Lohnt sich der Wechsel vom Turbo Levo 3 Comp Alloy auf ein Amflow PX? Erfahrungen gesucht

christianw

Bekanntes Mitglied
Hi zusammen,

ich überlege aktuell, mein Specialized Turbo Levo 3 Comp Alloy zu verkaufen und stattdessen auf ein Amflow PX / PL umzusteigen. Bevor ich viel Geld in die Hand nehme, würde ich gern mal Meinungen von Leuten hören, die vielleicht beide Bikes gefahren sind oder generell Erfahrung mit dem Amflow haben.

Kurz zu mir:
  • 170 cm, eher kurze Beine, 65 kg
  • Fahre eher Trails, Flowtrails, leichte Sprünge, bisschen Bikepark, kein extremes Downhill-Geballer
  • Fokus eher auf Spaß, Agilität und Handlichkeit
  • Fahre nicht auf Race-Zeiten
  • Das Levo gefällt mir grundsätzlich, aber manchmal fühlt es sich schon nach viel Bike / viel Gewicht an
Was mich am Amflow reizt:
  • deutlich leichter (~20 kg statt ~24–25 kg)
  • wirkt auf mich deutlich agiler und verspielter
  • trotzdem Full-Power
  • interessiert mich, ob sich das näher nach „normalem MTB“ anfühlt
Was mich zögern lässt:
  • Ich müsste das Levo vermutlich mit deutlichem Verlust verkaufen
  • Unterm Strich reden wir über ziemlich viel Geld für ungefähr 4–5 kg Ersparnis
  • Ich frage mich, ob das auf dem Trail wirklich ein großer Aha-Effekt ist oder ob man nach ein paar Wochen denkt:
    „Eigentlich habe ich immer noch einfach ein E-MTB.“

Daher meine Fragen:
  1. Ist der Unterschied vom Levo zum Amflow wirklich so groß, wie viele Tests es darstellen?
  2. Fühlt sich das Amflow deutlich spielerischer und leichter an?
  3. Würdet ihr den Umstieg machen, wenn ihr das Levo schon habt?
  4. Oder würdet ihr sagen: Levo behalten und das Geld lieber in ein zusätzliches Bio-Bike investieren?

Bin gespannt auf ehrliche Meinungen – gern auch von Leuten, die den Wechsel gemacht haben.
 

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Re: Lohnt sich der Wechsel vom Turbo Levo 3 Comp Alloy auf ein Amflow PX? Erfahrungen gesucht
Ganz schwieriges Thema. Ich habe das Gen3 Levo Carbon gefahren und fahre jetzt das Amflow PL. Beide individuell aufgebaut. Bike technisch ist das Levo super, ich hatte in den Motor kein Vertrauen mehr. Das Amflow wirkt durch die schlanke Form moderner. Ist fahrradmässig aber nicht besser. Der Motor vom Amflow ist super. Nicht wegen der Leistung sondern der Modulation und der Anpassbarkeit. Wenn Du Wertverlust kompensieren möchtest, nehme ein gebrauchtes PL, da sind einige auf dem Markt. Wichtig: das PL hat einen eingebauten Akku.
 
Oder würdet ihr sagen: Levo behalten und das Geld lieber in ein zusätzliches Bio-Bike investieren?
Das Levo weiterfahren und auf die nächste Generation mit MGU warten.

Oder du machst erstmal eine Probefahrt und spürst wie sich die 4 kg weniger anfühlen und ob es für dich Sinn macht jetzt zu wechseln. Wieviel würdest du noch für dein G3 bekommen? 2000 €?
 
maximal, wie es aussieht.

Probefahren kann ich - und habe ich schon, geht aber leider nur im Geschäft, und nicht auf dem Trail. und im Geschäft ist es echt nichts-sagend, ich müsste es im Wald testen. Deshalb mein Thread.
 
Ist zwar offtopic, aber mich betrifft Dein Thema selber. So lange die wirtschaftliche Lage so ist, dass ein gebrauchtes Bike so wenig wert ist, würde ich ein neues Bike nur noch mit großem Rabatt kaufen. Das gilt auch für Amflow/Avinox Bikes. Es kann nicht sein, dass man ein 6500,-€ Bike (Amflow PL) nach 1 1/2 Jahren nur noch mit 2-2500,-€ Verlust verkauft bekommt. Von anderen Bikes/Marken ganz zu schweigen. Das trifft in 18 Monaten bestimmt auf das gehypte PX oder PR genauso zu.
 
Ist zwar auch off topic, aber wo wir gerade beim Wertverlust sind…
Mir ist nicht ganz klar, warum ich ein erworbenes, liebevoll umgebautes und eingestelltes Bike nach 1-2 Jahren wieder verkaufen sollte. Da ist doch ganz klar abzusehen, dass der Wertverlust erheblich ist. Meine beiden Bikes sind aus 2021 und 2022 und fahren sich doch jetzt nicht plötzlich schlechter.
 
Meine beiden Bikes sind aus 2021 und 2022 und fahren sich doch jetzt nicht plötzlich schlechter.
Manchmal braucht es einfach nur etwas Neues, um sich mit frischer Motivation wieder aufs Rad zu schwingen ;)

Der Wertverlust von ca. 4000 € in 2 Jahren ist allerdings heftig. Ich persönlich würde das Levo noch mind. 2 Jahre weiter fahren.

@christianw
Wie wäre es mit einem Light EMTB? Die gibt´s sehr häufig mit mächtigen Rabatten im Abverkauf.
 
Wie wäre es, dein aktuelles Bike etwas umzubauen?

Mit einem leichten LRS kann man schon viel bewirken und das merkt man auch, an der Agilität des Bikes.
Bei deinem Gewicht sollte man da gut was holen können.
 
Ich hätte einfach gern ein Bike, das sich etwas leichter und spielerischer anfühlt.

Ich würde gern:
leichter springen können
das Bike einfacher in Kurven legen können
mehr Agilität haben
etwas Gewicht sparen

Genau das erhoffe ich mir vom Amflow.
Die Frage ist nur, Ist das wirklich so – oder bilde ich mir das nach YouTube-Tests und Marketingvideos ein?

Das kann mir wahrscheinlich am besten jemand beantworten, der den Schritt Levo → Amflow selbst gegangen ist. Alternativ könnte ich natürlich auch einfach für schlanke 6.999 € selbst testen. 😄

Ich habe manchmal beim Levo das Gefühl, einen kleinen Panzer zu fahren. überspitzt formuliert:
Das Vorderrad will nicht hoch, das Bike will eher geradeaus als spielen.

Das Levo ist bergab super stabil und vermittelt viel Sicherheit, keine Frage. Aber ich bin 39 und hätte gern noch ein bisschen „Spaßfaktor“ – also Manuals/Wheelies probieren, kleine/große Sprünge mitnehmen, das Bike aktiver bewegen, statt nur stocksteif den Berg runterzurollen. (absichtlich übertrieben formuliert)
 
Ich hätte einfach gern ein Bike, das sich etwas leichter und spielerischer anfühlt.

Ich würde gern:
leichter springen können
das Bike einfacher in Kurven legen können
mehr Agilität haben
etwas Gewicht sparen

Genau das erhoffe ich mir vom Amflow.
Die Frage ist nur, Ist das wirklich so – oder bilde ich mir das nach YouTube-Tests und Marketingvideos ein?

Das kann mir wahrscheinlich am besten jemand beantworten, der den Schritt Levo → Amflow selbst gegangen ist. Alternativ könnte ich natürlich auch einfach für schlanke 6.999 € selbst testen. 😄

Ich habe manchmal beim Levo das Gefühl, einen kleinen Panzer zu fahren. überspitzt formuliert:
Das Vorderrad will nicht hoch, das Bike will eher geradeaus als spielen.

Das Levo ist bergab super stabil und vermittelt viel Sicherheit, keine Frage. Aber ich bin 39 und hätte gern noch ein bisschen „Spaßfaktor“ – also Manuals/Wheelies probieren, kleine/große Sprünge mitnehmen, das Bike aktiver bewegen, statt nur stocksteif den Berg runterzurollen. (absichtlich übertrieben formuliert)
Wo kommst du denn her? Bei Kastner Bikes gibt es bspw. Amflow zum testen, nicht auf harten Trails, aber man merkt was man bekommt ohne das volle Geld auszugeben.

3kg wirst du deutlich merken, das PX wird sicher ein tolles Rad, vor allem das günstigere, bin das teuer mal kurz gefahren, ist schon auch eher Enduro als das PL, aber super leicht, mit Kunststoffpedalen in L. unter 20kg! und eine tolle optik mit guten fahreigenschaften. gestern wurde ein Test gegen das Pivot veröffentlicht und der Tester meinte er würde eher zum PX greifen, da der Hinterbau einfach super funktioniert, und das soll was heißen gegen das DW Pivot Konzept...

Ansonsten wie hier schon angemerkt, vielleicht auch mal bei den Light schauen? Brauchst du den vollen Akku deines Levo oft? Ich bin inzwischen bei einem SL, das ist in voller Enduro Asustattung (Gravity Reigfen vorne und hinten Coil Fahrwerk, ...) bei unter 22kg und die Tagestouren mit den Full Power Jungs mit 1.500hm gehen damit auch, wenn mana uch etwas mehr treten muss :biggrin: der Spaß bergab ist es aber definitiv wert.
 
Ich habe manchmal beim Levo das Gefühl, einen kleinen Panzer zu fahren. überspitzt formuliert:
Das Vorderrad will nicht hoch, das Bike will eher geradeaus als spielen.

Das „Problem“ an „schweren“ bikes, wenn man es so nennen will, ist, dass man deutlich mehr Impuls geben muss und diesen dann auch noch kontrollieren muss.
Das fällt bei einem leichten bike deutlich leichter.
Das wird oft unterschätzt bei aussagen wie „gewicht spielt am ebike keine zentrale rolle“
Mag sein, wenn man „bügeln“ will oder die Kicker entsprechend groß sind.
Spielerisch fährt sich ein 25kg hobel auch, wenn man selbst genug „investiert“

Ob das 7k „billo“ PX mit um die 21.5kg inkl Pedale das hinbekommt….
Geht tut vieles

Grad für leichte Fahrer um die 70kg und weniger macht sich jedes kg am Bike bemerkbar

Vllt doch mal bei Propain reinschauen 🤔
 
Ich würde gern:
leichter springen können
das Bike einfacher in Kurven legen können
mehr Agilität haben
etwas Gewicht sparen

Ich schließe mich der Aussge an
Das „Problem“ an „schweren“ bikes, wenn man es so nennen will, ist, dass man deutlich mehr Impuls geben muss und diesen dann auch noch kontrollieren muss.
Das fällt bei einem leichten bike deutlich leichter.
Das wird oft unterschätzt bei aussagen wie „gewicht spielt am ebike keine zentrale rolle“
Mag sein, wenn man „bügeln“ will oder die Kicker entsprechend groß sind.
Spielerisch fährt sich ein 25kg hobel auch, wenn man selbst genug „investiert“

Hab selbst 15,4-19,7kg im Haus. Merkt man das Gewicht, ja und nein.
Führe ich Abläufe schlampig aus, kaschiert es das geringere Gewicht etwas.
Achte ich auf Basics und den korrekten Ablauf, ist es spielerisch und einfach mit dem schwersten Bike, leichter als wenn ich schlampig das leichteste fahre.

Der Manual Impuls ist im Vergleich zur Kurventechnik sogar noch deutlich leichter.
Wenn dein Blick nicht passt, dann ist die Kurve bereits für den Popo. Aber das ist nur ein Punkten von vielen, Schultern, Hüfte etc....
Die Basics müssen einfach passen, dann ist vieles spielerisch und einfach.
 
Es ist kompliziert :o Stehe aktuell vor genau dem selben 'Problem' und suche nach einem Levo Nachfolger (Expert ~21kg). Das Levo lässt sich quasi nur noch über den Preis verkaufen, was aber viel zu schade ist. Deswegen wurden die teuren Levo Parts wieder ge-downgraded und das Rad zum Commuter degradiert. Der alte Commuter wurde versilbert. Aktuell schwanke ich zwischen Amflow PX / Megamo. So ein richtiger Habenwollen Effekt ist aber noch nicht eingetreten. Beim Gewicht sehe ich es wie @punkhead d.h. das 'neue' darf nicht >21kg haben :)
 
Genau das erhoffe ich mir vom Amflow.
Und genau das habe ich so erlebt. 🥳
Bin jahrelang levo und wild gefahren, aber mit dem PL habe ich nach einem Jahr immer noch mehr Spaß.
Wobei für mich fühlt sich das levo noch ähnlicher zum PL an, als das wild mit dem cx.
Und ja ich merke einfach jedes KG am Bike - im ganzen Handling.
Es ist schlussendlich eher eine Budgetfrage.

Edit: aber ich fahre auch immer noch gerne ein cx od. levo 😉 - ist halt ANDERS.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einen großen Vorteil beim PX sehe ich persönlich in der Geoverstellung.
Finds immer noch strange, dass viele Bikehersteller keine „mitwachsenden“ Kettenstreben anbieten
Für S und M ist ne 440 Kettenstrebe ja noch irgendwo ok
Ab L hätte ich persönlich doch was „stabileres“ Richtung 450 und mehr
Und das trotz Mullet Setup
 
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