Magura MT7 hochfrequentes Quietschen

Super beschrieben, klasse.....!!
Also ich kenne die Probleme mit der Dauerentlüfterei bei Magura nicht, ist mir echt vollkommen fremd, zumindest in der Häufigkeit wie hier so oft beschrieben.
Ich dachte so wie beschrieben machen das bereits alle.....?
Ich entlüfte und befülle meine Maguras schon seit eh und je so.....allerdings früher mit der Plastikflasche als Ausgleichsbehälter.
Funktionierte schon bei der damals "zickigen" Marta SL und der Gustav M.
Ok ich bin alt.....
Die Blöcke aus Alu nutz ich schon ewig, hab ich mir von nem Kumpel fräsen lassen, weil die gelben Transportsicherungen schon damals nicht dazu geeignet waren.
 
um die Differenzen im Druckpunkt irgendwie in Zahlen zu erfassen, hab ich meinen Versuchsaufbau wieder mit einem originalen Bremsschlauch bestückt und einige Versuche gemacht

beim 1 Versuch hab ich direkt nach dem Leitungstausch alles mit Spritze und Shimanobecher befüllt (ohne Entgasung) der Druckpunkt war danach irgendwie sehr weit und schwammig

danach Versuch 2 mit entgaster Flüssigkeit und intensiver Entlüftung (3 verschiedene Positionen beim Sattel und Entlüftung beim Geber) da ist überall noch viel Luft gekommen (noch viel beim Sattel) der Druckpunkt war danach gut und deutlich kürzer

Differenz zwischen Versuch 1 und Versuch 2 war grob 10mm beim Bremshebel, bei diesen 2 Versuchen hab ich aber die gedrückte Kraft nicht gemessen

dann Versuch 3 weitere Nachentlüftung am Geber nach mehreren Std. mit stark gedrückter Bremshebelfixierung bei starkem Leitungsgefälle nach oben, es ist noch mal etwas Luft am Geber raus gekommen (am Sattel nichts mehr) der Druckpunkt war danach sehr gut

dann bei Versuch 4 einfach nochmal als Gegenprobe eine simple Leitungsfüllung mit nicht entgasten Mineralöl gemacht (mit Spritze und Becher) der Hebelweg wurde wieder weiter und schwammiger

bei Versuch 3 und 4 hab ich auch mit fixen Gewichten belastet (ca. 5,4kg) und dann die Differenz beim Hebelweg gemessen, die Differenz hat hier auch noch ca. 6mm betragen obwohl die grossen Luftblasen bereits bei den vorhergehenden Entlüftungen draussen waren, die Differenz kommt daher nur von den vielen kleinen Mikroblasen wenn man nicht entgast

eine weitere Beobachtung in Bezug quitschen hab ich auch gemacht

2 Bikes mit gleichen Bremsanlagen, gleichen Scheiben, gleichen Belägen
die Anlage mit Centerlockadapter neigt vorne und hinten bei Nässe mehr zum quitschen als mit originaler 6 Loch Befestigung, ich vermute daher dass die Seitensteifigkeit der Scheiben eine grössere Rolle in Bezug quitschen spielt

Lg Tirolbiker63
 
eher

eher Pensionist mit viel Freizeit
Das bin ich auch, ich habe aber auch noch andere Hobbys 😂
Trotzdem, Hut ab vor deinen Versuchen…
Was ich nur nicht verstehe, warum soll keine Serienbremse im serienmäßigen Zustand richtig funktionieren 🤷‍♂️
Ich habe an 2 Bikes die MT7 und hatte auch anfänglich die Probleme an nur einer Bremse, an einem der Bikes, mit den ungleichmäßig zurücklaufenden Bremskolben. Nach ca. 600 km und 5 maliger Schnellentlüftung nach Vorgabe von Magura läuft nun alles so wie es soll. Die Bremsen tun ihre Arbeit hervorragend… Kein Quietschen (ausser kurz bei Nässe), kein Schleifen und ein klar definierter Druckpunkt 💪🏻
 
Was ich nur nicht verstehe, warum soll keine Serienbremse im serienmäßigen Zustand richtig funktionieren 🤷‍♂️
Ich habe an 2 Bikes die MT7 und hatte auch anfänglich die Probleme an nur einer Bremse, an einem der Bikes, mit den ungleichmäßig zurücklaufenden Bremskolben. Nach ca. 600 km und 5 maliger Schnellentlüftung nach Vorgabe von Magura läuft nun alles so wie es soll. Die Bremsen tun ihre Arbeit hervorragend… Kein Quietschen (ausser kurz bei Nässe), kein Schleifen und ein klar definierter Druckpunkt 💪🏻
das ist schwer zu sagen, in der Industrie wurden immer bei Fehleranalysen die Prozesse aufgeschlüsselt

z.B. in Technikproblem, Organisationsproblem, Personalproblem usw.

wenn es sehr häufig nur bei einem bestimmten Modell vorkommt, dann würde ich annehmen dass es bestimmte Problemstellen bei diesen Modell gibt

z.B. Konstruktions bedingt geringerer Rückstellweg
ungünstige Stellen wo die Luft schwer bei der Entlüftung raus geht
Material welches z.B. bei Überhitzung zum verziehen neigt oder die Dichtung schneller verhärtet
oder z.B. grösserer Kolbendurchmesser welcher bei Lufteinschluss oder auch generell mehr zum Verkanten neigt

usw.

da ich keine Magura habe kann ich dazu nicht viel sagen ob hier Faktoren dabei sind welche zutreffen, ich kann nach meinen Versuchen aber sagen dass Luft in der Anlage messtechnisch sichtbar ist, man sieht die Verzögerung und die verzögerte Rückstellung an der Messuhr, und diese Verzögerungen können auch an ungünstigen Stellen Auswirkungen in der Kolbennachstellung haben, sie ergeben einen schlechten Druckpunkt und einen langen Hebelweg, versucht man das dann durch Kolbennachstellung oder mehr Bremslüssigkeit zu verändern, dann wird der Spalt halt geringer und die Bremse neigt dann mehr zum Schleifen (der Luftpolster dehnt sich ja verzögert wieder aus)

besser ist es wenn man keine Luft drinnen hat, dann kann man auch mit einem etwas grösseren Spalt einen kurzen Hebelweg und einen guten Druckpunkt erreichen

weiteres würde ich möglichst immer auch die Scheibe gut ausrichten und eine massiv gebaute steife Bremsscheibe verwenden (möglichst ohne Adapterbefestigung)

mehr Kühlung weniger Verzug bei Hitze, weniger seitliche Verbiegung oder flattern, da ist dann auch massiver Wiederstand da wenn mal ein Kolben nicht ganz synchron läuft, bei einer sehr leichten Scheibe mit dünnen Stegen gibt die Scheibe mehrere Zehntel sehr leicht nach (hab da auch Messungen gemacht) der Kolben rutscht dadurch einseitig nach und es bleibt in einem dauernden Schleifzustand, eine massive Scheibe hält dagegern bis die Gegenkraft vom anderen Kolben stabilisiert, dadurch rückt dann der Kolben nicht so leicht nur einseitig nach

die MDR-C wäre z.B. sehr stabil lt. meinen Messungen (oder eine TS HD oder ev. eine dickere Brakestuff)

Lg Tirolbiker63
 
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hab gestern mal an einer Sram mit dem DOT Zeug entlüftet (mit Jagwire Elite DOT Set)

zuerst bei gedrückt fixiertem Bremshebel den Sattel in verschiedenen Stellungen gespült (mit abwechselnd Druck und Vakuum) dann noch intensiv mit Vakuum am Bremshebel gespült (ohne starken Druck damit am AGB nichts beschädigt wird) es hat alles super funktioniert, hab tlw. die Spritze unter Vakuum fixiert weil es sehr anstrengend ist

aber mir kommt vor dass es hier mit DOT länger dauert bis man die Mikroblasen raus bekommt, die Blasen steigen beim DOT eher träger nach oben, es hat relativ lange gedauert bis am Geber keine Luft mehr gekommen ist

Probleme hatte ich eigentlich nur mit dem Füllstand
der passende Bleedblock hatte nur 10.5mm
TS HD 2,05 + 2x Galfer (violett) 8,3mm = 10,35mm (da bleibt nicht mehr viel)

hab dann über den Geber mit Vakuum die Kolben ganz nach hinten gesaugt und 2 Blechstreifen (a 0,2mm) zwischen Kolben und Bremsbelag dazwischen geschoben, dann am Geber wieder Flüssigkeit durch leichten Druck gefüllt (die Kolben stehen dann exakt mit 0,2mm Abstand zum Belag an weil das Blech dazwischen ist) dann Spritze abgeschraubt und wieder alles verschlossen, es sollte dabei kein Vakuum drauf sein sonst saugt es Luft in den AGB

dann bei gelockerten Sattel Bremse gedrückt gehalten und Sattel fest geschraubt, dann Bremse gelöst und Bleche entfernt

danach war dann auch ein perfekter Spalt passend zu den neu verbauten Teilen, die Kolben sind sozusagen an den neu verbauten Teilen resetet worden

Lg Tirolbiker63

eingelegte Bleche (a 0,2mm) zum Füllstand optimieren
IMG_20220303_154044_edit_1700925071963374.jpg
Bleche (0,1mm und 0,2mm)
IMG_20220303_160343_edit_1695613749459497.jpg

Blasen steigen träge, im Vakuumzustand fixiert
 
aber mir kommt vor dass es hier mit DOT länger dauert bis man die Mikroblasen raus bekommt, die Blasen steigen beim DOT eher träger nach oben, es hat relativ lange gedauert bis am Geber keine Luft mehr gekommen ist

Ich behaupte mal irgendwo gesehen ( YT ) oder gelesen zu haben:

Wenn schon mal die Bremsflüssigkeit in der Spritze ist , und iwo hingehängt
bevor man in der System reindrückt 10 bis 15 Minuten ruhen lassen.
Einfach etwas zeit lassen für die Microblasen in der Spitze nach oben zu steigen.

Ich habe Shimano , also mit Mineralöl. Könnte aber mit DOT auch gehen.
 
Ich behaupte mal irgendwo gesehen ( YT ) oder gelesen zu haben:

Wenn schon mal die Bremsflüssigkeit in der Spritze ist , und iwo hingehängt
bevor man in der System reindrückt 10 bis 15 Minuten ruhen lassen.
Einfach etwas zeit lassen für die Microblasen in der Spitze nach oben zu steigen.

Ich habe Shimano , also mit Mineralöl. Könnte aber mit DOT auch gehen.
ohne Vakuum tut sich bei den Mikroblasen wenig in der Spritze, ich hatte die Anlage aber bereits mit durch Vakuum entgaster Flüssigkeit befüllt, ich glaube dass sich durch die Entlüftungs und Spülvorgänge die Luft die sich vorher im System befunden hat dann beim DOT relativ langsam nach oben bewegt (trotz Vakuum)

bei der Spülung bzw. Entlüftung am Geber ist mir etwas aufgefallen

bei der Vakuumphase kommt anfangs viel Luft mit grossen Blasen (hat sich vermutlich vorher im AGB gesammelt) später dann nur mehr kleine langsam nach oben schwebende Mikroblasen, sie wandern nicht mehr wenn man das Vakuum wieder löst, wenn ich nach lösen vom Vakuum den Bremshebel drücke und danach wieder das Vakuum anziehe, dann kommt wieder ein Schwall grösserer Blasen, vermutlich werden die grösseren Blasen durch das drücken komprimiert und anschliessend durch das Vakuum besonders gut durch die kleine Bohrung in den AGB gesaugt (die grossen Blasen stauen sich sonst ev. beim Geberkolben)

wenn man das solange macht bis nichts mehr kommt dann geht mindestens 1 Std. Zeit drauf, allerdings war der Druckpunkt danach sehr gut

Lg Tirolbiker63
 
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Wenn die Dichtungen nicht für DOT ausgelegt sind Quellen diese ggfls auf, bitte beachten !
ja, hab deshalb auch 2 verschiedene Entlüftungssets mit unterschiedlichen Dichtungen

es ist auch sehr wichtig dass man keinen hohen Druck am Geber aufbaut (nur soviel das die Bremsflüssigkeit wieder nach dem Vakuum wieder zurück rinnen kann)

und man sollte das System nicht überfüllen, es baut sich sonst hoher Druck im AGB auf wenn man den Bremshebel drückt weil die Bohrung im AGB erst nach einem kurzen Weg vom Geberkolben verschlossen wird

der volle Bremsdruck wirkt dann kurz auf die Membran und den Verschlussdeckel bis der Geberkolben die Bohrung verschliesst (da kann dann was kapputt gehen)

wenn der Füllstand passt dann fährt der Geberkolben zuerst ein Stück ohne grösseren Wiederstand (bis die Sattelkolben anpressen) dabei wird die Bohrung vom AGB überfahren und ist dann nicht dem hohen Bremsdruck ausgesetzt (deshalb auch nur stärkeren Druck bei der Sattelentlüftung bei gedrückter Bremshebelfixierung anwenden)


Lg Tirolbiker63
 
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hab noch ein wenig mit 3 verschiedenen Bremsanlagen experientiert

mit der Vakuumentlüftung bekommt man wirklich einen harten Druckpunkt hin, Casanova wäre sicher angetan gewesen ;)

mit experimentieren sind mir aber noch einige Punkte aufgefallen

wenn man eine Sattelentlüftung mit Vakuum macht und den Bremshebel nicht fixiert, dann zieht es die Luft vom AGB ins Bremssystem (wenn Luft im AGB drinnen ist), deshalb immer zuerst den Sattel mit fixierter Bremse entlüften und dann erst den Geber entlüften es gelangen beim Sattel spülen auch Blasen in die Leitung deshalb wäre es umgekehrt auch ungünstiger

bei der Sram Guide RE ziehen sich die Kolben durch das Vakuum nicht zurück, bei der älteren 2 Kolbenbremse (Br-M615) und auch bei der neuen 4 Kolbenanlage (MT520 Sattel) ziehen sich die Kolben durch das Vakuum gut zurück, ich vermute mal dass es an den kleineren Kolben bei der Guide RE liegt, ev. gleiten die etwas grösseren Keramikkolben beim Shimano Sattel auch besser

weiteres sollte man eine Überfüllung unbedingt vermeiden, der Bremsgeber generiert bis zu 100 Bar Druck wenn man 18kg Gewicht am Griff einsetzt, der Bremsgeber zerschiesst sonst die Membran im AGB wenn das System überfüllt ist (wenn z.B. sofort ein sehr harter Druckpunkt ohne Leerweg da ist) einen kurzen Leerweg ohne hohen Druck braucht es dass die Bohrung zum AGB zuerst verschlossen wird

sehr grosse Unterschiede ergaben Messungen vom Kolbenrückzug zwischen den verschiedenen Bremsanlagen

eindeutig am Besten war hier das Servowave System mit dem Shimano MT520 Sattel (Keramikkolben)
der Kolbenrückzug liegt hier bei ca. 0,4mm pro Kolben, die Sram Guide RE und die ältere Shimano 2 Kolbenbremse (Br-M615) zeigten einen Kolbenrückzug um 0,15-0,2mm , weiteres wurde der Kolbenrrückzug bei weiter ausgefahrenem Kolben eher noch etwas geringer

weiteres war auffällig dass selbst gut mobilisierte Kolben und auch nicht der neue MT520 Sattel mit den Keramikkolben immer gleichmässig weit ausfahren wenn man die Kolben weiter raus pumpt, sobald einer der Kolben etwas leichter ausfährt driften die Kolben auseinander, allerdings wenn die Kolben nur den kurzen Weg zur Scheibe fahren müssen ist dieser Effekt egal da der Weg zu kurz ist (die kurze Wege zur Scheibe fahren die Kolben synchron)

generell sind die Keramikkolben bei meinen Tests am gleichmässigsten ausgefahren

ein Problem ergibt sich allerdings bei der ersten Ausrichtung vom Sattel wenn ein leichtgängiger Kolben gegenüber den anderen Kolben etwas zu weit ausfährt (Sattel steht dann ev. etwas schief zur Scheibe wenn man mit gelockerten Sattel auzentriert)

hier gibt es interessante Diskussionen und auch ein Video zu dieser Problematik
Link

man muß im Prinzip den Sattel parallel und zentriert zur Scheibe ausrichten und dann schauen dass alle Kolben gleich weit ausfahren und nicht umgekehrt den Sattel an ev. etwas ungleich ausgefahrenen Kolben ausrichten

ich weiss leider nicht wie es bei Magurabremsen mit den Kolbenrückzug aussieht, grosse Beläge mit geringen Kolbenrückzug wären halt noch heikler (noch weniger Spielraum) als kleinere Beläge mit sehr viel Kolbenrückzug, ich werd das aber mal messen wenn meine Schwägerin zum nächsten Belagwechsel kommt
(hat eine Magura MT5)


Lg Tirolbiker63
 
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Kannst du mir den physikalischen Grund nennen, warum so die Luftblasen nach oben steigen sollten?
Ich hätte da eine Idee: große Blasen können sich schwerer den Weg nach oben suchen in der dünnen Leitung. Durch Kompression werden die Blasen kleiner, den Luft/Gas ist ja komprimierbar.
Nur ne Idee, werde mal meine entlüften, denn wegen Quitschen bin ich hier gelandet
 
Ich hätte da eine Idee: große Blasen können sich schwerer den Weg nach oben suchen in der dünnen Leitung. Durch Kompression werden die Blasen kleiner, den Luft/Gas ist ja komprimierbar.
Nur ne Idee, werde mal meine entlüften, denn wegen Quitschen bin ich hier gelandet
ja, ich habe das schon mal geschrieben
das Problem besteht eher hinten wegen der ungünstigen Leitungsverlegung mit auf ab Schleifen (und längere Leitung)
Bike mit gedrückt fixierter Bremse vorne steil hoch stellen und nach einigen Stunden am Geber entlüften, vorher noch einige Male pumpen nach lösen der Fixierung

die kleine Gasbläschen kommen durch das Vakuum hoch, die grossen Bläschen durch Druck (auch mit pumpen) das Gefälle muß halt steiler nach oben gehen

Lg Tirolbiker63

siehe Versuch (Video)
bei Druck wird die Blase kleiner und löst sich von der Wand ab und steigt dann nach oben
 

Anhänge

  • petal_20220211_142832.mp4
    14,8 MB
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Bescheiden

Korrekt und ein bekanntes Maguraproblem.

Aus diesen und einigen anderen Gründen baue ich meine Räder auf Shimano um.
ich hatte heute die Magura von meiner Schwägerin zur Inspektion (MT4/MT5)

der Kolbenrückzug war sehr gering (~ wie bei der Guide Re oder bei den älteren Shimanos) , der Spalt war vor allem vorne bei den breiten Belägen (MT5) schwierig zum Einstellen

die Beläge sind hinten bei der MT4 sehr klein und allgemein schleifen die Beläge auf der montierten Storm sehr tief in den Steg hinein (es würde da eigentlich einen wesentlich breiteren Reibring benötigen)

es wundert mich daher nicht warum hier mehrfach von Quietschproblemen berichtet wird, bei neueren Shimanos hat man einfach wesentlich mehr Einstellspielraum wenn der Belag mal schleift

Lg Tirolbiker63

IMG_20220327_141530.jpg
 
zum Thema Sattel ausrichten bei Belagwechsel hab ich meine zuletzt bei der Sram Guide verwendete Methode noch etwas optimiert (auch wegen der Keramikkolben und dem grösseren Kolbenrückzug der Shimano Anlage) ist zwar eigentlich ein Magurathema, aber ev. hilft das hier auch bei der Ausrichtung mit knappen Spalt weiter

Grundvoraussetzung ist allerdings dass der Füllstand mit passenden Bleedblock so eingestellt ist dass genügend Platz im Sattel vorhanden ist (minimum > Mass neue Scheibe + Mass neue Beläge + 2x Kolbenrückzug) der Bleedblock sollte dabei auch nicht klemmen da sonst die Kolben nach entfernen wieder etwas heraus kommen (lieber etwas mehr Luft lassen)
z.B. in meinem Fall
neue TS HD Scheibe ~2,05mm
2 x Galfer Beläge =~8,2mm
2 x Kolbenrückzug meiner Shimano ~0,8mm (bei Magura oder Sram entsprechend dann eher um 0,3mm)
ergibt gesamt 11,05mm
Bleedblock zum Füllstand einstellen und entlüften daher mit 11,2 mm verwendet!

die heraus gefahrenen Keramikkolben drücke ich jetzt mit einem flachen plan am Kolben anliegenden Hilfswerkzeug zurück (bei ausgebauten Sattel) ganz weit ausgefahrene Kolben neigen leichter zum verkanten
deshalb drücke ich nur den letzten Rest mit einem Kunststoffreifenheber noch ganz nach hinten nach (der Kolben hat da bereits eine bessere Führung im Sattel wenn er schon weiter zurück gedrückt wurde und verklemmt dann nicht mehr so leicht)

der passende Bleedblock sollte dann gut hinein passen wenn alle Kolben gut zurückt gedrückt wurden!
(muß man manchmal wiederholen weil der Systemdruck bereits zurück gedrückte Kolben wieder etwas raus drückt) wenn der berechnete Bleedblock gar nicht rein geht dann passt der Füllstand nicht (Füllstand korrigieren und nicht mit Gewalt die Kolben auseinander quetschen sonst kann man den Geber zerstören)

dann den Sattel grob an der Scheibe ausrichten und leicht fest ziehen, die Beläge sollten dann beide locker hinein gehen (wenn der Sattel nicht versetzt an der Scheibe ausgerichtet wurde)

damit jetzt alle Kolben sich synchronisieren und an der richtigen Stelle stehen und nicht einer voraus eilt oder einer hinten nach hängt, schiebe ich noch eine Blechscheibe zwischen Belag und Scheibe dazwischen, diese sollte ~ dem Kolbenrückzug entsprechen (bei Sram hatte ich 0,15mm bei der neuen Shimano passt 0,3mm gut)

jetzt alle Kolben zum Blech dran pumpen, es sind dann alle Kolben ~ zum Spaltmass synchronisiert

wenn man das nicht so macht kann es passieren dass die Sycronisation entgleist weil z.B. ein Kolben leichter geht und die Druckverhältnise beim dran pumpen auch anders sind als im laufenden System (weil nicht sofort Gegendruck von der anderen Seite da ist entgleist der leichtgängigere Kolben oft stark), dann steht der Sattel ev. schräg oder man hat halt keinen ausreichenden Spalt (je nachdem welche Methode man anwendet)

dann die Bleche entfernen und bei gedrückter Bremse den Sattel nochmal feinjustieren (Sattel lockern und bei gedrückter Bremse in mehreren Schritten fest ziehen) der Sattel richtet sich dabei noch etwas in der Position ein
(auch bei den Konvex Konkavscheiben)

der Vorgang hat auch bei der neuen Shimano perfekt funktioniert, der Spielraum ist hier allerdings auch deutlich grösser als bei Magura oder bei meiner alten Sram

der Spalt war aber auf Anhieb perfekt

danach noch eingebremst, der Bremsgrip war sehr schnell voll da weil ja der Belag schon so exakt wie möglich auf die Scheibe ausgerichtet wurde, auch nach der Einbremsung war der Spalt noch optimal

zum Kolben zurück drücken habe ich ein Reststück einer Schichtstoffplatte verwendet (~ in Kolbenbreite)
zum Spalt syncronisieren hab ich eine 0,3mm dicke Feinspachtel mit einer Blechschere in mehrere passende Streifen zugeschnitten

bei wenig Kolbenrückzug sollte auch die Scheibe optimal ausgerichtet werden, hier habe ich eine Klemmhalterung eines alten Billigständers mit einer Messuhr bestückt (siehe Video) man braucht allerdings eine grössere Messspitze (Tellerform ~15mm) sonst geht das wegen den oft sehr großen Scheibenlöchern sehr schlecht (oder halt im Zentrierständer wenn man einen mit Messuhr hat)


ev. hilft die eine oder andere Anregung auch den Magurafahren weiter

Lg Tirolbiker63

Blechscheiben und flache Kolbenrückstellhilfe
IMG_20220328_171655_edit_36830927782920.jpg
Messung der Scheibe hinten mit alter Bikehalterung


Messung der Scheibe vorne mit alter Bikehalterung
 
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Hallo zusammen, ich habe mich hier angemeldet, da mich bei meinem 1,5 Jahre altem Cube Stereo Hybrid 140TM die Magura MT7 mit den MDR-P Scheiben in den Wahnsinn treibt. Ich habe schon so einige Shimano und R1 Bremsen gefahren, aber bei keine hatte ich so ein Theater wie mit der Magura.

Ich hatte schon einige Bremsen aber keine hat so penetrant hochfrequent gequietscht wie diese. Gerade in den Trails oder beim leicht bremsen ist es furchtbar laut. Es stört schon meine Mitfahrer.

Ich habe jetzt schon einige Beläge probiert: Trickstuff Power, Trickstuff Standard (am schlechtesten), Original Magura 4x einzelne Beläge schwarz und grün (eher weniger quietschen aber dafür ein extrem unangenehmes rattern) und die blauen Magura Beläge. Ich habe die Beläge angeschrägt, geschliffen und mit Keramik Montagepaste auf der Rückseite versehen zum Testen. Es will einfach nicht quietschfrei.

Eingebremst wurden die Beläge immer indem ich Bergabgefahren bin, auf 30kmh beschleunigt habe und mehrmals auf ca. 5kmh heruntergebremst habe.

Heute habe ich die hintere Bremse über 45min versucht einzustellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass meine MDR-P Scheibe nicht 100% sauber läuft da sich der Lichtspalt immer ändert wenn ich das Rad drehe. Ich habe versucht das gegen zu biegen ist auch etwas besser geworden aber perfekt wird es nicht.

Danach lief für die ersten 10km die Bremse doch relativ ruhig, fing aber dann schon wieder leicht zu quietschen an. Nach 40km und Haustrails, war das Quietschen wieder genau wie vorher.

Was mich noch extrem wundert, obwohl die Bremse 100% eingestellt war vor der Fahrt, lief das Hinterrad nach der Ausfahrt nicht mehr schleiffrei. Komischerweise funktioniert die die bremssattelanzieh bei gedrückter Bremse Methode besser bei mir.

Wenn die Bremsen warm gebremst werden ist das Quietschen kurzzeitig verschwunden.

Ob das hier beschriebene Entlüften die Lösung ist? Das wurde die letzten 1200km auf jedenfall nicht gemacht. (Bei den alten Bikes habe ich das immer alle 2 Jahre oder bei Bedarf gemacht). Der Druckpunkt ist eigentlich ganz okay.

Ich habe auch schon gelesen, dass die Auslieferungsqualität oftmals nicht so cool ist. Das war auch bei meinen Reifen so, die musste ich ziemlich bald tauschen weil die einen unmöglichen Achter hatten... Soll ich evtl. die MDR-P runter hauen und auf eine andere Marke umsteigen? Durch die ganzen Versuche wird die jetzt vermutlich eh schrottreif sein...
 
Und jetzt sollen wir dir hier die vorherigen 58 Beiträge nochmal vortragen? Oder was hättest du gerne?
 
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