Parade der Game Changer: Specialized, Orbea, Rotwild, Lapierre – Light-E-MTBs im Test

Parade der Game Changer: Specialized, Orbea, Rotwild, Lapierre – Light-E-MTBs im Test

aHR0cHM6Ly93d3cuZW10Yi1uZXdzLmRlL25ld3Mvd3AtY29udGVudC91cGxvYWRzLzIwMjEvMDMvbGlnaHQtZS1tdGItdmVyZ2xlaWNoc3Rlc3QtdGl0ZWxiaWxkLmpwZw.jpg
Lasst die Fanfaren erklingen, hier kommt die Parade der Game Changer! An Light-E-MTBs scheiden sich die Geister. Für die einen sind sie eine Offenbarung und genau das perfekte E-Bike, für die anderen ein Unsinn mit viel zu kleinem Akku und zu wenig Power. Für uns stellen sie die Zukunft der E-Mountainbikes dar und schlagen die Brücke zum normalen MTB. Wir haben dem Lapierre E-Zesty, Specialized Levo SL, Orbea Rise und Rotwild R.X375 – vier heiße Kandidaten also – zum Test eingeladen und für euch auf den Zahn gefühlt.

Den vollständigen Artikel ansehen:
Parade der Game Changer: Specialized, Orbea, Rotwild, Lapierre – Light-E-MTBs im Test
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Die Newtonmeterleistung ist aktuell jedenfalls DAS Diskussionsthema Nr. 1 bei den Leicht-E-Bikes! In letzter Konsequenz heißt es aber doch: Mehr Newtonmeter sorgt nur für mehr Kraftentfaltung in niedrigen Kadenzen, korrekt? Mit 75er Kadenz fahren sich der Bafang und der SL 1.1 identisch kraftvoll, da gleiche Wattleistung. Auch 60 Newtonmeter sorgen noch nicht automatisch für Powerbike-Schub beim Anfahren. Da muss man selbst und das Bike schon eher leicht sein, damit das reicht. Fit sowieso.
 

HageBen

Bekanntes Mitglied
Richtig. Drehmoment alleine sagt relativ wenig aus.

Umso mehr Nm, desto früher (/ bei niedriger Trittfreqenz) kann mehr Leistung anliegen.
Aber bis zu welcher Kadenz die Leistung mit steigt (das Drehmoment gehalten wird), weiß man so noch nicht.
 

Mebi

Mitglied
Hier sollte man imho mit dem Vergleichsmythos der angeblichen Platzhirsche in diesem Segment aufhören – kenne beide Bikes gut, für mich ist es so bzgl. Levo SL und Orbea Rise (kein geheimnis, dass ich das SL bevorzuge, ist aber geschmackssache):

  • Gewicht: das Levo ist 1-2kg leichter bei gleicher Ausstattung, Orbea trimmt hier das Gewicht mit XC komponenten, das SL ist dagegen Ready2Go selbst im leichten Bike Park Einsatz; ein SL kannst du mit Leichtbau auch auf 14,5kg trimmen – wers nicht glaubt: es ist ganz einfach erklärt, beim Rise wiegt a) schon mal der Motor mehr und b) der interne akku poportional zur kapazität mehr - ergo sind die Vergleiche quatsch: wenn shon müsste man ein getuntes Sworks mit 14,5kg gegen das Rise top-modell vergleichen, dann wäre es fair...
  • Range extender: wie gesagt wenn der 1,5 mal so gross ist wiegt er auch 1,5mal soviel, wie im Thread diskutiert kannst einfach auch 2 stück fürs SL mitnehmen ;-)
  • Reichweite: mit normaler Fahrweise kommst locker 2000hm, mit extender und fliegst den Berg hoch – ich fahr oft 65km trail bergauf/ab komplett im Turbo Modus, no problem
  • Preis: das SL ist selbst in der Comp Carbon variante reay2Go da musst nix umbauen; beim rise musst ja mindest mal die reifen und bremsen etc. tauschen, dann geht’s erst los, und billig sind die orbeas ja auch nicht… ja, die dämper sind beim rise bissi edler das ist klar, aber das merkt dann lediglich der Profi, denn dass einfache Fox fahrwerk ist auch bereits klasse
  • Geometrie: das Rise ist deutlich XC lastiger und damit auch schneller bergauf, das SL dagegen trail bzw. abfahrtslastiger.. d.h. Rise geht geher Richtung XC, das SL leicht in richtung enduro
  • Motor: es geht hier nicht um die max. Drehmoment – wie beim auto auch geht es um die Drehmomentkurve, und da ist der Mahle Motor unschlagbar sauber abgestimmt, man merkt weder den Motoreinsatz noch das Fade-out bei der 25kmh grenze, man hat quasi null (negatives) E-bike feeling wie bei shimano, bosch, brose etc. – die maximallsietung ist beim Rise natürlich geiler aber reicht mir persönlich beim SL auch
  • Last not least und für mich der wichtigste Aspekt: Tretwiderstand, das SL fährt sich ohne motor exakt wie ein bio Bike, das Rise ist für mich nichts anders als ein gedrosseltes Ebike
Ergo: man kann die beiden Bikes m.e. gar nicht 1:1 vergleichen, beide geil aber eben was anderes. Eigentlich hätte ich gerne 3 ebkikes - ein SL, ein normales Levo und ein Rise je nach Gelände und Radl Partner;-) nachdem ich sowohl mit Bio bikern fahre (wo ich ironischer weise der stärkste bin) und auch mit Ebikern, finde ich das SL als Kompromiss ganz gut... Fakt ist, das SL ist eine ganz eigene Bike-klasse, da gibts schlicht aktuell nix vergleichbares am Markt...
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Das Preis-Gewicht-Verhältnis ist schon auch für viele sehr wichtig. Aber selbst da stimmt, dass das Levo SL leichter ist, trotz schwererer Komponenten. Dann halt nur 0,5-1 Kilo.
Ich finde die Bikes sehr gut vergleichbar. Der Shimano EP8 RS hat im Trailmode 250 Watt und kann damit via App und Drehmoment-Reduktion quasi identisch zum Levo SL abgestimmt werden. Im Traileinsatz finde ich die Bikes ebenbürtig. Im härteren Gelände wirkt das Levo potenter. Das Orbea mit progressivem Heck und weniger Hub ist da schon straffer. Hauptargument für den SL 1.1 ist das geräuschlose Rollen bergab. Das Klappern im EP8 nervt mich stark.
 

Mebi

Mitglied
Das Preis-Gewicht-Verhältnis ist schon auch für viele sehr wichtig. Aber selbst da stimmt, dass das Levo SL leichter ist, trotz schwererer Komponenten. Dann halt nur 0,5-1 Kilo.
Ich finde die Bikes sehr gut vergleichbar. Der Shimano EP8 RS hat im Trailmode 250 Watt und kann damit via App und Drehmoment-Reduktion quasi identisch zum Levo SL abgestimmt werden. Im Traileinsatz finde ich die Bikes ebenbürtig. Im härteren Gelände wirkt das Levo potenter. Das Orbea mit progressivem Heck und weniger Hub ist da schon straffer. Hauptargument für den SL 1.1 ist das geräuschlose Rollen bergab. Das Klappern im EP8 nervt mich stark.
keine zweite meinung ;-) wie gesagt finde ich ein mega plus beim SL, dass der Mahle motor so sanft einspringt und ausfaded, dass man die unterstützung gar nicht merkt, das vermisse ich bei den anderen motoren schon...
 

Magalino

Bekanntes Mitglied
Ich komme nochmal auf das Forestal Siryon zurück, das Enduro soll in der Neon Edition in Größe M 17.2kg wiegen. Dazu gibt's Rock Shox Lyrik und Super Deluxe in der Ultimate Version mit 170mm Federweg, Sram XO1 Eagle Schaltung, Magura MT7, Crankbrothers Carbon Laufrädern, ... Da müssen sich die anderen schon strecken.
Die Testbikes sind inzwischen draußen, die Produktion läuft. Ich warte täglich auf die ersten Testergebnisse, bin gespannt, was Eon-Motor von Bafang drauf hat.
Und dann steht noch das Cyon als reines Trailbike in den Startlöchern. Das soll ab Werk auf unter 16.5kg kommen.
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Pressemitteilung und Wirklichkeit - das ist wie mit den E-Auto-Reichweiten, Ladezeiten, etc. Das Gewicht wird auf jeden Fall höher sein. Mehr Federweg, dickere Batterie - auch in Andorra können sie nicht zaubern. Hochwertige Carbonrahmen haben Specialized und Orbea auch. Meine Schätzung: Syrion 18,5 plus X (je praxistauglicher, desto eher ran an die 19), Cyon ein Kilo weniger mit Leichtreifen.

Das neue Kenevo SL geht mit stabiler Ausstattung auch klar in die 19+ Region, trotz kleinem, leichtem Motor und Akku.
 

Alles "Trek"

Bekanntes Mitglied
Warum ... das würde wahrscheinlich am einem richtigen Berg noch schlechter aussehen :angel:
Deswegen:


Habe rechnerisch mit meinem 23 kg Bosch 85nM, 630 Akku Hobel ca. 350 Watt verbraucht. Und ich bin sicherlich am unteren Ende einer Leistungssportlerdefinition. Wär also mit dem Rotwild 375 ohne Strom nach Hause gekommen.
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Im neuen "EMTB"-Heft werden ua Rotwild, Orbea und Levo SL hinsichtlich ihrer Reichweiten verglichen.
Am besten mal selbst reinlesen. Ich fand es sehr aufschlussreich und das Ergebnis des Levo SL deckt sich weitgehend mit meinen Erfahrungen.

Den Verlust des Akkus im obigen Video finde ich sehr bedenklich.
Glück gehabt, dass das teure Teil überhaupt noch funktioniert oder gar nicht als Sondermüll in der Botanik liegt.
Kann mit dem Fixakku des Orbea und Speci nicht passieren und beim letzteren ist der REX auch bombensicher noch mit Gummiriemen gesichert, das Kabel wird auch an der Strombuchse mit einem separaten Verschluss gesichert und ist genau so lang, dass da überhaupt nix klappert.
Beim Orbea sieht es länger aus und ob das klappert oder wie sicher der REX sitzt, kann ich nicht sagen.
Auf jeden Fall sehr durchdacht beim Speci.
 

HageBen

Bekanntes Mitglied
Das der Akku raus fällt geht gar nicht. 😤

REX, da gefällt mir die Lösung von BH ohne Wäscheleine Kabel am besten. Die anderen sehen alle nach gebastel aus.
iLYNX-RACE10.jpg
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Das der Akku raus fällt geht gar nicht. 😤

REX, da gefällt mir die Lösung von BH ohne Wäscheleine Kabel am besten. Die anderen sehen alle nach gebastel aus.
iLYNX-RACE10.jpg
Wenn das klapperfrei bleibt, der Kontakt auch im rauen Gelände besteht, sich die Halterung auch als Bidonhalter nutzen lässt und die Buchse bei Nichtgebrauch des REX nicht schnell verdreckt, eine gangbare Lösung.

Das Speci-Konzept hat noch einen anderen Aspekt.
Die REX lassen sich mit unterschiedlich langen Kabeln auch sehr passgenau am Creo-SL (Rennrad) nutzen.
 

G.Heim

Bekanntes Mitglied
Das neue Kenevo SL geht mit stabiler Ausstattung auch klar in die 19+ Region, trotz kleinem, leichtem Motor und Akku
Klar, wir haben beim Kenevo SL die Zielgruppe Enduro und nicht Trail.
Dem entsprechend sind Rahmen und vor allem die Anbauteile stabiler ausgelegt und damit schwerer.

Interessant wäre jetzt der Gewichtsunterschied der Rahmensets.
Ich würde als Leichtgewicht beim Kenevo SL in etwa dieselben Anbauteile wie beim Levo SL (16,3 kg) verwenden. Dann müsste die 17kg Region machbar sein.
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Klar, wenn Leichtreifen, Fox 36, Carbonparts und sehr leichte Laufräder verbaut werden, ist es vermutlich „realtiv“ leicht. Dann nutzbar als Trailbike mit fluffigem Hinterbau. Nur: So viel Hub im Heck kombiniert mit Leichtreifen, damits an der Waage für Wau! sorgt?
 

G.Heim

Bekanntes Mitglied
Es geht beim Kenevo SL schon um Enduro.
Und ja, die 2020er 36er lässt sich auf 170mm traffeln MM Reifen hinten DD.
Primäres Ziel wäre nicht Leichtbau.
Aber ich weiß auch mittlerweile wie spassig sich ein leichtes Levo SL fährt und wie klotzig ein Rotwild RE mit 20kg sein kann. Daher gilt es eher entsprechend dem Körpergewicht nicht unnötig schwere Teile zu verbauen.

Mir geht's jetzt eher um das Framesetgewicht. Alles andere ist anpassbar.
 

DOKK_Mustang

Bekanntes Mitglied
Klar, wenn Leichtreifen, Fox 36, Carbonparts und sehr leichte Laufräder verbaut werden, ist es vermutlich „realtiv“ leicht. Dann nutzbar als Trailbike...
Genau eine unterdimensionierte 36er und leichte 950g Reifen, die taugen ja gerade noch so fürs Trailfahren. Ich lach mich schlapp😆. Bei manchem ist da schon alles ein bisschen verrutscht, oder?
 

Lasse

Bekanntes Mitglied
Was ist verrutscht? Wenn du es schaffst, an einem 18-Kilo-Plus-Bike mit der 36 knackfrei durch eine Enduro-Saison zu kommen, bist du eine glückliche Ausnahme. Und natürlich kannst du mit Super Ground, Grid Trail oder Exo+ Reifen am Enduro felsige Trails runterfahren - langsam und sehr vorsichtig.

Der Witz am E-Enduro/-Freerider ist doch, dass man dank Motorhilfe bei der Ausstattung eigentlich KEINE Kompromisse machen muss. Hoch hilft der Motor, damit man runter mit stabilen Parts richtig Gas geben kann. Wer da leichte Reifen auf Trail-Carbonfelgen rumfährt, damit das E-Enduro an der Waage so toll leicht hängt, bei dem ist eher was aus dem Lot 😁
 

orange69

Bekanntes Mitglied
So wird jeder sein Bike so "artgerecht" einsetzen, wie er das will.
Ob man dabei unter den Möglichkeiten bleibt und bei den Parts auf Leichtbau statt auf Abfahrtsperformance setzt, bleibt einem letztlich selbst überlassen.
Kommt auch ein stückweit auf das eigene Körpergewicht, die eigene Fahrtechnik, die persönlichen Bedürfnisse und das bevorzugte Geläuf an und ist somit höchst individuell.

So wird man sich von unten an die Möglichkeiten des Bikes herantasten.
Sehr viel mehr Leute fahren eigentlich völlig "überperformante" Bikes für ihre Verhältnisse und das letztlich unnötige Gewicht ständig auf jedem Meter spazieren.
 
Oben