Nein, eben nicht die EMTBs wurden als Mopeds bezeichnet sondern die Bikes mit PAS-Steuerung bei denen nur die Kurbel ganz leicht bewegt werden muss und das Bike dann von alleine auf 25 km/h beschleunigt.
Wohl noch nie auf Pinkbike unterwegs gewesen oder sonstige gemischte Kommentarsektionen gelesen? Falls das nicht ganz klar ist, damit wurden/werden die normalen Pedelecs von Herstellern wie Specialized oder Cube gemeint, nicht Aliexpress Specials mit fragwürdiger Legalität. Umgangssprachlich Mopeds, nicht vor dem Gesetz, ich rede hier nicht von s-Pedelecs
Das Problem ist sicher nicht die Leistung die Mensch+Motor während der Fahrt erreichen sondern die Kraft die während dem Schaltvorgang ins System gebracht wird. Und da ist meist der Fahrer dran schuld. Wenn er das nicht kann, dann soll er es lernen oder sich ein System kaufen welches beim Schaltvorgang automatisch Kraft aus dem System nimmt.
Der Avinox nimmt genau deswegen Leistung raus beim Schaltvorgang, wenn man ein elektronisches Schaltwerk am Motor angeschlossen hat. Hilft leider nur bedingt, passiert auch Fahrern, die eigentlich wissen, was sie tun. Siehe Review vom Amflow vom Jordi auf Youtube, 3000km und drei (!) Kettenrisse (XO Kette). Ich würde behaupten, der Mann kann eigentlich Radfahren, also schaltet er bewusst materialmordend oder die reduzierte Leistung ist immer noch zu viel
Es reicht doch wenn es die Limitierung der Geschwindigkeit gibt.
Warum muss die Leistung limitiert werden?
Einen maximalen Leistungszuschlag darf es gerne geben (dann kann man immer noch 1.000W abrufen wenn man es mal braucht), das wäre dann aber für die Pseudopedalierer wohl das Aus (denn die leisten ja quasi gar nichts um die Motor-Höchstgeschwindigkeit zu erreichen).
Leistung oder Unterstützungsfaktor, vielleicht auch beides je nach Anwendungsfall. Leistung (750W) weil man dann für kein Land eine Extrawurst braucht und als klare Abgrenzung zu Kleinkrafträdern. Gabs ja bereits mit 600W in Österreich, die Limitierung ist 2023 oder 2024 gefallen. Unterstützungsfaktor, damit die Räder kontrollierbar bleiben und sich noch halbwegs wie ein Fahrrad fahren (dein Argument mit den Pseudopedalierern). Die beste Sensorik kann nur bedingt helfen bei der Kontrolle, Stichwort Rentner und Selbstüberschätzung. Für Lastenräder kann man gerne Ausnahmen machen.
Konkrete Beispiele: Pedelec Klasse 1: klassiche eMTBS, e-Trekking, etc mit 750W Spitze und 400% maximale Unterstützung, 25km/h
Klasse 2: Lastenräder, sagen wir 1250W und 800% Unterstützungsfaktor, mindestens 180kg zulässiges Gesamtgewicht. 25km/h. Mit 180kg gäbe es eine klare Grenze zu Klasse 1, da keine Kernkomponenten wie Gabeln und Laufräder übernommen werden können, bei 150-160kg ist da meist Schluss.
Von mir aus noch Klasse 3, e Rennrad/Gravel: Rennradlenker muss verbaut sein, Helmpflicht, maximales Eigengewicht irgendwo zwischen 12 und 15kg fahrfertig (reicht für Alurahmen mit Vollausstattung), maximale Leistung 300W, 150% Unterstützung und 30-35km/h Höchstgeschwindigkeit. Wenn man zum Leistungsausgleich mit e unter fitteren Rennradlern unterwegs ist, wird man bei 2-3% Steigung nicht sofort stehen gelassen, wo sonst der Motor wegen der 25km/h Grenze aussetzen würde, dafür aber mit sonst strengere Regulierungen
s-Pedelcs dürfen natürlich auch bleiben wobei man da innerhalb der EU/EWR vereinheitlichen sollte. In einem Land darf ich am Fahrradweg fahren, im angrenzenden Land ist man 1 zu 1 mit einem 50cc Moped gleichgestellt