Bikebranche 2026

Ich bin mal so frei und zitiere einen Kollegen (nur beispielhaft) aus dem gelben Forum...das war vor ziemlich genau 10 Jahren
Und im Prinzip hatte er damit ja auch recht. Genauso wie Skateboards interessiert sich heute auch kaum mehr jemand für MTB ohne Motor. Das ist nur noch ein Nischenmarkt.
Welche Innovationen gabs denn in den letzten 10 Jahren für MTB? Ich wüsste da nichts bahnbrechendes. Dropper gabs damals auch schon, elektronische Schaltung/Dropper will man an einem solchen Bike eh meist nicht. Carbonrahmen und Felgen gabs damals auch schon. Tubeless ebenfalls. Also ganz so unrecht hatte er wohl nicht.
Bei Pedelecs bzw eMTB schauts natürlich aktuell anderst aus. Da geht noch was. Aber halt auch nur in kleinen Schritten. Man braucht nicht zu erwarten dass in einem Jahr der Akku nur noch die Hälfte wiegt, in 5 Minuten geladen ist und dazu noch doppelte Kapazität hat. Das wird irgendwann kommen aber halt nicht auf einen Schlag sondern eben nach und nach.
 
Welche Innovationen gabs denn in den letzten 10 Jahren für MTB?
Einige. Hast Dir z.B. mal die Geos von 2015er Enduros angeschaut im Vergleich zu heute?
In Größe L im Schnitt 435mm Reach (Kinderbikex'D), 74,5° Sitzwinkel (da sitz mit dem Arsch hinter der Hinterachse), 65,5° Lenkwinkel (immerhin), Radstand 60-80mm kürzer als heute. Dazu noch massive Verbesserung der Kinematik....wippende Hinterbauten im Uphill gibt´s fast nicht mehr. Und einiges mehr...

Heute fährst mit fast jedem Short-Travel-Trailbike mit 120/130mm jedem dieser Enduros im Downhill um die Ohren...im Uphill sowieso, auch mit aktuellen Enduros.

Für manche sind das vielleicht keine Revolutionen aber def. Innovationen. Und das würden wir auch bestimmt wieder in 10 Jahren ähnlich beurteilen...wenn nicht:
Und im Prinzip hatte er damit ja auch recht. Genauso wie Skateboards interessiert sich heute auch kaum mehr jemand für MTB ohne Motor. Das ist nur noch ein Nischenmarkt.
Dass MTBs ohne Motor ein Nischenmarkt sind, hat nix damit zu tun das die ausentwickelt wären. EMTBs haben einfach einige Vorteile (erweiterter Radius, weniger Anstrengung, mehr Spaß weil mehr Trails in gleicher Zeit, etc.).
Dazu kommt wahrscheinlich noch, dass die Innovationszyklen bei EMTBs hinsichtlich Motor/Akku schneller sind, das verkauft sich natürlich erst mal besser, bis das dann auch "ausentwickelt" ist.
 
Aber halt auch nur in kleinen Schritten. Man braucht nicht zu erwarten dass in einem Jahr der Akku nur noch die Hälfte wiegt, in 5 Minuten geladen ist und dazu noch doppelte Kapazität hat. Das wird irgendwann kommen aber halt nicht auf einen Schlag sondern eben nach und nach.
Das glaube ich nicht. Nächster Schritt werden eher von der Baugröße her 600er Akkus mit 700/720 Wh werden mit Zellen a`la Molicell 21700.
Dann muss definitiv der Chemiker ran und gänzlich neues schaffen.
Erst dann könnte es rumpeln.
 
Für manche sind das vielleicht keine Revolutionen aber def. Innovationen.
Ok, Innovation mit kleinen Schritten. Es gab auch bei den Materialien änderungen aber das ist alles nicht der große Wurf.
Ich finde auch dass Smartphones heute quasi ausentwickelt sind (bzw schon vor Jahren waren). Da kommen halt immer bessere Kameras rein, schnellere Prozessoren etc. Das ist alles nicht mehr der große Wurf oder gar ein Grund sich alle Jahre ein neues zu kaufen (Smartphone wie MTB).
 
aber bei Akkus wird in den nächsten Jahren die Post abgehen.
naja abwarten, das wird noch eine Weile dauern.
zur Info, CATL plant 2027, erstmal in Kleinserie für PKWs zu gehen, also auch da noch keine Serienreife in Sicht

https://www.bike-x.de/e-bike/news/der-e-bike-akku-von-morgen-wie-sieht-bosch-die-zukunft/

Der E-Bike-Akku der Zukunft
1767898493903.png

 
Auch wenn ich von @punkhead dafür schon als Naivling betitelt wurde, bleibe ich das gerne und verweise erneut auf das Interview mit Kalle zum Thema Semi-Festkörperzellen.

So konkret wie er davon spricht glaube ich nicht, dass das noch all zu lange dauern wird. Und auch die Aussage, dass die neuen Akkus nicht wesentlich teurer werden, sobald man die Produktion bei großer Nachfrage hochfahren kann, glaube ich auch.

Er will ja erst mal "nur" State of the Art" oder "Best in class" wie er es nennt, erreichen und erwartet einen signifikannten Entwicklungssprung auch erst in 2 Jahren.
 
Er will ja erst mal "nur" State of the Art" oder "Best in class" wie er es nennt, erreichen und erwartet einen signifikannten Entwicklungssprung auch erst in 2 Jahren.
Wenn man mal einige Jahre zurückschaut und zb bei heise.de nach Artikeln zu Akkuinnovationen sucht, findet man jede menge "Wunderakkus" welche wohl in 2-3 Jahren auf den Markt kommen würden. Diese gibt es heute immer noch nicht. Die Entwicklung geht weiter und wird auch Ergebnisse bringen, aber eben keine drastischen Verbesserungen auf einen Schlag (oder gar zu günstigeren Preisen).
 
Die Semi Feststoffzellen gibt es ja bereits. Die Frage ist also eher, ob sie sich gegen die Lithiumakkus durchsetzen kann.
Die Vorteile sind erst mal nicht so riesig und liegen vor allem in mehr Sicherheit(Brandschutz), schnellerem Laden und dass keine spezifische Form vonnöten ist. Natürlich gibt es aber auch Potential, die Energiedichte weiter zu verbessern.

Ob das letztendlich reicht, dass große Firmen das Geld in die Hand nehmen und das Zeug in so großen Mengen zu produzieren, dass es preislich konkkurenzfähig ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
 
"Wir neigen dazu, die kurzfristige Wirkung einer Technologie zu überschätzen und die langfristige Wirkung zu unterschätzen." (lt. Wikipedia von Roy Amara).
Ich habe ein Specialized Epic von 2011, mir damals per Bikefitting in Größe L angepasst. Ich fahre es immer noch, habe aber den Vorbau um 35mm gekürzt (immer noch 70) und die gekröpfte Sattelstütze durch eine gerade ersetzt, also in summa die Sitzlänge um ca. 5 cm verkürzt. Das ist immer noch 2 cm länger als ein 2021 eBike in L. Lenkwinkel 70 Grad.
Das hat aber auch was mit Mode/Trends zu tun. Zwischen Gravel und Allmountain klafft eine große Lücke, in der gefühlt wenig passiert. Das liegt aber auch daran, dass sich die Käufer polarisieren: viele junge Leute finden Gravel schick (ich habs probiert und meines gerade wieder verkauft). Auf der anderen Seite ist FP Avinox Ballern das andere Extrem (alles was geht), da entstehen jeweils die Neuheiten und es gibt ja nichts Langweiligeres als Cross Country:biggrin:
 
und das zeigt eben auch schön die Relation in meinen Augen.
Das ist doch immer nur Ansichtssache. Für den einen sind 3.000€ immens viel Geld, für den anderen nur Peanuts die er sogar für eine andere Lackierung am Bike (und noch viel mehr am Auto) ausgeben würde.
Dem einen ist ein neues Bike wichtiger als zb ein Umbau seines Badezimmers. Wieder ein anderer kauft seiner Frau eine Handtasche für 5.000€ Euro etc...
 
Zurück