Gewagte Ausblicke und kühne Thesen: So wird das Fahrrad-Jahr 2022

Gewagte Ausblicke und kühne Thesen: So wird das Fahrrad-Jahr 2022

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Es ist offiziell: Das Jahr 2022 hat angefangen! Aber wie wird das kommende Fahrrad-Jahr? Fahren wir nur noch E-Bike? Welche neue Laufrad-Größe wird sich etablieren? Und wie oft schaffen wir es, "Gravel Bike" in unsere Prognose für 2022 einzubauen? Wir haben uns Gedanken gemacht.

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Gewagte Ausblicke und kühne Thesen: So wird das Fahrrad-Jahr 2022

Was meinst du: Mit welcher unserer Prognosen liegen wir goldrichtig? Und was wird sich im Nachhinein betrachtet als Quatsch herausstellen?
 

punkhead

Bekanntes Mitglied
Ich sehe denn wirtschaftlichen Sinn eines physikalisch schwächeren Motors nicht.
Zusätzlicher Aufwand der sich nicht rechnet.

Verschiedene Akku Größen machen auch nur Sinn für den biker, wenn da wirklich gewichtsmäßig signifikante Unterschiede gibt.
Problem ist dann einfach, wenn man einem potenten Motor mit nem kleinen Akku verheiratet, killt das den Akku. Es gibt also ein System Problem.
Oder es muss Intelligenz in den Akku, welcher dann dem Motor die Max entnommene Leistung vorgibt...
Will man das?
 

Malfurion

Bekanntes Mitglied
Ein geschlossenes System ist doch nichts schlechtes, wenn es denn gut ist. Man kann gern die Drittanbieter aussperren, wenn man denn selbst ein gutes System auf die Kette kriegt.

Ich meinte damit nicht explizit Bosch. Die sind sowieso nicht in meinem Horizont und unkaufbar.
Mich ärgert die Software sehr. Weil es nicht besonders schwer wäre da Abhilfe zu schaffen und sehr viel differenzierte Produkte anzubieten.

Aber ja, ihr habt natürlich recht damit, dass sie es gar nicht müssen. Die werden ja auch ihren Scheiß los, der Softwaretechnisch auf dem Stand eines Tamagotchis ist.

Man stelle sich nur mal vor, die Software würde sich so rasant entwickeln, wie bei den Handys in den frühen 20er Jahren. Dann könnten die Ebikes womöglich schon fliegen ;)
 

orange69

Bekanntes Mitglied
Die Vorankündigungen von Herrn Fleischer (Bosch) lassen einen Ausblick auf die kommende Vernetzung zu.

Die Nutzer haben diesbezüglich sehr unterschiedliche Ansprüche. Das will man unter einen Hut bringen. Wir sind hier im EMTB-Forum nicht wirklich repräsentativ für das Gros der E-Bike-Fahrer.
 

Menace

Bekanntes Mitglied
Aber ja, ihr habt natürlich recht damit, dass sie es gar nicht müssen. Die werden ja auch ihren Scheiß los, der Softwaretechnisch auf dem Stand eines Tamagotchis ist.
Halt, hier muss man unterscheiden zwischen der Software für die eigentliche Motorsteuerung und der Kommunikation nach aussen.
Die eigentliche Ansteuerung des Motors muss Tabu bleiben, macht auch keinen Sinn wenn da jeder rumwerkeln kann.
Nur die Kommunikation nach aussen, d.h. Übertragung von Betriebsparametern sollte verbessert werden.
 

punkhead

Bekanntes Mitglied
Bosch hat doch solche Motoren im Angebot, werden nur sehr selten in eMTBs verbaut.
Richtig, die Integration des Getriebes an den Motor für ein bike ist nicht wirtschaftlich.
Sie sind absolut leise, klappern nicht und gehen mit dem Akku sparsam um.
Auch richtig, es klappert nicht der Motor, sondern das integrierte Fahrrad spezifische Getriebe samt Freilauf
😉
 

Menace

Bekanntes Mitglied
Bosch hat doch solche Motoren im Angebot, werden nur sehr selten in eMTBs verbaut.
Sie sind absolut leise, klappern nicht und gehen mit dem Akku sparsam um.
Ha warum wohl? Der Active Line Motor hat nur eine Getriebestufe mit einem sehr großen Kunststoffrad. Dadurch ist er relativ groß, und ausserdem bin ich mir nicht sicher wie das Kunststoffrad harte Schläge verkraftet.
 

Malfurion

Bekanntes Mitglied
Die eigentliche Ansteuerung des Motors muss Tabu bleiben, macht auch keinen Sinn wenn da jeder rumwerkeln kann.
Nur die Kommunikation nach aussen, d.h. Übertragung von Betriebsparametern sollte verbessert werden.

Das kommt darauf an, was Du mit Ansteuerung meinst.
Ich "fordere" ja nur, dass man als Nutzer entscheiden können sollte, wie viel Kraft man nutzt, um so unterschiedliche Profile zu erstellen. Oder aber, wenn man das nicht will, von Anfang an verschiedene Profile zu programmieren, aus denen ich dann auswählen kann. Wenn man dann Akkus mit unterschiedlichen Kapazitäten im selben Fahrrad nutzen kann, ergeben sich doch daraus unheimlich viele Möglichkeiten.

Ich kann mit viel Bums und großem Akku eine mittlere Tour in hoher Unterstützung fahren,
oder eine sehr große in niedriger Unterstützung.
Ich kann mit einem kleinen Akku und einer etwas gedrosselten Motorleistung bei mehr Eigenleistung aber auch ähnliches schaffen.
Oder ich will mal nur eine Stunde shuttlen und nehme einen kleinen Akku bei trotzdem voller Leistung.
Oder, oder oder.
Das ganze dann am besten durchgehend frei Wählbar (beispielsweise mit einer zweiten Remote, die die Motorleistung steuert, neben der Unterstützungsstufe).
Ich hätte dann beim Shimano zum Beispiel 9 Modi statt 3.
 

Alles "Trek"

Bekanntes Mitglied
Die Vorankündigungen von Herrn Fleischer (Bosch) lassen einen Ausblick auf die kommende Vernetzung zu.

Die Nutzer haben diesbezüglich sehr unterschiedliche Ansprüche. Das will man unter einen Hut bringen. Wir sind hier im EMTB-Forum nicht wirklich repräsentativ für das Gros der E-Bike-Fahrer.
Richtig. Ansprüche sind unterschiedlich.
Ich will kein vernetztes Rad sondern eines zum radeln. Das halbwegs geräuscharm aber auf jeden Fall zuverlässig (von den elektronischen Komponenten) seinen Dienst bei Wind und Wetter verrichtet.
Aber dieser Anspruch ist natürlich nicht für die Bikeindustrie. Man feiert lieber eine neue Farbe bei der Dämpferschraube als "Innovation"
 

Alles "Trek"

Bekanntes Mitglied
Ich sehe denn wirtschaftlichen Sinn eines physikalisch schwächeren Motors nicht.
Zusätzlicher Aufwand der sich nicht rechnet.

Verschiedene Akku Größen machen auch nur Sinn für den biker, wenn da wirklich gewichtsmäßig signifikante Unterschiede gibt.
Problem ist dann einfach, wenn man einem potenten Motor mit nem kleinen Akku verheiratet, killt das den Akku. Es gibt also ein System Problem.
Oder es muss Intelligenz in den Akku, welcher dann dem Motor die Max entnommene Leistung vorgibt...
Will man das?
Richtig.
Das (für mich und vielleicht für die Masse) passende Konzept wären Räder mit den jetzigen 80 nM Motoren aber einem konsequent umgesetzten Akkukonzept mit 350 Watt eingebaut und REX mit so 300 Watt dazu.
Damit kannst jede Strecke fahren von der Feierabendrunde bis zur Mehrtagestour.
Nur damit kannst ja nicht genügend Räder verkaufen wenn auf einmal ein!!!! Rad alles abdecken würde.
Aber das wäre mein Wunsch.
 

Dylan

Bekanntes Mitglied
Ha warum wohl? Der Active Line Motor hat nur eine Getriebestufe mit einem sehr großen Kunststoffrad. Dadurch ist er relativ groß, und ausserdem bin ich mir nicht sicher wie das Kunststoffrad harte Schläge verkraftet.
Ich fahre den Aktive Line Plus seit Oktober 2019. Da ich nicht viel Strecke mit dem eBike fahre, hat er nur ca. 4000Km auf der Uhr.
Er läuft aber wie am ersten Tag, sehr leise und absolut zuverlässig.
Den Motor habe ich mir damals nach einigen Vergleichsfahrten ausgesucht, war nach meiner Einschätzung der beste, ...schwierig war es aber ein MTB zu finden bei dem der Motor verbaut war.
 

Das-Licht

Bekanntes Mitglied
Das Problem ist, der aktuelle Shimano ist ja schon relativ kompakt und wiegt nur 2,5 kg.

Natürlich kann man einen kleineren schwächeren Motor mit um die 2 kg konstruieren, aber hier sehe ich den Einsatz eher im Gravel/Rennradbereich wo man sich noch mehr des Motors schämt.

Kein Trekkingbike oder Citybikefahrer braucht so was, beim MTB nehme ich die 500 Gramm mehr gerne in Kauf wenn ich dadurch im Falle eines Falles doch mal mehr leistung abrufen kann.
...aktuelle "Light"-Motoren wiegen unter 2Kg. Kleinere Akkus wiegen auch entsprechend weniger. Danach lässt sich auch die Gesamtkontruktion entsprechend verschlanken. Bsp. beim Rotwild R.E macht dass zwischen dem 750 und dem 375, um die 5 Kilo aus.

Ist das so? Wohl eher nicht, man muss doch zurzeit viele Kompromisse eingehen. Das Motor- und Akkusystem sind doch pro Bike / Hersteller vorgegeben, meistens kann noch nicht mal die Akkukapazität gewählt werden.
Ich würde begrüßen, wenn z. B. statt eines 7xx Akkus auch ein 5xx oder sogar ein 3xx Akku verbaut werden könnte (mit einem Spacer), so könnte man individuell auf den aktuellen Einsatz reagieren.

Ich glaub NOX ist der einzige Hersteller wo man theoretisch beim gleichem Bike die Wahl zwischen verschiedenen Motoren hat, Sachs oder Brose... Also eigentlich doch nur nur Sachs ;-) Die Akkukapazität ist aber auch vorgegeben.
...beim Speci SL kann man einen Range Extender anbringen, und beliebig Viele in Reserve halten. https://www.specialized.com/de/de/s...733?searchText=98920-5640&color=273576-173733

Beim Rotwild R.E 375 kann man den Akku wechseln. Es gibt dafür von Ergon extra ein Rucksackmodell mit passendem Akkutransportfach. https://www.ergonbike.com/de/article-ba2.html

Die minimal-assist-Bikes werden noch einige sportive Bio-MTBler abholen.
... da hast Du Recht, das ist ja jetzt schon so. Doch ähnlich wie bei den E-Autos mangelt es auch hier an der Verfügbarkeit... ...der gängigen Rahmengrößen und Preiskategorien. Sonst gäbe es da noch etliche FahrerInnen mehr, insbesondere in der Generation 40+ . Das Light E-MTB ist (nach meiner Umfelderfahrung!) das ideale Sportgerät für aktive MountainbikerInnen ( also NICHT Radfahren im Wald, sondern Trails von S0 bis S3 ) die eben nicht die Möglichkeit hatten, von Klein auf, mehrmals die Woche stundenlanges Cardiotraining zu machen, da es auch noch so Dinge wie Beruf und Familie und den Aufbau eines Lebensumfeldes gibt. Da ist mit 50 Jahren eben kein Maximalpuls von 185 mehr drin, da ist man glücklich über 170. Doch trotzdem möchte man seine Komfortzone verlassen, und sich entsprechend körperlich (heraus)fordern. Ich sehe in dem Bereich sehr großes Potential.
Ich sehe denn wirtschaftlichen Sinn eines physikalisch schwächeren Motors nicht.
Zusätzlicher Aufwand der sich nicht rechnet.
...wenn der Motor lediglich physikalisch schwächer ist, und dabei nicht gleichzeitig leichter und kleiner wird, sehe ich das ähnlich. Doch Fazua und Mahle zeigen, dass es wirtschaftlich Sinn macht, wenn Leistung, Gewicht und Größe schrumpfen. Es ist ein Konzept, welches von einer, recht technisch, fahraktiven Klientel nachgefragt wird.
 

project-light

Bekanntes Mitglied
...beim Speci SL kann man einen Range Extender anbringen, und beliebig Viele in Reserve halten. https://www.specialized.com/de/de/s...733?searchText=98920-5640&color=273576-173733

Beim Rotwild R.E 375 kann man den Akku wechseln. Es gibt dafür von Ergon extra ein Rucksackmodell mit passendem Akkutransportfach. https://www.ergonbike.com/de/article-ba2.html
Was hat das mit meinem Text zu tun?
Ist das so? Wohl eher nicht, man muss doch zurzeit viele Kompromisse eingehen. Das Motor- und Akkusystem sind doch pro Bike / Hersteller vorgegeben, meistens kann noch nicht mal die Akkukapazität gewählt werden.
Ich würde begrüßen, wenn z. B. statt eines 7xx Akkus auch ein 5xx oder sogar ein 3xx Akku verbaut werden könnte (mit einem Spacer), so könnte man individuell auf den aktuellen Einsatz reagieren.

Ich glaub NOX ist der einzige Hersteller wo man theoretisch beim gleichem Bike die Wahl zwischen verschiedenen Motoren
hat, Sachs oder Brose... Also eigentlich doch nur nur Sachs ;-) Die Akkukapazität ist aber auch vorgegeben.
 

punkhead

Bekanntes Mitglied
wenn der Motor lediglich physikalisch schwächer ist, und dabei nicht gleichzeitig leichter und kleiner wird, sehe ich das ähnlich. Doch Fazua und Mahle zeigen, dass es wirtschaftlich Sinn macht, wenn Leistung, Gewicht und Größe schrumpfen. Es ist ein Konzept, welches von einer, recht technisch, fahraktiven Klientel nachgefragt wird.
Ich bezog mich auf die Hersteller, welche jetzt schon ein potenteres Motor-Getriebe-system haben.

Konkreter: für bosch oder shimano oder auch Yamaha macht es wirtschaftlich keinen Sinn, ein 2tes system zu entwickeln.

Fasua ist randerscheinung...

Man kann spezielle leichte emtbs bauen, das bleiben dann aber nischen Produkte bei entsprechend hohen Preisen. Natürlich gibt es einen Markt dafür, das will keiner abstreiten.

Man darf aber eben nicht von den großen erwarten, das da was kommt.
 

Das-Licht

Bekanntes Mitglied
Eher 3,5 kg.

Shimao Motor ca. 500 g leichter, Akku ca. 2000 g leichter, Rahmen ca. 1000 g leichter.
...wie ich bereits schrieb, ändern sich dann auch andere Bauteile. Die tatsächlichen Gewichte der benannten E-MTBs kannt Du bei Zweiflen an meinen Angaben gerne selbst recherchieren. Je nach Ausstattungsvarianten liegt der Unterschied zwischen 4,9 und 5,2 Kg.
 
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