Bikepreise-Preispolitik-persönliche Schmerzschwelle

Für mein 2018er Levo würde ein neuer Motor (also der 2018er Motor, kein neues Modell) mit einem neuen Akku (500 Watt) beim Händler über 2000 Euro kosten.

Das ist ja mMn nur die Spitze der Verarsche. So ein Elektromotor ist ja keine Raketenwissenschaft. Wieso sollte man überhaupt einen neuen brauchen, statt den alten in Stand zu setzen.
Gleiches beim Akku. Wieso entwickelt man die nicht so, dass man Problemlos die Zellen (oder auch einzelne Paare) tauschen kann.
Die Antwort kann nur sein, dass es gewollt ist.

Und das sind alles Dinge, die Problemlos gesetzlich geregelt werden könnten und der Umwelt, sowie dem Nutzer gleichermaßen helfen.

Ich habe gestern noch einen Bericht der Verbraucherzentrale über Verpackungen gelesen. Ich weiß völlig anderes Thema, aber gleiches Ergebnis.
Es wurden so viele Verpackungen gefunden, wo der Inhalt zu über 70%, teilweise gar 90% aus Luft besteht. Sobald diese Verpackungen wiederverschließbar sind, gilt das gesetzlich nicht mehr als Betrug/Täuschung, weil man die Verpackung an sich ja weiter verwenden könne. Aber auch in dem Fall schadet es nur dem Käufer und der Umwelt und es wird nichts unternommen.

Obwohl man in solchen Bereichen schnell Gesetze erlassen könnte, über die sich niemand, aber auch wirklich niemand beschweren würde (Außer der Hersteller selbstverständlich) und einen großen Beitrag für Verbraucherschutz und Umwelt leisten könnte.
 

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Re: Bikepreise-Preispolitik-persönliche Schmerzschwelle
Also im Nachbar Opi fährt mit Pedelec Forum geht's auch grad um die Preise der 2023er Cube und das die 400.- mehr kosten und wohl teils billigere Komponenten verbaut sind als vorher.

Also um Cube braucht sich wohl keiner zu sorgen, die werden dort hart verteidigt und die müssen ja was dran verdienen.... und das is auch ok wenn sie XT mit deore Schaltung mischen und statt Shimano oder Magura Bremse die Sram verbauen. Die Silber Gabel wird auch bei einem Preis von 4800.- anstandslos akzeptiert.

Also macht euch keine Hoffnungen das die Preise jemals runter gehen, die Lemminge warten nur drauf und kaufen wie die Irren.

3 oder 4 Stück 2023er Stereo 140 mit weblink wurden auch gepostet.

Waren innerhalb von 1 Stunde alle reserviert... obwohl die noch nicht mal offiziell vorgestellt wurden
 
@bekolu

Vielleicht habe ich mich da etwas missverständlich ausgedrückt, seh es mal so, für mich hat der Markenhersteller(Rad) blind auf die Zulieferer vertraut und damit ein Stück wenn nicht sogar ein großes Stück vom Wert eins Rades in die Hände der Antriebshersteller gelegt. Hier greifen dann ganz andere Mechanismen, genau da kommen für mich die Versicherungen ins Spiel, die den von dir genannten Wert eines Akkus und Motors abdecken. Nur haben die da nicht Schluss gemacht.
Was bewirkt nun diese Versicherung, der Erstkunde ist geneigt dieses Risiko einzugehen, denn der eventuelle Schaden wird über die Versicherung abgedeckt wenn Garantie und Gewährleistung für den Erstkunden nicht mehr greift. Abgesehen davon gehe ich mal stark davon aus, dass Motor/Akkuwechsel auf Garantie/Gewährleistung auch über Versicherungen abgewickelt werden und nicht zu Lasten der Komponentenhersteller gehen.
Darüber hinaus kannst mittlerweile auch Wartungsverträge abschließen mit Ersatzteilerstattung (Verschleiß ist auch ein Thema beim ebike)

Was ich damit sagen will, der reelle Wert eines Rades wird verwässert, direkte Kosten fallen nicht mehr auf dich zu (Leasing)und so glaube ich, ist man geneigt eben den Taler mehr in die Tasche zu greifen. Und da alle nur dein bestes wollen wird kräftig in der Marketingküche gekocht und aufgetischt um eben an den Taler zu kommen.

Nehm mal ein eride Fahrwerk, da baut der Radhersteller xyz auch nix mehr auseinander bei defekt, komplette Fahrwerk raus, ab zum Hersteller und ich wette du bekommst ein neues verbaut.

Mit Einzug von e am Rad entfernen sich die Hersteller zu weit weg vom eigentlichen Rad, das wirst nie vergleichen können obwohl es wünschenswert wäre. Zumal unter dem "grünen Gedanken" noch der ein oder andere Taler mehr locker sitzt.

Meine persönliche Meinung dazu




PS: ich bin froh um jeden Kilometer der mit einem Ebike gefahren wird, allerdings entwickelt sich der Markt für mich eindeutig in die falsche Richtung
 
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Preise verhalten, wenn demnächst einige der größten Volkswirtschaften der Welt (USA, Deutschland, weitere Länder der EU) in eine veritable Rezession schlittern. Selbst wenn China nicht direkt betroffen ist, wird es auch auf deren BIP signifikante Auswirkungen habe. Zumal im hier diskutierten Kontext, ist doch die VRC einer der größten verlängerten Werkbänke und Komponentenhersteller und -lieferanten der Branche.

Ich glaube die Bikebranche muss sich auf ne ziemlich unangenehme saure-Gurken-Zeit einstellen. Das wird die Preise unter Druck setzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich stellt sich die Frage gar nicht mehr denn bei 20% Aufschlag vom 2021er Cube 160 SL verglichen zum 2023er bin ich raus was ein neues ebike angeht.

Sollte das die nächsten 2-3 Jahre mit der Preistreiberei so bleiben steig ich wieder auf ein non ebike um und spar mir den ebike Deppenaufschlag von über 2000.-
 
bei den aktuellen Themen wie Rezession, Euro/Dollar-Kurs und den geopolitischen Veränderungen erwarte ich keine sinkenden Preise. Egal ob Lebensmittel oder Konsumgüter, das wird noch eine Weile steil nach oben gehen.
Ich kenne z.B. zwei Spezi-Händler. Bei beiden die gleiche Aussage; je teurer die Kiste ist, umso schneller ist sie verkauft. Ihre Bestellungen für 2023er S-Works haben sie bereits verkauft.
Was in den Läden seht, sind Größen <> L, bzw. S4.
 
vielleicht liegt es daran, dass auf 2023er Material gewartet wird und deshalb viel gebrauchtes Zeugs auf den Markt kommt. Oder aber, dass die Händler nichts mehr in Zahlung oder Kommission nehmen.
Siehe iPhone14; sobald dieses angekündigt war, gingen die Kleinanzeigen für das 13er sprunghaft nach oben und der Preis für selbiges nach unten.
 
Mein erstes Ebike war das Commencal Meta Power von 2018 in der Essential Ausstattung. Preis damals 4500 Euro. Mega Bike.
Das heutige Meta Power Essential (zwar mit Ep8 und 630er Akku) kostet 7750 Euro.
Die Teile sind bis auf Motor und Akku komplett gleichwertig.
Verfügbarkeiten hin oder her ...
 
ür mich hat der Markenhersteller(Rad) blind auf die Zulieferer vertraut und damit ein Stück wenn nicht sogar ein großes Stück vom Wert eins Rades in die Hände der Antriebshersteller gelegt.
Ich glaube, dass die (größeren) Hersteller genau wissen, was sie tun. Der größte Teil der Marge ist bei denen, da die nur einen Bruchteil der Listenpreise der Komponenten bei der Erstausstattung bezahlen. Dass die Lieferengpässe so dominant werden, hat wahrscheinlich keiner so vorhergesehen. Aber die Hersteller haben ja gleich reagiert und die Preise erhöht, um die sinkenden Stückzahlen ein wenig auszugleichen :)

Was bewirkt nun diese Versicherung, der Erstkunde ist geneigt dieses Risiko einzugehen, denn der eventuelle Schaden wird über die Versicherung abgedeckt wenn Garantie und Gewährleistung für den Erstkunden nicht mehr greift.
Du überschätzt den Einfluss der Versicherung. Erstens haben sich einige Anbieter mit ihren 5 Jahres All-In Policen (also inkl. Wartung und Verschleiß) deutlich verkalkuliert. Zudem muss man auch immer das Kleingedruckte bei den Anbietern lesen, was dann genau wann bezahlt wird. Und ich glaube eher, dass die meistens Leute ein EMTB kaufen, weil die es haben wollen und würden das auch ohne Versicherung machen.

Abgesehen davon gehe ich mal stark davon aus, dass Motor/Akkuwechsel auf Garantie/Gewährleistung auch über Versicherungen abgewickelt werden und nicht zu Lasten der Komponentenhersteller gehen.
Warum sollten sie? Entweder der Hersteller kauft sich eine Police für Risiken aus der Produkthaftung ein (die er dann selber abschließt und bezahlt), oder er trägt das Risiko selbst.

Was ich damit sagen will, der reelle Wert eines Rades wird verwässert, direkte Kosten fallen nicht mehr auf dich zu (Leasing)und so glaube ich, ist man geneigt eben den Taler mehr in die Tasche zu greifen. Und da alle nur dein bestes wollen wird kräftig in der Marketingküche gekocht und aufgetischt um eben an den Taler zu kommen.
Im Rahmen der Leasingrate fallen die schon auf einen zu, nur eben nicht auf einmal, sondern als fixe Leasingrate über die Laufzeit. Verwässerung trifft es ganz gut. Und wenn dann der Deutsche nur hört, er kann was steuerlich optimieren, dann muss man das ja machen :)
 
Warum sollten sie? Entweder der Hersteller kauft sich eine Police für Risiken aus der Produkthaftung ein (die er dann selber abschließt und bezahlt), oder er trägt das Risiko selbst.
Hier ist doch für mich der Punkt, das Einkaufen dieser Police zahlst du als Kunde obendrauf, glaubt man den Foren hat jeder Motorenhersteller eine Ausfallquote > 10 %.
Wären die Hersteller nun ehrlich müsste im Marketinggeblubber stehen, mit Erwerb dieses eMtb welches die derzeit beste Entwicklungsstufe unsere Ingenieurskunst darstellt, erwerben sie von uns als Premiumkunde gratis ein rund um sorglos Paket für die ersten drei Jahre.

Anders gefragt, wenn der Hersteller nun mit dieser Police sein Risiko abdeckt, warum sollte er an die Motorenhersteller herantreten und auf Nachbesserung pochen.
Für die paar Kunden die selbst schrauben wollen?

Und selbst für diese Kunden gibt es im Teilemarkt keine frei verfügbaren Motoren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob nun der Motorhersteller oder der Bikehersteller die Police kauft, ist doch egal. Wahrscheinlich kauft es der Motorenhersteller oder er trägt das Risiko selber. Und ja, die Ausfallquote ist in der Kalkulation der Preise der (Motoren)hersteller enthalten. Wie bei allen anderen Produkten auch - Solarmodule, Autos etc.

Das Problem ist, dass es gebrauchtes EMTB nach ein paar Jahren mit einem kaputtem Motor fast ein Totalschaden ist, Die meisten Käufer blenden das wohl aus, oder kaufen sich die Versicherung. Da müsste was getan werden, damit die Hersteller hier mal tätig werden.
 
Dann müsste doch folgendes stimmen. Beim Erwerb eines eMtbs zahlt der Kunde Preis x, der nicht n der Rechnung aufgeschlüsselt wird, für eben diese Ausfallquote in Form einer Versicherung bzw. erhöhtes Risiko.

Und zur Nachhaltigkeit hab ich mich genau wie du geäußert und das Wort mies dafür benutzt.
 
Stimmt schon alles, aber auch bspw. beim Handykauf steht nicht in deiner Rechnung, XXX Euro sind (Kalkulations)kosten für Garantie etc. Ich glaube auch nicht, dass das die Preise treibt. Das sind eher andere Faktoren.
 
Ich find's halt ein Unding dass man sich einen Ersatzmotor online kaufen kann(aus welcher Quelle auch immer) aber kein Fachhändler das Ding dann am eigenen E-Bike aktivieren kann/will.
Quasi ein erstklassiger Briefbeschwerer.

In der KFZ Branche wären die Hersteller für sowas schon längst verklagt worden.
Vielleicht sollte man mal ne Verbraucherzentrale darauf ansetzen.
 
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