Ich war in Freiburg in den letzten fünf Jahren in ca. fünf verschiedenen Radläden wg. Reparaturen und hatte da nie ein Problem, dass die Räder nicht dort gekauft waren. Erst neulich Samstag mittag, Schaltwerk krumm gefahren, runter zum Bikeshop, Reparatur bzw. Tausch sofort. Egal, ich würde das eher nicht auf die Technik zurückführen, was Du da erlebt hast, sondern vielleicht schlicht auf zu viele Kunden.
Das ist insofern ein gutes Beispiel, weil das die Entscheidung von Orbea ist, hier was eigenes zu verbauen, so ähnlich wie Rotwild mit ihrem eigenen Akku für den Avinox.
Trotzdem: Wenn die Bikehersteller dem Image "sind eh alle Räder gleich, Hauptsache Motor passt" was entgegen setzen wollen, müssen sie sich was überlegen. Orbea hat ja neulich mit dem Rallon RS mal angedeutet, in welche Richtung sie überlegen, obwohl sie -- ähnlich wie in der Autoindustrie -- natürlich die meisten Teile von Dritten beziehen. Ob das ein Mehrwert ist, für den Kunden bereit sind, extra in die Tasche zu greifen, ist natürlich eine andere Frage.
Und ja, je weniger "Standard" am Rad verbaut ist, desto nerviger ist das auch. Frag mal die Leute, die diese ganzen schicken eBikes von VanMoof gekauft haben: Ersatzteile waren von Anfang an wohl schwierig und mit der Pleite des Ladens ist es dann völlig zu Ende. Gibt immer zwei Seiten der Medaille.