Light-EMTBs

bekolu

Bekanntes Mitglied
Ich orientiere mich an der Reihenfolge BioMTB - Light EMTB - Fullsize EMTB. D.h. das Light EMTB ist näher am Bio dran, da zählen Gewicht, aber auch Unterstützung und Softwarekonzept.

Ich würde dann auch je nach Bike Kategorie (Touren/Trailbike, Allmtn, Enduro) die Einordnung vornehmen. Ein Transition Relay darf schon gut 19kg haben, um als Light EMTB durchzugehen, da auch die Bio Enduros in der Liga gut 15kg haben. Der Fazua passt auch da gut dazu. Gehe ich weiter "runter", muss das Bike leichter werden und die Motoren dürfen ruhig weniger Leistung haben und die Akkus kleiner sein.
 

Klettersteppi

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Ich schnappe mal die Diskussion aus dem Haibike Thread auf.

Was zeichnet ein Light-eMTB aus?
Möglichst geringes Gewicht oder einen schwächeren Motor mit kleineren Akku?

Für mich steht das geringere Gewicht im Vergleich zu einem Power-eMTB klar im Vordergrund.
Die Motorleistung ist für mich da erstmal zweitrangig.

Sehe ich auch so 👍
Und weil es eher hier hin gehört, hier die Kopie meines Posts im Hibike Thread:

Die Posts in diesem Thread verdeutlichen, dass die Bezeichnung "Light-Emtb", so wie sie uns beim Emtb "beigebracht" wurde, eigentlich nur Marketing-Geschwafel war bzw. immer noch ist.
Ein Auto oder Motorrad mit, im Verhältnis zu anderen angebotenen Fahrzeugen, wenig PS oder kleineren Tank, wird wohl niemand als "Light" bezeichnen - man unterscheidet doch mehr/eher in die Richtung "stark oder schwach motorisiert"). Im normalen, marketingfreien Denken steht "leicht" in einem Gewichts- und nicht in einem Leistungs-Konsens 🤔

Ich glaube nicht, dass der Begriff "Light" im Emtb-Bereich dauerhaften Bestand haben wird - ich glaube sogar, dass er komplett verschwinden wird, sobald die Mehrheit der potentiellen Konsumer dem Marketing-Geschwafel auf die Schliche gekommen ist.

Da die Nachfrage nach leichten Emtb aber bereits vorhanden ist und auch stetig steigt, werden die Hersteller diesen Bedarf auch bedienen, die Klassifizierung wird sich jedoch ändern. Aus "light" wird wieder ein reines"gewichtsmäßiges leicht" werden - das hoffe ich zumindest, in Anbetracht der momentanen Verwirrung...
"Light" wäre dann, (ähnlich) wie beim (motorlosen) Mtb, mit Leichtbau gleichzusetzen, wobei dann selbstverständlich Leichtbau in den unterschiedlichen Einsatz-/Nutzungsbedingungen unterschiedlich zu betrachten ist, also nicht an einer sturen, kategorieübergreifenden Gewichtsgrenze festgemacht werden kann. Also mehr so wie bei den "Bio-Bikes".

Leichtbau wird immer mehr von vielen Emtb-Nutzern gewünscht/gefordert werden. Dieses Klientel beinhaltet in erster Linie recht leichte Biker. Auch im "Bio-Bereich" lassen (vernünftige) schwerere Fahrer die Finger von Leichtbau, weil das einfach nix (dauerhaftes) bringt - beim Hanteltraining greifen leichte Personen schließlich auch zu kleineren Gewichten als "körperlich stabilere", zumindest wenn Vernunft im Spiel ist... Für "Muskelprotze" hingegen sind 2kg-Hanteln nicht "der Weg" zu Spaß&Erfolg 😉

OT (aber nur leichtes OT.... 😃)
lasst uns weiter darüber diskutieren - aber nicht streiten bis zum persönlichen Angriff hin... 🥰🥰🥰
 

525Rainer

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In zeiten da die light motoren über die gesamte dauer 300w abgeben ist es absolut weltfremd diese leistung mit dem begriff light zu benennen.

Ob man die ca18kg mit dem ep8 oder dem fazua erreicht ist mir egal. Alles oberhalb von 18kg ist nichts mehr was ich mit eigenleistung grossartig befeuern möchte.
Das schöne an light emtb ist das mtb mässige handling und der unmerkliche übergang zur 25km h grenze. Die beiden faktoren, gewicht und übergang 25kmh grenze sind für mich der grösste nachteil von fullemtb. Da können mich die 600w nicht locken, das anderes gefährt bzw anderer sport.
Ein neues 15-16 kg emtb würde ich gern mal probieren. Das levo sl war für meine begriffe das einzige bike was ich mir vorstellen könnte. Kaufen würd ich keins. Nur testfahren.
 

orange69

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Nach meiner LevoSL-Erfahrung und durch x Beiträge hier, verschiedenste Meinungen und Erfahrungen in anderen Magazinen, Foren etc. und angesichts der doch relativ rasanten Entwicklung in den letzten zwei Jahren, hat sich für mich folgende Erkenntnis herausgebildet:

Ich möchte ein EMTB-Zweitbike neben einem Power-Allrounder (dessen Potential ich eigentlich kaum einmal ausschöpfe), welches die Vorteile des geringen Gewichts und der neuen Motoren möglichst stark akzentuiert.

Das Bike muss vortriebsstark sein, die Eigenleistung muss spürbar sein und es animiert und die Eigenpower macht Spass, es soll agil und direkt sein, es soll ausreichend Reichweite und flexibles Akku/REX-System haben, die Zusatzpower muss sich sehr natürlich anfühlen, es soll problemlos über 25km/h zu treten sein und notfalls auch ohne Motorunterstützung gut funktionieren, gerne ist es leise und va klapperfrei, es soll eine schlanke und schöne Optik haben, ich möchte es möglichst frei schon beim Kauf konfigurieren können.
Es darf sich im Einsatzzweck/Kategorie deutlich von meinem Levo unterscheiden.
Dazu kommen noch Händler-Support weit über den Kauf hinaus.

So lande ich bei einem XC-DC mit +/- 16Kg und minimal-assist.
6Kg leichter als mein Levo und mit allen Vorteilen gesegnet, die für mich das "Light"-Konzept ausmachen.
 

orange69

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Also eine Eierlegene Wollmilchsau 👁️
Aber ich gebe dir recht, in den letzten zwei Jahren hat sich viel getan und in den nächsten zwei Jahren noch viel mehr.
Die Wollmilchsau wird es nie geben, dafür sind die individuellen Ansprüche zu verschieden.
Würde ich nur ein EMTB haben wollen, wäre ich zu viel mehr Kompromissen gezwungen.

Meine Ansprüche an ein neues Bike sind hoch und decken wirklich nur meinen Bedarf ab, der von einem rassigen Bio, einem E-Renner und einem Levo eingerahmt wird. Dazu kommen sehr gute Strecken im nahen Umfeld, die genug Tourenmöglichkeiten für ein schnelles EMTB bieten und eine ausreichende Fitness und Eigenleistungsbereitschaft.

Ich war verwöhnt vom LevoSL und versuche nun, einen Nachfolger noch exakter in meiner individuellen Nische zu platzieren.
 

Günter64

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Leichtbau wird immer mehr von vielen E-MTB Nutzern gewünscht/gefordert werden. Dieses Klientel beinhaltet in erster Linie recht leichte Biker. Auch im "Bio-Bereich" lassen (vernünftige) schwerere Fahrer die Finger von Leichtbau
Dann bin ich total unvernünftig, und einige mehr im Forum mit dem Rise Thread auch, mein leichtes Fully von 2008 hat 11 kg und ist nun fast 30.000km alt - hält 😁
 
Zuletzt bearbeitet:

Günter64

Bekanntes Mitglied
Ob man die ca18kg mit dem ep8 oder dem fazua erreicht ist mir egal. Alles oberhalb von 18kg ist nichts mehr was ich mit eigenleistung grossartig befeuern möchte.
Genau, alles über 18 kg will ich auch nicht, macht weniger Spaß :openedeyewink:
Aber wenn in dem "Light" ein Powermotor steckt ist es einfach geiler, dann habe ich mehr Möglichkeiten zum softwaremäßigen "Spielen".
Ist wie bei meinem CUPRA, wenn ich gemütlich zur Arbeit fahre, braucht er 6 Liter Benzin, gebe ich aber so richtig Gas, weil ich gerade Lust habe, sind es auch mal 8, 9, 10 Liter 😵‍💫
 

Klettersteppi

Bekanntes Mitglied
Dann bin ich total unvernünftig, und einige mehr im Forum mit dem Rise Thread auch, mein leichtes Fully von 2008 hat 11 kg und ist nun fast 30.000km alt - hält 😁

Ein 11 kg Fully aus 2008 war/ist meiner Meinung nach ein (absolut gut zu gebrauchendes) leichtes Fully, aber kein wirklicher Leichtbau 😉
Die Grenze für ein (100 bis 120mm Federweg) Leichtbau-Fully" lag damals in meinen Augen bei ~max. 9,5 kg. Bei 11 kg gab es eigentlich, auch für nicht ganz so leichte Biker, keine Einbußen in Sachen Halbar- oder Zuverlässigkeit, was deine 30.000 km auch belegen - daher warst du nicht total unvernünftig sondern "nur gewichtsbewusst" 😃
 

h00bi

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Solange es Bio-Biker gibt, die nicht mal die Zähne auseinander bekommen für ein freundliches Hallo gegenüber einem Ebiker, werden Light EMTBs eine Nische bleiben.
Es sind denke ich weniger die Ebiker die downsizen sondern eher die Bio-Biker die upsizen.

Welchen Vorteil hat denn ein Light EMTB gegenüber einem 25kg Bosch Bike? Es ist leichter.
Man kann es also leichter tragen und wenn es vernünftig als Trailbike ausgelegt ist - und scheinbar nur dann* - ist es auch handlicher.

Ansonsten schränkt man sich für ein alleiniges Bike doch zu stark ein. Wenn ein Bosch Ebiker mehr Eigenleistung bringen will, dann schaltet er einfach die Unterstützung nicht hoch, erst recht wenn ich die Unterstützungsstufen individuell anpassen kann.

Selbst im Trailpark Klinovec hätte ich gerne das Mondraker Superfoxy gegen ein Focus Sam² getauscht. Außer beim Einhängen am Sessellift. Da dann doch lieber das Superfoxy, zumindest am Nachmittag wenn die Arme müde werden.
Ich hatte zwar nicht die Chance auf einen direkten Vergleich, aber besonders in den blauen und roten flowigen Trails wäre mir der 25kg Bomber vermutlich lieber gewesen. Ich hab ja aber auch 100kg fahrfertig. Da geht das Mehrgewicht des Bikes evtl. einfach unter.


*Im Enduro Test in der aktuellen EMTB haben sie das Kenevo SL mit rein genommen.
"In Summe würden jedoch alle Tester dem Altitude Powerplay (25kg) den Vorzug gegenüber dem Kenevo SL geben. Selbst auf reinen Abfahrts-Trails, wenn Motor-Power keine Reichweiter keine Rolle spielen."
Kritisiert wird, dass das Kenevo SL zu sehr auf ballern ausgelegt ist. Auch die 6,1kg Gewichtsvorteil machen das Kenevo SL nicht handlicher auf dem Trail, das wird durch die Geo - wenn man es spitz formuliert - versaut.
Klar, wer ein leichtes und handliches Bike will kauft kein Kenevo SL. Aber dass 6kg Unterschied hier keinen Stich machen können schon ne Hausnummer.

Habe ich mit einem handlicheren Levo SL aber so viel mehr Fahrspaß als mit einem 85nm/625Wh Ebike, dass es sich lohnt an anderer Stelle Kompromisse einzugehen?

Ich denke Bosch wird auch Lösungen suchen um den Gen5 Antrieb leichter zu machen und die Powertube Akkus abzuspecken. Die 750er sind halt schon echte Brocken, aber in der 625Wh Kategorie gibts doch mehr als genug anständige Bikes.
 

subdiver

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Am Sonntag war ich mit Hardcore-Bio-XC-Biker auf einer 76km Tour.
Ich natürlich mit meinem Spark.
Schon bei der Begrüßung wurde schon gewitzelt, dass ich ja mein „richtiges“ Bike dabei hätte.

Als ich während des Tages bei einer Einkehr das Thema neue Light-eMTB ansprach,
machte man sich nur darüber lustig.
Die einhellige Meinung, auch mit kleinem Motor und Akku sind das eBikes, also „Mofa‘s“.
Wenn man mit dem Radl nicht mehr auf den Berg kommt, dann läuft man lieber.

Ich habe dieses Thema dann schnell beendet.

Diese Bio-Biker sind alle Ü50 und Ü60 und sehr fit, haben auch viel Zeit zum Radeln.

Ich denke, dass auch mit den neuen Light-eMTB die Hardcore-Bio-Biker nicht so schnell umsteigen werden.

Dieses Jahr habe ich z.B. mehr KM mit meinem Bio-Bike gefahren und das eMTB immer öfter stehen lassen.
Also „Back to the roots“ ;)
 

HageBen

Bekanntes Mitglied
Aber dass 6kg Unterschied hier keinen Stich machen können schon ne Hausnummer.
Das liegt daran, weil das Powerplay so dermaßen gut ist, dass das Kenevo SL selbst mit 25kg weniger kein Stich machen würde. 🤪 Duckundweg

Außer beim Einhängen am Sessellift.
Wie geht des da? Am Geißkopf muss man's Bike aufs Hinterrad ziehen und dann das Vorderrad einfach gegen den vorigen Sessel drücken. Da stören auch nach dem zehnten mal die 25kg nicht wirklich.
Am Grubi zB. wo die Liftwärter des in die Gondeltür ein und aushängen dürfen, ist natürlich ein Krampf auf Dauer.
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Keiner wird zu nix gezwungen.
Die Bio-MTB Verkäufe sind eher rückläufig, leichtere EMTBs erachten die Hersteller als potentiell erfolgreich und für den, der die "Kompromisse" akzeptiert, ergeben sich durchaus Vorteile durch weniger Gewicht.
Wer diese für sich nicht sieht, soll Bio- oder Power-EMTB mit 25Kg fahren.
Eigentlich ganz einfach.
 

prodigy

Bekanntes Mitglied
Die einhellige Meinung, auch mit kleinem Motor und Akku sind das eBikes, also „Mofa‘s“.
Wenn man mit dem Radl nicht mehr auf den Berg kommt, dann läuft man lieber.

Ich habe dieses Thema dann schnell beendet.

Diese Bio-Biker sind alle Ü50 und Ü60 und sehr fit, haben auch viel Zeit zum Radeln.

Ich denke, dass auch mit den neuen Light-eMTB die Hardcore-Bio-Biker nicht so schnell umsteigen werden.

Nischen wird es immer geben und im Fall der Bio-Bikes wird die halt immer kleiner werden.
Ist doch auch schön, wenn diese Ü50 und Ü60 Fraktion an Althergebrachten hängt und sich daran labt,
kein "Mofa" fahren zu müssen. Wobei der "Mofa" Vergleich totaler Nonsens ist, wie jeder hier weiß.

Hier mal eine paar Zahlen.

Der ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) die Verkaufszahlen für Fahrräder im Jahr 2021 veröffentlicht.


Betrachtet man nur die MTB + EMTB ergibt sich folgendes Bild:

Verkaufte MTB 2017 269500
Verkaufte MTB 2018 271700 = + 2200
Verkaufte MTB 2019 215500 = - 56200
Verkaufte MTB 2020 152200 = - 63300
Verkaufte MTB 2021 141000 = - 11200

Verkaufte EMTB 2018 245000 = + 90200
Verkaufte EMTB 2019 360400 = + 144900
Verkaufte EMTB 2020 585000 = + 224600
Verkaufte EMTB 2021 680000 = + 95000

Quelle: https://www.ziv-zweirad.de/fileadmi...aesentation_2022_fuer_Geschaeftsjahr_2021.pdf

Wenn man so im Alpenraum oder Hotspots der Mittelgebirge unterwegs ist, hat man das Gefühl, dass von den 141000 MTBs 100000 im Enduro Bereich verkauft wurden, der Rest vermutlich Räder für Schule/Alltag.
Klassische Touren Mountainbikes wurden gefühlt komplett vom EMTB abgelöst.
 
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Dewey

Bekanntes Mitglied
Wobei der "Mofa" Vergleich totaler Nonsens ist, wie jeder hier weiß.
Nö, Mofa ist abgeleitet von Motor-Fahrrad bzw. motorisiertes Fahrrad, das sind eMTB doch fraglos.
Und, dass die Verkaufszahlen so hoch sind, ist auch der Tatsache geschuldet, dass unendlich viele alte Männer ein eMTB kaufen ...obwohl sie es nicht wirklich brauchen "können".
Der Begriff "Mofa" ist bei dieser Klientel verpönt, weil er am nicht vorhandenen sportlichen Nimbus kratzt. 😀
 
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Holzmann

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...
Und, dass die Verkaufszahlen so hoch sind, ist auch der Tatsache geschuldet, dass unendlich viele alte Männer ein eMTB kaufen ...obwohl sie es nicht wirklich brauchen "können".
...
Hehehe...
Das Leben ist bekanntermaßen ein Prozess und unterliegt idR einer permanenten Veränderung; thematisch hier: im Laufe der Jahre kauft man sich unterschiedliche bikes.
Ich habe letztes Jahr (mit 60) meine erstes EMTB light (Raven2)gekauft, weil ich wieder mit meiner Frau (Cube, Bosch 650) am Berg mithalten wollte.
Das hat mein aktuelles Räderverhältnis (die ollen Räder nicht mitgerechnet) von 100% Bio (2 RR, 1 MTB) auf 75/25 verändert.
Wer weiß wie das mit 70 aussieht... ;-)
 

prodigy

Bekanntes Mitglied
Nö, Mofa ist abgeleitet von Motor-Fahrrad bzw. motorisiertes Fahrrad, das sind eMTB doch fraglos.
Und, dass die Verkaufszahlen so hoch sind, ist auch der Tatsache geschuldet, dass unendlich viele alte Männer ein eMTB kaufen ...obwohl sie es nicht wirklich brauchen "können".
Der Begriff "Mofa" ist bei dieser Klientel verpönt, weil er am nicht vorhandenen sportlichen Nimbus kratzt. 😀
Das mag ja sein, dass es sprachlich davon abgeleitet ist, aber bei den gängigen Mofas ab den 70/80er Jahren treibt der Motor unabhängig davon an, egal ob Du trittst oder nicht.
Das ist bei meinem EMTB nicht der Fall.
 

dschugaschwili

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Solange es Bio-Biker gibt, die nicht mal die Zähne auseinander bekommen für ein freundliches Hallo gegenüber einem Ebiker, werden Light EMTBs eine Nische bleiben.
Dieser Zusammenhang erschließt sich mir nun wirklich nicht. Wenn ich mich auf dem Biobike den Berg hinauf quäle und ein übergewichtiger “PowerBike“ zieht im Turbomodus Hallöchen säuselnd an mir vorbei, bleibt mir eine freundliche Entgegnung im Halse stecken. Säße er auf nem Light Stromer, würde ich ihn wahrscheinlich überholen.
Viele Elektriker erscheinen manch einem stromlosen Radler eben überheblich, ja arrogant.
Welchen Vorteil hat denn ein Light EMTB gegenüber einem 25kg Bosch Bike? Es ist leichter.
Man kann es also leichter tragen und wenn es vernünftig als Trailbike ausgelegt ist - und scheinbar nur dann* - ist es auch handlicher.
Je leichter das Rad, desto agiler erscheint es mir. Klar liegt ein schweres Rad satter auf verblockten Abwärtspassagen und bringt dem darauf Sitzenden eine gewisse Souveränität. Da braucht es keinen Blick für eine günstige Linienwahl, die 38er mit 170mm macht das schon und der X2 sorgt dafür, dass man getrost im Sattel verbleiben kann. Aber auf den meisten Strecken geht es, wie im Leben, nicht immer nur gerade aus. Ein verspieltes, leichteres Bike mit bedeutend weniger FW zwingt nicht nur den Piloten vorausschauend und idealliniensuchend zu fahren, es ermöglicht dies auch. Und ja, es läßt sich leichter tragen. Ich breche fast zusammen, wenn ich nach verrichtetem Radelvergnügen meinen 20,5 kg Stromer in den dritten Stock Altbau wuchten muß. Oft nehme ich den 2,6kg Akku heraus und gehe lieber zweimal das Treppenhaus hoch.
Habe ich mit einem handlicheren Levo SL aber so viel mehr Fahrspaß als mit einem 85nm/625Wh Ebike, dass es sich lohnt an anderer Stelle Kompromisse einzugehen?
Das liegt m.M.n. eindeutig im Nutzungsverhalten begründet. Meinereiner ist eher bergab orientiert und freut sich über die oft verblockten, steilen und verwinkelten Trails im heimatlichen Taunus. Da bin ich froh einen Stromer erworben zu haben, der eine ausgewogene Gewichtsverteilung hat und nicht in jedem zügig angefahrenen, engen Turn übers Vorderrad schiebt und jeglichen Speed und Flow aus dem Run nimmt. Sicher spielen da auch meine 70kg fahrfertig mit rein, aber nach Radtausch mit den Radelkollegen, die in einer ähnlichen Gewichtsklasse liegen und mit Heckler & Bullit (beide MX?) in recht exklusiver Ausstattung nicht schlecht ausgerüstet sind, stellte sich auch für die überraschten SC Eigner einstimmig heraus, dass sich die 2,5 bzw 3,5 Kilo Mehrgewicht im beschriebenen Geläuf eher negativ aufs Fahrverhalten im Vergleich zum halb so teuren SlamrX auswirkten. Das sind natürlich rein subjektive Eindrücke.
Ein wirkliches Light Bike wie da Levo SL hatte ich noch nicht unterm Hintern, doch meine bisherigen Erfahrungen lassen vermuten, dass dieses unter ähnlichen Bedingungen noch besser abschneidet.
Klar bergauf muß man etwas mehr tun, aber man möchte ja als Mittfünfziger nicht einrosten.

Edit: sorry, dass meine Einlassungen ein solches Ausmaß angenommen haben.
 
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