Focus Jam2 Sl 8.8

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Re: Focus Jam2 Sl 8.8
Aha, ein Feststoff kann also unter Druck nicht kollabieren. Das sind ja ganz neue Erkenntnisse für die Materialwissenschaft. Ich glaube, du bist da etwas ganz Heißem auf der Spur 🤣
Scherzkecks? Oder in Feststoffkunde geschlafen?
Zeig mal nen Feststoff, welcher im Niederdruckbereich explodiert/implodiert
Wenn dann verformen sich die Feststoffe und explodieren nicht schlagartig
 
Scherzkecks? Oder in Feststoffkunde geschlafen?
Zeig mal nen Feststoff, welcher im Niederdruckbereich explodiert/implodiert
Wenn dann verformen sich die Feststoffe und explodieren nicht schlagartig
Ja, du hast natürlich Recht. Ich habe wahrscheinlich in meinem Luft- und Raumfahrttechnik Studium nicht richtig aufgepasst. Und es sind natürlich tolle Neuigkeiten, wenn es bei wechselbelasteten Feststoffen keine Materialermüdung gibt. Wie gesagt, du bist da etwas ganz Heißem auf der Spur.
 
Scherzkecks? Oder in Feststoffkunde geschlafen?
Zeig mal nen Feststoff, welcher im Niederdruckbereich explodiert/implodiert
Wenn dann verformen sich die Feststoffe und explodieren nicht schlagartig
Und hier noch mal für dich bei ChatGPT nachgefragt:

Kann ein selbst 3D gedruckter Volumen Spacer in einem MTB Luftdämpfer aufgrund der hohen Spitzendrücke (600+ psi) kollabieren?

ChatGPT:
Kurz: Ja, das kann passieren – und ich rate davon ab.
OEM-Spacer bestehen aus spritzgegossenem, zähem Kunststoff (z. B. POM/Delrin) mit definierten Toleranzen. 3D-Druck-Spacer haben mehrere Risiken, die bei den im Betrieb auftretenden Spitzendrücken von 600+ psi (≈ 4–6 MPa)kritisch werden.

Warum 3D-gedruckte Spacer problematisch sind​

  • Drucklast & Kraftniveau: Der Spacer steht unter Kammerdruck. Beispiel: Innendurchmesser ~30 mm ⇒ Querschnittsfläche ~1,1 in². Bei 600 psi wirken ~660 lbf (~2,9 kN) axial – zyklisch, oft tausendfach pro Fahrt.
  • Anisotropie & Porosität: FFF/FDM-Teile haben Schwachstellen zwischen den Schichten und Mikroporen. Unter Stoß-/Wechselbelastung drohen Delamination, Setzung (Creep) und bröselnde Kanten.
  • Materialgrenzen & Temperatur:
    • PLA weich bei ~60 °C (Sommer/Auto/Sonneneinstrahlung), neigt zu Kriechen → ungeeignet.
    • PETG/ABS beständiger, aber immer noch anisotrop; Öl-/Fett-Kontakt kann Eigenschaften verändern.
    • Nylon/CF-Nylon besser, aber druck-/stoßfest nur bei sehr guter Druckqualität und Nachbehandlung.
  • Chemische Verträglichkeit: Dämpferfette/-öle können 3D-Drucke (v. a. ASA/ABS/PETG) quellen oder verspröden.
  • Toleranzen & Oberflächen: Rauheit/Übermaß kann Dichtungen schädigen, Ports blockieren oder die Kolbenbewegung beeinflussen.
  • Folgen eines Versagens: Bruchstücke im Luftkanister → Dichtungsabrieb, Undichtigkeiten, blockierte Transferports; im Worst Case Funktionsverlust und Sturzgefahr. Zudem Garantie/Haftung futsch.

Wenn du es trotzdem zwingend selbst machen willst (nicht empfohlen)​

  1. Besser fräsen/drehen aus POM (Delrin) oder PA6/PA66 Vollmaterial statt drucken.
  2. Falls Druck unvermeidbar:
    • Material: PA-CF oder PEI/PEEK (nur mit passendem Drucker) – kein PLA.
    • 100 % Infill, breite Perimeter, hohe Layerhaftung (hohe Nozzle-Temp, trockene Filamente).
    • Schichtorientierung so, dass Layer quer zur Druckrichtung verlaufen (axiale Last nicht in Z-Richtung).
    • Großzügige Radien/Fasen an Kanten, keine scharfen Ecken.
    • Maßhaltigkeit sicherstellen; Oberfläche glätten/polieren, damit O-Ringe nicht leiden.
    • Montage trocken testen, Hub durchdrehen, auf Kontakt/Anschlagfreiheit prüfen.
  3. Kleiner dimensionieren als OEM ist tabu; Volumen & Anschläge müssen genau passen.

Bessere Alternativen​

  • Original-Volume-Spacer vom Hersteller (RockShox/Fox etc.).
  • Aftermarket-Spacer aus gefrästem POM mit Referenzen.
  • Bei Spezialbedarf: Drehteil aus POM/PA nach OEM-Geometrie vom Maschinenbauer.

Fazit​

Technisch kann ein 3D-gedruckter Spacer den Druck überstehen – zuverlässig und sicher ist das aber nicht. Wegen wechselnder Hochlasten, Temperatur, Schmierstoffen und Layer-Schwachstellen ist das Kollaps-/Bruchrisiko real. Für sicherheitsrelevante Fahrwerkskomponenten: OEM oder präzise gefertigte Vollmaterial-Teile verwenden.
 
Und hier noch mal für dich bei ChatGPT nachgefragt:

Kann ein selbst 3D gedruckter Volumen Spacer in einem MTB Luftdämpfer aufgrund der hohen Spitzendrücke (600+ psi) kollabieren?

ChatGPT:
Kurz: Ja, das kann passieren – und ich rate davon ab.
OEM-Spacer bestehen aus spritzgegossenem, zähem Kunststoff (z. B. POM/Delrin) mit definierten Toleranzen. 3D-Druck-Spacer haben mehrere Risiken, die bei den im Betrieb auftretenden Spitzendrücken von 600+ psi (≈ 4–6 MPa)kritisch werden.

Warum 3D-gedruckte Spacer problematisch sind​

  • Drucklast & Kraftniveau: Der Spacer steht unter Kammerdruck. Beispiel: Innendurchmesser ~30 mm ⇒ Querschnittsfläche ~1,1 in². Bei 600 psi wirken ~660 lbf (~2,9 kN) axial – zyklisch, oft tausendfach pro Fahrt.
  • Anisotropie & Porosität: FFF/FDM-Teile haben Schwachstellen zwischen den Schichten und Mikroporen. Unter Stoß-/Wechselbelastung drohen Delamination, Setzung (Creep) und bröselnde Kanten.
  • Materialgrenzen & Temperatur:
    • PLA weich bei ~60 °C (Sommer/Auto/Sonneneinstrahlung), neigt zu Kriechen → ungeeignet.
    • PETG/ABS beständiger, aber immer noch anisotrop; Öl-/Fett-Kontakt kann Eigenschaften verändern.
    • Nylon/CF-Nylon besser, aber druck-/stoßfest nur bei sehr guter Druckqualität und Nachbehandlung.
  • Chemische Verträglichkeit: Dämpferfette/-öle können 3D-Drucke (v. a. ASA/ABS/PETG) quellen oder verspröden.
  • Toleranzen & Oberflächen: Rauheit/Übermaß kann Dichtungen schädigen, Ports blockieren oder die Kolbenbewegung beeinflussen.
  • Folgen eines Versagens: Bruchstücke im Luftkanister → Dichtungsabrieb, Undichtigkeiten, blockierte Transferports; im Worst Case Funktionsverlust und Sturzgefahr. Zudem Garantie/Haftung futsch.

Wenn du es trotzdem zwingend selbst machen willst (nicht empfohlen)​

  1. Besser fräsen/drehen aus POM (Delrin) oder PA6/PA66 Vollmaterial statt drucken.
  2. Falls Druck unvermeidbar:
    • Material: PA-CF oder PEI/PEEK (nur mit passendem Drucker) – kein PLA.
    • 100 % Infill, breite Perimeter, hohe Layerhaftung (hohe Nozzle-Temp, trockene Filamente).
    • Schichtorientierung so, dass Layer quer zur Druckrichtung verlaufen (axiale Last nicht in Z-Richtung).
    • Großzügige Radien/Fasen an Kanten, keine scharfen Ecken.
    • Maßhaltigkeit sicherstellen; Oberfläche glätten/polieren, damit O-Ringe nicht leiden.
    • Montage trocken testen, Hub durchdrehen, auf Kontakt/Anschlagfreiheit prüfen.
  3. Kleiner dimensionieren als OEM ist tabu; Volumen & Anschläge müssen genau passen.

Bessere Alternativen​

  • Original-Volume-Spacer vom Hersteller (RockShox/Fox etc.).
  • Aftermarket-Spacer aus gefrästem POM mit Referenzen.
  • Bei Spezialbedarf: Drehteil aus POM/PA nach OEM-Geometrie vom Maschinenbauer.

Fazit​

Technisch kann ein 3D-gedruckter Spacer den Druck überstehen – zuverlässig und sicher ist das aber nicht. Wegen wechselnder Hochlasten, Temperatur, Schmierstoffen und Layer-Schwachstellen ist das Kollaps-/Bruchrisiko real. Für sicherheitsrelevante Fahrwerkskomponenten: OEM oder präzise gefertigte Vollmaterial-Teile verwenden.

Wenn man nicht weiß, was man tut fragt man ChatGPT 👍

Edit:
Sehr spannende Frage – und technisch absolut relevant 🚲🔧
Ich beantworte dir das aus Sicht der Werkstofftechnik + Fahrwerksmechanik:

---

## 1. Belastungssituation im Luftdämpfer

* In MTB-Luftdämpfern werden **Spitzendrücke von 600–650 psi (\~40–45 bar)** erreicht.
* Der Volumenspace sitzt **innerhalb der Luftkammer**, d. h. er ist **vollflächig von Druck beaufschlagt**.
* **Kollapsrisiko** hängt also nicht vom Druck allein ab (weil innen/außen gleich belastet → keine großen Druckdifferenzen), sondern von:

* **mechanischer Festigkeit** (z. B. dünne Stege oder Hohlräume können einknicken)
* **Temperaturbeständigkeit** (Sommerhitze, Reibungswärme → 50–70 °C realistisch)
* **Chemische Resistenz** (Öl-/Fettkontakt)

Kurz: Der Spacer muss **formstabil** sein, nicht „druckfest“ im klassischen Sinne (weil der Druck ja gleichmäßig wirkt). Das Versagensrisiko kommt durch **lokale Verformung/Materialnachgiebigkeit** oder **Bruch**.

---

## 2. Geeignete Filamente

**PLA**

* Hohe Steifigkeit, ABER **Glasübergang bei \~55–60 °C** → kann im heißen Dämpfer weich werden.
* Nicht empfehlenswert → Risiko, dass der Spacer „kriecht“ oder sich verformt.

**PETG**

* Besser temperaturbeständig (\~80 °C).
* Etwas zäher, weniger spröde.
* Gute Wahl für Prototypen, hält meist.

**Nylon (PA, ggf. mit Glasfaser)**

* Sehr zäh, hohe Schlagfestigkeit, gute Temperaturstabilität (\~100–120 °C).
* Nachteil: kann Feuchtigkeit ziehen, was Dimensionen leicht verändert.
* Mit GF/CF-Verstärkung → sehr robust.

**Polycarbonat (PC)**

* Sehr hohe Schlagzähigkeit, Temperaturbeständig (\~120–130 °C).
* Mechanisch fast „Overkill“, aber schwer zu drucken (hohe Temp, Warping).
* Für diese Anwendung ideal, wenn Druckqualität passt.

**PEEK/Ultem (Hochleistungsfilamente)**

* Absolut stabil, temperatur- und chemieresistent.
* Industriestandard für extreme Anwendungen.
* Aber extrem teuer + Spezialdrucker nötig.

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## 3. Praktische Empfehlung

* Für Hobby-/Semi-Profi-3D-Druck: **PC oder Nylon (GF/CF-verstärkt)** sind die besten Kandidaten.
* **PETG** geht für moderate Belastung (Tourenfahrer, Test).
* **PLA unbedingt vermeiden.**

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## 4. Design-Tipps

* Keine dünnen Wände – **massiv drucken**.
* **100 % Infill** oder mindestens >80 %.
* Layer-Orientation beachten (Kräfte radial → Layer müssen quer liegen, nicht als Sollbruchstelle).
* Kanten leicht abrunden → weniger Kerbspannung.

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✅ **Fazit:**
Ein 3D-gedruckter Spacer kollabiert nicht allein durch 600 psi Druck, sondern nur durch schlechte Materialwahl oder schwache Geometrie.
→ **PC oder CF-Nylon** sind für Dauerbetrieb am sichersten.
→ PETG ist brauchbar für Tests.
→ PLA riskant wegen Hitzeverformung.

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👉 Soll ich dir eine kleine **Material-Matrix** (Tabelle mit Temperaturfestigkeit, chemischer Resistenz und 3D-Druck-Schweregrad) für die wichtigsten Filamente erstellen, damit du direkt vergleichen kannst?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin wohl auch einer der wenigen, die keine Probleme mit dem Bike haben, auch nicht mit dem Fazua Motor, bis dato 2.500 km gefahren.
Ich denke nicht, dass es so wenige gibt. Von denen liest man nur nichts weiter. 😉
Wir haben seit März 2024 zweimal das SL 8.8 und haben mit beiden nach ca. 2.900 km bzw. ca. 2.500 km gefahrenen Kilometern keine Probleme, die auf Fazua zurückzuführen sind. 🤩
 
Ihr könnt eure Materialkunde Battle gerne weiter austragen, wenn auch arg OT 😉.
Ich habe allerdings schon bei Bike Components bestellt 🙂 frei nach dem Motto: ich habe schon für größeren Blödsinn mehr Geld ausgegeben. 😃. Ich werde das mit den Spacern ausprobieren, dazu noch meinen Bruder als begnadeten Bike Schrauber und Fahrwerks Guru mein Fahrwerk neu einstellen lassen und von e-thirteen ne 155mm Kurbel dran bauen. Das neue Fazua Update habe ich schon länger drauf. Bericht folgt.
 
Nach den neuesten fazua mätzchen ist der wiederverkaufswert gleich null. Ab in die tonne, das kostet sogar sperrmüll und akku zuschlag.
Wird sich zeigen. Wird viel hinein interpretiert, nur weil der REX nicht kommt. Falls Porsche aussteigt, wird es andere Investoren geben. Ich werde mir evtl. einen zweiten Akku dazu kaufen, kann dann auch ein gebrauchter 430er sein, als Backup für die ein oder andere lange Tour allemal ausreichend.
 
Wird sich zeigen. Wird viel hinein interpretiert, nur weil der REX nicht kommt. Falls Porsche aussteigt, wird es andere Investoren geben. Ich werde mir evtl. einen zweiten Akku dazu kaufen, kann dann auch ein gebrauchter 430er sein, als Backup für die ein oder andere lange Tour allemal ausreichend.
Sehe ich auch so, mit dem Focus haben wir ja das Glück dass man den Akku entnehmen kann (was für mich auch einer der Haupt-Argumente für das Focus war). Und mit 2 Akkus muss man sich dann wirklich keine Gedanken mehr zum Thema Reichweite machen. Da gehen dann locker mal 2500hm und mehr...

Mal sehen wie dieses "Angebot" für Bestandskunden aussieht von dem Fazua schreibt. Nen 480er zum haben preis o.ä. fänd ich noch nen guten deal 🤷‍♂️
 
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