Warum setzen so viele Hersteller auf nicht entnehmbare Akkus?

KalleAnka

Bekanntes Mitglied
Hallo zusammen!

Warum ist der neue Trend ein fest verbauter Akku? Ich verstehe, dass sich damit schlankere und leichtere Bikes bauen lassen, aber es schränkt doch die Möglichkeiten erheblich ein. Selbst wenn man den Winter in unbeheizten Räumen und das Transportgewicht auf dem Fahrradträger außen vor lässt, was mich beides nicht interessiert, was ist mit längeren oder Mehrtagestouren in unbekannten Regionen?

Nach meiner Erfahrung mit zwei Alpenüberquerungen, Stoneman (Arduenna, Glaciara, Taurista) und diversen weiteren Ausflügen in die Alpen, sind bestenfalls ein Drittel der Hütten oder Restaurants auf Laden am Bike eingestellt. Und das auch nur, wenn entsprechende Außensteckdosen nicht gerade belegt sind. Selbst Bikegaragen in Hotels habe ich schon mehrfach so überfüllt erlebt, dass Laden am Bike nicht möglich war.

Beste Grüße,
KalleAnka
 
Weil die Kunden das (anscheinend) wollen? Warum fahren alle so auf Avinox-Power, schlanke Rohre und niedriges Gewicht ab? Weil das geil ist? (Ratio power-off) ... das ist aber bei allen Produkten so: gekauft wird was gehypt ist und nicht was man wirklich braucht (wobei "brauchen" auch nicht so recht passt). Unbefriedigend, ich weiß...
 
Die Hersteller müssen es nur wollen.
Das ist ja auch etwas, das ich nicht verstehe. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre doch ein entnehmbarer Akku mit Avinox ein Alleinstellungsmerkmal für einen Hersteller. Und bei einem der Nischenhersteller mit kleineren Stückzahlen der Absatz quasi garantiert. Zumindest aber wesentlich einfacher, als sich gegen 30 andere mit vergleichbaren Bikes zu stellen.
 
Der technische Grund für einen rahmenfesten Akku liegt in 1-1,5 kg weniger Fahrzeuggewicht weil ein geschlossenes Rahmenrohr um den Akku viel leichter konstruiert werden kann ohne Stabilität zu verlieren.
Ob alle Kunden immer wissen was sie sich mit einem rahmenfesten Akku antun sei dahin gestellt. Tatsache ist, diese "leichten" Bikes werden gekauft.
Die Marketingabteilung liefert die Zahlen und die Kundenmeinung zum Thema und dann wird gebaut.
 
entnehmbarer Akku mit Avinox ein Alleinstellungsmerkmal für einen Hersteller.

Wenn keine Nachfrage dafür da ist und nur ein paar Hansilich sich das wünschen, das bike dann aber auf dem papier 500g schwerer ist, dann interessiert das einfach zu wenige Leute
Beim integrierten Akku musst dich als Hersteller auch nicht mit irgendwelchen herausnehmbaren Lösungen auseinandersetzen, was dann wieder ins Geld geht und dir keiner bezahlt
 
Es plant ja auch nicht jeder Hüttentouren mit überfüllten Bikegaragen.

Meine Räder stehen bisher immer im Keller oder der Garage, in Reichweite einer Steckdose.

Die Abdeckungen der Akkufächer, die ich bisher gesehen habe, empfand ich als billig und klapprig. Muss nicht für alle Bikes gelten, gibt sicher ausnahmen.

Die Reichweite ist mit 600, jetzt 800Wh, für meine Touren völlig ausreichend. Einen Ersatzakku zum tauschen brauche ich also auch nicht (und scheint auch nicht gängig zu sein).

Bei korrekter Pflege halten die Akkus ewig, defekte sind sehr selten, also muss ich auch deswegen nicht schnell an den Akku kommen.

Ich bin also ganz froh, dass mein aktuelles Bike keine Klappe hat, in der sich nach jeder Fahrt Dreck festsetzt.
 
Fix verbaute Akkus sind vor allem bei Avinox Rädern. Weil Avinox bis vor kurzem nur solche Akkus im Programm hatte.
Ab jetzt gibt es eh eine größere Auswahl auch mit Avinox Antrieb + Wechselakku.
 
Megamo, Crussis, Raymon, Rotwild, Crestline fallen mir auf die Schnelle ein. Wird sicher mehr geben oder in Kürze Modelle vorstellen.
 
Hast Du da einen Link zu einem Bike oben genannter Hersteller mit entnehmbarem Akku? Bei Crestline bspw. habe ich auf der homepage nichts gefunden. Oder vermutest / weißt Du, dass da was kommen wird?
Velomotion wird ein Video über die Crussis Bikes machen. Die haben wohl 30 Modelle mit und ohne entnehmbaren Akku.
Preislich auch spannend.

Für mich wäre ein fest verbauter Akku auch nicht das wahre.
Obwohl so ein PX schon ziemlich schick ich mit den dünnen Unterrohr.
 
Obwohl ich 2 Bikes mit nicht entnehmbaren Akku (Amflow und Cube AMS) habe und damit in der Praxis zu 95% gut zurecht komme, möchte beim nächsten Bike ebenfalls wieder eine entnehmbare Variante. Wobei ich diese labbrigen Abdeckungen ebenfalls nicht schätze. Crestline und das Pivot Shuttle LT habe es doch im sportiven Segment vorgemacht. Bei denen ist das Unterrohr ebenfalls zu, aber der Akku kann trotzdem entnommen werden. Das Bike auf den Kopf stellen, die untere Motorabdeckung abschrauben, eine weitere Schraube, die den Akku fixiert lösen und dann von unten herausziehen. Damit können die ebenfalls einen leichten und stabilen Rahmen realisieren. Dann dauert halt die Akkuentnahme 2 min und nicht 30 sec, aber das wäre mir egal.

Vor allem das Levo Gen2 und 3 hatten doch so eine ähnliche Lösung mit der ich hervorragend zurechtkam. Mit den kleineren Avinox Motor brauch ich bestimmt nicht, wie beim Levo den Motor gedreht einbauen. Den Akku lasse ich meistens sowieso drin zum Laden, selbst wenn dieser entnehmbar ist. O.k. wenn man das Bike zum pendeln braucht oder eine Mietwohnung im 3 Stock hat, dann braucht man halt eine leicht entnehmbare Lösung.
 
Bisher waren alle Bikes bei mit mit entnehmbarem Akku, mein 3 Monate altes e-gravel hat als erstes einen festen.
Ich tendiere als nächtes einen festverbauten in Betracht zu ziehen, primär weil dann der Akku wenns ruppig zugeht nicht klappert, was bisher alle nach den ersten paar tausend km getan haben. Mehrtagestouren zählen bei mir (bisher) nicht zum Profil.
 
Weil die Kunden das (anscheinend) wollen? Warum fahren alle so auf Avinox-Power, schlanke Rohre und niedriges Gewicht ab? Weil das geil ist? (Ratio power-off) ... das ist aber bei allen Produkten so: gekauft wird was gehypt ist und nicht was man wirklich braucht (wobei "brauchen" auch nicht so recht passt). Unbefriedigend, ich weiß...
Seit wann "wollen" Kunden was und die Bikeindustrie würde darauf reagieren? Wäre mir neu.

In Real "erfinden" doch die Marketingabteilungen irgendwas. Auf der krampfhaften Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal.
Das wird dann solange gepusht bist der Kunde glaubt, er hätte es gewollt.

Zum Thema.
1) Viele scheitern daran das sie kein immer funktionietendes Schloß mit haltbarem Dekel hinbekommen. Kostet halt im Vorfeld Geld.

2) Viele kaufen ihren Rahmen von der Stange preisbewusst!!! (auch wenn die Marketingabteilung was anderes suggeriert) in Asien.
Nicht entnehmbar spart Geld und Ärger wenn die Entnehmbarmimik ned Gscheid funktioniert. Und unzufriedene Kunden auf der Matte stehen.

In Summe ist halt nicht entnehmbar leichter zu händeln für Hersteller jeder Marktgröße.
 
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