Körper ein technisches Upgrade zu verpassen, welches mir mehr Zeit auf dem Fahrrad ermöglichen soll. Als Ergänzung zum Bio-Enduro sollte es ein Alu-Trailbike für die lokalen Strecken werden. Verliebt hatte ich mich in ein Commencal Tempo Power mit Bosch SX Motor mit 400Wh. Allerdings waren die 7500€ nichts, was ich investieren wollte. Und so begann das Warten auf eventuelle Schnäppchen im Herbst.

Das Schnäppchen kam...nur anders als erwartet und deutlich früher. Ein Kumpel gab mir zwei Monate später den Hinweis, dass YT einen Sale hat. Das Decoy SN Core 3 mit Fazua Ride 60 reduziert auf <5000€. Ja gut, kein Trailbike….dann halt doch ein Enduro….und Carbon statt Alu...egal, der Preis hat hier geregelt. In keiner meiner vorherigen Überlegungen wäre ich für den Preis mit Rockshox Ultimate und elektrischer Schaltung hingekommen, ich empfand den Preis als fair. Der Fazua war mir bereits aus dem Forum negativ bekannt, aber notfalls gäbe es ein Rückgaberecht und irgendwie wollte mein Kopf es nicht akzeptieren, dass es ein Produkt auf dem Markt gibt, dass sich immer wieder neu verkauft und miserabel bei der Zuverlässigkeit sein soll...keine Firma würde sich lange auf sowas einlassen und im Internet meckern eh nur Betroffene.

Das Fahrrad war bestellt und kam schnell. Der Aufbau war schnell erledigt und die erste Testfahrt wartete. Der Vergleich zum Bio-Enduro war einfach zu ziehen, da beide 170mm Federweg und mx-Bereifung haben. Im Direktvergleich zum Last Coal V3 muss ich sagen, dass die Geometrie vom Decoy mir etwas besser liegt. Der Reach ist 10mm kürzer und ich kann das Bike deutlich „gedankenloser“ fahren. Ich muss nicht ständig darauf achten, dass ich aktiv Druck auf den Lenker ausübe. Man steht einfach direkt perfekt auf dem Bike. Die 6kg Unterschied im Gewicht merkt man eher am Ende des Tages als zwischendrin. Insgesamt ein richtig gut gelungenes Fahrrad (bis auf den Alu-Lenker, der musste einem Oneup weichen). Mit 430Wh im River Modus komme ich zirka 45km und 1200Hm weit, egal ob 35°C oder -5°C). Im Breeze-Modus sind hier auch ~1500Hm drin.

200km später folgte die erste Tour im Regen und es tauchte das erste Problem auf….im Motor. Am Ende der Tour kam es zu sporadischen Aussetzern der Unterstützung und der Fehler war ganz spannend. Solange die Unterstützung aktiv war und ich nicht aufhörte zu treten, kam es nicht zu Problemen. Unterbrach ich die Beinarbeit war es Glückssache, ob der Motor danach noch unterstützte. Interessanterweise hat er genauso spontan wieder angefangen zu unterstützen. Über die App konnte ich sehen, dass er am Drehmomentsensor einfach nichts misst. Vielleicht hätte ich das Problem mit einem Reset lösen können, aber damals wusste ich nicht, wie man einen macht bzw. dass das überhaupt geht.

Gut, Fehler können in jedem Produkt auftreten und ich habe mich an den Support von Fazua und YT gewandt. Die Reaktion lies nur wenige Stunden auf sich warten. Fehlerprotokolle wurden ausgelesen, ausgetauscht und eine Diagnose wurde erstellt. Der Verdacht liegt hier bei dem Sensor in der Drive-Unit, dieser wird aber nicht vom System als „defekt“ erkannt. Das macht für mich auch wenig Sinn, da dieser nach mehreren Stunden Warten immer für ziemlich exakt 2km funktionierte und dann wieder die sporadischen Aussetzer hat. Kalte Lötstellen etc ergeben auch keinen Sinn, da dann doch der Sensor als Defekt erkannt werden müsste. Naja, vorerst egal.

Das unausweichliche folgt hier nun, ein Austausch des Motors. Fazua hat für mich einen Termin in der Werkstatt gemacht und auch vorab einen Motor hingeschickt, damit die Ausfallzeit gering bleibt. Das hat den zertifizierten Händler/ Werkstatt wenig interessiert, da ich das Fahrrad nicht bei ihm gekauft habe und nach einem langen Monolog über YT, Canyon und Fazua durfte ich gehen und mein Fahrrad wartet auf eine Reparatur. Nach ein paar Wochen Frust und zunehmender Eskalation kam endlich der Anruf, mein Fahrrad ist fertig (als ob ich nach der Aktion jemals bei ihm Kunde werden würde). Ausgehändigt wurde beides von einem Mitarbeiter von ihm, der mir dieses mal keinen Vortrag gehalten hat, sondern sich einfach positiv über das Fahrrad und den Antrieb geäußert hat. Ich fand das so super, das hat den Start in die zweite Runde deutlich positiver gestaltet.

Zweiter Motor, erste Tour, nach der Anfahrt zum Trail ein kurzes gelbes Aufleuchten der Steuerung. Eigentlich ein Hinweis auf einen Fehler, aber er kommt nicht wieder und soviel vorneweg, er kam auch nie wieder. Tag genossen, die nächsten 300km sind vorerst wieder fehlerfrei, aber die Sorge fährt mit. Die Fehlerdiagnose ergab für mich immer noch keinen Sinn.

Und dann kamen Dinge ins rollen. Bei EMTB-News erschien ein Vergleichstest 4 verschiedener Bikes mit dem Fazua Antrieb. Rein aus dem Gedankenprotokoll meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass hier ebenfalls mehrere ausgefallen sind mit einem ähnlichen Fehlerbild.

https://www.emtb-news.de/news/haibike-pivot-yt-transition-test-e-bike-fazua-ride-60/

Und diese Info scheint an die richtigen Stellen weitergeleitet worden zu sein. Es erschien die Firmware v12, welches Bugfixes und Systemstabilität versprachen. Das passt deutlich besser zu dem beschriebenen und erlebten Fehlerbild. Schnell in der Mittagspause das Update raufgespielt und zitternd dem Feierabend entgegengefiebert.

Von hier an wird es langweilig, keine Fehler, keine Aussetzer, nichts. Egal bei welcher Temperatur, egal welche Belastung, einfach das Fahrrad laden und genießen. Es folgt die Firmware 14 und 15. Weiterhin….nichts, seit 1300km einfach nichts. Es ist endlich so wie ich mir das vorgestellt habe. Das System verhält sich unauffällig, es ist leise (das Überfahren von Blättern ist lauter) und klapperfrei. Ich denke viele Beschwerden und Probleme gingen einfach auf einen Bug in der Software zurück. An der Stelle schade. Mein Kumpel mit Fazua Ride 60 blieb glücklicherweise von dem Problem gänzlich verschont, es gibt sie also schon ;)

Generell gibt es ein paar Highlights an dem Antrieb, die ich hier abschließend noch einmal vertiefen möchte:

  • jedes Softwareupdate kann ich einfach daheim aufspielen, es gibt keinen Werkstattzwang oder sonstiges. Als Heimschrauber für mich ein wichtiger Punkt
  • Mittlerweile habe ich die Kennlinien des Antriebes über die App auch meinen Wünschen angepasst. Man kann hier sowohl die Intensität als auch die Rampe für die Unterstützung einstellen. Ich habe die 3 Fahrmodi meinen lokalen Anforderungen angepasst und den Verbrauch vom Bike um ~10% reduziert. Durch ein entsprechendes Wechseln der Modi kann ich hier mittlerweile dem ein oder anderen Fullpower E-MTB mit 600Wh Akku die Stirn bieten ohne bei der Geschwindigkeit Abstriche zu machen (klar, muss das dann von mir ausgeglichen werden)
  • der Akku hat nach insgesamt 1500km und ~30 Ladezyklen immer noch 100% Restkapazität. Insofern die Zellen nur 1000 Zyklen mitmachen entspricht das einer Lebensdauer von 50.000km

Wie eingangs beschrieben, es gibt keinen wirklichen Grund für diesen Beitrag. Ich hatte nur Lust drauf. Die Leute meckern viel, ich habe ein „riskantes“ Produkt gekauft und bin damit sehr gut gefahren. Ja, ich würde ihn weiter empfehlen und ich würde ihn mir wieder kaufen. Nahezu jedes E-Bike in meinem Umfeld hat bereits einen neuen Motor. Der Vorteil bei dem Fazua ist, dass ich mir sicher bin, dass es nur an der Software lag und keine Hardware beschädigt war. Ich habe ein super Fahrrad mit tollem Antrieb und weiß, dass der Support sich kümmert, wenn was ist.
Ich fahre das Focus Jam SL mit Fazua seit 2023. Bisher keine Probleme und bin grundsätzlich zufrieden. Aber du schreibst, das es bei dir klapperfrei ist beim Bergabfahren im Freilauf. Also wenn ich z.B. über Wurzeln bergab rolle, dann klappert meiner im Freilauf bzw. Getriebe leider schon ein wenig. Das ist hörbar und ist das einzige was mich nervt. Wenn ich mein Kettenblatt mit der Hand vor und zurück bewege, kann ich das Klappern auch verursachen. Ist das bei dir dann nicht so?
 
Wenn ich die Kurbel händisch bewege kann ich ein leichtes Klacken hören, wenn es zum Eingriff kommt. Auf dem Trail selber sind für mich andere Geräusche aber lauter.
Bzw. muss ich zugeben, dass ich ein klappern vereinzelt höre, dass aber den Bremsleitungen zugeordnet habe.
 
Hallo Leute,

danke für die Interessanten Einblicke. Ich liebäugele mit dem Heckler SL und bin immer noch ein wenig unsicher wegen des Motor. Wie ihr richtig sagt hört man oft nur von denen die Probleme mit dem Motor haben. Darum wollte ich noch fragen ob es weitere Leute hier gibt die positive Erfahrungen mit dem Ride 60 gemacht haben und ihn eventuell auch schon mit dem 480 Akku gefahren sind.
 
Jup, 480Wh seit letztes Jahr Juni im Einsatz. Der Akku erst seit Oktober so ca. der Motor aber seit Juni. Bis auf den Speedsensor direkt am Anfang und das hat nichts mit dem Motor zu tun habe ich noch keinerlei Probleme. Ich habe so um die 1500km drauf gespult und bisher keine Probleme gehabt... ich weiß jetzt kommen wieder zig andere Kommentare mit nur Problemen aber das ist halt so. Gewöhn dich dran😁. Evtl kommt bei mir auch mal was irgendwann aber bisher null Probleme und das muß man auch mal sagen dürfen😉✌️. Ausserdem ist der Fazua support ziemlich auf zack und wenn wasa ist gehts meist relativ zügig. Das kenne ich von Specialized leider anders. Zwar fahre ich mein Levo auch immer noch gern und hast bisher auch dort nie etwas mit dem Motor und das hat schon über 6000 km drauf aber mußte dennoch an den Support und da kannst dich glücklich schätzen wenn du nach 1-2 Wochen Antwort bekommst.
 
Kauf es dir und sei glücklich.
Mein ride 60 im focus jam sl hat mit akku über 2600km drauf und läuft auch immer noch ohne probleme.
Fahre das bike beim shutteln im park ohne akku und somit sind real ja um einige km mehr drauf.
Würde sagen die belastung auf den motor ist durchs parkfahren trotzdem da.(schläge,sprünge,...)

Ps. Andere Motorn oder die elektrischen komponenten um den motor haben auch ihre Probleme.merke ich selber bei uns in der gruppe.
Mein ride 60 ist da mit abstand der "beste".
 
Nur eine Idee als ergänzende Information: Wie wäre es wenn bei dem Erfahrungsbericht hier noch das Jahr des Kaufes bzw. der Softwarestand mit Kauf ergänzt wird?

Wie ich in meinem Post geschrieben habe vermute ich, dass viele Probleme auf einen Bug zurückzuführen sind bzw. kenne ich auch Leute, die in einem Jahr 4500km auf ihr E-Bike knallen und dann bekommt man ein umfangreicheres Bild.

In meinem Fall war der Kauf wie oben beschrieben 2025 und das dürfte der Softwarestand 010 gewesen sein
 
Danke für die Rückmeldungen.Schön zu hören das es auch einige positive Beispiele gibt. Das Santa für 5500 bis 6500 wär halt schon sehr interessant. Ahh schwierige Entscheidung
 
Focus Jam SL 9.9 seit 01.04.23 im Einsatz. Nach 6 Wochen und 600km Motortausch innerhalb 5 tagen.
Nach weiteren 6 Wochen ca. 400km gefahren erneut Motortausch. Seit dem und ca. 3900 km kein Problem mehr

Focus Jam SL 8.8 seit Juni 23 im Einsatz. Kein Problem und 3500 km auf dem Zähler.

Der Motor an sich ist super wäre die Anfälligkeit nicht
 
Focus Jam SL 9.9 seit 01.04.23 im Einsatz. Nach 6 Wochen und 600km Motortausch innerhalb 5 tagen.
Nach weiteren 6 Wochen ca. 400km gefahren erneut Motortausch. Seit dem und ca. 3900 km kein Problem mehr

Focus Jam SL 8.8 seit Juni 23 im Einsatz. Kein Problem und 3500 km auf dem Zähler.

Der Motor an sich ist super wäre die Anfälligkeit nicht
Sei froh, dass der Motortausch nur 5 Tage gedauert hat. Mein Bike steht seit 2,5 Wochen in der Werkstatt und die haben noch nicht mal angefangen 😡.
„Ist eben so, wenn die Saison anfängt…“

Hab mein Bike als Jobrad. Bin mal gespannt wie das mit den Raten ist, wenn ich das Bike wochenlang nicht nutzen kann.
 
Hab mein Bike als Jobrad. Bin mal gespannt wie das mit den Raten ist, wenn ich das Bike wochenlang nicht nutzen kann.
Was soll damit sein? Ist einfach ein Finanzierungsmodell und "leider" keine Miete.
Du wirst deine Finanzierung einfach weiter bezahlen müssen. Hättest du einen privaten Kredit aufgenommen
würdest du auch die Raten weiter zahlen müssen, unabhängig von der Nutzung/Nutzbarkeit.
 
Was soll damit sein? Ist einfach ein Finanzierungsmodell und "leider" keine Miete.
Du wirst deine Finanzierung einfach weiter bezahlen müssen. Hättest du einen privaten Kredit aufgenommen
würdest du auch die Raten weiter zahlen müssen, unabhängig von der Nutzung/Nutzbarkeit.
Beim Jobrad bin ich nicht Eigentümer! Ich zahle für die Nutzung. Nach Ablauf des Vertrages kann ich es einfach zurückgeben oder ich kaufe es denen ab.
Während der Reparatur kann ich es nicht nutzen.
 
Beim Jobrad bin ich nicht Eigentümer! Ich zahle für die Nutzung. Nach Ablauf des Vertrages kann ich es einfach zurückgeben oder ich kaufe es denen ab.
Während der Reparatur kann ich es nicht nutzen.

Die Raten laufen weiter, auch wenn dass Bike in der Werkstatt steht. Ändert nichts am Leasing Vertrag.

Zum Thema Ansich:
Persönlich habe ich keine Erfahrungen mit Fazua.
Kenne aber zwei Leute welchen einen fahren. Einmal ein Kumpel sowie ein Arbeitskollege.

Fazua 1:

Erster Motor kaputt nach 200KM
Zweiter Motor kaputt nach keine Ahnung (Wassereindrang)
Dritter Motor läuft bis jetzt gut

Fazua 2:

Erster Motor nach wenigen Monaten kaputt
Zweiter Motor läuft bis jetzt gut

Für mich käme niemals ein Fazua in frage, wünsche aber allen hoffentlich gutes gelingen damit.
 
Ich zahle für die Nutzung.
Ich habe keine Lust, es selbst zu formulieren, also

Kurz gesagt: In der Regel musst du die Leasingraten trotzdem weiterzahlen, auch wenn das Bike längere Zeit defekt ist.

Warum? Beim Leasing gilt rechtlich meist:
  • Der Leasingvertrag (Zahlung) ist getrennt vom Nutzungszustand des Bikes.
  • Du zahlst für die Bereitstellung des Fahrrads, nicht für die tatsächliche Nutzung.
Wann gibt es Ausnahmen?

Es kommt stark auf deinen konkreten Vertrag an (z. B. bei Anbietern wie JobRad oder Lease a Bike). Typische Sonderfälle:

1. Garantie / Gewährleistung
  • Wenn das Bike wegen eines Herstellerfehlers kaputt ist:
    → Reparatur oder Ersatz wird übernommen
    → Leasingrate läuft aber weiter

2. Versicherung (falls enthalten)
Viele Leasingverträge beinhalten eine Vollkasko:
  • Bei Schaden oder Defekt übernimmt die Versicherung die Reparatur
  • Bei Totalschaden evtl. Ersatzbike
  • Raten laufen trotzdem weiter, weil der Vertrag bestehen bleibt

3. Lange Ausfallzeiten
  • Manche Anbieter bieten Kulanzlösungen (z. B. Ersatzrad)
  • Eine Aussetzung der Leasingrate ist selten und meist nicht vorgesehen

4. Extremfall: Unbrauchbarkeit
  • Wenn das Bike dauerhaft nicht nutzbar ist und nicht repariert wird
    → kann man unter Umständen rechtlich argumentieren (Störung der Geschäftsgrundlage)
    → aber das ist ein Einzelfall und oft kompliziert

Was du konkret tun solltest
  1. Vertrag prüfen (wichtigster Punkt)
  2. Schaden sofort beim Händler oder Leasinganbieter melden
  3. Nachfragen nach:
    • Ersatzbike
    • schneller Reparatur
    • evtl. Kulanzregelung
 
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