Man muss neidlos anerkennen, dass das Avinox System insgesamt ein super Paket ist, der Motor, Akkus, Software, UI, Displays, Ladegeräte etc. Nicht nur der Motor sondern eben das ganze System. Dazu noch sehr kundenfreundlich. Für einen First Shot ist das ja schon fast unglaublich gut, was die auf die Beine gestellt haben.
Und dazu die schnelle Weiterentwicklung - da tun sich einfach die (deutschen) Automobilzulieferer mit ihren Produktzyklen extrem schwer, dazu sind sie extrem preisgetrieben, versucht möglichst viel Übernahmeteile zu verwenden, etc.
Diese Haltung an sich ist aber erst mal ein kompletter Widerspruch zu Innovation.
In China oder auch der USA ist das offensichtlich anders, da ist man eben bereit die ersten Jahre auch mal Verluste zu machen, richtig Geld, Begeisterung und Drive reinzustecken. Bis die Innovation am Markt richtig zündet, dann aber massiv Marktanteile gewinnt. Das Gegenteil sieht man jetzt bei ZF - Verluste? Sofort weg damit. Und das bei bestimmt nicht geringen Investitionskosten. Aber wo ist der Wille das durchzuziehen? Da hätte man sich die ganze Mühe doch gleich sparen können, wenn man dann nicht bereit ist, den Weg zuendezugehen.
Und: es macht eben auch technisch alles leider fast immer nur einen halbgaren Eindruck, was da auf die Beine gestellt wird. Akkus nicht Stand der Technik, Bedienelemente grausam, Software veraltet, Displays ständig in der Kritik, etc. Darauf wartet die Welt aber nicht (mehr).
Ich frage mich zum Beispiel: Wie ist es möglich, dass der DJI als Newcomer praktisch alle Anforderungen der Kunden so dermaßen gut erfüllt und die anderen Hersteller (außer vielleicht Bosch - und für einen kleinen Hersteller TQ vielleicht) so meilenweit weg sind? Und das obwohl das sportliche Emtb eher ein EU/US Phänomen ist, als ein chinesisches. Ich finde, da spürt man eben auch einen gewaltigen Unterschied in der geistigen Flexibilität, der Innovation- und Risikofreude, etc.