e-MTBs in freier Wildbahn - Bilderthread

Es muss ja nicht immer Full Power sein đŸ€˜đŸŒđŸ€ 
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Re: e-MTBs in freier Wildbahn - Bilderthread
Herr Orange und ich fuhren letzten Samstag seit lÀngerem wieder mal eine MTB Tour.
Wir haben uns die Cube Rocks Tour in einer etwas anspruchsvolleren Variante auserkoren, schließlich sind wir angehende Leistungssportler in der allseits bekannten "HĂ€tteWĂ€reWenn" Klasse.
Am Vortag hatte ich noch meinen, inzwischen ĂŒber 10.000 km alten Antrieb, geputzt und zu altem Glanz verholfen, damit der Antrieb auch diese Tour ĂŒberstehen soll.
Es war heiß wie eine Grillparty in der WĂŒste zur Mittagszeit und meine Kondition ließ bereits zu Beginn der Tour zu wĂŒnschen ĂŒbrig.
Ich wollte zwar wĂ€hrend der Fahrt die ein oder andere Geschichte erzĂ€hlen, aber mein kehliges Röcheln und Rasseln ĂŒbertönte oft das gesprochene Wort.

Was ist noch alles passiert?
Der Cube Rocks ist gut beschildert, nicht. Eher findet man einen Diamanten, als einen Wegweiser. Naja, ganz so schlimm war es nun auch nicht, allerdings ist man ohne Navi oder gute Ortskenntnis verloren.

*Poledance*
Herr Orange wollte Fotos von seinem Bike und sich selbst machen, weil es die letzte Fahrt mit diesem Bike war.
Am Folgetag wurde es von seinem neuen Besitzer abgeholt.
Nach ein paar schönen Posen dufte ich mich dann auch in Fotostellung bringen. Ein eingesteckter Holzpfahl diente mir als Polestange und ich rÀkelte mich im Beisein meines Fahrrads an selbiger wie eine Ehefrau nach 20 Jahren Ehe: hölzern.

*10 Spitzkehren bergauf
10 Spitzkehren bergab.*
Der Cube Rocks in der von uns gefahrenden Expert Variante sah 10 Spitzkehren bergauf am Anfang und weitere 10 Spitzkehren am Ende der Tour vor. Das bedeutete fĂŒr uns insgesamt 20 Mal Fluchen und entweder absteigen oder mit einer ungesunden Portion LebensmĂŒdigkeit die Spitzkehren zu befahren.
WĂ€ren wir an einer der Spitzkehren gestĂŒrzt, wĂŒrden wir heute noch runterpurzeln, so weit und steil ging es da hinab.

*Übel steiniger Trail.*
Die Expert Variante des Cube Rocks sieht auch einen Trail vor, der nicht nur steil bergab fĂŒhrt, sondern auch gespickt war mit grossen weissen und extrem spitzen Steinen.
Da drĂŒber zu fahren glich einem Fakir, der mit Anlauf ĂŒber sein Nagelbrett rutscht, bĂ€uchlings, versteht sich.
Die Bikes versetzten auf den losen spitzen Steinen stellenweise einen halben Meter nach rechts oder links.
Links war die gefÀhrlichere Seite, denn dort war der Abhang, 30 Meter tief und vermutlich nur im freien Fall zu bewÀltigen.

*Ab durch den Dschungel*
Ein weiteres Highlight war der von mir spÀter so benannten Heuschnupfen Trail. Die Flora war auf diesem Trail so ausgeprÀgt, das wir kaum den Trail erkannten. Vermutlich wusste der Trail nicht mal, dass er einer ist.
Wir schlugen uns durch DornenĂ€ste, Brennnesseln und Unmengen an BlĂŒtenstaub. Zum GlĂŒck leidet Herr Orange an Heuschnupfen und fuhr zu seiner Freude hinter mir her. Ich wirbelte kubikmeterweise BlĂŒtenstaubwolken auf, die Herr Orange hinter mir mit seiner Nase aufnahm, wĂ€hrend er die entstandene Wolke teilte.
Immerhin schreckte sein kombiniertes Fluchniesen die BĂ€ren ab, wir haben keine gesehen.

*Schaltung murkst*
WĂ€hrend unserer Fahrt bemerkte ich immer wieder, dass mein Antrieb nicht mehr gut schaltete. Laute KnackgerĂ€usche und nicht funktionierende Gangwechsel ließen mich zu der Aussage veranlassen, dass nach dieser Tour der Zeitpunkt einer Erneuerung aller Antriebsteile vonnöten sein wĂŒrde.

*Kette reißt*
Ca 5 km vor unserem Ziel riss dann meine Kette. NatĂŒrlich in einem steilen Trail bergauf, mitten in der Pampa.
Herr Orange stellte die gewagte These auf, dass die Zeit, die ich fĂŒr das Putzen des alten Antriebs verwendet hatte, deutlich sinnvoller in den Austausch aller Verschleißteile investiert gewesen wĂ€re.
Ich gab ihm daraufhin diverse Tiernamen, nahm aber seine Hilfe zur Kettenreparatur dennoch an.

*Geiles Wetter, blauer Himmel.*
Die ganze Tour ĂŒber gab es herrliches Wetter, garniert mit einem der blauesten Himmel, die ich in letzter Zeit bestaunen durfte.
Und es war heiß.

*FĂŒnf Restaurants, bis wir endlich was gefunden hatten.*
Nachdem wir vier Restaurants besuchten, die allesamt geschlossen hatten, fanden wir Speis und Trank in einer Dorfspelunke, in selbiger wir am frĂŒhen Nachmittag einkehrten.
Wir hatten sogar eine Art kĂŒnstlerische Darbietung am Nachbartisch, denn die Dorfbewohner, die dort saßen, waren so betrunken, dass sie vermutlich kein Blut mehr im Alkohol hatten.
Die sich daraus ergebenden GesprĂ€che waren komödiantisches Gold, die lauten RĂŒlpser eher Mahmahl von schlechter Kinderstube oder sie waren einfach stramm wie die Kesselflicker.

Schön wars.
MĂŒssen wir wiederholen.
Ich geh jetzt in die Werkstatt, den Antrieb tauschen.

So, Fotos:

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Das blau war echt verrĂŒckt, kommt hier nur schlecht rĂŒber.

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Äktschnfoto

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Der Heuschnupfentrail, als man noch was vom Boden sehen konnte. SpĂ€ter sind wir nach GefĂŒhl gefahren.

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Kein Ahnung, was ich da mache.

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Poserbild vom Herrn Orange.

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Poserbild von mir.

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Poledance nach Altherrenart.

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Nochmal ein Poserbild mit Herrn Orange ihm seinem alten Bike.

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Etwas Schiebesport war auch dabei.

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Da isse hin, die Kette.
 
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