Ich greife hier noch mal die Headline vom Ursprungsbeitrag auf und stelle die These in den Raum dass die allermeisten der Bikebrands beim EMTB überhaupt gar keine Chance haben als sich an einen Hype zu hängen weil es für sie keine machbaren Alternativen gibt. Warum? Sie sind meiner Einschätzung nach wirtschaftlich zu klein. Klein was die Anzahl der abverkauften EMTB angeht. Einen eigenen Hype für die Bike-Brand aufbauen kann nur im Bio-Bereich gelingen - um sie dann im nächsten Schritt auch in den EMTB-Bereich hin zu erweitern.
Markenbildung und -pflege, Storrytelling, Hype-Kreierung, whatever im EMTB-Bereich alleine oder zuerst ist fast unmöglich, da im Vergleich zu klassischen MTB der Motor im Mittelpunkt steht. Welche Marke kann bei einem Motorenhersteller gehen und auf Veränderungen hinwirken? Doch nur Marken mit entsprechendem Umsatz und da fallen mir nur Cube und Orbea in Europa ein und in den USA Specialized und vl noch Santa Cruz. Den Rest würde ich als wirtschaftlich zu unbedeutend für die Motoren- und Batteriehersteller einschätzen.
Orbea und Specialized macht das ja auch mit eigenen Softwareabstimmungen bei den Motoren, bzw. ganz eigenen Motoren.
Ich bin mir ziemlich sicher, wenn Canyon oder die Winora-Gruppe (nur als Beipsiel) die wirtschaftliche Stärke und das Know-How hätten, dann würden sie sicher bei den Motorenherstellern nur die Hardware kaufen, um dann die eigene Software draufzuspielen, bzw. die Software ensprechend ihren Vorstellungen zu modelieren/ändern.
Und dann gibts da ja noch das Thema Akku. Da sind ja selbst Motorenhersteller auch "nur" Einkäufer, bzw. auf Dritte angewiesen. Was hilft es einem Motor wie dem Bosch, 5. Gen, wenn die dazugehörenden Akkus "zu fett" und oder zu schwach sind? Nichts, im Gegenteil.
Und egal ob ich ein Fullpower oder Light-Assist-Fan bin, ob ich eher im XC-Bereich oder in der Falllinie unterwegs bin, der Motor und die dazugehörende Software sind das Herz des EMTB, sozusagen der zentrale Baustein. Der prägt auch wesentlich den Eindruck des Bikes.
Greets