Dachträger Ebike

Decoy 29

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DIY Lösung. Hält Bombensicher.
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toto_2

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Das Thema hier nervt mich auch gerade. Hinten hängt ein Wohnwagen dran. Ein EMTB passt auf die Deichsel, dann ist Ende mit Zuladung. Vielleicht noch ein zweites, wenn wir deutlich Gewicht abwerfen. Zwei EMTBs müssen daher aufs Dach. Das Haibike meiner Frau wiegt ohne Sattel 19,9kg, passt perfekt in den Thule Proride. Ist auch kein Problem, das allein aufs Dach meiner Q zu bringen. Mein Cube passt vom Gewicht gar nicht aufs Dach. Jetzt stehen noch zwei weitere Räder an. Erkenntnis von der super Beratung beim Händler: Beim Lapierre wiegt Sattel inkl. Stütze 690g und notfalls wäre eine Umrüstung auf 2,3 statt 2,6‘er Reifen möglich, was nochmal 2x 150g bringen würde. Damit wärs bei gut 19kg ohne Akku. Dazu würd ich dann wohl noch den Upride brauchen, weil der Proride das Unterrohr nicht packen wird. Es ist und bleibt ein nerviges Thema...
 

On07

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Ich glaub vorm nächsten Autokauf wird das bei mir auch alles mal vorher durchgespielt.
Demnächst wirds da auch eng, bei 2 Kindern und Hund.
Da wird das Dach schon mit Box voll. haha
Ich glaub meine Frau braucht erstmal nen leichteres Rad, damit überhaupt 4 ranpassen.
Ich glaub für 4 Leute und Ebikes besser ne Doka kaufen, falls man sowas noch kriegt.
 

toto_2

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Weil Camping ohne Bikes nich so gut ist. Und ich hab drei Kinder, müsste dann 4 Räder und nen Anhänger leihen. Für nur 10 Tage wären das bei 30 pro Tag und Rad schon 1200 Euro fürs Leihen. Da hat man die Träger schnell raus...😀. Wir haben das Leihen tatsächlich mal versucht. Ist aber schon für nur zwei Räder spontan extreme Glückssache. Und Camping heißt für mich, einfach auch mal den Platz zu wechseln, wenn Wetter oder Region nich passen. Daher haben wir unsere Bikes gern dabei.
 

bernhard.s

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Und warum nicht vor Ort Räder mieten und den ganzen Terror sparen?
Also gerade wenn jemand "sein Bike" für viel Kohle gekauft und ggf. noch mit viel Kohle und Herzblut gepimpt hat, dann möchte der sicher vor Ort kein 0815-E-Bike leihen.

In meinem Fall wäre das jedenfalls so.

Wenn man sowieso nur Rad- und Waldwege fahren möchte und für den Hausgebrauch "nur" ein Standard-Bike hat, dann mag Leihen eine Option sein.
 

bernhard.s

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Für alle, die irgendwann auf der Suche auf dieses Thema stoßen, ich habe durch Zufall einen Dach-Fahrradträger aus Italien gefunden, der angeblich 30 kg tragen darf:

Civi 3Axis

Auf mich macht das einen sehr guten Eindruck.

Ich werde mir das noch mal genauer ansehen und evtl. den schwarzen ordern.

Der Akku kann drin bleiben (wenn man da keine grundsätzlichen Bedenken hat), das Vorderrad muss raus.

Auch eine begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h gibt es nicht > siehe Startseite oben.
 
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HPL

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Die Gesetze der Physik gelten aber auch in Italien - oder?
Toll, dass der Träger 30 kg tragen kann und man damit 230 km/h fahren kann, aber auch hier gilt die alte Weisheit:
"It's not the speed that kills, it's the sudden stop".
 

bernhard.s

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Sorry HPL, aber deine Weisheiten zu meinem gut gemeinten Tipp kannst du dir in Zukunkt gerne sparen.

Niemand wird hier oder auf der Hompeage des Anbieters dazu aufgefordert das (angeblich) mögliche in irgendeiner Art und Weise tatsächlich auch zu nutzen.

Am Ende ist es der Verstand eines jeden einzelnen Fahrers der darüber bestimmt, wie situationsangepasst und risikominimierend er fährt.

Ich fahre auch ohne Dachträger in der Regel noch nicht mal 200, weil mir eigentlich alles ab 180 viel zu stressig ist........und mit Bike auf dem Dach werde ich mit Sicherheit auch nicht viel schneller als 130 - 150 fahren......🍻
 
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On07

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Ich hab zunächst gedacht, da wird nix stehen weil in fast ganz Europa eh nicht schneller als 130 gefahren werden darf.
Aber da über 200 anzupreisen ist schon ne kranke Nummer.
Sonst sieht der Träger prima aus.
 

bernhard.s

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Gut gemeint muss eben nicht immer gut sein... ;)
Wenn Du keine Kritik verträgst, solltest Du einen Blog aufmachen und Foren eher meiden.
Man kann ja gut in diesem Beitrag feststellen, dass überflüssige Beiträge erstellen offensichtlich zu deinen Hobbys gehört:


insofern, haue ruhig weiter welche raus.

Was ich mache und meide überlasse aber bitte mir.
 
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bernhard.s

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Ich habe den schwarzen heute erhalten.

Die Radtasche habe ich auch gleich mitbestellt, sowas bekommt man hier für 14,90 Euro nicht.

Das Teil macht einen extrem wertigen und stabilen Eindruck.

Bis auf den Riemen hinten ist wirklich alles aus Alu bzw. Stahl.

Ich werde morgen oder Samstag mal zur Probe montieren.

Die Versandkosten sind 15 Euro und das Teil war in zwei Tagen mit DPD da.

Man kann vom Ausland aber nur per Mail bestellen und mit Banküberweisung zahlen.
 

bernhard.s

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Nabend,

hier mal meine Rezension zu dem Träger nach 2 x 2,5 Stunden Testaufbau:

Mein Dachträger ist durchaus speziell und nicht mit den vielen relativ geraden und kompakten Trägern von den bekannten Herstellern zu vergleichen:

Yakima Flushbar

Die Streben sind recht breit und aerodynamisch geschnitten und die Füße sehr hoch und breit mit hohem Kunststoffrand.

Natürlich habe ich vor der Erstinstallation am Sonntag Abend nicht nachgesehen, wo die Bit-Aufnahme an der Steckachse des Levo sitzt und erst mal an der Fahrerseite mit Achsaufnahme vorne installiert:

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Das ist die hintere Haltplatte am hinteren Träger. Man sieh dass es knapp zugeht ich komme aber rein, wenn ich die Schrauben der T-Nut-Platte sehr weit raus drehe. Auch die 10 nm für das Festdrehen der Schraube von oben sind möglich, die hintere Schraube touchiert aber leicht den Träger.

Das ist kein Problem und kann am Ende mit einem flacheren Schraubenkopf gelöst werden.

Dann habe ich nachgesehen und bemerkt, dass die Steckachse am Levo von rechts raus gedreht wird und habe den Fahrradträger dann gedreht, mit der Achsaufnahme hinten.

Da geht es vorne auch eng zu und man muss die vordere Schraube in das vordere von den 3 Löchern der Aufnahmeplatte versetzen. Ab Werk - wie oben installiert - sitzen die Schrauben im mittleren Loch:

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Vor dem Abbau habe ich noch den vorderen Bereich der Füße der Dachträger in der Rinne mit einem dunkelblauen Edding markiert, damit der Aufbau der Dachträgers schneller von der Hand geht und ich nicht jedes mal Abstände messen muss.

....das hat sich am nächsten Tag schon ausgezahlt.

Nachdem mir das ganze so nicht gefallen hat, habe ich am Montag Abend das ganze noch mal durchgezogen, diesmal mit dem Träger auf der Fahrerseite, damit die Achsaufnahme vorne ist.

Auch hier hinten wieder das Problem mit den unteren Schrauben der Halteplatte der T-Nut- Platten:

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Es passt gerade so, aber man kommt rein.

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Der Fahrradhalter sitzt ein wenig zu weit außen, ich muss bei der Installation für den Transport ca. 7 - 10 cm nach innen gehen.

Fortsetzung folgt...... (Begrenzung auf 10 Bilder)
 
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bernhard.s

Bekanntes Mitglied
Wie beurteile ich das ganze Procedere:

Ich bin 165 cm groß und wiege ca. 67 kg. Ich mache seit 1987 Kraftsport und würde mich als sehr überdurchschnittlich fit bezeichnen. Das Bike ohne Vorderrad hochheben hatte ich schon getestet, das ist kein Problem.

Ohne den auf den Bildern zu sehenden Alu-Tritt könnte ich das Bike aber nicht anständig auf den Träger heben, den habe ich mir extra bestellt und das Teil passt perfekt.

Das Bike freistehend hochheben oder vor einem Auto stehend auf dessen Dach ist aber halt noch mal eine andere Nummer. Am Ende kann ich aber sagen, dass es für mich trotzdem unproblematisch ist.

Das Bike sollte ohne Vorderrad mit Akku ca. 20,9 kg haben. Das Vorderrad wiegt 2,5 kg.

Als etwas problematisch erwies sich bei der Erstinstallation die Tatsache, dass man mit einer Hand das Bike auf dem Dach festhalten muss und mit der anderen die Steckachse in das Loch der Aufnahme am Träger bringen muss. Die Löcher müssen ja bündig sein.

Mit einer Hand die Ratsche halten und mit der anderen das Bike und ggf. vorne noch die Gabel anheben bis das Loch Bündig ist - ohne diese zu sehen - war die Schwierigkeit und hat durchaus Kraft gekostet.

Man muss aber sagen, dass das Bike schon sehr stabil hält, wenn das Hinterrad mal in der Aufnahme sitzt. Ich habe mal losgelassen und es stand trotzdem stabil.....auch wenn ich mir ohne Fixierung natürlich nicht vom Bike weg bewegen würde.

Hier habe ich mir am nächsten Tag bei der zweiten Testinstallation aber auch für dieses Problem eine Lösung einfallen lassen, die super funktioniert:

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Ich hatte noch einen Rest von einer Waschmaschinen-Unterlage da und habe mir zwei Stücke zugeschnitten.

Die Höhe passt wie dafür gemacht und die Teile tragen das Gewicht des Bikes, sodass man maximal minimal und ohne Kraftaufwand korrigieren muss. Es ging so jedenfalls sehr schnell, die Steckachse einzuführen.

Ich habe dem Hersteller hierzu schon was geschrieben. Aus meiner Sicht sollten da zwei oder vier Puffer mitgeliefert werden.

Bei Thule Topride 568 ist das mit der automatischen Aufnahme besser gelöst. Da muss man aber noch ein zusätzliches Plastikrohr installieren und der darf halt nur 18 kg.

Das hätte für mich gereicht, ich hätte aber immer den Akku rausnehmen müssen.

Wenn man die Thule Träger Upride und Topride mal mit dem Civi vergleicht, dann ist am Ende aber auch klar, weshalb diese für weniger Gewicht zugelassen sind:

Die Aufnahmeplatten für die T-Nut hängen nur an einer kleinen quadratischen Platte an einer Schraube und der Befestigungsmechanismus oben ist dann aus Kunststoff.

Die automatische Aufnahme der Achse vom Topride ist nach oben offen bzw. es kann sich (theoretisch) was öffnen.....(auch wenn das unwahrscheinlich ist).

Der Civi ist vollständig aus Aluminium und Stahl. Nur der Riemen hinten nicht.

Die Aufnahmeplatten für die T-Nut sind breit und massiv und werden jeweils mit zwei Schrauben gesichert.

Die Achsaufnahme hält bombenfest und geht sicher nicht auf.

Ich würde nach dieser Erfahrung immer wieder zu einem Träger greifen, bei dem das Vorderrad rausgenommen wird. Das ist wirklich kein Zeitaufwand und bringt eine stabilere Befestigung mit sich im Gegensatz zu den Trägern bei denen das Vorderrad drin bleibt.

Wenn ich denn Akku entnehmen wollte/müsste, würde ich jedes mal meinen Montage-Ständer mitschleppen, da ich das Bike nicht gerne auf den Boden lege.

Gestern habe ich das Vorderrad erstmals ohne den Montage-Ständer ausgebaut:

IMG_20210503_191942.jpg

Das Hinterrad in den Ständer (siehe hinten links), das Vorderrad raus machen und die Gabel auf eine Unterlage stellen (in meinem Fall ein Karton).

Das Bike bleibt dann so stehen und man kann das Rad beiseite legen, den Abstandhalter in die Bremszange einführen und das Bike locker aufnehmen für das Auf-das-Dach-heben.

Ich empfehle noch den Lenker zu fixieren, damit sich die Gabel beim Hochheben nicht bewegen kann.

Hierzu bin ich meiner Suche auf das Teil hier gestoßen:


Das ist super und kann auch mal auf dem Montage-Ständer benutzt werden.

Außerdem habe ich mir das Teil hier gekauft:

NC-17 Connect Universal E-Bike Motor Cover

Das passt perfekt auf das Levo und sichert den Akku und schützt den Motor vor Feuchtigkeit, wenn es denn mal unterwegs regnen sollte.


Ich hatte tatsächlich kurz überlegt, ob ich den Topride noch zur Ansicht bestelle, aber nach reiflicher Überlegung kam das nicht in Frage. Ich sehe beim Civi mehr Vorteile für meine Bedürfnisse.

Der Rückversand nach Italien würde irgendwas zwischen 20 und 30 Euro kosten........und natürlich hat das Teil auch schon ein paar Gebrauchsspuren vom Schrauben.

In den AGB steht, dass nur unbenutzte Ware zurückgegeben werden kann. Ob das jetzt ein Problem wäre weiß ich nicht, aber es ist jetzt auch egal.

Ich würde mir den Civi wieder kaufen. Es ist schon von Vorteil, wenn man den Akku nicht raus machen muss.

Man kann übrigens Änderungswünsche per Mail anfragen:

FAQ_Screenshot.jpg


Ich habe mal angefragt, ob ich für hinten eine 3 cm längere Platte haben kann, dann geht das mit den Schrauben nicht mehr so eng zu.

Ich bin schon mal gespannt auf die erste Fahrt und wie das sich das so anfühlt mit Bike auf dem Dach.
 
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Marko_76

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@bernhard.s : Ich habe mich extra hier angemeldet um mich bei dir für den Tip und die ausführliche Vorstellung des Trägers zu bedanken 👍🏻
Da wir für unseren Junior gerade ein Fully E-Bike gekauft haben, haben auch wir das Problem nun 3 Bikes > 20kg zu transportieren.
Wir nutzen bereits seit einigen Jahren einen Träger für die AHK, aber leider ist das keine Option für drei schwere E-Bikes.
Da die gängigen Modelle für das Dach nur bis 18-20kg zugelassen sind, musste eine Alternative her...
Da ich keinen Bock habe jedes Mal das halbe Fahrrad zu zerlegen hatte ich schon fast einen Anhänger gekauft.
Neben dem Preis - je nach Anbieter zwischen 1.300 - 1.800 für drei Räder - hat mich glücklicherweise die Geschwindigkeitsbeschränkung davon abgehalten.
Habe mir heute daher auch den Träger bestellt und werde berichten wie er zu meinem Thule Wing Bar Evo Dachträger passt.
P.S.: Bei dem Händler gibt es übrigens einen mega netten, deutschsprachigen Kontakt.
 
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bernhard.s

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Vielen Dank für deinen Beitrag Marko.... 👍

Genau dafür mache ich mir die Arbeit für so eine ausführliche Rezension.

Ich habe mich schon gewundert, dass es recht wenig Feedback gibt, auch im Nachbar-Mutter-BioMTB-Forum.

Ich bin aber davon ausgegangen, dass im Laufe der Zeit noch das eine oder andere Feedback kommt.

Ich habe dem Hersteller hierzu schon was geschrieben. Aus meiner Sicht sollten da zwei oder vier Puffer mitgeliefert werden.

CiviSolution hat sich über mein Feedback gefreut und es als sehr hilfreich bezeichnet.

Zu meiner Kritik bezüglich dem Problem bei der Gabelmontage hat man mir geschrieben:

> beim Laden des Fahrrads sollte die Gabel, die im inneren Teil eine gefräste Stufe hat, auf dem zylindrischen Teil der Stütze aufliegen

Ich muss bei der nächsten Montage mal ausprobieren, ob man die innere Seite der Steckachsenaufnahme der Gabel dazu bekommt gleich irgendwie in die Aufnahme bzw. an dem genannten zylindrischen Teil einzurasten.

Andererseits, bin ich mit meiner Puffer-Lösung auch zufrieden.

Außerdem hat man mir die Herstellung einer längeren Halteplatte angeboten, ich werde es jedoch erst mal mit

Linsenkopfschrauben

versuchen, das könnte schon ausreichen, weil die einen flacheren Kopf haben.

Ein anderer Vorschlag war:

> um die Montage des Fahrradträgers zu erleichtern, könnten Sie zuerst die Platte in die hintere T-Nut einsetzen und dann die Schrauben von oben anziehen

Das würde auch gehen und wäre vielleicht sogar komfortabler.

Bei der in die T-Nut vom Yakima Dachträger eingebrachten Gummidichtung ist es nicht immer ganz einfach die Platte auf Anhieb einzuführen.

Eines muss ich zu meiner Rezension noch nachtragen:

Ich werde bei bevor ich das Bike auf das Dach oder davon runter hebe immer eine Schaumstoffplatte auf dem Dach unterhalb der Gabel platzieren (in meinem Fall eine übrige Basotect Platte):

Levo_Civi_Basotect.jpg

Sollte doch mal was abrutschen, nimmt das Dach keinen Schaden.
 
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