Naja, das würde ich so nicht stehen lassen. Mein Xyron 327 hat mich weit über 30tsd km Unfallfrei über jedes Terrain und Trail gebracht. Das Bike ist einfach nur genial zu fahren. Und nach 15000km muss man eine
Sram auch nicht mehr einstellen, sie ist dann einfach "durch" und will mal neu gemacht werden. Und unbedingt von einem Profi mal das
Schaltauge checken lassen, denn ist dies gerade, dann ist eine
Sram die problemloseste Schaltung die es gibt. Nicht immer leise zu schalten, aber dafür Robust und langlebig.
Aber ich gebe zu, auch mein Xyron hat Macken. Als Erstes dieser schitt Bosch Motor. Zwar leise und fein zu fahren, aber mehr wie 10-12tsd km hat bei mir keiner durchgehalten. Zweite Macke von Beginn an, die gesamte Hinterbaulagerung, Gelenkhülsen im Oberzug der Schwinge waren nach kurzer Zeit ausgeschlagen. Eingeklebt und seither halten sie. Lager selbst waren jedes Jahr zweimal Neu zu machen. Vor 2 Jahren habe ich dann endlich Vollkugelige verbaut, seitdem ist auch diese Schwachstelle Geschichte.
Bei 20tsd km musste ich dem geschundenen Hinterrad eine neue Felge und Speichen verabreichen, was ich aber unter "normalen" Verschleiß werte, das Rad wird wirklich nicht geschont.
Letzte Macke war dann ein Rahmenbruch unterhalb der Sattelstütze. Wurde geschweißt und in dem Zuge so verstärkt wie an neueren Rahmen des Xyron. Ich hoffe das hält jetzt dauerhaft.
Insgesamt also ein gespaltenes Bild bei mir. Hätte ich alles eine Werkstatt machen lassen müssen, inclusive der vielen Verschleißteile, ich wäre sicher auch Sauer. Als Selbstschrauber blieben die Kosten aber mehr als überschaubar und in Anbetracht dessen was ich dem Rad zumute, zumal mit nicht werksseitig vorgesehenem Dualakku, bin ich mit dem Rad mehr als zufrieden. Kein Bike zuvor hat mir so viel Sicherheit auf dem Trail und Fahrspaß geboten. Die Geometrie verzeiht eigentlich jeden Fehler, Stürzen oder verfehlen der Linie sind nahezu unmöglich. Keine Ahnung wie Conway das hinbekommen hat.
Auf jeden Fall steht das Bike immer noch gut da und wird weiter gefahren bis es irgendwann wirklich auseinander fällt.
