NRW-Trails in Gefahr: Die aktuelle Lage und was ihr tun könnt

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Re: NRW-Trails in Gefahr: Die aktuelle Lage und was ihr tun könnt
Gut dass die E-MTBs "noch" keine Kennzeichenpflicht haben. Hier in Bawü geht es ja ähnlich streng um aber zumindest in meiner Region werden manche "illegalen" Trails geduldet, solang diese nicht auf Komoot oder ähnliches auftauchen.
 
Mal abgesehen davon, dass das Thema ja hier (Thema 'NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus' ) schon diskutiert wird, frage ich mich, was Ihr damit meint:
„Gleichzeitig wird an Orten ohne genehmigte Infrastruktur die Erschaffung neuer Infrastruktur wesentlich erschwert.“

Klingt nach KI-generiertem Text, da imho die Erstellung von sogenannter Infrastruktur bereits heute schon verboten ist, sofern nicht zuvor genehmigt.

Dennoch finde ich die Infos zum Stand, Optionen und weiterem Verlauf sehr hilfreich!!!
 
Mal abgesehen davon, dass das Thema ja hier (Thema 'NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus' ) schon diskutiert wird, frage ich mich, was Ihr damit meint:
„Gleichzeitig wird an Orten ohne genehmigte Infrastruktur die Erschaffung neuer Infrastruktur wesentlich erschwert.“

Klingt nach KI-generiertem Text, da imho die Erstellung von sogenannter Infrastruktur bereits heute schon verboten ist, sofern nicht zuvor genehmigt.

Dennoch finde ich die Infos zum Stand, Optionen und weiterem Verlauf sehr hilfreich!!!
Ich glaube der Originaltext das ist etwas missverständlich formuliert. Es geht wohl darum, dass die zukünftige Genehmigung offizieller Trail Infrastruktur, welche ja häufig mit Trennung der Nutzergruppen argumentiert wird gar nicht mehr notwendig sein würde, da die Nutzergruppe Radfahrer ohnehin aus dem Wald verbannt wäre.
 
Mal abgesehen davon, dass das Thema ja hier (Thema 'NRW plant striktes Verbot für Mountainbiker: Viele Trails stehen vor dem Aus' ) schon diskutiert wird, frage ich mich, was Ihr damit meint:
„Gleichzeitig wird an Orten ohne genehmigte Infrastruktur die Erschaffung neuer Infrastruktur wesentlich erschwert.“

Klingt nach KI-generiertem Text, da imho die Erstellung von sogenannter Infrastruktur bereits heute schon verboten ist, sofern nicht zuvor genehmigt.

Dennoch finde ich die Infos zum Stand, Optionen und weiterem Verlauf sehr hilfreich!!!
Nix KI - vielleicht verwirrend, wenn man den Gesetzesentwurf nicht kennt.
In Zukunft soll auch der angrenzende Grundstücksbesitzer eine Art Veto Recht bekommen. Wer einmal einen Legalisierungsprozess mitgemacht hat, wird mir sicherlich zustimmen: Damit wird es nahezu unmöglich sein, Trassen zu finden, auf denen legale Trails errichtet werden dürfen, selbst wenn der Trasseneigentümer kein Problem damit hat.
 
Nix KI - vielleicht verwirrend, wenn man den Gesetzesentwurf nicht kennt.
In Zukunft soll auch der angrenzende Grundstücksbesitzer eine Art Veto Recht bekommen. Wer einmal einen Legalisierungsprozess mitgemacht hat, wird mir sicherlich zustimmen: Damit wird es nahezu unmöglich sein, Trassen zu finden, auf denen legale Trails errichtet werden dürfen, selbst wenn der Trasseneigentümer kein Problem damit hat.
Was ist "eine Art Veto-Recht"?
Wie ist das ausformuliert?
Kann ja ned sein, dass der nachbar was dagegen haben kann wenn ich auf meinem Grundstück in drei Km Entfernung von unserer gemeinsamen Grundgrenze einen Trail zulassen würde.
 
Nix KI - vielleicht verwirrend, wenn man den Gesetzesentwurf nicht kennt.
In Zukunft soll auch der angrenzende Grundstücksbesitzer eine Art Veto Recht bekommen. Wer einmal einen Legalisierungsprozess mitgemacht hat, wird mir sicherlich zustimmen: Damit wird es nahezu unmöglich sein, Trassen zu finden, auf denen legale Trails errichtet werden dürfen, selbst wenn der Trasseneigentümer kein Problem damit hat.
Vielen Dank für die Reaktion und Deine Antwort. 👍👍👍 Ich habe den Entwurf und die Synopse gelesen und habe beruflich häufiger mit Gesetzestexten zu tun, allerdings im Bereich Handels- und Vertragsrecht.

Der Begriff Trasse kommt nur einmal vor, im Anhang unter B. Besonderer Teil - Begründung im Einzelnen -Zu Artikel 1 (Änderung des Landesforstgesetzes NRW) und woraus wird entnommen, das Eigentümer aus angrenzenden benachbarten Waldstücken, sofern der Trail diese nicht berührt, ebenfalls zustimmen müssten?

„Der Hinweis auf Zustimmungserfordernis der vom Trail betroffenen Waldbesitzer (Trasse und angrenzender Bestand) dient der Klarstellung und korrespondiert mit dem Hinweis auf das Zustimmungserfordernis der Grundbesitzenden bei der Freigabe und Beschilderung von Wirtschaftswegen für den Radverkehr nach Maßgabe des Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes vom 9. November 2021 (GV. NRW. S. 1201).“

„Trasse und angrenzender Bestand“ würde ich als Schneise des Weges und nebenstehenden Baumbestand interpretieren?

Aber wie leider so oft bei Gesetzen, gibt es Formulierungen mit spezifischer Bedeutung oder es sind parallel andere Gesetze zu beachten, womit eine klare Einordnung für fachfremde oder fachferne Menschen (zu denen ich mich zähle) schwer bis unmöglich wird.

Edit: Das Problem könnte doch eher werden, das der Eigentümer/ Pächter UND die Forstbehörde zustimmen müssten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo ist eigentlich das faktische Problem?

Für Deutschland ist kein relevantes, belastbar dokumentiertes Unfallbild erkennbar, bei dem Wanderer auf schmalen gemeinsamen Waldwegen regelmäßig von Mountainbikern schwer verletzt werden. Dieses Schreckensbild wird ständig behauptet, aber nicht belegt.

Was öffentlich sichtbar wird, sind vor allem Eigenunfälle von Mountainbikern: Stürze, Fahrfehler, technische Passagen, manchmal schwere Verletzungen. Das ist ein anderes Thema. Daraus folgt kein Verbot für die gemeinsame Nutzung vorhandener Wege.

Auf breiten Forstwegen sieht die Lage eher anders aus: Dort wird oft schneller gefahren, Wanderer gehen nebeneinander, gleichzeitig können Geländewagen, Jagdfahrzeuge, Forstmaschinen oder Holztransporter um die Kurve kommen. Warum sollen ausgerechnet schmale, naturnahe Wege gefährlicher sein, auf denen in der Regel langsamer, aufmerksamer und kontrollierter gefahren wird?

Auch ökologisch bleiben viele Behauptungen unbelegt. Wo ist die Studie, die zeigt, dass bestehende naturfeste Trails den Waldboden stärker belasten als aufgeschotterte und befestigte Forstwege? Wo ist der Nachweis, dass Mountainbiker auf vorhandenen Wegen Natur und Wildtiere stärker beeinträchtigen als Forstwirtschaft, Jagd, Wanderverkehr, Wanderparkplätze oder touristische Infrastruktur?

Natürlich gibt es einzelne Mountainbiker, die sich nicht rücksichtsvoll verhalten. Das gehört klar angesprochen. Aber Rücksichtslosigkeit ist kein gruppenspezifisches Problem. Man findet sie überall in der Gesellschaft: beim Wandern, Autofahren, Reiten, Jagen, Radfahren und im Alltag. Die Antwort darauf ist nicht Ausgrenzung, sondern klare Regeln, gegenseitiger Respekt und freundliche Kommunikation.

Die eigentliche Frage ist doch: Warum wird immer wieder ein Feindbild aufgebaut, statt das friedliche Miteinander im Wald zu fördern?

Mountainbiker sind keine Bittsteller. Sie sind Erholungssuchende mit berechtigten Interessen, wie Wanderer, Läufer, Reiter oder Spaziergänger auch. Der Wald ist Erholungsraum für alle. Wer pauschal gegen Mountainbiker argumentiert, sollte dafür belastbare Fakten liefern, nicht nur Bauchgefühl, Einzelfälle und alte Vorurteile.

Rücksicht ja. Ausgrenzung nein.



#DIMB #TrailRules #DIMBTrailRules #Mountainbike #Naturerholung #Waldbetretung #RücksichtStattVerbote
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Wo ist eigentlich das faktische Problem?

Für Deutschland ist kein relevantes, belastbar dokumentiertes Unfallbild erkennbar, bei dem Wanderer auf schmalen gemeinsamen Waldwegen regelmäßig von Mountainbikern schwer verletzt werden. Dieses Schreckensbild wird ständig behauptet, aber nicht belegt.

Was öffentlich sichtbar wird, sind vor allem Eigenunfälle von Mountainbikern: Stürze, Fahrfehler, technische Passagen, manchmal schwere Verletzungen. Das ist ein anderes Thema. Daraus folgt kein Verbot für die gemeinsame Nutzung vorhandener Wege.

Auf breiten Forstwegen sieht die Lage eher anders aus: Dort wird oft schneller gefahren, Wanderer gehen nebeneinander, gleichzeitig können Geländewagen, Jagdfahrzeuge, Forstmaschinen oder Holztransporter um die Kurve kommen. Warum sollen ausgerechnet schmale, naturnahe Wege gefährlicher sein, auf denen in der Regel langsamer, aufmerksamer und kontrollierter gefahren wird?

Auch ökologisch bleiben viele Behauptungen unbelegt. Wo ist die Studie, die zeigt, dass bestehende naturfeste Trails den Waldboden stärker belasten als aufgeschotterte und befestigte Forstwege? Wo ist der Nachweis, dass Mountainbiker auf vorhandenen Wegen Natur und Wildtiere stärker beeinträchtigen als Forstwirtschaft, Jagd, Wanderverkehr, Wanderparkplätze oder touristische Infrastruktur?

Natürlich gibt es einzelne Mountainbiker, die sich nicht rücksichtsvoll verhalten. Das gehört klar angesprochen. Aber Rücksichtslosigkeit ist kein gruppenspezifisches Problem. Man findet sie überall in der Gesellschaft: beim Wandern, Autofahren, Reiten, Jagen, Radfahren und im Alltag. Die Antwort darauf ist nicht Ausgrenzung, sondern klare Regeln, gegenseitiger Respekt und freundliche Kommunikation.

Die eigentliche Frage ist doch: Warum wird immer wieder ein Feindbild aufgebaut, statt das friedliche Miteinander im Wald zu fördern?

Mountainbiker sind keine Bittsteller. Sie sind Erholungssuchende mit berechtigten Interessen, wie Wanderer, Läufer, Reiter oder Spaziergänger auch. Der Wald ist Erholungsraum für alle. Wer pauschal gegen Mountainbiker argumentiert, sollte dafür belastbare Fakten liefern, nicht nur Bauchgefühl, Einzelfälle und alte Vorurteile.

Rücksicht ja. Ausgrenzung nein.



#DIMB #TrailRules #DIMBTrailRules #Mountainbike #Naturerholung #Waldbetretung #RücksichtStattVerboteAnhang anzeigen 100583
Besonders interessant in dem Zusammenhang:
In Holland gibt es 1000te km Trails durch den Wald mit vorbildlicher Pflege und Ausschilderung. Extra für Biker angelegt.
Teilweise sogar durch Schonungen.
Ein Vereinsvorsitzender eines sehr großen Radsportvereins, die Veranstaltung mit über 2.000 Teilnehmern auf diesen Trails durchziehen, hat mir mal gesagt: "Die Forstbehörde geht davon aus, dasd dieses Angebot angenommen wird und dadurch der Wildwuchs unterbleibt."
Dies entspricht auch meiner Erfahrung.
Außerdem sind die Wälder, die ich dort sehe, durch die Bank gesund.
Nach einer Auslichtung des Forstes sind immer und ohne Ausnahme die Trails unbeschädigt und zum Feierabend von Astwerk geräumt.
NRW grenz an Holland. Ob sich die Forstverantwortlichen dort schon mal umgeschaut haben ?
Lebensqualität hat offensichtlich in Holland einen anderen Stellenwert.
 
Vielen Dank für die Reaktion und Deine Antwort. 👍👍👍 Ich habe den Entwurf und die Synopse gelesen und habe beruflich häufiger mit Gesetzestexten zu tun, allerdings im Bereich Handels- und Vertragsrecht.

Der Begriff Trasse kommt nur einmal vor, im Anhang unter B. Besonderer Teil - Begründung im Einzelnen -Zu Artikel 1 (Änderung des Landesforstgesetzes NRW) und woraus wird entnommen, das Eigentümer aus angrenzenden benachbarten Waldstücken, sofern der Trail diese nicht berührt, ebenfalls zustimmen müssten?

„Der Hinweis auf Zustimmungserfordernis der vom Trail betroffenen Waldbesitzer (Trasse und angrenzender Bestand) dient der Klarstellung und korrespondiert mit dem Hinweis auf das Zustimmungserfordernis der Grundbesitzenden bei der Freigabe und Beschilderung von Wirtschaftswegen für den Radverkehr nach Maßgabe des Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetzes vom 9. November 2021 (GV. NRW. S. 1201).“

„Trasse und angrenzender Bestand“ würde ich als Schneise des Weges und nebenstehenden Baumbestand interpretieren?

Aber wie leider so oft bei Gesetzen, gibt es Formulierungen mit spezifischer Bedeutung oder es sind parallel andere Gesetze zu beachten, womit eine klare Einordnung für fachfremde oder fachferne Menschen (zu denen ich mich zähle) schwer bis unmöglich wird.

Edit: Das Problem könnte doch eher werden, das der Eigentümer/ Pächter UND die Forstbehörde zustimmen müssten.
https://www.ra-kotz.de/bauliche-ver...recht-zustimmungspflicht-und-grenzabstand.htm
 
Die Deutschen Behörden sind schon bekloppt, zu Fuß kann ich quer durch den Wald laufen wie ich will, sitzt du auf einem Rad ist es nicht erlaubt!
Der Jäger und Anlieger fahren mit dem SUV in den Wald, Holzernter fahren 100te Pflanzen und Tiere platt, keinen juckts. Die Welt ist verrückt 😂
 
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