Parade der Game Changer: Specialized, Orbea, Rotwild, Lapierre – Light-E-MTBs im Test

Parade der Game Changer: Specialized, Orbea, Rotwild, Lapierre – Light-E-MTBs im Test

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Lasst die Fanfaren erklingen, hier kommt die Parade der Game Changer! An Light-E-MTBs scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie eine Offenbarung und genau das perfekte E-Bike, für die anderen ein Unsinn mit viel zu kleinem Akku und zu wenig Power. Für uns stellen sie die Zukunft der E-Mountainbikes dar und schlagen die Brücke zum normalen MTB. Wir haben dem Lapierre E-Zesty, Specialized Levo SL, Orbea Rise und Rotwild R.X375 – vier heiße Kandidaten also – zum Test eingeladen und für euch auf den Zahn gefühlt.

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Parade der Game Changer: Specialized, Orbea, Rotwild, Lapierre – Light-E-MTBs im Test
 

subdiver

Bekanntes Mitglied
Ich denke, dass die hier in der Überschrift genannten Bikes
nicht den Enduro‘s zuzuordnen sind.
Von daher ist die Auswahl an Teilen und Reifen schon passend.

Bislang reichen mir in den Alpen und auf meinen Feierabendrunden
die Reifen in EXO, dass auf meinem e Zesty sowohl auf meinem Genius.
 

DOKK_Mustang

Bekanntes Mitglied
Was ist verrutscht? Wenn du es schaffst, an einem 18-Kilo-Plus-Bike mit der 36 knackfrei durch eine Enduro-Saison zu kommen, bist du eine glückliche Ausnahme. Und natürlich kannst du mit Super Ground, Grid Trail oder Exo+ Reifen am Enduro felsige Trails runterfahren - langsam und sehr vorsichtig.

Der Witz am E-Enduro/-Freerider ist doch, dass man dank Motorhilfe bei der Ausstattung eigentlich KEINE Kompromisse machen muss. Hoch hilft der Motor, damit man runter mit stabilen Parts richtig Gas geben kann. Wer da leichte Reifen auf Trail-Carbonfelgen rumfährt, damit das E-Enduro an der Waage so toll leicht hängt, bei dem ist eher was aus dem Lot 😁
@Lasse
Ich wollte dich nicht unangenehm angehen. Sorry.
Aber bis vor einem Jahr war die Fox 36 die Referenz der Enduro Gabeln und die 38 gab es noch gar nicht. Auch bei den Reifen ist der Trend zu 1.3kg Reifen noch gar nicht soo lange her, das selbe gilt für den Trend bei den Laufrädern.
Und es war mir schon klar, was du gemeint hast.
Aber diese Aussagen, dass man mit einer 36 nur noch Trails fahren kann, ist schon auch etwas gewagt, oder? 🍻
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Alles gut 👌🏻 Das Thema „knackende Krone“ gibt es leider schon lange. ZEB und 38 sind faktisch die ersten Gabeln, die überhaupt für diese Bikekategorie E-Bile im Kopf entwickelt wurde. Der 1.8er Standard kommt aus dem gleichen Grund. Insofern nein, das du mit einem E-Bike und ner 36 knackfrei länger als ein Jahr fährst (wenn man sportlich fährt) ist leider nicht sicher.
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Ich denke, dass die hier in der Überschrift genannten Bikes
nicht den Enduro‘s zuzuordnen sind.
Von daher ist die Auswahl an Teilen und Reifen schon passend.

Bislang reichen mir in den Alpen und auf meinen Feierabendrunden
die Reifen in EXO, dass auf meinem e Zesty sowohl auf meinem Genius.
Ich bezog mich auf das Kenevo SL. Gleicher Motor, anderer Einsatzbereich.
 

orange69

Bekanntes Mitglied
ch fahre das Levo SL nun seit etwas über 2 Monaten, bin etwas über 1000km damit im hiesigen eher überdurchschnittlich bergigen und anspruchsvollen alpinen Vorland (alpin liegt noch zuviel Schnee momentan) auf verschiedensten Touren gefahren und habe einen direkten Vergleich zu meinem ehemaligen Scott mit E8000 und jetzigen Scott mit CX4.

Meine persönlichen Erfahrungen haben sich demnach schon ziemlich gefestigt und das Levo SL übertrifft meine ursprünglichen Erwartungen und zerstreut meine ehemaligen Bedenken.

Die gestrige Tour exemplarisch:
Wir (Partnerin und ich auf identischen Levo SL) fuhren 64km mit 1200Hm mit sehr hohem Schotter- und Trail-Anteil, längere Steigungen mit 10-15% und einigen kurzen Stichen mit 15-über 25%.
Weil wir nicht wussten, wie lange die Tour definitiv werden würde, haben wir die REX montiert.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 18,7km/h, ich hatte 93% von gesamt 150% Akku verbraucht, sie 63%.
Hätte also bei beiden auch nur der Fixakku gereicht im nachhinein.
Wir waren ambitioniert unterwegs, haben uns aber nicht ausgepowert.

Ich fahre das Levo SL bergauf allermeist im Trailmodus mit 45% Support und 90% Maximalleistung (Eco 35/35 und Turbo 100/100). Turbo brauche ich seltenst bis nie.
Meine Eigenleistung ist dabei ca 180-250 Watt und die Kadenz um die 90/min.

Im Vergleich hierzu fahre ich mein Scott bergauf überwiegend im Tour und an anspruchsvollen Passagen im EMTB-Modus, auch hier quasi nie Turbo.
Die Eigenleistung ist 150-220 Watt, die Kadenz 80-90/min.

Im Gegensatz zum Scott, trete ich das Levo SL auf flachen Schotter- oder Teerpassagen recht häufig über 25km/h, einfach weil es dazu animiert und das Scott eher nicht.

Bergauf fahre ich so mit dem Levo SL 8-14km/h, mit dem Scott 10-16km/h (also mitnichten doppelt so schnell).
Dies deckt sich weitgehend auch mit in Zeitschriftentests erwähnten uphill-Speeds bei Reichhöhenfahrten und vielleicht auch mit Euren praktischen Erfahrungen.

Man passt sich bewusst und unbewusst dem Bike und der motorischen Unterstützung an.
Dies geschieht, zumindest bei mir, sehr intuitiv und fühlt sich "passend" an.

Sehr auffällig empfinde ich die Effizienz des Specis. Hätte ich anfangs nicht gedacht, dass die meisten meiner Touren hier nur mit Fixakku gehen und ich mir inzwischen kaum noch grosse Gedanken zur Reichweite mache.
Bei der Partnerin mit 30kg weniger Körpergewicht ist das noch eklatanter.

Ueber eine gesamte Tour gesehen, bin ich mit dem Scott kaum schneller und mit dem Levo SL kaum fertiger danach.
Habe mit dem Levo SL auch schon diverse "all-out" Touren mit 40-50km und über 1000Hm gefahren und dabei Durchschnittsgeschwindigkeiten über 20km/h erzielt.
Fahrbar waren bislang alle Passagen, auch die allersteilsten.

Das Levo SL ist, bis auf das für mich sehr erträgliche Motorsummen, dabei sehr leise. Nichts klappert oder knackt.
Defekte oder Probleme, elektronisch oder mechanisch, bislang absolute Fehlanzeige.
Dem Preis und Qualitätsanspruch also angemessen.

Einige Dinge habe ich gegenüber der Serie schon im Hinblick auf Gewichtsreduktion und gesteigerte Performance/Komfort, schon verändert, andere kommen noch, wenn die Partr lieferbar sind.

Das SL sollte für mich BioMTB-Ersatz sein.
Dies ist es bei weitem und noch deutlich mehr darüber hinaus.
Mein Scott fährt sich anders, macht Spass auf eine etwas andere Art und ich wollte es keinesfalls missen.
Für mich die perfekte EMTB-Ergänzung.
Für meine Partnerin ist das Levo SL sogar das perfekte EMTB alleine.
Ihr Fazit fällt bislang noch euphorischer aus als meines.

Das Levo SL ist zwischen BioMTB und Power-EMTB positioniert und meinem Empfinden nach gelingt ihm das Kunststück, beim Fahrgefühl dem BioBike nahe und bei den Einsatzmöglichkeiten dem klassischen EMTB nahe zu sein.

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