Mission Control App 1.2 mit Infinite Tune Feature: Specialized erweitert die Mission Control App

Lothar

Bekanntes Mitglied
Das ist doch neuer Wein in alten Schläuchen und hat mit individueller Anpassung recht wenig zu tun. Solang es keine Abkehr von diesen linearen Unterstützungstufen gibt, ist und bleibt für mich so eine App nur Kosmetic.
Warum ist es so schwer endlich progressive Kurven einzuführen? Kein halbwegs gesunder MTBler braucht bis 100W Eigenleistung irgendwelche Unterstützung vom Motor, erst darüber sollte die Unterstützung langsam und sanft einsetzen, um sich dann im Bereich 200-300Watt stark progressiv in Richtung Spitzenleistung zu steigern. Mit der entsprechenden App sollte man dann Einstiegs, Endpunkt und Steilheit der Kurve beeinflussen können.
Mit den derzeitigen Anpassungen wird immer noch viel zu viel Strom verschwendet in Fahrsituationen, welche keinerlei Unterstützung bedürften.
 

HaiRaider66

Aktives Mitglied
Das ist ein generelles Problem aller mir bekannten Antriebe, das man die Unterstützung nicht erst ab einer gewissen Eigenleistung freischaltet.
Für den Gelegenheitsfahrer oder Pendler ist Unterstützung ab dem ersten eigenen Watt vielleicht schön. Aber gerade unter Gesundheits- oder Trainings-Aspekten wäre eine Unterstützung ab einer gewissen Eigenleistung sinnvoll. Das wäre z.B. auch ein moderates Training bei ärztlich vorgegebener Eigenleistung möglich. Gibt es überhaupt einen Antrieb der die aktuelle Eigenleistung anzeigt?
 

Lothar

Bekanntes Mitglied
Also der Bosch kann sie bei verbautem Nyon Display darstellen. Hat aber im Fahrbetrieb das selbe Problem. Bis 100-150Watt Eigenleistung viel zu viel Motorleistung erst darüber passt die Unterstützung dann langsam.
Eco fahren behebt dieses Problem ja leider auch nicht, da auch in ECO die Motoren untenrum zu viel Leistung abgeben, wenn man sie dann aber braucht am Berg kommt nicht viel nach. Also heist es kräftig in den Stufen rühren. Es kann doch nicht so schwer sein dem Controller progessiv ansteigende Leistungskurven mit auf den Weg zu geben. Rudimentär ist so eine Funktion ja schon gegeben, z. Bsp. beim Bosch eMTB -Modus. Aber auch da beginnt die Unterstützung viel zu Früh, so das Eigenleistung ohne Bergfahrt nur durch fahren aus der Unterstützung heraus machbar ist. Auf Zeitenhatz ist das ja OK, aber nicht jeder mag den Akku im Highspeed leer fahren.
 

OldMan54

Bekanntes Mitglied
Schon mal die individuellen Fahrmodi beim NYON betrachtet?
Was Speci betrifft, auf jeden Fall eine Umsetzung ins Positive, haben viele Besitzer gefordert.
 

Lothar

Bekanntes Mitglied
Ja, nutze ich intensiv. Zwar ein fauler Kompromiss, da es dort über die Geschwindigkeit geregelt wird, aber auf typischen Wegen bekomme ich einen ganz guten Kompromiss aus Geschwindigkeit/Eigenleistung/Motorleistung hin.
Die Spezi Umsetzung schaut durchaus spannend aus, da in allen Stufen die Leistungsbegrenzung aufgehoben und die Kennlinie abgesenkt werden kann. Leider bleibt die Regelung aber noch Linear und ist von Null Eigenleistung weg schon leicht vorhanden.
Ich denke aber die nächsten Jahre werden hier Besserung bringen, da nicht mehr nur Rentner und Behinderte das e-MTB entdecken und von Gesunden der Motor nicht mehr nur als E-Lift genutzt werden will.
 

Bergwolf10

Neues Mitglied
Hallo Lothar,
auch ich nutze am Nyon die individuellen Modi. Kannst du mir bitte deinen Zusatz "da es dort über die Geschwindigkeit geregelt wird" erklären?
Die Bosch Hotline kann mir z.B nicht erklären, warum mein Individueller Modus1 mit 30% immer eine etwas geringere Restreichweite als ECO ergibt (lt. Bosch 50%).
Vielen Dank im voraus.
 

Lothar

Bekanntes Mitglied
Bist du schon viel mit durchgängig 30% gefahren? Meiner Erfahrung nach lernt die Berechnung der Restkilometer. Mein extremer Sparmodi (2), welche sogar über 200% Unterstützung bietet bei geringer Geschwindigkeit und schon bei 15km/h gegen 0% geht, war Anfangs auch weit unter dem ECO-Modus. Mittlerweile startet er aber mit deutlich höherer Restreichweite. Je nach letzter Fahrt so um die 140-180km. Fahre ich mit meinem Sparmodi die ersten Kilometer im Flachen los, so geht die Restreichweite teilweise sogar bis 280km hoch.

Kannst du mir bitte deinen Zusatz "da es dort über die Geschwindigkeit geregelt wird" erklären?
Nun, du kannst ja die Prozentuale Unterstützung dem Fahrprofil deiner Routen anpassen und so zu einer durchgängig halbwegs gleichbleibenden Eigenleistung finden.
Mal am Beispiel meiner Mittelgebirgstourenstufe:
Tourenstufe.jpg

-Anfahren soll zügig gehen ohne durchdrehende Räder. Kurve steigt daher langsam an bis 9km/h
-es geht gerade dahin, ich fahre komplett in Eigenleistung schon ab 21km/h
-Steigung bis 3%, die Geschwindigkeit sinkt unter 21km/h und der Motor beginnt leicht mit zu helfen.
-Es wird Steiler und ich somit langsamer. Je Steiler der Berg desto mehr Unterstützung erhalte ich.
-Bei 9km/h erhalte ich dann maximale Unterstützung. Habe diesen Punkt gewählt weil hier das 46er Ritzel am optimalsten läuft und dies der Punkt ist wo der CX dann eh nicht steiler klettern kann mit mir als Fahrer. Sind je nach Untergrund so 18-22%Steigung.

Durch diese Verteilung ist es mir möglich sparsam und stetig im Bereich von 130-300Watt Eigenleistung unterwegs zu sein. Die Eigenleistung welche ich grad erbringen möchte regelt dabei die Geschwindigkeit. Bin ich Faul fahre ich einfach langsamer, hab ich Kraft über fahre ich einfach etwas schneller.
Ich komme mit diesem Modus 3 meist gut hin und schaffe Runden von 100-140km mit 1400-2000Hm in vertretbarem Tempo.
Gleiches geht auch bei Modus 2/4, nur halt in anderen Geschwindigkeitsbereichen. Modus 2 nehme ich meist dort wo die Pfade im Wald kaum mehr als solche zu erkennen sind. Modus 4 für schnelle Runden/Touren auf Asphalt/Schotter, er hat die Power von Turbo, fährt aber Obenraus etwas sparsamer, da die 25km/h nicht versucht werden mit schierer Leistung zu halten.
 

Bergwolf10

Neues Mitglied
Durchgängig bin ich noch nicht damit unterwegs gewesen. Aber auf längeren Strecken hat sich die Restreichweite immer mehr ECO angeglichen, ohne sie je zu erreichen. Da bleibe ich dran. Mich soll der 30%-Modi sparsam auf einfachen Strecken nach Hause bringen, und dabei das hohe Gewicht und den hohen Rollwiderstand meiner 2,8er Reifen ausgleichen. Ein bisschen "mehr" an Unterstützung darf dabei sein.;)
Deine Aussage hatte ich im "Gegensatz" zu den programmierten Modi verstanden. Aber dort ist es wahrscheinlich genauso. Ich denke, die angezeigten Defaultwerte der individuellen Modi spiegeln in etwa die programmierten Werte von ECO/TURBO/SPORT/TURBO (nicht eMTB) wider.
Danke für deine Ausführung und die Ideen.
 

Lothar

Bekanntes Mitglied
Solang es keine Abkehr von diesen linearen Unterstützungstufen gibt, ist und bleibt für mich so eine App nur Kosmetic.
Nach Testfahrt mit Infinite Tune sehe ich nun meine Vermutung bestätigt. Schade. Evtl. ist eine Progression durch den Messbereich des Drehmomentsensor auch gar nicht möglich. Wie es sich mir darstellte ist knapp unter 300Watt Eigenleistung der Messbereich des DMS am Ende und es kommt ab diesem Punkt zu keiner weiteren Erhöhung der Motorleistung, egal wie feste reingetreten wird.
Gleiches Problem wird wohl auch Bosch haben und hat deshalb bei seiner Anpassungsmöglichkeit auf die Regelung über die Geschwindigkeit gesetzt.
 

1PostAcount

Mitglied
Das ist ein generelles Problem aller mir bekannten Antriebe, das man die Unterstützung nicht erst ab einer gewissen Eigenleistung freischaltet.
Für den Gelegenheitsfahrer oder Pendler ist Unterstützung ab dem ersten eigenen Watt vielleicht schön. Aber gerade unter Gesundheits- oder Trainings-Aspekten wäre eine Unterstützung ab einer gewissen Eigenleistung sinnvoll.
Genau anders rum wird ein Schuh draus. Der Antrieb sollte nur dann zu schalten wenn die eigene Leistung unter ein vorher festgelegtes Level sinkt. Man braucht keine Hilfe wenn man Fit ist sondern wenn die Kräfte dem Ende nahe sind. Oder bei kurzen muskulären Ermüdungsphasen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lothar

Bekanntes Mitglied
Eine solche Fahrregelung sehe ich aber als völligen Unsinn an. Und mit grosser Sicherheit wäre so ein Rad auch unfahrbar, da die Geschwindigkeit gar nicht mehr zu regeln wäre. Stell dir vor du willst anhalten, Eigenleistung also gleich Null, und das Rad gibt Vollgas. Was soll das werden?
 

1PostAcount

Mitglied
Das ist Quatsch aber das weisst Du sicher selber. Heutzutage kann man alles über die Software steuern.

Logischerweise müssen Kadenz und Watt dabei berücksichtigt werden.

Z.B. Unter einer Kadenz von 30 rpm gibt es keine Unterstützung egal wieviel Watt Du trittst.

In der Regel sinken die getretenen Watt wenn die Kadenz steigt und umgekehrt.

In etwa wie das Vivax Prinzip nur das man die Watt noch hinzu holt.
 

.Konafahrer.

Bekanntes Mitglied
Aller technischen Feinheiten zum Trotz, fährt sich das LEVO mit Inifnite Tune wieder so wie das Urmodell.

Biobike-Feeling pur - mir reichen mit 102kg Startgewicht ECO 15%/100 um locker mit stärkeren Fahrern mitzuhalten



Die fahrtechnischen Qualitäten des LEVO an sich standen ja seit je her außer Frage



Nicht funktioniert hat für mich die neu installierte Mission Control App - konnte mich nicht anmelden, obwohl ich bei Specialized registriert bin (konnte neues Passwort setzen).

Sei's drum, BLEvo funktioniert nach wie vor einwandfrei!

 

Lothar

Bekanntes Mitglied
Stimmt, 15/100 schiebt schon ordentlich mit und ist sparsam. Gerade weil, wenn man "Off" nutzt, nur 2 Fahrstufen vorhanden sind, wäre eine Progression zu Ende der Leistungskurve schon noch eine feine Sache. Erspart das Umschalten auf mehr Power, wenn man Strecken fährt mit stark und häufig wechselndem Profil.
Wenn dies dann noch ganz ausgefeilt per App einzustellen ginge (Beginn/Steilheit/Ende/Höchstgeschwindigkeit), so könnte man die Fernbedienung sogar weg lassen und alle Strecken in nur noch einer Fahrstufe fahren.
 

29erBiker

Bekanntes Mitglied
Ich habe in dieser Woche das neue Infiniti Tune Update durch meinen Händler auf mein Levo (2018) aufspielen lassen.
Vorher hatte ich die Einstellungen Eco 15%, Trail 30%, Turbo 60%, Motorstrom 100% und Beschleunigungssensibilität auf minimum.
Damit konnte ich je nach Nutzung der Stufen Trail und Turbo Strecken bis 118 km bei 2300 hm (Restakku 10%) zurücklegen.

Nach dem Update ist die prozentuale Einstellung was Eco-Turbo angeht unverändert. Den Hinweis von Specialized:



verstehe ich so, dass je weniger Motorstrom um so weniger Akkuverbrauch und umso größer die Reichweite.
Bei ersten Tests erreichte ich bei ausschließlicher Nutzung des Eco-Modus (15%) und der werksseitigen Einstellung von 100% Spitzenleistung (vorher Motorstrom) im Ecomodus gerade einmal 84 km bei 1300 hm (Restakkukapazität 20%). Ein weiterer Test ergab gerade einmal 53 km und 1220 hm (Restakku 29%), hierbei hab ich ungefähr 10% der Strecke den Trail-Modus genutzt mit der Einstellung 30% und Spitzenleistung 50%.

Laut meinem Händler ist das Update eine Einbahnstraße und nicht rückgängig zu machen. Ich ärgere mich nun das ich es habe ausführen lassen.

Gibt es ähnliche Erfahrungen? Ich weiß das die Reichweiten verschiedener Fahrer nur schlecht miteinander vergleichbar sind, da ich meiner früheren Strecken aber aufgezeichnet hab, habe ich den direkten Vergleich und bin alles andere als zufrieden....
Hatte dazu im Bereich Technik und Werkstatt ein Thema aufgemacht, bin total unzufrieden nach dem Update da ich die vorherigen Reichweitenwerte nicht mehr erreiche.
Specialized hat mir auf Nachfrage geschrieben dass bei einer Unterstützung von 15% die Spitzenleistung von 35% den vorherigen Einstellungen entsprechen würde, auf weitere Nachfrage wurde mitgeteilt, dass bei 30% Unterstützung 30% Spitzenleistung und bei 60% Unterstützung 60% Spitzenleistung den alten Einstellungen entsprechen würde.
Leider ist die Reichweite seit dem Update egal bei welcher Einstellung ziemlich eingeschränkt.
Specialized sagt das Update lässt sich nicht rückgängig machen, kennt jemand vielleicht doch eine Möglichkeit?
Ich denke man hat das Gegenteil von dem erreicht was man verspricht!
 

DannyWilde

Mitglied
Merkt ihr, das der Motor nach dem Update kräftiger ist? Wenn dem so wäre, müsste er ja bei gleicher Einstellung mehr verbrauchen als vorher, oder verstehe ich das falsch? Angeblich sollen die Drive S ja bis 780 Watt kommen, was bei einem unserer Räder nicht der Fall ist. Da ist bei 580 Watt schluss. Ich habe mein Rad mit allen Updates bekommen, komme auf ca. 780 Watt max Leistungsaufnahme. Ich fahre Eco 5/40, Trial 20/50 und Turbo 40/60. Mit Eco komme ich auch längere Anstiege hoch, allerdings nur etwa Bio Bike Tempo. Ansonsten reicht mir die Unterstützung vollkommen. Wenn ich mehr brauche, schalte ich kurz auf Trial oder Turbo. Warum allerdings ein Rad von 2 2018er Modellen schwächer ist als das andere, ist mir ein Rätsel. Und das es dann auch noch ausgerechnet das meiner Freundin ist, nervt doch sehr.
 

29erBiker

Bekanntes Mitglied
Merkt ihr, das der Motor nach dem Update kräftiger ist? Wenn dem so wäre, müsste er ja bei gleicher Einstellung mehr verbrauchen als vorher, oder verstehe ich das falsch? Angeblich sollen die Drive S ja bis 780 Watt kommen, was bei einem unserer Räder nicht der Fall ist. Da ist bei 580 Watt schluss. Ich habe mein Rad mit allen Updates bekommen, komme auf ca. 780 Watt max Leistungsaufnahme. Ich fahre Eco 5/40, Trial 20/50 und Turbo 40/60. Mit Eco komme ich auch längere Anstiege hoch, allerdings nur etwa Bio Bike Tempo. Ansonsten reicht mir die Unterstützung vollkommen. Wenn ich mehr brauche, schalte ich kurz auf Trial oder Turbo. Warum allerdings ein Rad von 2 2018er Modellen schwächer ist als das andere, ist mir ein Rätsel. Und das es dann auch noch ausgerechnet das meiner Freundin ist, nervt doch sehr.
Ich hab hier nach einem Test etwas dazu geschrieben: https://www.emtb-news.de/forum/threads/specialized-levo-erfahrungen-mit-neuem-softwareupdate.1718/
 
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