Erstes E-Mtb

leffots

Neues Mitglied
Moin liebes E-MTB-Forum,

ich bin seit 2022 Besitzer eines Canyon Spectral 29. Ich fahre relativ regelmäßig im Deister (nun ja, nicht mehr offiziell) und in Bad Salzdetfurth und bald vielleicht auch im Harz.

Ich hadere zwischen zwei E-MTBs, die ich jeweils im Laden mal "probegelaufen" bin, einfach um mal ein Gefühl dafür zu bekommen im Vergleich zum Bio-Bike. (Beziehungsweise das Orbea Wild 2026 fahre ich morgen mal kurz Probe.) Wie schwer ist das? Wie sehr schiebt der Motor? Kurz: Wie fühlt sich das an?

Mein Einsatzzweck soll der gleiche bleiben, aber da sich meine Lebensumstände in naher Zukunft ändern werden, möchte ich, wenn ich in den Deister fahre, sagen wir mal in drei Stunden sechs bis sieben Abfahrten schaffen, anstatt nur vier. Ich bin nicht total unsportlich, aber ich bin jetzt auch nicht topfit. Das ist ein Grund dafür, ein E-MTB mit etwas weniger Unterstützung zu wählen, um noch ein bisschen das Gefühl von "ich habe was getan" zu haben. Wobei: Wenn ich mehr Abfahrten schaffe, wo die Motorunterstützung ja geringer ist, bekomme ich auch mehr Training rein, oder? Also Full-Power?

Ich hadere zwischen dem Trek Fuel+, weil dieses mega leise ist, der Akku zu entnehmen ist und es sich sehr natürlich anfühlt und nicht viel schwerer als mein Canyon ist. Plus: Ich kann mir vorstellen, dass es einfacher ist, damit zu springen, und es lassen sich unterschiedliche Gabeln und Dämpfergrößen einbauen. (Ich bastle sehr gerne und habe gerade einen vollen Service an meinem Fox Float X gemacht.)

Beim Orbea Wild 2026 mit 600-Wh-Akku habe ich Angst, dass es:

  • a) zu schwer ist,
  • b) ich nicht so viel Workout bekomme und
  • c) der Akku fest verbaut ist und das Routing durch das Headset geht.
Zudem könnte ich mir vorstellen, dass der Verschleiß am Drivetrain bei 85 Nm höher ist.

Ich wollte einfach mal nach Erfahrungswerten und Input fragen, was ihr dazu meint. Ich wiege mit Gear so 93–94 kg und bin 1,90 m groß. Ich habe gelesen, dass "SL" E-MTBs bei schweren Fahrern nicht mehr so viel Sinn machen sollen (zähle ich als schwer ?). Morgen fahre ich erst mal das Orbea durch den Laden und schaue mal, wie sich das anfühlt vom Motor und Gewicht usw.

Vielen Dank schon mal. Grüße aus dem Norden!
 

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Re: Erstes E-Mtb
Nur zur Überlegung: Selbst wenn du ein FullPower eBike fährst, zwingt dich niemand, die volle Leistung abzurufen. Willst du dich verausgaben, fahre einfach in einer leichten Unterstützungsstufe, dann reicht auch ein kleiner Akku. Willst du dich dann mal ziehen lassen, hast du aber die volle Power. Hast du dann ein Bike mit kleinerem Akku, kannst du das mit einem Range-Extender ausgleichen.

Für mich persönlich ist der Hauptgrund für eine Light-Assist eBike nicht das Verausgaben müssen beim Fahren sondern das komplett andere Fahrgefühl zB eines TQ Motors. Das fühlt sich halt eher wie normales Radfahren an.
Das Rad muss dir beim Probefahren "passen", da reicht es nicht, eine Runde über den Parkplatz beim Händler zu fahren.
 
Da gibts doch auch was von RatioVelomotion zum Thema Light:

Thema Light: ich kann auf jeden Fall sagen, dass das umgekehrte "für dich Leichtgewicht ist Light Assist wie Full Power" Quatsch ist. Quintessenz für mich aus dem o.g. Video: Da es inzwischen Full Power - Räder um ~20kg gibt, ist das Gewicht nicht mehr das Entscheidenste beim Light EMTB. Pro Light Assist: leise, natürlich, entschleunigt, man hat mehr das Gefühl was getan zu haben. Contra: man kann nicht mit super hoher Unterstützung den Berg hochfliegen und locker das doppelte an Abfahrten machen.

Thema Fitness: du könntest generell auch ein Full Power nehmen, wenn du den inneren Schweinehund abschalten kannst, der dir evtl. sagt, dass du doch einfach auf Turbo gehen könntest und die Anstrengung bergauf weg ist. Mit beiden könntest du schauen, dass du im optimalen Herzfrequenzbereich bist für den besten Trainingseffekt.

Verschiedenes Probe fahren bei einem Testevent wäre denke ich Gold wert.
 
Kann deine Gedanken nachvollziehen. Aber wenn deine Priorität auf mehr Abfahrten liegt, wirst du vermutlich mit nem Light Assist nicht glücklich werden. Auspowern kannst du dich mit nem Fullpower genauso, wie mit nem Light E-Mtb oder nem Bio. Liegt an dir. Und wie sich so ein Bike fährt oder wie gut es in die Luft geht liegt weniger am Gewicht, als am gesamten Packet. Das Spindrift von meinem Kumpel ging nicht so gut in die Luft wie mein damaliges Deft, obwohl da 6Kg dazwischen lagen.
Das Orbea ist ein ziemliches Ballerbike und fährt sich auch so. Wenn man das mag ist das ziemlich geil... aber fährt sich vermutlich deutlich anders, als dein Strive.
Die Unterschiede wirst du aber nur bei der Abfahrt erfahren können, bei ner Runde durch den Laden sagt dir vielleicht ein Bike zu, was dann auf dem Trail deutliche Schwächen zeigt.
Testen kannst du da nur, ob dir der Motor zusagt. Geräusch Kulisse, Kraftentfaltung usw.
Schrauben und Dinge ändern und individualisieren kannst du an jedem Bike. Das geht beim Wild genauso wie beim Trek.
ICR ist bei mir inzwischen ein Ausschlusskriterium. Hatte ich drei Jahre lang. Nie wieder!
Überleg dir noch mal genau, was du willst. Mehr abfahrten? Was soll dein Bike können? Wie sich anfühlen? Poste das mal hier. Dann gibt's vielleicht ein paar nützliche Tips.
 
Also ich kann dieses gequatsche um Fitness und Turbo-Modus nicht mehr hören! Bei den meisten bedeutet wohl Turbo automatisch, dass sie nicht mehr in die Pedale treten?!?
Auf der Ebene bedeutet Turbo nur, dass ich schneller bei 25 km/h bin, danach schiebt eh nichts mehr! Wenn ich mich auspowern will, dann bin ich in der Ebene definitiv schneler als 25 km/h!
Und Berg hoch??? Was redet ihr da? Du kannst voll in die Pedale treten und wenn du oben bist die Lunge aus dem Leib kotzen, das geht mit Bio, Eco, Trail und Turbo!

@leffots, bei deinem Usecase, der auch meinem entspricht, in einem begrenzten Zeitrahmen, möglichst viele Abfahrten zu machen nimm was mit Fullpower und baller den Berg einfach in kürzerster Zeit hoch, glaub mir, dein Puls geht in den roten Bereich!
 
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dass "SL" E-MTBs bei schweren Fahrern nicht mehr so viel Sinn machen sollen
Du bist mit deinen 93kg allincl. auf diesem Board sehr gut aufgehoben. Wenn hier jemand von schwer redet meint er +130 kg. Ein SL sollte reichen. Du musst dich eben entscheiden ob du ein leichtes SL Enduro oder ein mittelschweres Fullpower haben möchtest. Was ist dir wichtiger? Es gibt kein leichtes Fullpower Ballerbike. Das Unno Mith Feather Edition mit 600Wh Akku ist relativ leicht, hat dann aber auch keine 38er Gabel und DD Reifen.
 
Mal ne Zwischenfrage;
Wenn ich vom MTB komme, und wie @leffots mit einem E-MTB die Summe der Abfahrten um 50-75% erhöhen will, weshalb reicht dann ein LA, dass mir 200% meiner Eigenleistung dazu gibt nicht aus?
 
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Was ich mich Frage;
Wenn ich vom MTB komme, und wie @leffots mit einem E-MTB die Summe der Abfahrten um 50-75% erhöhen will, weshalb reicht dann ein LA, dass mir 200% meiner Eigenleistung dazu gibt nicht aus?
Das dachte ich mir halt auch . Hab halt aber keine Erfahrung.

Ich bin gestern ein Orbea wild Probe gefahren (nicht sicher welches Modelljahr) aber es war alu rahmen mit 750er Akku. Ich würde wenn Carbon und 600er Akku nehmen das wäre dann glaube ich bei um die 23 Kilo, das was ich gefahren bin waren bestimmt knapp 25 kg.Der Motor schiebt schon ordentlich im Turbo Modus, aber irgendwie fühlte sich das anders an als der tq. Der fühlt sich natürlicher an . Also selbst der tq im höchstem Modus im vgl zum Bosch im schwächsten .

Als ich dann mal nen stoppie oder bunnyhop Hop versucht habe viel mir das Gewicht sehr auf . Also wendig ist der Hobel auf jedenfall und lässt sich super bewegen , aber halt Sack schwer wenn man versucht sich vom Boden zu lösen.
Und danke schonmal für eueren Input .
 
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Das Wild ist halt ein Enduro. Setz dich mal auf ein Spindrift. Für einen Bunny-Hop brauchst du da wesentlich mehr Kraft als mit deinem Strive. Sowas ist halt schwerer in die Luft zu bekommen.
Ist aber auch alles nur Technik und ne Sache der Gewöhnung.
Trailbike mit nem Enduro vergleichen..... die berühmten Äpfel und Birnen. Egal ob mit oder ohne Motor.
Und die Rechnung mit wesentlich mehr Abfahrten wird mit nem Light nicht aufgehen. Ich sehe das ja regelmäßig bei uns im Trailpark. Die machen zwar ein paar mehr Abfahrten als die Bio Biker und schieben auch nicht an den steilen Stellen, aber die mit den Fullpower Bikes fahren ganz deutlich mehr bergab.
Aber ist wie immer..... da schreibt die Mehrheit, das mit dem Light E-Mtb und massig mehr Abfahrten geht vermutlich nicht auf und dann meldet sich jemand der das anzweifelt...... und schwubs springt man dort auf, weil's ja eigentlich genau das war, was man lesen wollte.
 
und schwubs springt man dort auf, weil's ja eigentlich genau das war, was man lesen wollte

Ich hab halt null Ahnung , und Menschen sind da so unterschiedlich wie die bikes . Und solange ich niemanden finde der das exakte Fahrrad hat so wie ich es haben will um damit eine ganzen Tag im Gelände zu fahren wird es eh schwierig zu sagen was jetzt passen könnte und was nicht . Ich hab einfach gemerkt das 25 Kilo im vgl zu 20 vom TREK und knapp 16 Kilo von meinem Bio bike ne Menge dazwischen ist und es schwierig ist ein bike mit eine solchen Gewicht vom Boden zu lösen . Bewegt hat sich das Wild gut . Habich ja auch geschrieben das es sehr wendig ist etc . Ist bleibt trotzdem schwer .
 
Da geb ich @Deft recht
Wenn man hauptsächlich sein Augenmerk auf bergab legt ist ein light assist bike nix
Wenn man etwas Support braucht und näher am motorlosen bikefeeling interessiert ist, dann definitiv auch mal ein light assist in Betracht ziehen
 
Ich würd halt gern mal ne Orbea wild mit 23 Kilo fahren . Nebenbei mit dem TREK hab ich das Hinterrad hoch bekommen und auch nen bunnyhop ging leichter . Mein Canyon Spectral hat auch ne 160 mm Gabel und ist super slack mit 63.5 lenkwinkel also schon eher enduro als Trailbike.

„Wenn man hauptsächlich sein Augenmerk auf bergab legt ist ein light assist bike nix“ das verstehe ich nicht . Hilft der Motor soviel beim bergabfahren? Und get es hier darum den uphill schneller zu bewältigen ? Danke für eure Kommentare , das hilft mir wirklich weiter und gibt neue Denkanstöße .
 
Ein trail bike mit 22kg wie das SC Vala, Transition Regulator CX, etc. kannst du "normal" in die Luft bewegen. Du wirst den Unterschied zum bio bike merken und mehr kraft einsetzen müssen, aber es fühlt sich nicht an als würde es am Boden kleben, du brauchst halt etwas mehr Kraft. Bei nem 25kg Enduro ist das anders wie du gesehen hast.
 
Jupp

Genau und jetzt würdenixhvgerne mal nen Orbea wild in Carbon mit 600 Akku fahren ums zu vergleichen.

Schwierige Entscheidung wenn man die bikes nicht mal nen paar Stunden am Trail bewegen kann
 
Das dachte ich mir halt auch . Hab halt aber keine Erfahrung.
Ich auch weniger, deshalb ja auch die Frage von mir.
Bin bisher nur, vom MTB kommend, ein Levo SL der ersten Generation gefahren. Wenn ich das richtig sehe ist das wohl das schwächste Light das es gibt. Damit bin ich bei gleicher Anstrengung doppelt soviel Hm, und dadurch doppelt soviel Tm, gefahren wie mit meinem Bike ohne Motor...rein subjektiv natürlich.

Aber ist wie immer..... da schreibt die Mehrheit, das mit dem Light E-Mtb und massig mehr Abfahrten geht vermutlich nicht auf und dann meldet sich jemand der das anzweifelt....
Ich bezweifle das nicht, ich frage nur. Interessant aber, dass bisher niemand diese Frage, auch in anderen Fäden, richtig stichhaltig beantworten kann. Dachte eigentlich das ist einfachste Energiebilanz: z.b. +100% vom Motor zu Eigenleistung= doppelte Gesamtleistung = doppelte mögliche Strecke (Verluste etc. nicht berücksichtigt)...scheint aber doch viel komplexer zu sein, oder? 😉
 
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Persönliche Meinung zu einigen Punkten.

Ich wiege mit Gear so 93–94 kg und bin 1,90 m groß. Ich habe gelesen, dass "SL" E-MTBs bei schweren Fahrern nicht mehr so viel Sinn machen sollen (zähle ich als schwer ?).
Könnte jetzt eine Zahlenflut bringen, Kurzversion: Märchen.

Als ich dann mal nen stoppie oder bunnyhop Hop versucht habe viel mir das Gewicht sehr auf . Also wendig ist der Hobel auf jedenfall und lässt sich super bewegen , aber halt Sack schwer wenn man versucht sich vom Boden zu lösen.
Und danke schonmal für eueren Input .
Umso schwerer und größer das Bike, umso sauberer muss der Input von dir kommen. Da ist Gewöhnung dabei.
Umso mehr Federweg, umso mehr arbeitets du gegen Federweg. Bei einer Ballerbude die bügeln soll, musst sauber und konsequenter arbeiten als bei einem kurzhubigen leichten Bike.
Niemand weiß auch wie das Setup vom Händler war, war es zu soft, wird es umso schwerer. Kann je nach Setup extrem spaßkillend werden.

Ich hab einfach gemerkt das 25 Kilo im vgl zu 20 vom TREK und knapp 16 Kilo von meinem Bio bike ne Menge dazwischen ist und es schwierig ist ein bike mit eine solchen Gewicht vom Boden zu lösen .
Wie geschrieben, Gewöhnung. Ich bekomme mein 19,7kg light e mit 160/150mm MX jibbiger (verspielter) bewegt als meine 16,3kg 29" Ballerbude mit 170/165mm. Liegt an der grundsätzlichen Auslegung vom Bike.

Wenn man hauptsächlich sein Augenmerk auf bergab legt ist ein light assist bike nix“ das verstehe ich nicht . Hilft der Motor soviel beim bergabfahren? Und get es hier darum den uphill schneller zu bewältigen ?
Du kannst bergauf wirklich komplett unaufgeregt fahren wenn es willst. Vorsichtig umschrieben, mit der Leistung wie du dein Bio-Bike in der Ebene bei vielleicht 17kmh bewegst, kannst jeden Anstieg mit einem full Power voll im 25kmh Limiter pfeifend hochrauschen mit einem 110 Puls.

Der Motor schiebt schon ordentlich im Turbo Modus, aber irgendwie fühlte sich das anders an als der tq. Der fühlt sich natürlicher an . Also selbst der tq im höchstem Modus im vgl zum Bosch im schwächsten .
Du musst für dich entscheiden was du magst. Ich für mich persönlich hab nie über ein full Power nachgedacht.
Bereits mein Fazua in der mittleren Stufe halbiert +/- die Bergaufzeit bei einem 560hm Anstieg, Puls um 20 Schläge geringer, Energiebedarf 1/3 im Vergleich zu meinem Bio. Das reicht mir.
Für mich steht aber auch der sportliche Aspekt noch im Raum. Außerdem wirkt sich die allgemeine Fitness auch darauf aus, wie ich bergab fahren kann, Leistungsfähigkeit, Konzentration & Regeneration.
Das light e ist für mich ein zusätzliches Bike zu den Bios, bietet andere Varianten & Touren etc an.
 
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