Bikebranche 2026

Wenn ich mir so durchlese, was für Diskussionen hier immer über Bikes geführt werden, habe ich bei E-MTBs sowieso den Eindruck, dass es wenig "Markentreue" gibt.

Wichtiger als Geometrie, gut funktionierende Hinterbauten und ggfs. etwas "Tradition" und Erfahrung bei der Konstruktion von Fahrrädern scheinen so Dinge wie Motorleistung, Akkugröße, Reichweite und Federweg zu sein.

Welche Marke dann draufsteht und ob die überhaupt gescheite Räder bauen können, scheint für viele nebensächlich.

Sonst würde es im E-Bikemarkt nicht so auffallend viele Marken geben, von denen man vor 5 Jahren noch nie etwas gehört hat bzw. die man eher mit völlig anderen Produkten in Verbindung bringt.
 
Wenn ich aber nun wirklich Angebote von Santa Cruz, Orbea, Trek, Specialized bekomme, die jenseits von Gut und Böse sind...... im günstigen Sinn, dann wird es eben auch für andere Hersteller schwer ihre Preise zu halten.

Sehe ich genauso: Aktuell entscheidet oft der Preis, und die Rabatte sind teils wirklich absurd.

Mir wurde durch Zufall ein nagelneues Levo S-Works SL (aktuelles Modell)
für unter 5.000 € angeboten – da habe ich sofort zugeschlagen.

Gebraucht habe ich es nicht, aber ich wollte schon immer mal ein S-Works.

Zum ursprünglichen Preis war das für mich nie eine Option,
diesmal passte das Verhältnis aus Preis und Ausstattung einfach.

Gleichzeitig zeigt das Bike perfekt, warum viele gerade nichts mehr kaufen:

Anfangs für rund 14.000 € angeboten, aktuell bei mir für unter 5.000 € verramscht.
Kein Wunder, dass viele nur noch warten, bis ihr Schnäppchen auftaucht.


Wer legt schon 8.000 € auf den Tisch, wenn das gleiche Rad ein paar Wochen später für die Hälfte zu haben ist?
Der Markt ist extrem in Bewegung – die Leute halten ihr Geld zusammen,
und jeden Tag taucht der nächste Rabatt-Esel im Netz auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die letzten Jahre überwog die kurzfristige Maximierung von Gewinnen.
Aktuell ist der Markt stark preisgetrieben.
Der Fokus liegt auf Cashflow statt auf Markenwert oder Innovationsstrategie.
Trends wie die Verbesserung des Services geraten ins Hintertreffen,
und nachhaltige und zukunftsorientierte Strategien werden komplett vernachlässigt oder ignoriert.

YT scheint das erkannt zu haben.
Die neu Strategie lautet "back to the roots".
Passend dazu die Umbenennung in YOUNG TALENT INDUSTRIES.
Sowie ich das gelesen haben, läuft die Sanierung in Eigenverwaltung.

P.S.:
Die Anforderungen an eine Insolvenz in Eigenverwaltung sind sehr hoch.
Diese Gericht genehmigt das nur, wenn die Sanierungsfähigkeit nachgewiesen wird,
und der Geschäftsführer die notwendige Expertise hat.
 

Syntace kann weitermachen!​

Nach schwierigen Jahren bekommt Syntace einen Neuanfang: Die SL International GmbH übernimmt den Betrieb der traditionsreichen Marke. Damit wird nicht nur die Zukunft der innovativen Fahrradkomponenten gesichert, sondern auch vielen Arbeitsplätzen eine Perspektive geboten. Wir haben uns angeschaut was die Übernahme für die Bike-Branche und Syntace-Fans bedeutet!

Jetzt gehört die Bude scheinbar https://www.meghna.com.bd/

https://www.bike-x.de/mtb/news/syntace-gerettet-sl-international-uebernimmt/
 
Zuletzt bearbeitet:
Da die meisten E Bike Käufer Erstkäufer sind gibt es gar keine treue Kundenbasis auf breiter Ebene.
Das sehe ich nicht so.
Passionierte Biker, die dann eventuell auch zu teureren Rädern greifen, kaufen sich alle paar Jahre ein neues Bike. Ich kenne das so zumindest aus dem Kollegenkreis: 4 Jahre ist da das allerhöchste.
Ein Erstkäufer wird ja eher selten gleich zu einem 8.000€-Bike greifen - außer Geld spielt keine Rolle.
 
Sonst würde es im E-Bikemarkt nicht so auffallend viele Marken geben, von denen man vor 5 Jahren noch nie etwas gehört hat bzw. die man eher mit völlig anderen Produkten in Verbindung bringt.
Das sind dann aber meist eher günstige Marken die über den Preis an Kunden kommen wollen.
Oder zB Autohersteller wie Porsche etc. Die erhoffen sich auch teure Bikes an ihre Kunden verkaufen zu können (eben über die Liebe zu ihrem Auto).
 
Trends wie die Verbesserung des Services geraten ins Hintertreffen,
Wie kommst du darauf? Das ist doch der Kunde der sich dafür oder dagegen entscheidet.
Vor allem bietet ja meist der Fahrradhändler den Service an und nicht der Hersteller.

achhaltige und zukunftsorientierte Strategien werden komplett vernachlässigt oder ignoriert.
Die da wären?
 

Syntace kann weitermachen!​

Nach schwierigen Jahren bekommt Syntace einen Neuanfang: Die SL International GmbH übernimmt den Betrieb der traditionsreichen Marke. Damit wird nicht nur die Zukunft der innovativen Fahrradkomponenten gesichert, sondern auch vielen Arbeitsplätzen eine Perspektive geboten. Wir haben uns angeschaut was die Übernahme für die Bike-Branche und Syntace-Fans bedeutet!

Jetzt gehört die Bude scheinbar https://www.meghna.com.bd/

https://www.bike-x.de/mtb/news/syntace-gerettet-sl-international-uebernimmt/
Auf jeden Fall nicht die 2 Zahnärzte Herdt aus dem Schwäbischen.

Bangladesch sollte stimmen. Also S/L in asiatischer Hand?

Investoren aus Südasien retten Syntace - Branchenkenner gab Startup-Hilfe - radmarkt.de https://share.google/95KeX7MzZggC1cqIe
 
Der große eBike-Markt ist mittlerweile gesättigt; da braucht nicht jeder Zweite wie hier im Forum alle 2-3 Jahre ein neues Rad oder gleich mehrere.
Klar gab´s nen Boom zu Corona und dann kam das große Jobbike-Leasing.
Viele kaufen doch ihr fertig geleastes Rad raus und fahren es dann weiter... wozu was neues?
Meine Frau fährt auch ihr erstes Cube eBike seit über 6 Jahren und hat kein Verlangen nach was Neuem...

Von so ein paar Leuten wie hier im Forum, die immer mal wieder was neues wollen, kann so eine Industrie nicht in der Breite leben.
Da wird´s weiter eine Marktbereinigung geben.

Just my 2 cents
Sehe das ähnlich.
Würde sich nur ändern, wenn das ebike in der Masse wirklich als Verkehrsmittel angesehen und auch genutzt werden würde.
So wie beim Auto eben.
Leasing ermöglichen (nicht nur über den AG).
Städte massiv Radfreundlicher machen (siehe Niederlande).
Vielleicht staatlich Subventionieren (siehe E-Autos).

Wird allem Anschein nach aber gar nicht gewünscht in Deutschland.

Dann natürlich das beliebteste Thema: Der Preis.. Auch wenn Bikes in den letzten Monaten deutlich günstiger geworden sind, sind sie dennoch nach wie vor massiv überteuert. Schaut man nur mal, dass man High End Motorräder teilweise günstiger bekommt als ebikes…

Ich fahre meines seit 2017, bald 9 Jahre.
Klar, vieles dran umgebaut etc.
Aber warum fahre ich das noch immer?
Weil mir 5.000-7.000€ einfach to much sind die ich für deutlich besseres ausgeben müsste, auch wenn ich über den AG leasen könnte. Und ich bin einfach zufrieden mit dem Bike.
 
Wie kommst du darauf? Das ist doch der Kunde der sich dafür oder dagegen entscheidet.
Vor allem bietet ja meist der Fahrradhändler den Service an und nicht der Hersteller.


Die da wären?

Ich habe beim schlechten Service nicht geschrieben, dass es explizit um die Hersteller geht.

Bei gibt es ein Gartencenter, dass vor zig Jahren mit einen neuen Strategie in den Markt gegangen ist.
Die haben da eine Erlebniswelt mit Gartencafe und Events implementiert.
Es gibt Frühstück, Kuchen, Salate, Flammkuchen und herzhafte Suppen.
Mittlerweile haben die 5 Standorte die alle gut laufen.
So was ließe sich 1:1 auf große Radhändler übertragen.

Ein paar Gedanken zu zukunftsorientierten Strategien für Händler- und Herstellershops:

- Bike Cafe + Lounge um sich auszutauschen
- Inhouse Technik Workshops wie z.B. Schrauberkurse
- Community Rides mit Start und Ziel am Standort
- Fitness und Ernährungsseminare
- Kooperationen mit Schulen und Vereinen für Mobilitätsbildung
- Community Plattform (z.B. über WhatsApp)
- Nutzung der Community Plattform für den Verkauf 2-ter Hand Räder Kunde an Kunde
- Organisation von Radreisen
- Bonusprogramm für Stammkunden

Dazu kommen dann noch Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
- „Repair statt Replace“-Programme
- Gebrauchtteile und Refurbished-Bikes
- Standorte mit Solarenergie und Ladeinfrastruktur für E-Bikes
- Rahmen aus Recycling-Aluminium oder Bio-Verbundwerkstoffen
 
Bei gibt es ein Gartencenter, dass vor zig Jahren mit einen neuen Strategie in den Markt gegangen ist.
Die haben da eine Erlebniswelt mit Gartencafe und Events implementiert.
Es gibt Frühstück, Kuchen, Salate, Flammkuchen und herzhafte Suppen.
Mittlerweile haben die 5 Standorte die alle gut laufen.
So was ließe sich 1:1 auf große Radhändler übertragen
Das wage ich zu bezweifeln.

Einkäufe für den Garten, von Dünger über Erde bis zu Gartenmöbeln etc. sprechen viel mehr und regelmäßiger Menschen an und befriedigt ganz andere Bedarfe, als ein Fahrradkauf.
Mal abgesehen vom benötigten Servicepersonal kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.

Die klassischen kleinen/kleineren Händler könnten das sowieso nicht umsetzen und wären dann vollends am Ende.
 
Ein paar Gedanken zu zukunftsorientierten Strategien für Händler- und Herstellershops:

- Bike Cafe + Lounge um sich auszutauschen
- Inhouse Technik Workshops wie z.B. Schrauberkurse
- Community Rides mit Start und Ziel am Standort
- Fitness und Ernährungsseminare
- Kooperationen mit Schulen und Vereinen für Mobilitätsbildung
- Community Plattform (z.B. über WhatsApp)
- Nutzung der Community Plattform für den Verkauf 2-ter Hand Räder Kunde an Kunde
- Organisation von Radreisen
- Bonusprogramm für Stammkunden
Also ich sehe das absolut nicht tragfähig.
Ich gehöre zu der Sparte Biker die das Bike bei einem lokalen Händler kauft und nicht online, trotzdem interessieren mich die ganzen Themen nicht, weil man diese bereits anderswo bekommt, falls man sie wirklich braucht.
Und dann gibt es noch die möglichst-billig-Bikekäufer, die interessiert dann sowas eh nicht, weil sie ein möglichst günstiges Bike wollen und keinen Caffee dazu.
Dazu kommen dann noch Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
- „Repair statt Replace“-Programme
- Gebrauchtteile und Refurbished-Bikes
- Standorte mit Solarenergie und Ladeinfrastruktur für E-Bikes
- Rahmen aus Recycling-Aluminium oder Bio-Verbundwerkstoffen
Repariert wird bei Bikes ja eh schon.
Gebrauchtteile gibt es im Internet - und zwar mit einer vielfach größeren Auswahl.
Solarenergie ist ja eh komplett unabhängig von der Brance.
Ladeinfrastruktur? Gibts doch überall!
Letzteres gibt es auch schon, zb Rahmen aus Bambus etc. Kauft halt kaum jemand weil man als Fahrradfahrer ja eh schon recht Nachhaltig unterwegs ist.
 
Ich habe beim schlechten Service nicht geschrieben, dass es explizit um die Hersteller geht.

Bei gibt es ein Gartencenter, dass vor zig Jahren mit einen neuen Strategie in den Markt gegangen ist.
Die haben da eine Erlebniswelt mit Gartencafe und Events implementiert.
Es gibt Frühstück, Kuchen, Salate, Flammkuchen und herzhafte Suppen.
Mittlerweile haben die 5 Standorte die alle gut laufen.
So was ließe sich 1:1 auf große Radhändler übertragen.

Ein paar Gedanken zu zukunftsorientierten Strategien für Händler- und Herstellershops:

- Bike Cafe + Lounge um sich auszutauschen
- Inhouse Technik Workshops wie z.B. Schrauberkurse
- Community Rides mit Start und Ziel am Standort
- Fitness und Ernährungsseminare
- Kooperationen mit Schulen und Vereinen für Mobilitätsbildung
- Community Plattform (z.B. über WhatsApp)
- Nutzung der Community Plattform für den Verkauf 2-ter Hand Räder Kunde an Kunde
- Organisation von Radreisen
- Bonusprogramm für Stammkunden

Dazu kommen dann noch Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
- „Repair statt Replace“-Programme
- Gebrauchtteile und Refurbished-Bikes
- Standorte mit Solarenergie und Ladeinfrastruktur für E-Bikes
- Rahmen aus Recycling-Aluminium oder Bio-Verbundwerkstoffen

In der 90er wo Kumpels und ich sehr aktiv Bio und DH gefahren sind, war das so.
Einer der lokalen Bike Shops war da jede freie Minute Anlaufpunkt.
Man hing auf der Couch rum. War mit dem Besitzer perdu. Hatte Dart Scheibe dort. Ist zusammen gefahren. Teile verbilligt bekommen und hat ihm beim Schrauben geholfen.

Gut, gehalten hat er sich dennoch nicht. Aber das hatte viele Gründe.
Der Großhändler bei dem er war hatte die angesagten Teile nicht. Der andere Großhändler belieferte ihn nicht, da zu wenig Umsatz.
Nur auf MTB spezialisiert.
Kündigung der Ladenlokale usw.......
Alleine in den paar Jahren waren das 3 unterschiedliche Standorte.
Von den angesagten Radläden von damals gibt es heute keinen mehr.
 
In der 90er wo Kumpels und ich sehr aktiv Bio und DH gefahren sind, war das so.
Einer der lokalen Bike Shops war da jede freie Minute Anlaufpunkt.
Man hing auf der Couch rum. War mit dem Besitzer perdu. Hatte Dart Scheibe dort. Ist zusammen gefahren. Teile verbilligt bekommen und hat ihm beim Schrauben geholfen.

Gut, gehalten hat er sich dennoch nicht. Aber das hatte viele Gründe.
Der Großhändler bei dem er war hatte die angesagten Teile nicht. Der andere Großhändler belieferte ihn nicht, da zu wenig Umsatz.
Nur auf MTB spezialisiert.
Kündigung der Ladenlokale usw.......
Alleine in den paar Jahren waren das 3 unterschiedliche Standorte.
Von den angesagten Radläden von damals gibt es heute keinen mehr.
Da gab es auch noch keinen flächendeckenden Onlinehandel.
 
Das nicht alle meiner Gedanken umzusetzen sind, ist auch mir klar.
Weiterhin nichts zu machen und über alles zu meckern, bringt keinen weiter.
Unternehmer kommt von "was Unternehmen".

In anderen Ländern wir nicht diskutiert und gemeckert - da wird gemacht.
Das haben wir Deutschen meiner Ansicht nach in den letzten Jahren verlernt.
Und das liegt nicht nur an der Politik.
 
Weiterhin nichts zu machen und über alles zu meckern, bringt keinen weiter.
So viele "meckern" ja auch gar nicht.
Das sind meist eher die Verbände die ohne das Meckern kaum eine Daseinsberechtigung hätten.
Unternehmen müssen das unternehmen was Gewinnbringend ist. Einfach nur irgendwie/irgendwo Geld in irgendwelche Projekte Geld zu versenken, nur damit etwas "unternommen" wurde, bringt auch nichts.
 
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