Rahmenbruch / Riss Motoraufhängung Stereo Hybrid

Brausetablette

Mitglied
Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, ob jemand von euch schon einmal einen ähnlichen Fall mit einem Carbonrahmen, CUBE und/oder Deutsches Dienstrad (Leasing-Bike) hatte und wie das am Ende ausgegangen ist.

Ich fahre ein CUBE Stereo Hybrid 140 HPC ABS 750, Übernahme war am 30.04.2024, also das Rad ist noch knapp innerhalb der 2 Jahre.

Eigentlich stand jetzt im April 2026 die zweite Sichtprüfung an, die laut Deutsches Dienstrad durchgeführt werden musste. Ich hatte dafür im Februar bei meinem bisherigen Händler (Rabe Bike in Kolbermoor, auch CUBE-Händler) einen Termin machen wollen, aber dort wäre der früheste Termin erst am 08.05.2026 möglich gewesen. Da die Sichtprüfung aber bis Ende April gemacht werden sollte und ich außerdem noch innerhalb der 2 Jahre bleiben wollte, habe ich dann einen anderen Deutsches Dienstrad Fachhändler (kein Cube Fachhändler) genommen. Da es ja nur um die Sichtprüfung für das Leasing geht, die ja nicht von Cube gefordert ist sondern vom Leasinggeber und dem ist es egal wo die Sichtprüfung gemacht wird, Hauptsache er arbeitet mit ihnen zusammen, habe ich einen andere Werkstatt ausgesucht wie Cube.

Dort habe ich auf jeden Fall bei der Sichtprüfung gesagt, dass am Bike grundsätzlich alles funktioniert, aber es seit einiger Zeit gelegentlich beim Treten knackt und man bitte im Rahmen der Sichtprüfung mal schauen soll, ob man etwas erkennen kann.

Am selben Tag kam dann der Anruf, dass der Carbonrahmen gerissen ist. Und zwar im Bereich der Motoraufnahme / Befestigung, also genau an der großen Schraube im Bereich der Aufhängung. Die Sichtprüfung wurde direkt abgebrochen und laut Werkstatt wurde an der betroffenen Stelle nichts gelöst, verstellt oder nachgezogen. Der Schaden wurde nur festgestellt und das Bike danach in Ruhe gelassen. Foto hänge ich hier an den Thread mit ran.

Ich habe das Rad anschließend direkt zu Rabe Bike gebracht, damit dort ein Fall bei CUBE eröffnet wird. Dort wurde mir allerdings gesagt, es könne sein, dass CUBE die Garantie ablehnt mit der Begründung, dass das Bike vorher bei einer anderen Werkstatt war und man nicht ausschließen könne, dass dort jemand etwas an der Schraube gemacht oder sie zu fest angezogen hat.

Genau das macht mir jetzt Sorgen, weil:
  • an der Motoraufnahme wurde von mir selbst nie etwas gemacht,
  • das Bike war in den fast 2 Jahren nur bei Werkstätten wegen der Sichtprüfung,
  • und bei der Werkstatt, die den Schaden entdeckt hat, an der Stelle eben gerade nichts gemacht.
Ein Sturz, Unfall oder ähnliches gab es nicht.

Fahrprofil:
Bike: 25kg
Fahrer: 95 kg
Gepäck: max. 5-10kg
Zulässiges Gesamtgewicht (Bike + Fahrer): 140kg
Strecken: 50% Schotterwege/Forstautobahnen, 40 % geteerte Fahrradwege und 10% leichte Trails max. S2
KM: 3500
Ja ich weiß, dafür ist das Bike eigentlich überdimensioniert, aber das soll jetzt hier bitte nicht zum Hauptthema werden.

Zu der Vollkasko Versicherung beim Deutschen Dienstrad steht folgendes:

Was bedeutet Dienstrad-Protect bzw. Vollkaskoversicherung?
Der Dienstradschutz sichert gegen Verlust und Beschädigungen, insbesondere in folgenden Fällen:

Diebstahl, Einbruch- Diebstahl, Raub (auch von Anbauteilen)
Totalschaden
Vandalismus
Beschädigung durch (Verkehrs-)Unfall, Fall oder Sturz
Bedienungsfehler / unsachgemäße Handhabung
Beschädigung oder Zerstörung von Akkus und elektronischen Motor- und Steuerungsgeräten
Material-, Produktions- und Konstruktionsfehler nach Ablauf der 2-jährigen Verjährungsfrist für die Ansprüche aus Sachmängelhaftung


Meine Fragen an euch:
  • Hatte jemand schon mal einen Rahmenbruch bei CUBE, speziell im Bereich Motoraufnahme?
  • Wie verhält sich CUBE in solchen Fällen erfahrungsgemäß bei Garantie/Gewährleistung/Kulanz?
  • Hat jemand Erfahrung mit Deutsches Dienstrad, wenn so etwas noch innerhalb der 2 Jahre festgestellt wird?
  • Wie würdet ihr euch absichern, damit am Ende nicht behauptet wird, die zuletzt prüfende Werkstatt hätte etwas verursacht?
  • Werde am Ende ich der Dumme sein und auf den Kosten sitzen bleiben und alles aus eigener Tasche bezahlen müssen?
Mir geht es vor allem um echte Erfahrungswerte, wie Hersteller, Händler und Leasinganbieter in so einem Fall normalerweise reagieren.

Vielen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung.

1000082271.jpg

LG Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Brausetablette

Hilfreich
Zum Beitrag springen →
Ich kann (Gott sei Dank) nicht mit Erfahrungen dienen, finde aber, dass das konstruktiv wirklich beschixxen von Cube gelöst wurde. Für mich sieht das schon fast nach Sollbruchstelle aus.

Bleibt mir nur, Dir fest die Daumen zu drücken, dass es gut und schnell für Dich ausgeht. Von "gut" gehe ich aus, ich denke der Rahmen wird getauscht. Bei "schnell" bin ich skeptisch, aber man wird sehen.
Viel Glück!
 
Kann leider auch nicht helfen, hätte aber eine generelle Frage:
Wer muss in einem solchen Fall eigentlich aktiv werden zwecks Kulanzantrag?
Die Leasing als Eigentümer des Rades oder der Leasingnehmer als aktueller Besitzer?
 
Kann leider auch nicht helfen, hätte aber eine generelle Frage:
Wer muss in einem solchen Fall eigentlich aktiv werden zwecks Kulanzantrag?
Die Leasing als Eigentümer des Rades oder der Leasingnehmer als aktueller Besitzer?
Wer das rechtlich "muss" kann ich auch nicht beantworten. Ich würde mich aber als "Besitzer" schnellstmöglich darum kümmern, um den Prozess nicht noch weiter in die Länge zu ziehen.
 
Dort wurde mir allerdings gesagt, es könne sein, dass CUBE die Garantie ablehnt mit der Begründung, dass das Bike vorher bei einer anderen Werkstatt war und man nicht ausschließen könne, dass dort jemand etwas an der Schraube gemacht oder sie zu fest angezogen hat.
Es wäre nicht nur dreist einer Fachwerkstatt soetwas zu unterstellen um einer Garantieleistung zu entgehen, das müsste am Ende ja durch Cube auch bewiesen werden.

Der Eigentümer des Bikes ist ja die deutsche Dienstrad und nicht du.

Ich hoffe für dich, dass du eine Rechtsschutzversicherung hast, dann kannst du das - abgesehen vom zeitlichen Aufwand für Schreiben, Telefonate und ggf. Anwaltkontakt - zumindest relativ entspannt sehen.

Ich würde mich aber als "Besitzer" schnellstmöglich darum kümmern, um den Prozess nicht noch weiter in die Länge zu ziehen.
Genau so sehe ich das auch. Abgesehen von der Ausfallzeit des Bikes und deinem Zeitaufwand, sollte bei so einer eindeutigen Rechtslage zumindest kein finanzieller Schaden für dich entstehen.
 
Also ich habe aus meiner Sicht alle Beteiligten angeschrieben bzw. Bescheid gegeben.
  • Beim Händler, bei dem ich das Bike bekommen habe. Dort steht das Bike jetzt auch, denn der macht die Kommunikation mit Cube.
  • Dann habe ich Cube selber schon angeschrieben mit dem Sachverhalt.
  • Mein Arbeitgeber weiß Bescheid
  • Deutsches Dienstrad habe ich ebenfalls schon eine E-Mail geschrieben
  • Die Fachwerkstatt weiß auch schon Bescheid, dass es evtl. ein Problem geben könnte.

Also eigentlich wissen jetzt alle Bescheid, dass es ein Problem gibt. Jetzt heißt es abwarten was bei Cube rauskommt. Wenn die das übernehmen, alles gut.
Wenn nicht, dann schauen was die Begründung ist. Wenn die es auf die andere Fachwerkstatt schieben, eine schriftliche Bestätigung holen das sie die Schraube nicht angerührt haben, also nicht dran schuld sind und Cube zukommen lassen.
Wenn die Begründung eine andere ist, dass Deutsches Dienstrad Bescheid geben und die Vollkasko in Anspruch nehmen. Ob die das dann machen, also die Reparatur bezahlen, als Totalschaden abwickeln oder an Cube zurückweisen muss man dann abwarten.

Natürlich ärgert mich die Tatsache, dass ich die nächsten 2-3 Monate kein Bike haben werde. Aber ich könnte damit besser Leben, wenn ich wüsste das alles irgendwie geregelt wird und ich nicht auf irgendwelchen Kosten sitzen bleibe. Aber wenn es darauf rausläuft am Ende irgendwelche Kosten selber tragen zu müssen, dass kann ich absolut nicht gebrauchen und macht einen schon nachdenklich wie es weiter geht.

Vor allem weil ich mir ja absolut keiner Schuld bewusst bin, ich hatte weder einen Unfall noch hat jemand das ich es wüsste an der Schraube was getan. Gerade für solche Fälle dachte ich immer springt die Garantie/Gewährleistung ein bzw. die Vollkasko vom Leasing-Bike.

Ich habe nur die ADAC Verkehrsrechtschutz, da sind war E-Bikes mit drin, aber da geht es ja um Streitigkeiten wegen Unfälle etc.

Aber gut, vielleicht wird sich ja alles zum Guten wenden und die ganze Aufregung ist umsonst und Cube bzw. Deutsches Dienstrad übernimmt die Kosten.

LG Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nur die ADAC Verkehrsrechtschutz, da sind war E-Bikes mit drin, aber da geht es ja um Streitigkeiten wegen Unfälle etc.
Ich persönlich halte eine Rechtsschutzversicherung für essentiell und kann nur jedem raten diese 200 - 300 Euro pro Jahr dafür aufzubringen.

Genaut bei solchen Fällen wie deiner jetzt, lässt einen das ruhiger schlafen.

Ich habe meine gerade erst erweitert, sodass Spezial Strafrechtsschutz, Wohnen und Beruf inkludiert sind.

Ich hoffe für dich, dass die Sache gut ausgeht. Wie ich oben schon schriebe, da sollte zumindest kein finanzieller Schaden für dich hängenbleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie kommt mir das Foto, bzw. der Riss an der Motoraufhängung bekannt vor. Hier gab's sowas doch schon mal? Bin mir aber nicht sicher, ob es an nem Cube war. Ich meine es wäre ein Radon gewesen. Wie da ausging weiß ich auch nicht mehr.
 
Dieses Rad gehört nicht Dir.
Du musst nichts bezahlen, außer vielleicht Verschleißteile.
Es ist ein Dienstrad mit dem Du zur Arbeit fahren musst. Du benötigst gleichwertigen Ersatz.
 
Hallo,
die Schraube sieht nicht so aus, als ob da kürzlich dran geschraubt wurde. Um den Schraubenkopf scheint es, als ob die Schraube sich in der Rahmenbohrung bewegt hat. Was nach dem Riss aufgetreten sein kann, oder die Schraube war von Anfang an nicht gut angezogen und bei der Insp nicht kontrolliert worden.
Denkbar wäre auch ein Riss durch zu stark angezogene Schraube. Falls der Schraubenkopf an der Unterseite einen Zentrierkegel hat, nicht 100% der Anpressfläche flach, und Bohrung zu klein, drückt das auch auseinander.

Dieses Rad gehört nicht Dir.
Du musst nichts bezahlen, außer vielleicht Verschleißteile.
Es ist ein Dienstrad mit dem Du zur Arbeit fahren musst. Du benötigst gleichwertigen Ersatz.
Ja, aber kann es sein, dass dann die bereits gezahlten Leasingraten futsch sind? Im Falle von Deibstahl wäre das meistens so.
 
Irgendwie kommt mir das Foto, bzw. der Riss an der Motoraufhängung bekannt vor. Hier gab's sowas doch schon mal? Bin mir aber nicht sicher, ob es an nem Cube war. Ich meine es wäre ein Radon gewesen. Wie da ausging weiß ich auch nicht mehr.
Meinst Du die hier?
 
Meinst Du die hier?
Genau, der war's... Danke
 
Ja, aber kann es sein, dass dann die bereits gezahlten Leasingraten futsch sind? Im Falle von Deibstahl wäre das meistens so.
Jein, bei Jobrad bekommst du die Hälfte der gezahlten Raten bei Diebstahl auf den Preis des nächsten Leasings angerechnet. Bringt dir halt nur etwas, wenn du wieder least und das Rad entsprechend gesichert war.
 
Ja, aber kann es sein, dass dann die bereits gezahlten Leasingraten futsch sind? Im Falle von Deibstahl wäre das meistens so.
Sein kann viel. Kommt ja auch auf den Vertragspartner an. Was bedeutet Leasing? Warum futsch? Bis zum Defekt oder Diebstahl war doch alles geil, oder?

Man sollte sich beim Bikeleasing immer darüber klar sein daß man nur Untermieter ist. Das Bike wird vom Leasinggeber gekauft, vom AG gemietet und an den AN weitervermietet.

Es gibt auch keine Garantie zur Übernahme nach Vertragsende. Ein reines Steuer- und Abgabensparmodell für Arbeitgeber sowie den Staat (Alg, Rente)
 
Ich habe mir das Angebot meines AG von Jobrad angeschaut. Interessant wird das imho nur, wenn man am Ende das Rad günstig übernehmen würde. Die potentielle Einsparung unterm Strich wäre für mich in einem recht überschaubaren Bereich. Dagegen das Risiko, das Rad nicht übernehmen zu können, weil nicht angeboten oder geklaut, da bei geklaut die Versicherung an den Eigentümer = Jobrad zahlt.

Aber das ist hier (noch? nicht das Thema.
 
Zurück