Bosch CX Gen.4/Gen. 5: Kettenblattmontage und die Sache mit dem O-Ring

Moin,
bisschen OOT, aber ich greife hier das Thema mit den abgebildeten Spacern mal auf...
Habe vor ewigen Zeiten mal ein Ersatzkettenblatt (Directmount) gekauft, nun wollte ich das Teil mal montieren und siehe da, zu wenig Offset, streift am Rahmen.
Ein Spcaer wäre da ggf schon eine Option: Aber da stellt sich natürlich die Frage, ob dann noch genug "Fleisch" für den Lockring bleibt.
Hat da schon jemand experimentiert oder konkrete Infos, wieviele Gewindegänge der Lockring mindestens braucht, damit das noch korrekt ist?
Danke
Ich habe just gestern auch ein anderes, direct mount Kettenblatt anstelle des serienmäßigen mit Spider montiert.

Ich brauche für mein Crafty eine Kettenlinie von 55mm bzw. ein Offset von 15,5mm. e*thirteen als Hersteller des Kettenblatts realisiert das eben mit nem Spacer, siehe unten stehende Anleitung. Wie stark der Spacer ist, kann ich nicht sagen. Habe ich nicht gemessen.

Für den Lockring verbleibt in meinem Falle jedenfalls genug Fleisch auf der Welle, siehe Foto.

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Re: Bosch CX Gen.4/Gen. 5: Kettenblattmontage und die Sache mit dem O-Ring
Ich hatte auch massiv Stress mit dem Ding und auch dünne Unterlegscheibe aus Edelstahl probiert usw. Die Endlösung in der lock ring Frage kann für mich nur so aussehen:
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Kettenblatt dazu noch angebohrt für Formschluss, locktite auf Madenschraube und nie wieder was passiert.

Bei meinem ursprünglichen Sram Stahl-Kettenblatt ab Werk war keine echte Nut da, nur eine kleine Fase vom Umformen des KB und halt der zerquetschte O-Ring. Da fiel die Mutter zwar nicht ab, war aber beim ersten Lösen nicht ansatzweise fest. Die Löseneigung der Mutter ist schon sehr groß, was die Fahrten danach auch gezeigt haben (mit Position markieren, eine U-Scheibe, 2 U-Scheiben, etc.).
Bei den Leuten mit KB mit Nut und O-Ring würde mich mal interessieren, ob die Verbindung nach einigen Fahrten tatsächlich noch Vorspannkraft hat, oder nur locker drauf sitzt und der O-Ring verhindert nur das komplette runterdrehen. Ich persönlich halte die O-Ring Lösung durchaus für einen Konstruktionsfehler, da nur ein Bruchteil der KB im Markt eine vernünftige Nut aufweisen. Und ohne Nut und ohne O-Ring hat man garkeine Chance, dass es länger hält (in echtem Gelände).
 
Ich hatte bei meinem vorangegangenen eMTB, ein Stevens E-Inception irgendwas AM mit Bosch CX Gen. 4 Motor über rund 5tkm nicht einmal einen von alleine gelösten Lockring am direct mount Kettenblatt.

Beim Crafty mit dem serienmäßigen Blatt (inkl. O-Ring) bisher auch nicht. Ob sich jetzt nach dem Wechsel des Kettenblatts (ohne O-Ring) daran was ändert, werde ich sehen.

Meines Erachtens ist es sehr wichtig, peinlich genau drauf zu achten, dass kein Fett auf den Gewinden (von Lockring und Welle) aufgetragen wird und alles ordentlich sauber ist. Zusätzlich habe ich den Lockring mit dem vorgegebenen Drehmoment und nem Tropfen Loctite montiert.

Wie im Foto oben zu sehen ne Markierung um visuell feststellen zu können, ob sich was löst. Ich bin zuversichtlich.
 
Den Lokring anbohren ist nicht die beste Lösung 🫣 bin mal gespannt wie lange das hält.
Für jemanden, der keinerlei technisches Gefühl hat sicherlich nicht die richtige Vollkaskolösung. Wenn man allerdings die mechanischen Spannungen in dem Riesengewinde bei den lachhaften Vorspannkräften auch nur beginnt abzuschätzen, ist es die beste Lösung. Zumal bei dieser Art der Schraubverbindung so gut wie keine dynamischen Kräfte/Amplitude auftritt. Das Ding ist statisch wie nur was. Heißt: Wenns beim Anziehen nicht kaputt geht, hält es. Und das seit ziemlich genau einem Jahr.
 
Für jemanden, der keinerlei technisches Gefühl hat sicherlich nicht die richtige Vollkaskolösung. Wenn man allerdings die mechanischen Spannungen in dem Riesengewinde bei den lachhaften Vorspannkräften auch nur beginnt abzuschätzen, ist es die beste Lösung. Zumal bei dieser Art der Schraubverbindung so gut wie keine dynamischen Kräfte/Amplitude auftritt. Das Ding ist statisch wie nur was. Heißt: Wenns beim Anziehen nicht kaputt geht, hält es. Und das seit ziemlich genau einem Jahr.
Wie gesagt, grds. ne clevere Lösung. Und mit dem angebohrten Kettenblatt soweit auch zuende gedacht. 👍

Allerdings ist das doch eigentlich nur ne Einweglösung. Die Wahrscheinlichkeit, dass du bei der nächsten Demontage und erneuten Montage des Lockrings das gekörnte Kettenblatt mit der Madenschraube auch wieder triffst, ist doch eher gering.

Es gäbe prinzipiell aber recht simple und effektive Lösungen dafür zu sorgen, dass sich der Lockring nicht lösen kann. Das hätte man aber bei der Konstruktion seitens Bosch berücksichtigen müssen. Eine Möglichkeit wäre m.E. ne flache Kontermutter vor den Lockring zu setzen. Ne andere Alternative könnte ein gezwirbelter Sicherungsdraht sein. In beiden Fällen müssten aber noch ein paar Gewindegänge übrig sein und im Falle des Sicherungsdrahts, müsste die Welle wie auch der Lockring zusätzlich eine Bohrung haben.
 
In irgendeinem Parallel-Thread zu diesem Thema hat mir mal ein offenbar schlauer und technik-affiner Mensch versucht zu erklären, warum das so ist bzw so konstruiert wurde - kapiert habe ich es leider nicht.
Deswegen sage ich nach wie vor, es wäre toll, wenn die Öffnungsrichtung des Sicherungsringes nicht gleich der Drehrichtung der Pedale beim Treten wäre... damit wäre vermutlich schon viel gewonnen.
Nur meine bescheidene Amateur-Meinung - wird aber vermutlich niemals kommen, sondern für immer so bleiben.
🤷‍♀️
 
wenn die Öffnungsrichtung des Sicherungsringes nicht gleich der Drehrichtung der Pedale beim Treten wäre... damit wäre vermutlich schon viel gewonnen.
Falsch, daß ist genau so, weil sich beim Einsatz der Motor- oder auch manuellen Kraft auf die Achse, wenn das Kettenblatt minimal Spiel hat, ein relatives Drehmoment nach hinten bzw. links ergibt. Deshalb ist das Linksgewinde hier genau richtig.
 
Falsch, daß ist genau so, weil sich beim Einsatz der Motor- oder auch manuellen Kraft auf die Achse, wenn das Kettenblatt minimal Spiel hat, ein relatives Drehmoment nach hinten bzw. links ergibt. Deshalb ist das Linksgewinde hier genau richtig.
Das habe ich nicht verstanden. Ich hätte jetzt auch gedacht, dass es dämlich ist, da ein Linksgewinde zu verwenden. Bin aber auch Banker und kein Mechaniker, Techniker o.ä.
 
Ich hatte auch massiv Stress mit dem Ding und auch dünne Unterlegscheibe aus Edelstahl probiert usw. Die Endlösung in der lock ring Frage kann für mich nur so aussehen:
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Kettenblatt dazu noch angebohrt für Formschluss, locktite auf Madenschraube und nie wieder was passiert.

Bei meinem ursprünglichen Sram Stahl-Kettenblatt ab Werk war keine echte Nut da, nur eine kleine Fase vom Umformen des KB und halt der zerquetschte O-Ring. Da fiel die Mutter zwar nicht ab, war aber beim ersten Lösen nicht ansatzweise fest. Die Löseneigung der Mutter ist schon sehr groß, was die Fahrten danach auch gezeigt haben (mit Position markieren, eine U-Scheibe, 2 U-Scheiben, etc.).
Bei den Leuten mit KB mit Nut und O-Ring würde mich mal interessieren, ob die Verbindung nach einigen Fahrten tatsächlich noch Vorspannkraft hat, oder nur locker drauf sitzt und der O-Ring verhindert nur das komplette runterdrehen. Ich persönlich halte die O-Ring Lösung durchaus für einen Konstruktionsfehler, da nur ein Bruchteil der KB im Markt eine vernünftige Nut aufweisen. Und ohne Nut und ohne O-Ring hat man garkeine Chance, dass es länger hält (in echtem Gelände).

Genau DAS halte ich auch für eine super Lösung. Wurde auch hier im alten Thread schon diskutiert: https://www.emtb-news.de/forum/thre...ckring-am-kettenblatt.7990/page-3#post-314492
(Der Kollege dort hat sogar zwei Madenschrauben gegenüberliegend verwendet.)

Ausserdem wage ich zu behaupten, dass man das Kettenblatt dafür noch nichtmal anbohren muss. Allein der Druck, den die kleine Madenschraube auf das Kettenblatt ausübt, sollte das Lockring-Gewinde schon ausreichend sichern...
Bei mir bisher an keinem von 3 Rädern Probleme mit losem Lockring; wäre dies so, würde ich aber auch die Madenschraubenmethode anwenden. Ist einfach gut!
 
Wenn man Madenschrauben nimmt, die kegelförmig mit Spitze sind, funktioniert das einwandfrei, auch ohne Anbohren des Kettenblattes.
Mit dem du beim Eindrehen eine kleine Körnung eindrückst, was in etwa aufs leichte Anbohren hinausläuft.
Der oben zitierte Druck einer (planen) Schraube hat keinen Effekt.

Trotzdem alles nur impovisierte Bastellösungen.

man sichert entweder mit technischem Sicherungskleber (Loctite),
oder (in diesem Fall aus Platzgründen nicht möglich) mittels radialer Sicherungsschrauben:
https://medias.schaeffler.de/de/plp...ductGroup=/ROTARY/RollingBearings/Accessories
 
Mit dem du beim Eindrehen eine kleine Körnung eindrückst, was in etwa aufs leichte Anbohren hinausläuft.
Der oben zitierte Druck einer (planen) Schraube hat keinen Effekt.

Trotzdem alles nur impovisierte Bastellösungen.

man sichert entweder mit technischem Sicherungskleber (Loctite),
oder (in diesem Fall aus Platzgründen nicht möglich) mittels radialer Sicherungsschrauben:
https://medias.schaeffler.de/de/plp/PrecisionLocknut?sort=relevance&productGroup=/ROTARY/RollingBearings/Accessories
Ich würds auf den Versuch ankommen lassen, ich bin auch der Meinung, dass es ohne Bohrung funktionieren kann. Natürlich hat das einen Effekt. Denselben wie der dämliche o-ring, nur stärker (erzeugts Reibung).
Und wenn de schon am Klugscheißen bist (ey, das is eigentlich mein job!), dann sichert man technisch mit Tuflok oder precote 85. Aber das auch nur bei schlecht ausgelegten Schraubverbindungen oder wo es nicht anders geht. Gibt auch noch Splinte, Drähte etc.
Was hast du denn besseres als die Bauernlösung der axialen Madenschraube vorzuweisen, señor smart ass?
Was ich sagen will: Man muss eine gute Lösung nicht madig reden (hehehe), nur weil es keine perfekte Lösung ist. Und wenn man betrachtet von welcher Serienlösung das ganze kommt, nehm ich gern eine angeblich improvisierte Bastellösung in Kauf. Burt Munros Indian war für dich wahscheinlich auch nur ne unprofessionelle Bastellösung…
 
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Genau DAS halte ich auch für eine super Lösung. Wurde auch hier im alten Thread schon diskutiert: https://www.emtb-news.de/forum/thre...ckring-am-kettenblatt.7990/page-3#post-314492
(Der Kollege dort hat sogar zwei Madenschrauben gegenüberliegend verwendet.)

Ausserdem wage ich zu behaupten, dass man das Kettenblatt dafür noch nichtmal anbohren muss. Allein der Druck, den die kleine Madenschraube auf das Kettenblatt ausübt, sollte das Lockring-Gewinde schon ausreichend sichern...
Bei mir bisher an keinem von 3 Rädern Probleme mit losem Lockring; wäre dies so, würde ich aber auch die Madenschraubenmethode anwenden. Ist einfach gut!
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Das is alles nur geklaut, ejo ejooo😄 Das war die erste Version mit 2xM3. War mir aber zu funmelig.
 
Das habe ich nicht verstanden.
Stell es dir so vor:
Wenn du losfährst wird das Kettenblatt von der Kette festgehalten und die Achse will sich nach vorne/rechtsherum drehen, wenn das Kettenblatt jetzt etwas Spiel hat, dreht es sich auf der Achse nach links (eigentlich dreht sich die Achse nach rechts, da das Kettenblatt ja durch dir Kette festgehalten wird)
bis der Formschluß hergestellt ist. Dadurch zieht sich die Kettenblatt-Mutter, bei einem Linksgewinde, minimal fester. Zumindest theoretisch.
 
Stell es dir so vor:
Wenn du losfährst wird das Kettenblatt von der Kette festgehalten und die Achse will sich nach vorne/rechtsherum drehen, wenn das Kettenblatt jetzt etwas Spiel hat, dreht es sich auf der Achse nach links (eigentlich dreht sich die Achse nach rechts, da das Kettenblatt ja durch dir Kette festgehalten wird)
bis der Formschluß hergestellt ist. Dadurch zieht sich die Kettenblatt-Mutter, bei einem Linksgewinde, minimal fester. Zumindest theoretisch.
Verstanden 👍
 
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